Viola Roggenkamp Familienleben

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Inhaltsangabe zu „Familienleben“ von Viola Roggenkamp

Hamburg 1967. In einer alten, abbruchreifen Villa im feinen Harvestehude wacht Alma Schiefer liebevoll und unerbittlich über das Leben ihrer Familie. Fania ist 13, ihre zickige Schwester 17. Die Töchter wissen, dass ihre jüdische Mutter nur mit Hilfe des Vaters überlebt hat. Und die Großmutter, auch sie eine Überlebende, hält einmal im Monat mit ihren Freundinnen ein »Theresienstädter Kränzchen« ab. »Von den Schwierigkeiten, ein Trauma zu begreifen, handelt mit Witz, Bildkraft und Wärme dieser deutsch-jüdische Familienroman.« ›DIE ZEIT‹ „So unsentimental. So sinnlich. So schrecklich schön.“ ›Hamburger Abendblatt‹

Sehr einfühlsam und manchmal auch witzig erzählt Roggenkamp, wie den Töchter der Familie langsam der Ausbruch aus dem Familienkokon gelingt.

— Barbara62
Barbara62

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  • Deutsch-jüdisches Leben nach 1945

    Familienleben
    Barbara62

    Barbara62

    10. October 2015 um 08:51

    Hamburg 1967. In einer heruntergekommenen Villa leben in einer Wohnung drei Generationen unter einem Dach. Die Mutter Alma ist Jüdin und verdankt ihr Überleben im Dritten Reich genau wie ihre Mutter Hedwig ihrem  deutschen Mann Paul. Ihre Ängste spiegeln sich in ihrem Verhalten gegenüber ihren Töchtern wider: Fania, 13 Jahre, und Vera, 17 Jahre, dürfen Haus und Garten nur verlassen, wenn sie zur Schule gehen. Der Vater Paul ist die Woche über als Vertreter für Brillengestelle unterwegs. Die Verabschiedung am Montag und die überschwängliche Begrüßung am Freitag sind für alle die Höhepunkte der Woche. Das Familienleben wird heftig erschüttert, als die Villa, in der sie zur Miete leben, zum Kauf angeboten wird. Um das fehlende Geld zu besorgen, sieht Alma sich gezwungen, ihre Abschottung von der Außenwelt zu lockern. Für die Töchter auf der Suche nach größerer Eigenständigkeit ist es die Gelegenheit, sich vorsichtig aus der zu großen Enge der familiären Beziehungen zu lösen. Erzählt wird das Leben der Familie von Fania. In ihren Problemen mit der deutschen Muttersprache spiegeln sich die Probleme aller mit der eigenen Identität und dem Land, in dem sie leben. Familienleben ist der erste Roman der 1948 in Hamburg geborenen Viola Roggenkamp, die selbst aus einer deutsch-jüdischen Familie stammt. Sehr einfühlsam und manchmal auch witzig erzählt sie, wie Fania und Vera langsam der Ausbruch aus dem Familienkokon gelingt.

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  • Rezension zu "Familienleben" von Viola Roggenkamp

    Familienleben
    Himmelfarb

    Himmelfarb

    30. May 2012 um 15:18

    Leider,leider gehört dieses Buch zu den großen literarischen Enttäuschungen in meinem Leben. Da ich Hamburgerin bin, kenne ich die Gegend in der der Roman spielt ganz genau, und das, sowie begeisterte Berichte von Freunden und relativ begeisterte Rezensionen, haben in mir die Erwartung sehr hoch werden lassen. Nun die Ernüchterung: Ich mag dieses Buch nicht! Leider ist es Viola Roggenkamp, trotz ihres wunderbar jüdischen Humors (den ich über alles liebe, z.B. bei Woody Allen, Ernst Lubitsch, Shalom Auslander, Adriana Altaras...) nicht gelungen, mich für eine einzige Person ihres Familienuniversums einzunehmen. Sprachlich schreit der Roman in jedem Satz:"Bin ich nicht eine aussergewöhnliche Prosastimme?!", was mir zu eitel ist, ausserdem finde ich den Stil bald ermüdend und verwirrend. Bei einem Umfang von knapp 500 Seiten hätte ich mir ausserdem gewünscht, zu erfahren, wo es mit der Familie Schiefer/Glitzer hingeht, aber als Fania dann endlich ihre Tage hat, endet der Roman unverhofft abrupt. Alles, was bis dahin angedeutet und aufgebaut wurde, verpufft also nur, und lässt den Leser unbefriedigt zurück. Ich finde die Idee eigentlich großartig, einen Roman über das jüdische Leben in Deutschland der 1960er Jahre, nach dem Dritten Reich, zu schreiben, denn das ist wirklich ein wichtiges Vorhaben, doch leider sind die "alten Nazis" in dieser Geschichte eigentlich eher Lachnummern, und wirken auf mich nicht sehr bedrohlich.Da der Roman wohl deutlich autobiographische Züge hat, wundert es mich umso mehr, denn die Tatsache, dass nach der Naziherrschaft, dieselben Gestalten wieder in Führungspositionen zu finden waren, muss entsetzlich für die Opfer gewesen sein. Aber davon spüre ich in dem Buch nichts. Ich gestehe, ich wollte das Buch lieben und begeistert sein, auch,weil mich die Geschichte der jüdischen Bürger in Deutschland so sehr bewegt und beschäftigt, aber die Enttäuschung ist groß! Zwei Sterne vergebe ich für das Sujet, und Oma Glitzer mit dem Theresienstädter Kränzchen, welche für mich das Highlight waren.

