Viola Alvarez

 4.1 Sterne bei 88 Bewertungen
Autor von Der Himmel aus Bronze, Wer gab dir, Liebe, die Gewalt und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Viola Alvarez

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Wer gab dir, Liebe, die Gewalt (ISBN: 9783404922383)

Wer gab dir, Liebe, die Gewalt

 (18)
Erschienen am 12.12.2006
Cover des Buches Der Himmel aus Bronze (ISBN: 9783404160556)

Der Himmel aus Bronze

 (18)
Erschienen am 21.06.2011
Cover des Buches Die Nebel des Morgens (ISBN: 9783404922901)

Die Nebel des Morgens

 (15)
Erschienen am 06.06.2008
Cover des Buches Das Herz des Königs (ISBN: 9783404921874)

Das Herz des Königs

 (16)
Erschienen am 19.07.2005
Cover des Buches Ein Tag, ein Jahr, ein Leben (ISBN: 9783955204747)

Ein Tag, ein Jahr, ein Leben

 (7)
Erschienen am 10.02.2014
Cover des Buches Das Flüstern des Glücks (ISBN: 9783961481842)

Das Flüstern des Glücks

 (6)
Erschienen am 01.12.2017
Cover des Buches Die Zunftmeisterin (ISBN: 9783961480531)

Die Zunftmeisterin

 (3)
Erschienen am 31.05.2017
Cover des Buches Was uns am Ende bleibt: Roman (ISBN: B0822RXSWK)

Was uns am Ende bleibt: Roman

 (2)
Erschienen am 01.12.2019

Neue Rezensionen zu Viola Alvarez

Neu

Rezension zu "Was uns am Ende bleibt: Roman" von Viola Alvarez

Packendes Familien-Epos über drei Generationen, vom Zweiten Weltkrieg bis heute
SuEdelmannvor 5 Monaten

https://www.susanne-edelmann.de/2020/02/was-uns-am-ende-bleibt/

Diese Lektüre musste ich erstmal sacken lassen. Der Autorin ist hier ein bewegendes Familien-Epos gelungen, das beinahe 80 Jahre umfasst, vom Zweiten Weltkrieg bis heute. Sie erzählt darin von Glamour und Elend, von Flucht vor dem Krieg und vor sich selbst, von Lügen und Geheimnissen, die beinahe drei Generationen einer Familie zerstören.

Die Familiengeschichte beginnt mit Luise Röber, einer streng und behütet aufgewachsenen jungen Frau aus Köln, die 1944 dem desertierten Soldaten Helmut Rasch zur Flucht verhilft. Die beiden landen in der Eifel, auf dem Bauernhof der Familie Wetjes, wo Luise schon 1939 als Erntehelferin war. Die Bäuerin versteckt die jungen Leute in einer Kammer, zusammen mit dem halbjüdischen Ehepaar Elsbeth und Joachim Heilberg. Es vergehen noch etliche Monate, in denen die vier auf engstem Raum zusammen leben müssen, bis der Krieg endlich vorbei ist. Am Ende ist Luise schwanger, im September 1945 wird Gabriele geboren.

Im Jahr 2015 bekommt Gabriele eine Anfrage vom Bundesfinanzministerium. Dort möchte man eine Briefmarke mit dem Konterfei ihrer inzwischen längst verstorbenen Mutter drucken. Denn aus Luise wurde nach dem Krieg Lulu von Radziwil, ein gefeierter Filmstar und das „süße Mädel“ der 1950er Jahre in zahlreichen Heimatfilmen, in denen Helmut Rasch Regie führte. Allerdings hat Lulu damals jahrelang ihre Tochter verheimlicht, Gabriele wuchs bei Elsbeth und Joachim auf, was bis heute tiefe Spuren hinterlassen hat – nicht nur bei Gabriele selbst, sondern auch bei deren Kindern, den Zwillingen Charlotte und Georg. Die Geschwister, inzwischen 41, haben ihr Leben lang darunter gelitten, dass Gabriele ihnen keine fürsorgliche Mutter war und ihren Vater kennen sie erst gar nicht.

