Virginia Evans

 4,6 Sterne bei 71 Bewertungen
Autor*in von Die Briefeschreiberin, Die Briefeschreiberin und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Virginia Evans stammt aus dem Nordosten der Vereinigten Staaten. An der James Madison University in Harrisonburg, Virginia, und dem Trinity College in Dublin studierte sie englische Literatur, Philosophie und kreatives Schreiben. Mit ihrem Ehemann, ihren zwei Kindern und ihrem Labrador Brigid lebt sie heute in Winston-Salem, North Carolina. Dort arbeitet sie nach ihrem hochgelobten Debüt »Die Briefeschreiberin« zurzeit an ihrem zweiten Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Virginia Evans

Cover des Buches Die Briefeschreiberin (ISBN: 9783442317844)

Die Briefeschreiberin

(68)
Erschienen am 27.08.2025
Cover des Buches Die Briefeschreiberin (ISBN: B0F4XQ5JBL)

Die Briefeschreiberin

(2)
Erschienen am 25.08.2025
Cover des Buches The Correspondent: A Novel (ISBN: 9798217086436)

The Correspondent: A Novel

(1)
Erschienen am 29.04.2025

Neue Rezensionen zu Virginia Evans

Cover des Buches Die Briefeschreiberin (ISBN: 9783442317844)
Sternenstaeubchens avatar

Rezension zu "Die Briefeschreiberin" von Virginia Evans

Sternenstaeubchen
Innenschau einer widerborstigen älteren Frau

Was ich von Virginia Evans‘ „Die Briefeschreiberin“ erwartet habe, kann ich nicht benennen – das ist vielleicht auch gut so, denn so kann die Geschichte schon keine Erwartungen enttäuschen.

 

Worum es geht, ist schnell bzw. nicht zu umreißen: Sybil van Antwerp hat die Schallmauer der 70 durchbrochen und beginnt eine Art Rückschau bzw. Auseinandersetzung mit sich selbst, und zwar in Auszügen aus ihren Briefen, die ihr Vehikel, sich mit ihren Mitmenschen auseinanderzusetzen, sind.

 

Mehr sollte man zur – ohnehin überschaubaren – Handlung nicht erwähnen, was keine Kritik ist, da es bei Briefromanen ohnehin eher um Innenschau geht. Die Briefe umfassen einen Zeitraum von den frühen 1950er bis 2020er-Jahren, also in der Tat mehr oder minder Sybils gesamten Lebensweg. Der letzte Briefroman, den ich (bewusst) gelesen habe, dürfte „Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ gewesen sein … Briefromane sind nicht gerade DAS Genre für mich, aber eine kratzbürstige Protagonistin klang zu verlockend. Und um das Leben einer Figur abzubilden, ist der Briefroman eigentlich ein sehr gutes Mittel, so auch hier: Wie sich beim Zusammenfügen von Puzzlestücken ein Bild ergibt, erkennt man durch den sich verändernden Ton von Briefen bzw. Mails Sybils Entwicklung, ihre Stimmungen, ihre (Selbst-)Erkenntnisse. Welche das sind, sei nicht verraten, da sie teils doch „ans Eingemachte“ gehen und die im Klappentext erwähnten Fehler nicht unbedingt Lappalien sind. Nur so viel sei erwähnt: Sybil ist eine eigenwillige Figur: unnahbar wirkend, burschikos, wohl um sich zu schützen, nicht um Aufmerksamkeit buhlend, mit einem eher spröden Humor gesegnet – sicher nicht „everybody’s darling“. Der Tonfall ist meist distanziert, wobei das nicht offensichtlich ist, etwa indem sie Briefe an ihren Bruder mit einer ungewöhnlichen Grußformel einleitete oder beendete, nein, es ist der Tonfall, der klarmacht, dass Menschen Sybil „fremd sind“ (in mir regte sich die Frage, ob das eine gute Voraussetzung für eine Juristin sei). Durch die unterschiedlichen Adressaten ist der Tonfall zwar stets leicht anders, aber in der Regel einfach. Das wiederum warf bei mir die Frage auf, ob er einer (hochrangigen) Juristin gemäß ist oder ob das ein „Trick“ ist. Dass Evans auch Sybils nicht abgeschickte Seiten oder solche mit korrigierten Daten einflicht, verleiht Ungesagtem eine große Bedeutung. Wollte man interpretieren, könnte man das auf nicht gesprochene Urteile beziehen, aber käme das hin? Denn es gibt auch einige Stellen, die quasi inhaltlos wirken, was der Geschichte Längen einbringt. War die Protagonistin sympathisch? Ja und nein. War die Lektüre erhellend bzw. unterhaltsam? Ja und nein. Gibt es eine Leseempfehlung? Ja und nein, denn da die Geschichte keine Handlung im eigentlichen Sinne hat, sollte man ein Faible für die Innenschau einer widerborstigen älteren Frau auf ihr Leben mitbringen. Sicher kein Buch für eine breite Leserschaft, aber lesenswert, insofern 3,5 aufgerundete Sterne.

