Virginia Macgregor Der Junge, der mit dem Herzen sah

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Inhaltsangabe zu „Der Junge, der mit dem Herzen sah“ von Virginia Macgregor

Eine große Geschichte über einen kleinen Jungen mit einem besonderen Blick auf die Welt. Das Sehvermögen des neunjährigen Milo lässt immer stärker nach, irgendwann wird er vollständig erblinden. Aber noch sieht er die Welt – wenn auch nur wie durch ein Nadelöhr. Doch so bemerkt er Kleinigkeiten, die anderen entgehen: Im Altersheim seiner Großmutter fallen Milo seltsame Vorgänge auf. Die Erwachsenen interessieren sich nicht für seine Erkenntnisse, und so bleiben ihm nur der Koch Tripi und sein Ferkel Hamlet, um ihm bei seiner Mission zu helfen. Milo ist nämlich entschlossen, seine Großmutter wieder nach Hause zu holen, die Machenschaften der Heimleiterin offenzulegen und – vielleicht – seine Eltern zu versöhnen.

ein schönes Buch mit einem sehr liebenswürdigen Protagonisten

— Vucha
Vucha

Eine wunderschöne und sensible Geschichte über einen besonderen Jungen!

— Rees
Rees

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  • ein herzerwärmendes Buch

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    Vucha

    Vucha

    31. May 2017 um 23:09

    Zum Inhalt:Der neunjährige Protagonist Milo leidet unter einer sehr seltenen Augenkrankheit: Retinitis pigmentosa. Er sieht seine Umgebung wie durch ein Nadelöhr und wird irgendwann vollständig erblingen.Seine Krankheit schärft seine Sinne jedoch dahingehend, dass er Kleinigkeiten wahrnimmt, den seine Mitmenschen keine Beachtung schenken. Zu sehr sind sie mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Die 92-jährige Gran leidet an zunehmender Demenz, so dass Milos Mutter die Entscheidung trifft, Gran in einem Altersheim unterzubringen. Milos Vater ist mit einer jüngeren Frau auf und davon und lebt jetzt mit seiner neuen Partnerin und ihrem gemeinsamen Kind in Abu Dhabi. Und Milos Mutter verliert nach und nach ihre Kundinnen im Schönheitssalon, kämpf mit ihren Schulden und futtert sich gleichzeitig einige Pfunde an.So ist Milo der einzige, dem aufhält, dass im Altenheim, in dem seine geliebte Gran untergrebracht ist, nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Er ist fest entschlossen, die krummen Machenschaften der Heimleiterin Schwester Thornhill aufzudecken. Allerdings kann er lediglich auf die Hilfe seines Hausschweines Hamlet und des Kochs Tripi zurückgreifen um sein Ziel zu erreichen und vielleicht auch seine Eltern zu versöhnen.Meine Meinung:Dieses Buch besticht alleine schon durch den liebenswerten Protagonisten Milo Moon. Die kindlich naive Art des Jungen sowie seine bestechende Beobachtungsgabe lassen den Leser mitfiebern und -bangen ob Milo er schaffen wird, der unsympathischen Heimleiterin das Handwerk zu legen.Auch der humorvolle Schreibstil sorgt für ein angenehmes Leseerlebnis. Nicht zuletzt die Versuche des syrischen Flüchtings und Heimkochs Tripi die Landessprache zu erlernen, zaubern dem Leser ein Lächeln ins Gesicht.Gut gefallen haben mir auch die unterschiedlichen Perspektiven: Virginia MacGregor erzählt abwechselnd aus der Sicht von Milo, Gran Lou, Milos Mutter Sandy und dem Koch Tripi.Das Ende des Buchs ist sehr vorhersehbar, allerdings schadet das dem Lesevergnügen nicht, da doch immer wieder kleine unvorhersehbare Einzelheiten eingeschoben werden und doch immer die Frage bleibt, welcher Weg wohl zum ZIel führen wird.Trotzdem würde es dem Geschichte guttun, wenn sie zwischendurch ein wenig temporeicher geschildert würde. Alles in allem dennoch ein sehr gelungener Roman mit sympathischen Protagonisten und einer schönen Botschaft in unserer schnelllebigen Zeit.

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  • Der Junge, der mit dem Herzen sah

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    Rees

    Rees

    20. May 2017 um 09:49

    Milo ist ein grossartiger Junge mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Auch die seltene Augenkrankheit die er hat, hindert ihn nicht daran , alles mit Liebe zu betrachten. Gerade weil er kaum noch etwas sehen kann und alles nur noch wie durch ein Nadelöhr erkennt, nimmt er Dinge wahr, die anderen Menschen entgehen.  Seine besondere Liebe gilt seiner Grossmutter "Gran", die im Dachgeschoss wohnt und seinem kleinen Schweinchen Hamlet, das er von seinem Dad bekommen hat , bevor dieser mit seiner neuen Frau nach Abu Dhabi  ging und dort eine neue Familie gründete. Seither ist Milos Mutter tiefunglücklich und futtert ihren Frust in sich rein, versinkt in den Schulden und fühlt sich komplett überfordert und einsam und wird immer dicker. Als Gran immer öfters verwirrt ist und schliesslich sogar noch die Küche in Brand steckt , sucht Milos Mutter ein passendes Altersheim für sie. Doch Milo möchte nicht, dass Gran auszieht und will sie bis Weihnachten wieder zurückholen. Als er dann auch noch entdeckt, wie die Heimleiterin Schwester Thornhill mit den alten Menschen umgeht und was dort seltsames vorgeht, setzt er alles daran, die Machenschaften dieser bösen Frau offenzulegen. Dabei bekommt er unerwartete Hilfe von Tripi dem Koch aus Syrien und Al seinem Onkel aus Schottland. Diese Geschichte ist sehr herzerwärmend und tiefgründig. Und Milo, dieser kleine sensible Junge wächst einem ans Herz. Man muss ihn einfach lieb bekommen, genau so wie die anderen Protagonisten , denn wenn auch jeder seine Schwächen hat und Fehler macht, so sind sie doch alle zutiefst menschlich und echt. Ausser vielleicht Schwester Thornhill, die Heimleiterin ...  ;) Eine klare Leseempfehlung!