Nun sorgt die Anfrage des Finanzministeriums für mächtig Wirbel. Denn dort will man ein ganz bestimmtes Bild von Lulu drucken, doch weder Gabriele noch ihre Kinder haben das Originalfoto mit Urhebervermerk. Nach einer Rückfrage bei einem Produzenten, mit dem Lulu früher gearbeitet hat, meldet sich schließlich ein Mann aus Australien: Er sei im Besitz des Fotos, möchte es aber nicht einfach so auf den Weg schicken, ohne vorher miteinander gesprochen zu haben. Leider sei er aber gesundheitlich nicht mehr in der Lage zu reisen.

Spontan machen sich Georg und Charlotte auf den Weg nach Australien, nichtsahnend, dass diese Reise ihr ganzes Leben verändern wird. Sie suchen Antworten auf ihre Fragen, doch sie bekommen nicht nur Antworten, sondern auch noch mehr Fragen. Und sie erhalten Einblicke in die Vergangenheit, die sie zum Umdenken zwingen.

In wechselnden Perspektiven wird die Geschichte der drei Generationen erzählt: Mal kommt Georg zu Wort, mal Charlotte, mal Luise/Lulu, zwischendurch auch mal ein paar Randfiguren. Ausgehend von der Gegenwart, wird die Vergangenheit mal in Rückblenden erzählt, als Erinnerung der Protagonisten, dann wiederum in erzählender Form in der dritten Person. So erhält man als Leser Einblick in das Leben Lulus, ihre abenteuerliche Flucht und ihren späteren Aufstieg als Filmstar, der seine Familie opfert. Man erfährt Schreckliches aus Helmuts Vergangenheit und über das Schicksal junger deutscher Soldaten, die in einem sinnlosen Krieg zu Gräueltaten gezwungen wurden, die sie ein Leben lang verfolgen werden. Ein weiterer wesentlicher Teil der Geschichte spielt in den 1970er Jahren in München, ein anderer im Australien der Gegenwart.

So setzt sich nach und nach das Puzzle der Familie Röber zusammen, eine Geschichte, die geprägt ist von Lügen und Geheimnissen. So wie es im Roman eine Figur zur anderen sagt: „In dieser Familie ist, seit Lulu und Rasch sich damals getroffen haben, keiner zum anderen je ehrlich gewesen. Lulu hat Gabriele versteckt, Rasch hat seine Vergangenheit versteckt, Gabriele versteckt sich vor Ihnen, und Sie verstecken Gabriele…“ (Zitat).

Diese Spurensuche ist von Anfang an sehr spannend zu lesen, allerdings fehlte mir zunächst eine Identifikationsfigur, jemand, mit dem ich wirklich mitfiebern konnte. Nach und nach hat sich dann Georg als derjenige herauskristallisiert, mit dem ich am meisten mitgefühlt habe. Andere Figuren hingegen empfand ich als etwas sperrig – aber sie waren eben auch alle etwas „verkorkst“ aufgrund ihrer Familiengeschichte.

Einen kleinen Punktabzug gibt es aufgrund des Covers. Die Kirche im Hintergrund stellt wohl den Berliner Dom dar. Zwar lebt Lulu nach dem Krieg in Berlin, aber dennoch hat dieses Bild mit der Geschichte eigentlich gar nichts zu tun. Und generell bin ich dieser Cover mit „Frau von hinten“ im Vordergrund und schönem Gebäude im Hintergrund mittlerweile überdrüssig. Zumal sich gerade bei Lulus Vergangenheit als Filmstar der 50er, mit Filmen wie „Heidegitarren“, doch ganz andere Bilder angeboten hätten, aber nun ja.

Alles in allem eine sehr bewegende Lektüre, die bei mir, wie eingangs erwähnt, noch lange nachgewirkt hat. Vor allem angesichts der jüngsten Ereignisse in Thüringen wurde mir beim Lesen wieder einmal deutlich bewusst, dass sich die Zeiten des Nationalsozialismus, dieses Gedankengut, die Gräueltaten des Krieges nie, nie wieder wiederholen dürfen. Klare Leseempfehlung!

