Viola Di Grado

 3.3 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Siebzig Acryl, dreißig Wolle, Cuore cavo und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Viola Di Grado

Viola Di GradoSiebzig Acryl, dreißig Wolle
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Siebzig Acryl, dreißig Wolle
Siebzig Acryl, dreißig Wolle
 (8)
Erschienen am 08.06.2012
Viola Di GradoSiebzig Acryl, dreißig Wolle: Roman
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Siebzig Acryl, dreißig Wolle: Roman
Siebzig Acryl, dreißig Wolle: Roman
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Erschienen am 08.06.2012
Viola Di Grado70% Acrylic 30% Wool
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70% Acrylic 30% Wool
70% Acrylic 30% Wool
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Erschienen am 28.08.2012
Viola Di GradoCuore cavo
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Cuore cavo
Cuore cavo
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Erschienen am 01.04.2014

Neue Rezensionen zu Viola Di Grado

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Claudia-Marinas avatar

Rezension zu "Siebzig Acryl, dreißig Wolle" von Viola Di Grado

Siebzig Acryl, dreißig Wolle
Claudia-Marinavor 3 Jahren

Selten habe ich so eine Antipathie für eine Protagonistin empfunden wie für Camelia. Dabei müsste ich doch eigentlich Mitleid mit ihr empfinden. Rein menschlich gesehen. Seit dem Unfalltod ihres Vaters muss Camelia sich um ihre Mutter kümmern, die in Depressionen versinkt und nach und nach aufgehört hat, am Leben teilzunehmen. Sie schweigt. Kein einziges Wort kommt mehr über ihre Lippen. Für Camelia, die kurz davor war, sich ein eigenes Leben aufzubauen, eine eigene Wohnung zu beziehen, muss das einem Alptraum nahekommen. Alles hat sie aufgegeben für ihre Mutter, einst berühmte Flötistin und jetzt nur noch ein Schatten ihrer selbst, deren einzige Beschäftigung darin liegt, mit einer Polaroidkamera Löcher zu fotografieren.

Eines Tages findet Camelia in einem Müllcontainer Kleider, die so zerschnitten und falsch genäht sind, dass sie niemand tragen will. Die genauso kaputt und hässlich sind wie Leeds, die Stadt in der Camelia lebt. Die Jimmy genäht hat, Wens Bruder, den Camelia kennenlernt, der ihr Chinesisch beibringt und in den sie sich verliebt. Für den es sich lohnen würde, das eigene Leben wieder in die Hand zu nehmen, die Initiative zu ergreifen und das Schweigen zu durchbrechen. Aber will sie das wirklich oder ist es nicht auch so ganz schön, trotz aller Hässlichkeit, so wie sie sich mit ihrer Mutter eingerichtet hat?

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ud69s avatar

Rezension zu "Siebzig Acryl, dreißig Wolle" von Viola Di Grado

Rezension zu "Siebzig Acryl, dreißig Wolle" von Viola Di Grado
ud69vor 6 Jahren

Sehr verstörende Geschichte über eine Frau, die durch den Tod des Vaters, dem Unvermögen der Mutter, damit umzugehen und letztendlich der Abweisung durch den Mann, in den sie sich verliebt hat, immer tiefer in einen Strudel hinabgerissen wird, aus dem sie sich nicht mehr befreien kann. Die Sprache ist besonders blumig, mit vielen Metaphern, Umschreibungen, man fühlt sich nahezu hineingesogen in die Geschichte, die einen am Ende mit der trostlosen Stimmung, die nur in kurzen Momenten unterbrochen wird, alleine lässt.

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CloudyWhites avatar

Rezension zu "Siebzig Acryl, dreißig Wolle" von Viola Di Grado

Rezension zu "Siebzig Acryl, dreißig Wolle" von Viola Di Grado
CloudyWhitevor 6 Jahren

Camelia Mega, Italienerin, Anfang 20, lebt seit ihrem siebten Lebensjahr in Leeds/UK. Sie hat angefangen an der Universität Chinesisch zu studieren, als der Vater bei einem Autounfall verstirbt. Camelia muss ihre Wohnung und ihre Pläne aufgeben und sich um ihre depressiv gewordene Mutter kümmern, die - einst eine berühmte Flötistin - ihr Leben nicht mehr in den Griff bekommt und körperlich und seelisch dahin siecht. Mit Übersetzungen von Waschmaschinenanleitungen hält Camelia sich und die Mutter am Leben. Selten gelingt es ihr, aus dem Gefängnis der Gefühle und der Sprachlosigkeit auszubrechen. Ihre Wut richtet sich gegen das winterkalte Leeds, gegen den Vater, der die Mutter betrogen hat, gegen die Mutter, die Camelia weder Liebe noch Dankbarkeit entgegen bringt. Sie lernt den Chinesen Wen kennen, der ihr chinesische Schriftzeichen und Sätze beibringt und verliebt sich in ihn. Ihre körperlichen Bedürfnisse bleiben aber unbeantwortet, und Camelia tröstet sich sexuell mit Wens Bruder Jimmy. Die Freundschaft mit Wen zerbricht als Wen davon erfährt, Jimmy, der nur an Sex interessiert ist, gibt Camelia auch bald den Laufpass.
Als Camelia erfährt, dass ihre Mutter einen neuen Freund hat und bald mit ihm nach New York ziehen will, versucht sie sich das Leben zu nehmen.
Das Buch besticht durch seine Sprachgewalt. Es bietet keine einfachen Erklärungen. Beinahe alle Gefühle der Protagonistin werden in Metaphern, Bildern und Zeichen ausgedrückt. Es wirkt auf den Leser wie eine gewaltiger Strudel, der ihn in die Gefühlswelt der Protagonistin hinein reisst.
Mir ist das Lesen nicht immer leicht gefallen. Man muss sich schon auf die düstere, agressive, ja verzweifelte Stimmung, einer jungen Frau, die um ihr Erwachsenwerden betrogen wurde, einlassen können.
Dennoch haben mich das Thema und die literarische Umsetzung wirklich begeistert.

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