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  • Liebenswerte Charaktere, aber leider vorhersehbar

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    Madame_Klappentext

    Madame_Klappentext

    31. July 2016 um 18:54

    Inhalt: Retinitis pigmentosa. So heißt die Augenkrankheit, des 9-jährigen Milo. Er sieht die Welt wie durch ein Nadelöhr. Alles abseits dieses kleinen Blickfelds ist nicht sichtbar für ihn. Er konzentriert sich immer stärker auf die Details in seinem Umfeld. So kümmert er sich auch rührend um seine 92-jährige Urgroßmutter Lou. Die beiden sind ein eingespieltes Team im Alltag. Nichts bringt sie so schnell auseinander, daher tut Milo alles, um Lou aus dem Pflegeheim zurück nach Hause zu holen. Dabei muss er sich mit der Pflegeheimleiterin auseinandersetzten und auch die Probleme seiner Mutter Sandy stehen ihm im Weg. Nur gut, dass er mit dem Koch Tripi und seinem Hausschwein Hamlet zwei verlässliche Freunde hat. Leseeindruck: So recht weiß ich nicht, wie ich beginnen soll, denn spontan fällt mir nichts bemerkenswertes an der Story ein. Am außergewöhnlichsten ist wohl noch Milos Krankheit und der damit verbundenen Fähigkeit den Fokus auf die Details in seinem Umfeld zu legen. Er entwickelt ein regelrechtes Gespür für die Dinge, die sich um ihn herum abspielen. Gepaart mit seiner empathischen Art für die Familie ist er der Einzige, der den Umständen im „Vergissmein-Nicht-Heim“ auf den Grund geht. Dort geht nicht alles mit rechten Dingen zu, aber keiner der Erwachsenen will das wahr haben, weil alle mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind. Der Ausgang der Geschichte ist recht vorhersehbar, was wohl auch daran liegt, dass die Charaktere oft Stereotypen bedienen. Schnell merkt man, wer „Gut“ und wer „Böse“ ist. Leider bleiben dadurch auch die überraschenden Wendungen aus. Noch dazu gibt es eine Menge Wiederholungen. So wird die Geschichte um Milos Vater und die „Schlampe“ an mehreren Stellen erzählt, ohne dass sich für den Leser neue Erkenntnisse ergeben. Diese Doppelungen sind streckenweise ermüdend ist und einer der Gründe, weshalb ich das Buch zwischenzeitlich immer wieder bei Seite gelegt habe. Die Geschichte hätte an der eine oder anderen Stelle mehr Tempo vertragen, an anderen wiederum hätte ich mir eine umfassendere Charakterentwicklung gewünscht. Schwester Thornhill, die Heimleiterin ist so ein Fall, denn man erfährt nicht umfassend, weshalb sie bestimmte Dinge tut, dabei würde mich ihre Vorgeschichte wirklich interessieren. Gefallen hat mir dagegen der Aufbau des Romans. Die Perspektive wechselt mit den Kapiteln immer wieder zwischen den Charakteren Milo, Lou, Tripi und Sandy. Der Leser kann sich so wunderbar in die einzelnen Figuren hineinversetzen und ihre Beweggründe besser verstehen. Positiv erwähnen möchte ich auch die heitere Erzählweise. Trotz aller Traurigkeit und bedrückender Momente, hat mich die Geschichte auch öfter zum Schmunzeln gebracht. Der syrische Koch Tripi sorgt mit seiner fast schon naiven Art für viel Heiterkeit, wenn er versucht mit den Tücken der fremden Sprache zu Recht zu kommen. Auch die Heimbewohner warten mit einer Menge skurriler Macken auf, die einen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Außerdem ist die Geschichte kurzweilig, man kommt sehr schnell wieder rein, wenn man eine Lesepause eingelegt hat. Fazit: Die liebenswerten Charaktere können leider nichts daran ändern, dass die Story recht vorhersehbar ist. Auch die Charakterentwicklung bietet keine Überraschungen, daher ziehe ich insgesamt zwei Sterne ab. Alles in allem ist es eine nette Geschichte, um einen kleinen Jungen, der einfach alles wieder in Ordnung bringen will und dabei alle Sympathien auf seiner Seite hat, weil er von Ehrlichkeit, Freundschaft und Liebe geleitet wird. Ich vergebe solide 3 Sterne.

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  • Eine berührende Geschichte, aber weniger ist manchmal eben doch mehr

