Mit ihrem Exfreund Daniel in einer guten Freundschaft auseinandergegangen und weiterhin in Kontakt spielt Catrin in ihrer Freizeit gerne online Schach. Zumeist geht sie dabei als Siegerin heraus. Umso spannender, dass es da plötzlich einen starken Gegner gibt. Immer mehr Duelle spielen sie gegeneinander und lernen sich auch in den Chats und per Mail kennen. Alsbald will Jon den Kontakt nicht nur virtuell sondern auch in der Realität wahrnehmen. Faszinierend, geheimnisvoll und überaus attraktiv soll es bald um mehr als nur das Spiel rund ums Damengambit gehen.
Die Geschichte bietet ein abwechslungsreiches Konzept und war für mich, die bisher kaum Berührungspunkte mit Schach hat einen zusätzlichen Reiz. Man lernt durchaus einiges spannendes zum Spiel dazu.
Außerdem ist es sehr spannend, dass die Handlung in zwei Teile geteilt ist. In der virtuellen Welt erlebt man die Geschichte aus Catrins Perspektive, während in der realen Welt auch Jon, ihre Freundin Anett und Daniel zu Wort kommen. Gerade den ersten Teil fand ich gut gestaltet und Jons Texte in teilweise sehr poetischer Form ansprechend. Im zweiten Teil war für mich etwas die Luft raus.
Manche Geheimnisse werden erst recht spät aufgeklärt und recht schnell abgehandelt. Der Schreibstil an sich war dabei leicht, hielt manchmal einiges vielleicht etwas zu knapp. Gewisse Aspekte, gerade die Gefühlswelt der Figuren betreffend, oder auch in Teilen widersprüchliche Handlungen als auch unreifere Aktionen hätten bei mir auf mehr Verständnis treffen können, wäre es stärker ausgeführt wurden.
Das Ende ist zudem kein klassisches Happy End, was mir einerseits gut gefiel, andererseits ließ es auch sehr viele Fragen und Potential für eine Fortsetzung, die es jedoch nicht gibt.
Für zwischendurch ist dieses Buch geeignet und bietet mal eine andere Thematik und Storyline. Manchmal konnte es mich jedoch nicht ganz abholen, sodass ich dem ganzen 4/5 Sternen geben möchte.