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  • Rezension zu "Familienleben" von Viola Roggenkamp

    Familienleben
    Rock-n-Roll

    Rock-n-Roll

    28. October 2010 um 16:09

    Ich habe dieses Buch auf Empfehlung von Elke Heidenreich gekauft und habe mir sehr viel davon versprochen. Allerdings war ich schon nach einigen Seiten enttäuscht. Die Handlung ist langweilig und schleppt sich so dahin. Das Handeln einzelner Protagonisten , kann der Leser kaum nachvollziehen. Die Sprache ist anstrengend, legt man das Buch mal weg, dauert es wieder lange bis man in der Sprache drin ist. Es gibt keine direkte Rede, teilweise sprechen mehrer Personen in einem Satz und das ganze wird dann von der Ich-Erzählerin Fania kommentiert; es klingt sehr holprig. Lange Zeit passiert leider gar nicht viel, jeder Tag scheint wie der andere zu sein. Die Familie wohnt in einer heruntergekommenen Villa in Hamburg, der Vater ist Handelsvertreter und innerhalb der Woche nicht daheim. Die älteste Tochter Vera ist mit sich und dem Leben unzufrieden, hat keine Freunde und geht ungern zur Schule; Fania hat offenbar eine Lese-Schreibschwäche und wartet sehnsüchten darauf endlich ihre Tage zu bekommen. Das besondere an diesem Buch ist die Geschichte der Mutter Alma und Großmutter, die beiden konnten dem NS Regieme entfliehen durch die Heirat Almas mit einem Deutschen. Aber noch immer ist der Spuck jener grauenhaften Jahre in den Köpfen der Familie, was die Mutter den Töchtern gegenüber sehr streng werden lässt. Über das Leben in Hamburg Ende der 60er Jahre erfährt man nichts. Aus dieser Geschichte hätte man sehr viel mehr machen können, schade. Mir sind die Handlung und die Dialoge einfach zu unkoordiniert und wenig zielgerichtet.

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  • Rezension zu "Familienleben" von Viola Roggenkamp

    Familienleben
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    02. June 2009 um 21:11

    Diese deutsch-jüdische Familiengeschichte hat mir sehr gut gefallen weil sie aus der Sicht der 13-jährigen jüngsten Tochter erzählt wird.Dieses Mädchen ist manchmal sehr altklug, beobachtet gut das Familienleben und gibt ihre eigensinnigen Kommentare dazu.Eine jüdische Mutter,samt jüdischer Großmutter und nichtjüdischem Vater leben in einer heruntergekommene n Villa in Hamburg.Der Vater ist Handelsvertrreter, die Mutter ist sehr streitbar und wohl eine typisch jüdische Mamme,die es mit der ganzen Welt aufnimmt wenn es um ihre Familie geht.Das hat die jüngste Tochter sehr gut beobachtet und daraus entstand ein liebenswerter Familienroman.

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  • Rezension zu "Familienleben" von Viola Roggenkamp

    Familienleben
    TBW1978

    TBW1978

    15. November 2008 um 19:59

    Außergewöhnlicher Schreibstil, aber wem er gefällt...ansonsten herrlich alltäglich.

  • Rezension zu "Familienleben" von Viola Roggenkamp

    Familienleben
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 19:19

    Liebevolles Familiennest Erzählt wird aus der Sicht der 13-jährigen Fania. Am Anfang ist es ein Erzählen ohne einen richtigen roten Faden. Immer wieder vermischen sich gerade Geschehenes mit Erinnerungen, Träumen und Gedanken. Der Leser muss allerdings dem Buch eine Chance geben, sich zu entwickeln. Die ersten Seiten sind sprachlich etwas verwirrend. Es gibt kein Atem holen zwischen den vielen Kommas. Man sucht manchmal vergeblich nach einen Ende-Schluss-Punkt. Je mehr man sich jedoch von diesem Erzähl-Fluss treiben lässt, desto mehr Spaß macht das Lesen. Denn Fania ist nicht auf den Mund gefallen und eine genaue Beobachterin der Situationen und ihrer Mitmenschen. Ihre Gefühle schildert sie dagegen sehr lyrisch, verträumt und bildhaft. Außen- und Innenwelt vermischen sich und hinterlassen so einen literarisch sehr wertvollen Bericht einer deutsch-jüdischen Familie in den 60er Jahren aus der Sicht einer Jugendlichen. Ein Buch mit sehr viel Wärme, aber ohne kitschiger Sentimentalität. Ein schönes, warmherziges Buch!

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