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    PollyMaundrell

    PollyMaundrell

    23. July 2016 um 12:42

    Eine große Geschichte über einen kleinen Jungen mit einem ganz besonderen Blick auf die Welt... Der neunjährige Milo leidet unter Retinitis pigmentosa: Sein Sehvermögen lässt immer stärker nach, und irgendwann wird er vollständig erblinden. Aber noch sieht er die Welt – wenn auch nur wie durch ein Nadelöhr. Doch so bemerkt er Kleinigkeiten, die anderen entgehen. Als seine 92-jährige Großmutter dement wird und in ein Altersheim umziehen muss, fallen Milo dort seltsame Vorgänge auf. Die Erwachsenen interessieren sich für Milos Erkenntnisse nicht, und so bleiben ihm nur der Koch Tripi und sein Ferkel Hamlet, um ihm bei seiner Mission zu helfen. Milo ist nämlich entschlossen, seine Großmutter wieder nach Hause zu holen, die Machenschaften der Heimleiterin offenzulegen und – vielleicht – seine Eltern zu versöhnen. Milo saß an seinem Computer beim Treppenabsatz und horchte nach dem Schschsch-schschsch des Feuerwehrschlauchs in der Auffahrt. An was denkt man zuerst, wenn man den Titel liest? Richtig, an ein Zitat aus "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Für dieses Buch hier, passt dieser Spruch auch wie die bekannte Faust aufs Auge. Denn Milo wird mit seinen Augen bald nichts mehr sehen können. Er ist neun Jahre alt und erblindet Tag für Tag ein bisschen mehr. Es ist also kein Wunder, dass er eher auf sein Herz, als auf seine (fast) nutzlosen Augen vertraut. Erzählt wird die Geschichte immer wieder wechselnd aus vier Sichten. Milo, seine Mutter Sandy, seine demente Gran Lou (die eigentlich die Oma seines Vaters ist) und Tripi, dem illegalen Flüchtling, der als Koch im Altersheim arbeitet. Außerdem besitzt Milo ein kleines Schweinchen namens Hamlet. Oft sind solche Perspektivwechsel eher störend und wirken nicht selten abschreckend - hier fügen sie sich aber unglaublich gut in das Buch ein und hindern den Lesefluss auf keinen Fall. Der Schreibstil ist flüssig und man kommt schnell voran. Auf den 411 Seiten ist ordentlich was los. Die Geschichte beginnt damit, dass Lou, die bei Milo und Sandy lebt, für ein Feuer in der Küche verantwortlich ist. Das ist der ausschlaggebende Punkt für Sandy ein Altersheim zu suchen. Milo, der unglaublich an seiner Gran hängt, will das allerdings nicht akzeptieren und versucht alles um sie wieder nach Hause zu holen. Seiner Mutter Sandy, die kurz vor der Arbeitslosigkeit steht und mit allem heillos überfordert ist, passt dies natürlich gar nicht. Ihr ist ganz klar: Die Horrorgeschichten, die Milo über das Altersheim erzählt, müssen erfunden sein. Aber ist das wirklich so? Und warum hängt Milo immer öfter mit dem erwachsenen Tripi rum, der seine Schwester sucht, die er auf der Flucht verloren hat? Was hat das mit den Nacktfotos auf sich, die Milo bei dem neuen Untermieter findet? Das muss ein perverser Sittenstrolch sein. Oder etwa doch nicht? Und wann hört der Nachbar von gegenüber endlich auf zu pfeifen? Die Botschaft dieses Buches ist ganz klar: Guckt genauer hin, hinterfragt Dinge die euch komisch vorkommen und kümmert euch um die alten Menschen, die sich nicht selber helfen können! Die einzelnen Geschichten reichen von witzig, überraschend zu berührend und bis zu einem tränenreichen Ende. Allerdings waren es mir persönlich viel zu viele Geschichten. Jede hat so ihren Platz und die einzelnen Handlungsstränge laufen alle irgendwie schlüssig ineinander, aber dafür blieb so manche Sache etwas oberflächlich auf der Strecke, weil einfach keine Seiten mehr übrig zu sein schienen. Etwas weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen. Während manche eher unwichtigen Dinge auf einigen Seiten zelebriert wurden, gingen wichtigere Handlungen nicht tief genug. Etwas unrealistisch empfand ich auch die ganze Verantwortung, die auf Milo liegt. Für einen Neunjährigen, der noch dazu körperlich beeinträchtigt ist, lief es alles viel zu glatt und auch Milo selbst ist nicht altersgemäß. Kein Junge in dem Alter würde so reagieren, wie er es stellenweise tut. Außerdem war er stellenweise stundenlang weg und es hat niemanden interessiert. Nervig fand ich auch, dass die neue Frau des Vaters immer "die Schlampe" genannt wurde. Das hat einfach nicht in die Geschichte gepasst. Ein Buch, dessen Geschichte berührt und eine deutliche Botschaft vermittelt. Allerdings an manchen Stellen unrealistisch und zu vollgepackt, was es hier und da etwas zu oberflächlich macht. Eine schöne Geschichte für zwischendurch. Schaut doch auch mal auf meinem Blog vorbei :-)

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  • Berührende Geschichte

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    Caro2929

    Caro2929

    31. January 2016 um 12:41

    Zum Inhalt: Milo ist 9 Jahre alt und leidet an retinitis pigmentosa. Diese Krankheit ist dadurch gekennzeichnet, dass Milos Sehvermögen immer mehr nachlässt. Er sieht die Welt nur durch ein Nadelöhr. Irgendwann wird diese Krankheit zur kompletten Erblindung führen. Seine Eltern sind getrennt. Sein Vater (Andy) hat seine Mutter (Sandy) vor einem Jahr betrogen und ist mit seiner neuen schwangeren Freundin nach Abu Dhabi abgehauen. Milo gibt seiner Mutter an dieser Misere die Schuld und hat sich von dieser entfremdet. Seine einzige vertraute ist seine Gran (Lou) sowie sein Schweinchen Hamlet. Lou ist 92 Jahre alt und ist dement. Aus diesem Grund steckt Sandy sie in ein Altenheim, womit Milo absolut nicht einverstanden ist. Seine Mission besteht fortan darin, seine Gran aus dem Altenheim herauszuholen. Trotz dass Milo nicht gut sehen kann, bemerkt er Kleinigkeiten, die andere nicht wahrnehmen. So fallen ihm im Altenheim erhebliche Missstände auf, die er aufdecken will. Natürlich glauben ihm die Erwachsenen nicht wirklich. Der Koch des Altenheim, Tripi, ein syrischer Flüchtling, hilft Milo bei seiner Mission sowie Al, Undercover-Reporter und Milos Onkel.... Meine Meinung: Dieses Buch lässt einem das Herz erwärmen. Es ist einfach klasse, wie sich der 9-jährige Milo um seine demente Gran kümmert und bemüht, wie er mit seinem Schicksal umgeht, obwohl er weiß, dass er eines Tages komplett erblinden wird. Das Buch wird wechselnd aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt und zwar aus denen von Milo, Gran, Sandy und Tripi. Dieses schadet dem Lesefluss allerdings nicht. Der Schreibstil ist sehr flüssig, mithin gut lesbar. Der kleine Milo reißt den Leser richtig mit und man hofft einfach nur mit ihm zusammen, dass er seine Mission erfüllen wird. Im letzten Drittel des Buches verliert Milo jedoch seinen Mut. Er fühlt sich von den Erwachsenen verraten und verkauft und glaubt selbst nicht mehr an die Erfüllung seiner Mission. Darüber hinaus ist auch noch sein treues und geliebtes Schweinchen Hamlet unauffindbar. Am Ende des Buches habe ich tatsächlich ein paar Tränchen verdrücken müssen. Es ist im Großen und Ganzen ein sehr berührendes Buch, in dem man durch den kleinen Milo von Anfang an verzaubert wird. Die Botschaft, die uns das Buch vermitteln will, ist gerade in der heutigen Zeit sehr wertvoll. Man sollte eben doch einmal genauer hinschauen, denn es ist nicht immer alles so wie es scheint und man sollte gerade für seine älteren Mitmenschen mehr Interesse und Herzenswärme übrig haben. Ich finde ebenfalls noch erwähnenswert, dass mir positiv aufgefallen ist, dass Tripi (syrischer Flüchtling und Moslem) auf Seite 230 "seinen Gott" kritisch hinterfragt sowie, auf Seite 230, dass Milo Tripi (er ist illegal in England) ermuntert. Gerade in der derzeitigen Situation ist es schön, so etwas zu lesen. Tripi hat Angst das er als Illegaler abgeschoben wird. Milo jedoch macht ihm Mut, in dem er ihm gut zuredet und sagt, dass, wenn die Behörden wüssten, wie er sich um die alten Leute im Altenheim kümmert, er einen Job hat, ein guter Koch ist und richtig nett ist, er nicht abgeschoben werden würde. Fazit: Berührendes Buch mit einer gelungenen Botschaft.