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Was uns am Ende bleibt: Roman" von Viola Alvarez

Familiengeschichte und Zeitreise
irismariavor 5 Monaten

In "Was uns am Ende bleibt" erzählt Viola Alvarez eine ungewöhnliche Familiengeschichte, in deren Mittelpunkt die Schauspielerin Lulu steht. Lulu wurde als Luise Röper in Köln geboren und feierte in der Nachkriegszeit große Erfolge als "das süße Mädel" in Heimatfilmen. In der Geschichte wird erzählt, dass Lulu auf einer Briefmarke verewigt werden soll und ihre Kinder dafür ein bestimmtes Foto bereitstellen sollen. Dieses Foto ist nicht leicht zu finden. Die Suche danach führt sie bis nach Australien, dabei werden einige Familiengeheimnisse enthüllt und es ergeben sich neue Perspektiven für die Zukunft. Besonders gut hat mir an dieser Geschichte gefallen, dass immer wenn ein Kapitel erzählt und eine neue Thematik mit neuen Personen aufgekommen ist, im nächsten Kapitel aus der Sicht dieser Personen berichtet wird. So gibt es Zeitsprünge in die Kriegsjahre, in die Nachkriegszeit bis hin zur Gegenwart. Hinter der Fassade der erfolgreichen und später skandalumwitterten Schauspielerin werden menschliche Herausforderungen und Tragödien sichtbar und das Thema von Beziehungen, die gelingen oder eben nicht gelingen, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Ich kann das Buch sowohl unter dem Aspekt der Familiengeschichte als auch einer interessanten Zeitreise ins 20. Jahrhundert sehr empfehlen.

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Das Flüstern des Glücks" von Viola Alvarez

Auf der Suche nach Antworten
Buchliebe4vor einem Jahr

Das Flüstern des Glücks von Viola Alvarez

Klappentext:
Lange hat Louisa sich damit abgefunden, dass es in ihrer Vergangenheit Lücken gibt, vieles, über das sie nichts weiß.
Doch ein unerwartetes Erbe zwingt die junge Ärztin nun dazu, sich endlich damit auseinanderzusetzen: Wer ihr Vater war, hat sie nie erfahren und auch ihre Mutter kannte sie kaum – und dann gibt es noch dieses Haus, das sie von einem Mann geerbt hat, dem sie noch nie begegnet ist.
 Um all diesen Fragen auf den Grund zu gehen, besucht Louisa die einzige noch lebende Schwester ihrer geliebten Großmutter Henni. Zögerlich beginnt die alte Frau zu erzählen, und so entfaltet sich vor Louisa endlich die wahre Geschichte ihrer Familie, eine Geschichte voller Zwist, Gefahren, verborgener Leidenschaften und Schicksalsschlägen – und Louisa muss entscheiden, was ihre Vergangenheit für ihre Zukunft bedeutet …

Louisa Schellack ist eine sehr gewissenhafte Ärztin und lebt sehr für ihren Beruf. im Privatleben dagegen ist zwischen ihren Mann und ihr die Luft raus und sie leben nebeneinander her. Ihr Mann hat eine Affäre die er aber nicht vor seiner Frau zugibt, obwohl Louisa nun überhaupt nicht dumm ist und es ahnt. Beider lieben sich, aber haben das offen miteinander zu sprechen total verloren.
Da bekommt Louisa die einmalige Chance auf der Karriereleiter richtig hoch zu klettern, aber diese Chance hat auch ihren Preis, denn sie sitzt dann in einem Glaskasten und muss alles offenlegen und durchleuchten lassen. Ist wirklich alles rein?
Eigentlich ja, aber da ist noch das Haus, welches sie von einem ihr unbekannten Man geerbt hat....
Antworten darauf und ein wenige Licht auf die Fragen kann ihr nur noch die lebende Schwester ihrer verstorbenen Großmutter Henni geben. Und somit fährt Louisa zu ihrer Tante und diese führt Louisa zurück in die Kindheit der Geschwister Schellack und erzält ihr ab 1920 das Leben und die wichtigen Geschehnisse...
Bekommt Louisa Antworten auf die offenen Fragen?
Und wie geht es für sie und ihren Mann weiter?


