Viola Alvarez Die Nebel des Morgens

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Inhaltsangabe zu „Die Nebel des Morgens“ von Viola Alvarez

Europa im späten fünften Jahrhundert. Ein Skalde wird von zwei Soldaten entführt und verschleppt. Obwohl der Dichter seit zwei Jahren kein Wort mehr gesprochen hat, ist er für den machtgierigen Auftraggeber der Entführung, einen minderen Burgunderkönig am Rhein, wertvoller als pures Gold. Denn er ist Bryndt Högnisson, das Kind von Königin Brynhild und ihrem heimlichen Geliebten Hagen von Tronje. Und Bryndt ist der Einzige, der die Wahrheit über die namenlose Tragödie im Hunnenland kennt ...

Eine schöne, andere Version der Nibelungensage!

— carmi11

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  • Rezension zu "Die Nebel des Morgens" von Viola Alvarez

    Die Nebel des Morgens

    winter-chill

    09. July 2012 um 22:47

    Es ist eine Geschichte über bedinungslose Liebe und Treue, aber auch abgrundtiefen Hass, Habgier und Betrug, ein Epos, der über die Jahrhunderte hinweg zu einem Mythos geworden ist: Die Nibelungensage. In “Die Nebel des Morgens” widmet sich Alvarez der Sage und erzählt die Geschichte äußerst berührend neu. Das Besondere: Nicht der gutaussehende Königssohn Siegfried ist wie gewöhnlich der Held der Geschichte, sondern Hagen von Tronje, der Berater am Hof der Nibelungen, der zudem eine heimliche Beziehung zu Brynhild – einst von Siegfried getäuscht und zur Ehe mit Gunther gezwungen - unterhält. Siegfried hingegen wird in Alvarez Version als brutaler Lügner und hohler Schönling entlarvt. Diese Adaption der Nibelungensage ist einfach nur wunderbar. Es ist eine tiefgehende, ergreifende Liebesgeschichte, nebenbei erfährt man aber auch noch einiges über den Alltag in dieser frühmittelalterlichen Zeit. Besonders über die Rolle der Frau, aber auch über den Konflikt zwischen Christentum und heidnischen Glauben. Am Ende könnte man fast meinen, dass es genau so gewesen ist. Die Nibelungensage muss man übrigens nicht unbedingt vorher gelesen haben, darüber weiß man nach dem Buch alles.

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  • Rezension zu "Die Nebel des Morgens" von Viola Alvarez

    Die Nebel des Morgens

    Schmonie

    23. July 2009 um 10:36

    "Die Nebel des Morgens" ist stilistisch, sprachlich, erzählerisch und inhaltlich ein ganz besonders, vielleicht sogar außergewöhnliches Buch. Viola Alvarez erzählt nicht einfach die Nibelungen-Sage nach, sondern versucht, diesen Mythos neu zu erzählen, und das ist ihr absolut glaubwürdig gelungen. Sie räumt auf mit der gängigen Mythologie, zeigt genial auf, aus welchen Ereignissen ihrer Version das Sagenhafte entstanden sein könnte. Es macht unheimlich viel Spaß, als Kenner der Legende diese kleinen Hinweise zu entdecken und zustimmend nicken zu können - ja, so könnte es sich zugetragen haben. Die Rollen von Held und Bösewicht werden hier neu verteilt, was sehr interessant war. Viola Alvarez hat einen in sich sehr schlüssigen, realistischen Roman geschrieben, der nicht nur Liebhaber der Nibelungen begeistern wird. Von der ersten Seite an ist der Roman absolut spannend und faszinierend. Ihre Sprache ist sehr intensiv, fast schon poetisch schön und lässt den Leser in eine andere Welt, in eine andere Zeit abtauchen. Erzählerisch ist der Roman für mich sagenhaft, im doppelten Sinne. Viola Alvarez' Erzähler Bryndt - ein Nachfahre der Nibelungen - beschreibt die Ereignisse mit allen Facetten seines Charakters, seiner Herkunft, seiner Lebenserfahrung, seiner eigenen Erinnerung. So wirkt die Geschichte nicht nur realistischer und lebendiger, sondern auch sehr emotional und humorvoll, aber auch abstoßend und erschreckend. Ihre Figuren empfinde ich äußerst gelungen, sind sie nicht nur äußerlich sehr unterschiedlich, sondern auch vom Charakter her unglaublich facettenreich und bleiben nicht starr, sondern verändern sich im Laufe der Jahre, ihrer Erfahrungen. Und für alle charakterlichen Eigenschaften ihrer Figuren hat Viola Alvarez auch noch psychologische Erklärungen für den Leser, die sich aus den prägendsten Erfahrungen der Hauptfiguren leicht herauslesen lassen. Ich bin restlos begeistert von diesem Roman, der sich eindeutig von vielen anderen historischen Roman nicht nur sprachlich abhebt. Er gehört zu meinen Lesehighlights und ich bin mir sicher, dass ich ihn irgendwann noch einmal lesen werde!