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  • Etwas oberflächlich in der Ausarbeitung!

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    Igela

    Igela

    18. January 2016 um 14:11

    Der 9 jährige Milo Moon ist verzweifelt...seine geliebte Grossmutter Lou wird von seiner Mutter ins Altenheim abgeschoben.Die alte Dame leidet unter Demenz und Milo soll sich nicht immerzu um sie kümmern müssen. Denn der Junge hat selbst genug mit sich zu tun.Er leidet unter Retinitis pigmentosa, einer Augenkrankheit, die ihn nach und nach erblinden lassen wird. Im Altenheim erkennt Milo, dass die Leiterin nicht unbedingt nur das Beste für ihre Schützlinge will und versucht seine Gran zu beschützen. Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektive geschrieben,dies macht sie abwechslungsreich und flüssig zu lesen. Die Autorin hat leider versucht viele Themen zwischen die Buchdeckel zu quetschen und so kam bei mir ziemlich schnell das Gefühl vom Fehlen eines roten Fadens auf. Demenz und Eintritt ins Altenheim, der abwesende Vater, Geldsorgen der Mutter, ein geflüchteter syrischer Koch der seine Schwester sucht, miserable Zustände im Altenheim,Schulprobleme von Milo und nicht zuletzt seine Augenkrankheit...Ein bisschen viel "Spektakuläres"für eine einzige Geschichte. Vor allem das Thema Augenkrankheit von Milo hat mich masslos enttäuscht. Da wird erwähnt unter was der Junge leidet,ab und zu wird das Thema wieder angeschnitten...doch zu grossen Teilen des Buches lebt und handelt er wie jeder andere Junge ohne Augenkrankheit. Ich habe ihm diese schlichtweg nicht abgenommen! So hatte ich den Eindruck, dass da schnell eine Krankheit gezaubert wurde, damit wieder ein Thema abgehakt werden konnte. Ich kann mir nicht helfen,doch ich empfand die Story als oberflächlich!

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  • Eine Wohlfühllektüre der besonderen Art!