Dieses war mein erstes Buch von der Autorin, welches ich gelesen habe. Das schöne Cover und der Klappentext dazu, haben mich sehr angesprochen.
Die Geschichte ist seigentlich total schön und auch mega interessant.

Allerdings fand ich es oftmals zu langatmig und es zog sich an manchen Stellen in die Länge, was ich sehr schade fand und mich auch überlegen lassen hat, es abzubrechen.

Aber ich bin froh, das ich es nicht gemacht habe, denn das Ende hat sich dann sehr gut lesen lassen, auch weil man dann wusste, was es mit dem Haus auf sich hat und den unbekannten Vater von Louisa.

Kommentieren0
71
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Ein Rest von Liebe - Band 1

Liebe Leserinnen und Leser,

willkommen zur Leserunde. Ich freue mich auf eine gemeinsame Reise in die Vergangenheit einer Familie vom Niederrhein.

Jede/r von Euch hat ja so ihre/ seine eigenen Familiengeschichten zu erzählen. Ich finde Familiengeschichten faszinierend. Weil sie zum einen ausmachen, als wer wir uns in unserer Gegenwart verstehen, weil sie zum anderen nie die Wahrheit erzählen, sondern nur das, was unterschiedliche Menschen aus ihren unterschiedlichen Blickwinkeln als Wahrheit verstehen.

Familiengeschichte und Familiengeheimnis gehören zusammen wie Henne und Ei. Dabei gibt es gute und schlimme Geheimnisse. Wer von Euch hat auch schon mal seinen Tanten und Onkeln und Großeltern zugehört und gedacht: "Das kann man ja gar nicht erfinden! Das müsste man mal aufschreiben." Und vielleicht ist es doch erfunden?

In "Ein Rest von Liebe" geht es um die Geschichte und die Geheimnisse der Familie Schellack. Es ist eine Familie der verschwundenen Männer und der geheimnisvollen Frauen. Die Frauen der Familie behaupten, den Unterschied zwischen Lügen und Wahrheit zu kennen. Aber ist das wirklich so?

An der Lebenssituation der jungen Oberärztin Louisa Schellack, gestresste Mutter, unglückliche Ehefrau, erfolgreiche Wissenschaftlerin und zornige Tochter, geliebte Enkeltochter, offenbart sich dieser Zusammenschluss von Halbwahrheiten schließlich. Getrieben von Ehrgeiz und mit den nahezu vollständigen Trümmern ihrer Ehe konfrontiert, hat Louisa nun einen zwingenden Grund, nach der Wahrheit hinter den alten Geschichten zu forschen. Denn da gab es ihre Mutter - und keinen Vater. Da gab es ihre Großmutter - und keinen Großvater. Da gibt es ein ominöses Haus, das einem Fremden gehört. Und da gibt es Louisas furchterregende Großtante Hilde, über 90, böse, scharfsinnig und wahrhaftig, die Hüterin all dessen, was verschwiegen wurde und doch nicht vergessen werden konnte.

Louisa kommt zu ihr mit den Ängsten des kleinen Mädchens, das sie mal war und die Begegnung mit ihrer Tante verändert sie für immer. Aus der Gegenwart reisen wir in das Jahr 1920 und wieder zurück, auf den Spuren dieser Familie Schellack, die in den wechselvollen Zeiten des 20.Jahrhunderts überleben musste.

Ich freue mich auf Eure Begleitung bei dieser Reise. Und ich bin neugierig. Was für Gefühle verbindet Ihr mit den Worten: Familiengeschichte? Familiengeheimnis? Und welche sind Eure liebsten Familiensagas, die Ihr schon gelesen habt?

Fragen über Fragen, aber erstmal auf eine spannende Leserunde!

Herzliche Grüße

Viola Alvarez

65 BeiträgeVerlosung beendet

Community-Statistik

in 139 Bibliotheken

auf 15 Wunschzettel

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks