Viola Roggenkamp

 3,4 Sterne bei 87 Bewertungen
Autorin von Familienleben, Die Frau im Turm und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Viola Roggenkamp

Viola Roggenkamp wurde am 15. April 1948 in Hamburg geboren. Sie stammt aus einer deutsch-jüdischen Familie, lebte zeitweise in Asien und Israel und erlangte größere Bekanntheit als Publizistin für Die Zeit und EMMA. Zuletzt war sie als Kolumnistin für die taz tätig. Ich Buchdebüt feierte sie 1996 mit »Von mir soll sie das haben?« – zuletzt erschien 2009 »Die Frau im Turm« bevor nun 2011 »Tochter und Vater« erscheint. Thematisch beschäftigt sich Roggenkamp leidenschaftlich mit der jüdischen Identität und dem Feminismus, jeweils in verschiedenen Facetten. Heute lebt sie in Hamburg.

Alle Bücher von Viola Roggenkamp

Cover des Buches Familienleben (ISBN: 9783596509867)

Familienleben

 (66)
Erschienen am 01.01.2007
Cover des Buches Erika Mann Eine jüdische Tochter (ISBN: 9783596174614)

Erika Mann Eine jüdische Tochter

 (7)
Erschienen am 01.02.2008
Cover des Buches Die Frau im Turm (ISBN: 9783596183630)

Die Frau im Turm

 (7)
Erschienen am 10.03.2011
Cover des Buches Tochter und Vater (ISBN: 9783100660671)

Tochter und Vater

 (4)
Erschienen am 01.01.2011
Cover des Buches Meine Mamme (ISBN: 9783596167401)

Meine Mamme

 (1)
Erschienen am 01.12.2005
Cover des Buches Mein Bild von ihm (ISBN: 9783596171453)

Mein Bild von ihm

 (1)
Erschienen am 01.08.2007
Cover des Buches Von mir soll sie das haben? (ISBN: 9783596167920)

Von mir soll sie das haben?

 (1)
Erschienen am 01.07.2006

Neue Rezensionen zu Viola Roggenkamp

Cover des Buches Familienleben (ISBN: 9783596509867)Aus-Liebe-zum-Lesens avatar

Rezension zu "Familienleben" von Viola Roggenkamp

Langweilig
Aus-Liebe-zum-Lesenvor 4 Monaten

Wieder mal ein Buch aus meiner geliebten Fischer Taschenbibliothek. Ich finde das Format in der edlen Aufmachung wirklich toll. Praktisch für unterwegs und dennoch edel.

 Diesmal habe ich mich Viola Roggenkamps „Familienleben“ gewidmet. Aus Sicht der 13-jährigen Fania wird das Leben ihrer jüdischen Familie im Nachkriegsdeutschland erzählt.

 Ein spannendes Thema, ich habe mich auf diesen Einblick gefreut, weil ich tatsächlich noch nichts explizit zu diesem Thema gelesen habe. Allerdings musste ich mich eher durch den Roman quälen.

 Die Erzählweise finde ich katastrophal. Exemplarisch dafür ist folgender Satz „Was möchtest du drauf haben, Himbeergelee oder Erdbeerkonfitüre, sie meint mich, sie schmiert mir ein Brot, ich will Himbeergelee dick mit Butter.“ Direkte Rede wird nicht gekennzeichnet und oft häppchenweise in die Sätze eingefügt, Gedankensprünge finden ebenso oft mitten im Satz statt, was das Lesen anstrengend macht.

 Zu viele Erzählstränge laufen ins Leere, auch das Ende konnte mich nicht überzeugen, es wird nichts aufgelöst und die letzten Seiten kommen mir eher schnell zu Ende gebracht, als auserzählt vor.

 Die Stimmung des Buches fand ich sehr bedrückend. Sowohl die Gedankenwelt von Fania, als auch deren Bewegungsradius, der durch die Eltern stark beschränkt wird.

Was positiv zurückbleibt, ist der Einblick in die Gedankenwelt der jüdischen Bürger in Deutschland, die gebeutelt vom Krieg und den Schrecklichkeiten, die ihnen oder Angehörigen widerfahren sind, eher ein verstecktes Dasein fristen und nach wie vor mit den Folgen des Krieges und der Aufarbeitung dessen hadern.

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Cover des Buches Familienleben (ISBN: 9783596509867)belli4charlottes avatar

Rezension zu "Familienleben" von Viola Roggenkamp

Die Leichtigkeit der Sinnlichkeit
belli4charlottevor 3 Jahren

Es ist sicher toll sich in der Familie einen Platz erkämpft zu haben, aber was ist wenn man als Persönlichkeit aus der Umklammerung ausbrechen will und so seine eigene Geschichte der Selbstfindung schreiben möchte?

Wundervoll leicht und fließend geschrieben, wobei etwas mehr Spannung und eine intensiver beleuchtete Darstellung der Hauptcharaktere dem Buch mehr Tiefgang verliehen hätten.
So eine eher unsentimentale Geschichte, wenn auch interessant.

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Cover des Buches Familienleben (ISBN: 9783596509867)Barbara62s avatar

Rezension zu "Familienleben" von Viola Roggenkamp

Deutsch-jüdisches Leben nach 1945
Barbara62vor 6 Jahren

Hamburg 1967. In einer heruntergekommenen Villa leben in einer Wohnung drei Generationen unter einem Dach. Die Mutter Alma ist Jüdin und verdankt ihr Überleben im Dritten Reich genau wie ihre Mutter Hedwig ihrem  deutschen Mann Paul. Ihre Ängste spiegeln sich in ihrem Verhalten gegenüber ihren Töchtern wider: Fania, 13 Jahre, und Vera, 17 Jahre,
dürfen Haus und Garten nur verlassen, wenn sie zur Schule gehen. Der Vater Paul ist die Woche über als Vertreter für Brillengestelle unterwegs. Die Verabschiedung am Montag und die überschwängliche Begrüßung am Freitag sind für alle die Höhepunkte der Woche.

Das Familienleben wird heftig erschüttert, als die Villa, in der sie zur Miete leben, zum Kauf angeboten wird. Um das fehlende Geld zu besorgen, sieht Alma sich gezwungen, ihre Abschottung von der Außenwelt zu lockern. Für die Töchter auf der Suche nach größerer Eigenständigkeit ist es die Gelegenheit, sich vorsichtig aus der zu großen Enge der familiären
Beziehungen zu lösen.

Erzählt wird das Leben der Familie von Fania. In ihren Problemen mit der deutschen Muttersprache spiegeln sich die Probleme aller mit der eigenen Identität und dem Land, in dem sie leben.

Familienleben ist der erste Roman der 1948 in Hamburg geborenen Viola Roggenkamp, die selbst aus einer deutsch-jüdischen Familie stammt. Sehr einfühlsam und manchmal auch witzig erzählt sie, wie Fania und Vera langsam der Ausbruch aus dem Familienkokon gelingt.

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Viola Roggenkamp wurde am 15. April 1948 in Hamburg (Deutschland) geboren.

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