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    Milaromantics

    Milaromantics

    29. December 2015 um 19:01

    INHALT: Der neunjährige Milo leidet unter Retinitis pigmentosa: Sein Sehvermögen lässt immer stärker nach, und irgendwann wird er vollständig erblinden. Aber noch sieht er die Welt – wenn auch nur wie durch ein Nadelöhr. Doch so bemerkt er Kleinigkeiten, die anderen entgehen. Als seine 92-jährige Großmutter dement wird und in ein Altersheim umziehen muss, fallen Milo dort seltsame Vorgänge auf. Die Erwachsenen interessieren sich für Milos Erkenntnisse nicht, und so bleiben ihm nur der Koch Tripi und sein Ferkel Hamlet, um ihm bei seiner Mission zu helfen. Milo ist nämlich entschlossen, seine Großmutter wieder nach Hause zu holen, die Machenschaften der Heimleiterin offenzulegen und – vielleicht – seine Eltern zu versöhnen. MEINE MEINUNG: Als "Der Junge, der mit dem Herzen sah" als Überraschungspost von dem Manhattan Verlag in meinem Briefkasten lag, habe ich mich total gefreut, weil die Geschichte so interessant klang. Das Cover des Romans mit dem Schatten des kleinen Jungen mit einem Schweinchen, der eine gelbe Rose in den kreisförmigen Titel hält, hat sofort meine Neugier geweckt. Gepaart mit dem interessanten Klappentext, wollte ich sofort in die Geschichte eintauchen. Bereits auf den ersten Seiten spürt man als Leser die besondere Verbindung, die zwischen dem 9-jährigen Milo und seiner Gran Lou besteht. Der Roman beginnt mit einem Brand, den die demenzkranke Lou (aus Versehen) gelegt hat. Milos Mutter Sandy wächst alles über den Kopf und der Brand ist der Auslöser für die Suche nach einem passenden Altersheim für Lou. Die Geschichte wird aus vier Perspektiven erzählt, den größten Anteil hat Protagonist Milo. Milo ist erst 9 Jahre alt und er ist für sein Alter unglaublich reif. Herzerwärmend kümmert er sich mit seinem Ferkel Hamlet, um seine Gran und begreift in seinem jungen Alter schon so viel. Aufgrund einer seltenen Augenkrankheit sieht er immer schlechter, bis er irgendwann vollständig erblinden wird. Durch den kleinen Ausschnitt, den Milo noch sieht, fallen ihm Dinge auf, die andere nicht bemerken und machen ihn zu einem guten Beobachter. Milos Mutter Sandy wurde von ihrem Mann betrogen und verlassen. Während er sich in Abu Dhabi mit seiner neuen Frau und seinem Baby ein schönes neues Leben aufbaut, wachsen Sandy in England die Sorgen über den Kopf. Vor lauter Frust, Wut und Traurigkeit isst sie nur noch Kekse und Diätpillen und schaut Urlaubssendungen im Fernsehen. Ihr Schönheitssalon läuft auch nicht mehr gut, der Brand und die Kosten für das Altersheim für Lou fressen ihr ein Loch in den Geldbeutel. Lou ist nicht Milos leibliche Urgroßmutter, aber Milo ist für sie das Wichtigste auf der Welt. Tahir ist der Koch in dem "Vergissmeinnicht-Altersheim" und er freundet sich mit Milo an. Er ist aus Syrien geflüchtet und sucht verzweifelt seine kleine Schwester, die er auf der Flucht verloren hat. Für Milo ist es ein Weltuntergang, dass seine geliebte Gran in ein Altersheim "abgeschoben wird". Nachdem ihm einige seltsame Dinge in dem Altersheim auffallen, sammelt er heimlich Beweise gegen die böse Schwester Thornhill, um ihre Machenschaften aufzudecken. Behilflich ist ihm dabei der Koch Tripi und ein entfernter Verwandter aus Schottland, der bei ihnen einzieht. Alle Protagonisten, beziehungsweise alle Perspektiven, waren mir sofort sympathisch. Obwohl Milo am Anfang der Geschichte sehr wütend auf seine Mutter ist, sieht man sofort, dass sie Milo über alles liebt und nur das Beste für ihn will. Die Botschaft des Romans ist "Kinder werden unterschätzt. Man sollte Kinder ernstnehmen", aber hinter der Geschichte steckt noch so viel mehr Klugheit. Der Roman vereint viele Probleme, wie Krieg, Demenz, Scheidung und Krankheiten in einer Art und Weise, die das Herz berührt. Milos Geschichte wird in der englischen Stadt Slipton erzählt und spielt kurz vor Weihnachten. Der Schreibstil lässt einen immer weiterlesen. Im auktorialen Schreibstil wird jede Perspektive abwechselnd beleuchtet und so kann man sich als Leser in alle vier Charaktere perfekt einfühlen.Während des Buches verkompliziert sich die Lage und als Leser fiebert man mit Milo mit und wünscht sich sehnlichst ein Happy End. Milos Geschichte ist etwas ganz Besonderes! Er ist ein Protagonist, der einem ans Herz geht und sein Mut, seine Tapferkeit und seine Klugheit unter die Haut geht. Auch die Schicksale und Wesenskerne der anderen Protagonisten berühren und regen zum Nachdenken an. MEIN FAZIT: "Der Junge, der mit dem Herzen sah" berührt den Leser im Innersten, lässt einen nicht nur eine Träne verdrücken und erhellt die Welt. Eine Wohlfühllektüre der besonderen Art! Als Leser verfolgt man Milos Mission und hofft und bangt mit ihm. Vier Perspektiven, sympathische Charaktere und ein ganz besonderer kleiner Junge verzaubern den Leser.

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  • Ein Buch fürs Herz

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    worteundwelten

    worteundwelten

    14. December 2015 um 11:36

    Milo, neun Jahre alt, leidet unter Retinits pigmentosa: Sein Sehrvermögen lässt immer stärker nach, und irgendwann wird er vollständig erblinden. Noch sieht er die Welt wie durch ein Nadelöhr, wodurch er Kleinigkeien bemerkt, die anderen entgehen. Als seine Gran in ein Altenheim umziehen muss, bricht eine Welt für Milo zusammen. Doch ihm fallen dort seltsame Vorgänge auf; allerdings interessieren sich die Erwachsenene nicht für Milos Erkenntnisse und nehmen ihn nicht ernst. So bleiben ihm nur der Koch Tripi und sein Ferkel Hamlet, um ihm bei seiner Mission zu helfen. Milo will nämlich seine Gran wieder nach Hause holen, die Machenschaften von Schwester Thornhill offenlegen und vielleicht seine Eltern versöhnen... Das Buch wird hauptsächlich aus der Sicht von Milo erzählt, aber einige wenige Kapitel werden auch aus anderen Perspektiven geschildert: Von Tripi (dem Koch), Sandy (Milos Mutter) und Lou (Milos Gran). Eigentlich ist Lou die Urgroßmutter von Milo, doch er nennt sie immer nur Gran. Milo hat es wahrlich nicht leicht: einerseits quälen ihn die Probleme mit seinem Sehvermögen, dann leidet er unter der Trennung von seinen Eltern und dass sein Vater inzwischen in Abu Dhabi lebt. Auch in der Schule wird der Druck immer größer und zu allem Überfluss kann seine Mutter die Rechnungen nicht mehr bezahlen. Als dann seine geliebte Gran in ein Altenheim abgeschoben wird, bringt das für Milo das Fass zum Überlaufen. Der Junge kann einem wirklich nur leid tun, daher fiebert man als Leser richtig mit ihm mit und hofft, dass seine Vorhaben glücken werden.  Ein weiterer Aspekt ist, dass das Buch in der Vorweihnachtszeit spielt. Dies hat mir gut gefallen, da ich selbst in der Adventszeit gerne Bücher lese, die mit Weihnachten zu tun haben. Dennoch spielt dies in dem Buch eine nicht allzu große Rolle, sodass man das Buch auch zu jeder anderen Jahreszeit lesen kann.  Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und auch die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge. Dadurch kann man das Buch recht schnell lesen.  Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Vor allem am Ende gibt es einige rührende Momente, sodass es auch einige emotionale Passagen gibt. Eine Geschichte fürs Herz. :-)

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  • Eine besondere Wahrnehmung