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  • Rezension zu "Die Nebel des Morgens" von Viola Alvarez

    Die Nebel des Morgens

    bonomania

    05. April 2008 um 00:57

    Wunderschöner Schreibstil, ein Buch mit Suchtpotential, mein Lese Highlight in 2007

  • Rezension zu "Die Nebel des Morgens" von Viola Alvarez

    Die Nebel des Morgens

    beowulf

    08. March 2007 um 00:31

    Ein grandioses Buch, das die Nibelungensage aus Sicht eines fiktiven Betroffenen erzählt, als Familiengeschichte, das heisst also auch ohne märchenhafte Elemente wie Drachen oder Tarnkappen- aber so wie es gewesen sein könnte. Das ganze in einer Sprache, die zum dreimal lesen anregt so schön, man möchte sich das halbe Buch anstreichen wegen seiner schönen Sätze.

  • Rezension zu "Die Nebel des Morgens" von Viola Alvarez

    Die Nebel des Morgens

    Buchfreak

    03. March 2007 um 09:26

    Kurzbeschreibung: Europa im späten fünften Jahrhundert. Ein nordländischer Skalde wird von zwei Soldaten aus Island entführt und nach Süden verschleppt. Der Mann ist anscheinend verrückt, er hat seit zwei Jahren kein einziges Wort mehr gesprochen. Aber für den Auftraggeber dieser Entführung, einen machtgierigen, aber minderen Burgunderkönig am Rhein, ist er wertvoller als pures Gold. Denn der trotzige Verstummte ist Bryndt Högnisson, Sohn berühmter Eltern, das einzige Kind der längst verstorbenen Königin Brynhild und ihres Liebhabers: Hagen von Tronje. Bryndt ist der Einzige, der die Wahrheit kennt - die Wahrheit über die namenlose Tragödie im Hunnenland. Den Untergang der Nibelungen. Und diese Wahrheit ist gefährlich. Meine Meinung: "Die Nebel des Morgens" ist ein wunderschönes Buch in jeder Hinsicht, trotz des tragischen Inhalts. Alvarez' Sprache ist herrlich zu lesen und ist durchsetzt von einem feinen Humor, der gerade in dieser Geschichte sehr überrascht. Ihre Figuren sind größtenteils vielleicht nicht immer sonderlich liebenswert, aber ausgesprochen lebendig. Sie sind menschlich und fehlbar und es ist eigentlich praktisch niemand wirklich gut oder böse. Die Geschichte kann und darf sich nur auf ein Ende zubewegen und Alvarez hat es trotz anderer Ausgangsbedingungen sehr gut geschafft, ihre Version der Charaktere und Ereignisse so zusammenzufügen, daß die Folgen nur logisch sind. Dieses Buch zu lesen war ein reiner Genuß. Viola Alvarez ist ein Name, den man sich merken muß, wenn man gut geschriebene historische Romane schätzt.

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