Cover des Buches Die Briefeschreiberin (ISBN: 9783442317844)
yellowdogs avatar

Rezension zu "Die Briefeschreiberin" von Virginia Evans

yellowdog
Ein Roman voller Briefe und Emails

Ein Roman voller Briefe und Emails, die in der Summe einen tiefen Einblick in das Leben einer Frau geben. Es ist auf einige Jahre angelegt. Das hat die Autorin geschickt gemacht. Sybille van Antweerp wird dadurch zu einer Persönlichkeit.

Es gibt ein paar Referenzen an Joan Didion. Doch mit der möchte ich Virginia Evans dann doch nicht vergleichen.

Die Briefeschreiberin sehe ich mehr als gute Unterhaltung ohne größeren gesellschaftsrelevanten Wert.

 Doch Fans von Briefromanen können hier aus dem vollen schöpfen



Cover des Buches Die Briefeschreiberin (ISBN: 9783442317844)
peggys avatar

Rezension zu "Die Briefeschreiberin" von Virginia Evans

peggy
Briefaustausch

Vielen Dank an den @goldmannverlag und @netgalleyde für die Zurverfügungstellung des ebooks 

Inhalt

Adoptivtochter und Starjuristin, Gartenliebhaberin und Ehefrau, Mutter und mütterliche Freundin – die 73jährige Sybil van Antwerp hatte schon viele Rollen inne in ihrem bewegten Leben. Eines hat sie dabei stets begleitet: ihre Leidenschaft fürs Briefeschreiben. Jeden Tag greift sie zu Füller und Papier und schreibt darüber, was sie bewegt und stört, was sie begeistert und betrauert. Voller geistreichem Humor und mitunter etwas ruppiger Herzlichkeit berichtet sie von Schicksalsschlägen und Glücksmomenten, von Liebe und Triumph. Doch jenseits dieser Seiten hat Sybil die Menschen, die ihr etwas bedeuten, stets auf Abstand gehalten. Bis ein anonymes Schreiben sie zwingt, sich mit ihren eigenen Fehlern auseinanderzusetzen – und sich dem einen großen Geheimnis zu stellen, das ihr Leben geprägt hat. Denn für ein Postscriptum ist es nie zu spät.

Ein ebenso bewegender wie tiefgründiger Briefroman mit einer etwas kratzbürstigen Heldin und großen Themen – für alle Fans von Elizabeth Strouts unnachahmlicher Protagonistin Olive Kitteridge.

Meinung

Der Roman ist in Briefform geschrieben.

Man kommt wunderbar ins Buch. Die Korrespondenz ist vielseitig. Mal tiefgründiger mal weniger.

Die Protagonistin teilt zum Beispiel mit was sie liesst und wie sie diesen findet. Auch mit Autoren herrscht ein Austausch, viele der Bücher hab ich selbst bereits gelesen.

Kurzweilig geschrieben 

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