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    Loukia

    Loukia

    13. November 2015 um 12:22

    Der neunjährige Milo hat es nicht leicht im Leben. Sein Vater hat mit einer anderen Frau eine neue Familie gegründet und lebt in Abu Dhabi. Seine Mutter lässt sich seit der Trennung gehen und kommt mit ihren schmalen Einkünften als Kosmetikerin kaum über die Runden. Milo selbst hat eine seltene Augenkrankheit, die sein Blickfeld stark verengt, und eines Tages wird er völlig erblinden. Seine besten Freunde sind sein Zwergschwein Hamlet und seine Oma Lou. Als die Betreuung der alten Frau für Milos Mutter nicht mehr zu bewältigen ist, bringt sie Lou in ein Pflegeheim. Milo spürt, dass es im Vergiss-mein-nicht-Heim längst nicht so idyllisch zugeht, wie es den äußeren Anschein hat. Er ist fest entschlossen, seine Oma dort so bald wie möglich wieder herauszuholen. Unterstützung findet er bei dem illegal eingewanderten Syrer Tipi, der im Pflegeheim als Koch arbeitet. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was den Charakteren Tiefe verleiht. Niemand ist einfach nur gut oder böse, auch wenn man das im ersten Moment denken könnte. Der kleine Milo ist eine bezaubernde Figur, die man einfach ins Herz schließen muss. Sein Blickfeld ist zwar eingeschränkt, aber dafür nimmt er vieles wahr, was andere übersehen, und er hat ein großes, liebevolles Herz. Der Autorin gelingt es sehr gut, seine kindliche Sichtweise zu vermitteln. Das Buch liest sich wunderbar leicht, ist berührend und stellenweise sehr lustig.

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  • Der Junge, der mit dem Herzen sah

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    niklas1804

    niklas1804

    04. November 2015 um 18:01

    Der neunjährige Milo leidet unter Retinitis pigmentosa: Sein Sehvermögen lässt immer stärker nach, und irgendwann wird er vollständig erblinden. Aber noch sieht er die Welt – wenn auch nur wie durch ein Nadelöhr. Doch so bemerkt er Kleinigkeiten, die anderen entgehen. Als seine 92-jährige Großmutter dement wird und in ein Altersheim umziehen muss, fallen Milo dort seltsame Vorgänge auf. Die Erwachsenen interessieren sich für Milos Erkenntnisse nicht, und so bleiben ihm nur der Koch Tripi und sein Ferkel Hamlet, um ihm bei seiner Mission zu helfen. Milo ist nämlich entschlossen, seine Großmutter wieder nach Hause zu holen, die Machenschaften der Heimleiterin offenzulegen und – vielleicht – seine Eltern zu versöhnen. Beginnen wir kurz mit dem einen negativen Punkt, den ich zu sagen habe: Und der ist eigentlich nur, dass manche Stellen etwas zu lang geraten sind, bzw. dass manche Abschnitte etwas zu viel sind. Ansonsten kann ich sagen: Diese Geschichte ist einfach nur berührend. Man schließt die Charaktere, allen voran Milo und Lou einfach sofort ins Herz und liest die Geschichte flüssig runter. Einerseits ist sie doch recht traurig, andererseits aber wieder so berürhend und emotional und hoffnungsvoll, dass man einfach in sie versinken kann. Man muss die Charaktere einfach lieben: Auch die, die anfangs vielleicht etwas "problematisch" sind, stellen sich hinterher als wunderbar ausgetüftelt und perfekt in die Story passend heraus. Der Schreibstil ist toll: Schnell, gut und flüssig zu lesen. Dazu die Kapitel, die immer aus der Erzählersicht geschrieben sind, aber sich entweder auf Milo oder auf Lou oder auf einen weiteren Charakter beschränken und gerade die Handlungen eben dieser Person beschreiben. Fazit: Ein wirklich tolles, ergreifendes Buch, das sich wirklich lohnt, zu lesen!

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  • Ein kleiner Junge auf großer Mission!

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    Samy86

    Samy86

    02. November 2015 um 17:11

    Inhalt: Der neunjährige Milo erlebt die Welt mit einem besonderen Blick, denn seit seiner Geburt leidet er an Retinitis pigmentosa, die irgendwann im Verlauf zum völligen erblinden führen wird. Er hat sich mit dieser Krankheit arrangiert, auch wenn er die Welt nur aus einem kleinen Nadelöhr erblicken kann. Doch er genießt jeden Tag als sei es der Letzte und ein Vorteil hat es allemal, denn er bemerkt Kleinigkeiten, die seinen Menschen entgehen. Jedoch nimmt sein Glück eine jähe Wendung als seine Großmutter an Demenz erkrankt und in ein Altersheim umziehen muss. Schnell entdeckt Milo Ungereimtheiten und seltsame Vorgänge in dem Altenheim seiner Großmutter. Leider werden sein Leid und seine Vermutungen von den Erwachsenen nicht gehört, sondern als kindliche Hirngespinste abgetan. Nun liegt es wohl an Milo die Machenschaften der Heimleiterin aufzudecken. Gemeinsam mit dem Koch Tripi und seinem Hausferkel Hamlet begibt er sich auf die geheime Mission: 1) Großmutter aus diesem Albtraum retten und nach Hause holen, 2) Die Heimleiterin dingfest machen und vielleicht auch seinen 3. Herzenswunsch zu erfüllen – Seine Eltern wieder zusammen zuführen!   Meine Meinung: Dieses Hörbuch hat im Nu mein Herz berührt. Die Handlung ist sehr bewegend und der kleine Hauptprotagonist so unglaublich taff und tapfer. Die Thematik finde ich sehr interessant gestaltet, da es auch ein Thema ist, welches in meinen Augen immer noch zu wenig publik gemacht wird. Ständig liest man von Gewalt und bezahlten Leistungen, die jedoch nicht erfolgen, in den Altenheimen. Dennoch ist dies ein Thema welches ich bisher noch nicht in Büchern bearbeitet fand und das zu dem noch so realistisch gestaltet wurde. Sehr schön ist es zu lesen, dass gerade ein kleiner Junge mit Handicap, solch einer Gräueltat auf die Schliche kommt und versucht dagegen vorzugehen. Natürlich wird Milo seitens der Erwachsenen nicht geglaubt, denn diese vermuten, vielleicht auch zu Recht, dass dieser sich die Geschichte nur ausdenkt um seine geliebte Großmutter wieder nach Hause zu holen. Leider entspricht dies nicht ganz der Wahrheit und so erlebt der kleine Hauptprotagonist eine abenteuerliche Mission mit klarem Ziel. Die Komponente aus Protagonist und Handlungsthematik empfand ich sehr angenehm. Man konnte ihr leicht folgen, sich die Schauorte bildlich vorstellen und hat zugleich noch ordentlich mitgefiebert. Das auch ein Migrationshintergrund sich durch den Koch Tripi hinter der Handlung verbirgt, wurde gekonnt von der Autorin in den Verlauf der Geschichte verknüpft und welcher nach und nach aufgedeckt wird und einen kleinen interessanten Part mit übernimmt. Aber auch das Thema Mobbing nimmt einen Schwerpunkt in der Geschichte an, denn Milo ist alles andere als normal und das stößt dem ein oder anderen ziemlich auf. Hier tastet sich die Autorin sehr vorsichtig heran, es nimmt keine überhand, aber es wird klar und deutlich ersichtlich mit welcher Macht versucht wird einen kleinen Jungen mit Handicap das Leben noch schwerer zu gestalten als es eh schon ist. Milo erschien mir von Anfang an sehr selbstbewusst und voller Eifer. Sein einziger Halt und auch irgendwie Lebensaufgabe ist seine Großmutter, die er mit Liebe und Hingabe pflegt, beschäftig und zugleich einen Zuhörer in ihr findet. Klar kann man sich vorstellen, wenn dieser Halt verloren geht, was dies in ihm auslöst. Seine Mutter arbeitet den ganzen Tag, sein Vater ist mit einer anderen durchgebrannt und er hat nur sein Hausferkel Hamlet. Milo ist ein sehr reifer und groß herziger Charaktere, denn ich sehr zu lieben und schätzen gelernt habe. Christian Baumann hat die Geschichte von Milo sehr ergreifend und voller Gefühl herübergebracht. Es machte richtig viel Spaß ihm bei der Erzählung zu zuhören, auch wenn er manchmal für meinen Geschmack noch ein Tick mehr emotionsgeladene Stimmung in das Ganze hätte hineinbringen können. So wirkte es an manchen Stellen eher fad und etwas lieblos. Cover auf denen die Protagonisten abgebildet werden, finde ich, sind immer ein Hingucker. Sie vermittelt einem gleich einen Bezug zu dem Charakter und man sich denen zu mindestens etwas in Gedanken ausmalen bzw. gestalten. Fazit: Ein kleiner Junge auf großer Mission. Gefühlvoll erzählte und dramatisch gestaltete Handlung mit zauberhaftem Ende. Milo und seine Geschichte muss man einfach kennen lernen um zu verstehen, was dieses Hörbuch so besonders macht! Eine Leseempfehlung für Jung und Alt!

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  • Kurzweilig-reizvoll, jedoch zu wenig intensiv, um in den Gedanken zu bleiben

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    Damaris

    Damaris

    31. October 2015 um 15:02

    Ein kleiner Junge, der sich um seine Großmutter kümmert, obwohl er selbst fast nichts mehr sieht. Der die ins Altenheim abgeschobene Gran unbedingt wieder nach Hause holen mag, umso mehr, nachdem er menschenunwürdige Zustände im Heim entdeckt. Und der alles dransetzt für das Wohl seiner Großmutter zu kämpfen, obwohl er einen Rückschlag nach dem anderen einstecken muss. Zugegeben, das Thema rührt schon bei einem Grobüberblick. Und so kann ich vorwegnehmen, dass ich "Der Junge, der mit dem Herzen sah" in mich aufgesogen habe und dabei an vielen Stellen einen dicken Klos im Hals stecken hatte. Auf der anderen Seite gab es Dinge, die mich irritieren und mit denen ich im Verlaufe der Handlung nicht ganz glücklich war. Milo ist ein sehr selbstloser Junge, dem es egal ist, dass er eine Krankheit hat, bei der er irgendwann erblinden wird. Er sieht nur noch wenig, doch das was er sieht, sieht er im rechten Licht und mit einem unglaublichen Sinn für Gerechtigkeit. Genau das fand ich sehr bewundernswert und fühlte mit dem kleinen Kerl, der trotz seines jungen Alters schon viel zu früh Verantwortung übernehmen musste. Leider wird Milo während der Geschichte immer verbohrter, unfreundlicher und wütender. Natürlich ist das verständlich, und ich verstehe Frustration, wenn man einen Rückschlag nach dem anderen hinnehmen muss. Doch irgendwann ist Milo einfach immer wütend, selbst gegen seine Großmutter oder Personen, die ihm helfen. Mit der Zeit fiel es mir schwer, meine Sympathie für dieses bockige Kind aufrechtzuerhalten. "Der Junge, der mit dem Herzen sah" ist vollgepackt mit Emotionen, aber auch mit klarem Schwarz-Weiß-Denken. Es ist sofort ersichtlich, dass die Leiterin des Altenheims die böse Antagonistin der Geschichte ist. Einen Grund für ihr Verhalten gibt es, jedoch wird dieser nur am Rand erwähnt, sozusagen als Mittel zum Zweck. Viele Baustellen machen den Roman sehr voll. Da ist das Grundthema der dementen Großmutter und die Heimkatastrophe, Milos Krankheit und diverse Familienprobleme. Aber auch der syrische Flüchtling, der Milo hilft, samt seinem Schicksal, und eine Liebesbeziehung, die die 92-jährige Großmutter im Heim eingeht, die ich jedoch zeitlich und inhaltlich in keiner Weise nachvollziehen und in Bezug setzen konnte. Das alles macht den Roman zwar unterhaltsam, jedoch hätte man hier reduzieren und die Gewichtung auf wenigere bedeutsame Themen reduzieren können. Das Ende ist traurig-schön, keine Heile-Welt-Schön, aber nah dran. Fazit "Der Junge, der mit dem Herzen sah" ist ein Roman, der das Herz anrührt und den man kaum aus der Hand legen kann, weil er unterhält und auch sprachlos macht. Milos Gefühlswelt gerät irgendwann aus dem Ruder. Verständlich ist das, jedoch nicht dazu geeignet den Jungen sympathisch wirken zu lassen. Um einige Themen reduziert, wäre das Buch noch ausdrucksstarker gewesen. So ist die Geschichte durchaus kurzweilig-reizvoll, jedoch zu wenig intensiv, um nie wieder vergessen zu werden. Dafür gibt es von mir 3 von 5 Punkte.

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  • Hat mich trotz der schönen Geschichte nicht überzeugen können

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    Hannasbuecherwelt

    Hannasbuecherwelt

    12. October 2015 um 20:29

    Meine Meinung Milos Geschichte ist sehr herzerwärmend. Mit seinen neun Jahren hat er schon einiges Unschönes im Leben erfahren. Trotz seiner Augen und seinem schwierigen Familienverhältnis kümmert er sich wundervoll um Lou. Milo ist ein sehr liebenswürdiger Charakter und ich hab ihn auch sehr schnell in mein Herz geschlossen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach, sodass meiner Meinung nach das Buch auch trotz der schwierigen Themen von jüngeren Lesern gut verstanden werden kann. Durch den wechselnden Blickwinkel kann man jeden Charakter besser kennen lernen und sich besser in deren Lage versetzen. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich in manchen Teilen der Geschichte gelangweilt habe, weil ich fand, dass die Geschichte einfach nicht vorwärts ging. Auch muss ich bemängeln, dass es mir zu viele verschiedene Themen auf einmal waren für knapp 400 Seiten. Trotzdem haben sie mich nachdenklich gemacht, z.B. ob man alte Leute in ein Heim geben soll oder lieber nicht. Leider fehlte mir fast im gesamten Buch die Spannung, die erst zu Ende hinzukam. Das Buch hat meine Erwartungen nicht wirklich erfüllen können und ich war ein wenig enttäuscht. Fazit "Der Junge, der mit dem Herzen sah" ist eine süße und auch traurige Geschichte, die mich aber leider nicht wirklich in ihren Bann ziehen konnte auf Grund mangelnder Spannung. Trotzdem hat sie mich nachdenklich gemacht und man kann das Buch auf jeden Fall mal lesen, sofern Spannung einem nicht wichtig ist. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen! http://hannasbuecherwelt.blogspot.de/

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  • Der Junge, der mit dem Herzen sah

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    Sweetybeanie

    Sweetybeanie

    07. October 2015 um 11:11

    Zum Inhalt: Milo ist neun Jahre alt und leidet an einer seltenen Krankheit: Retinitis pigmentosa. Das bedeutet, dass er bald vollständig erblinden wird. Mittlerweile kann er noch durch ein Nadelöhr seine Welt sehen. Doch das ist nicht das einzige, was in seinem Leben nicht gut läuft: Sein Vater hat die Familie verlassen und mit seiner neuen Frau ein Baby bekommen, die Mutter ist mit der Situation überfordert und Milos geliebte Großmutter wird immer vergesslicher. Als sie eines Morgens fast das ganze Haus abfackelt, entscheidet Milos Mutter, dass Gran in ein Heim gehen muss. Milo ist damit gar nicht einverstanden. Als ihm im Seniorenheim viele merkwürdige und negative Dinge auffallen, will er seine Gran wieder Heim holen, doch die Erwachsenen hören ihm nicht zu. Unerwarteterweise bekommt er jedoch von der syrischen Küchenhilfe Tripi Unterstützung... Meine Meinung: ein warmherziger Roman über Liebe, Familie und Freundschaft – auch darüber, dass man gemeinsam die Welt ein Stückchen besser machen kann, wenn man nur genau hinschaut.

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  • Ein Buch, das berühren soll

    Der Junge, der mit dem Herzen sah
    Starbucks

    Starbucks

    06. October 2015 um 23:10

    Virginia MacGregor hat mit „Der Junge, der mit dem Herzen sah“ Milo, einen Jungen geschaffen, der sein Augenlicht verlieren wird, der die Welt nur noch wie durch ein Nadelöhr wahrnehmen kann. Mit diesem Roman hat die Autorin ein Buch geschrieben oder schreiben wollen, dass den Leser sehr berührt – mich hat sie aber damit nicht ganz rühren können, und ich werde gleich noch beschreiben, warum nicht. Zum Inhalt: Milo, der Junge mit dem Sehfehler, der sein Augenlicht verlieren wird, hat nur zwei Freunde: seine Uroma Lou, die er wie ein Erwachsener pflegt sowie sein Schwein Hamlet. Seine Familie ist zerrüttet, die Mutter dem Essen und Fernsehen verfallen. Da der Vater mit seiner Frau ausgewandert ist, hat Milo sonst niemanden. Als Lou ins Altenheim „abgeschoben“ wird – sie will aber der Familie nicht länger zur Last fallen – bemerkt nur Milo, dass in dem Seniorenheim etwas nicht stimmt. Sein Plan ist, die Uroma wieder nach Hause zu holen, und der syrische Heimkoch Tripi soll ihm dabei helfen... Meine Meinung: Milo scheint hier eine etwas vielschichtige Persönlichkeit: Der Junge, der seine Großmutter sogar wäscht und pflegt, sieht meist nur, was ihm guttut, er versucht, seinen Willen zu bekommen. Seine Krankheit stört ihn kaum; im Gegenteil, er bekommt ja eigentlich alles mit. Manchmal sieht er allerdings verschwommen, manchmal kann er sogar Holzsplitter mit einer Pinzette entfernen, immer so, wie es gerade in die Geschichte passt. Milos Krankheit kann man also getrost hier vernachlässigen. Auch der Verlauf der Geschichte ist nicht immer logisch: Milos Urgroßmutter muss ins Heim, und obwohl Milo schnell erkannt hat, dass es Gran nicht gut geht, darf sie nicht nach Hause zurück. Die lethargische Sandy, Milos Mutter, hilft nicht. Doch langsam füllt sich das Haus mit mehr und mehr „Untermietern“; sogar ein alter Mann aus dem Heim darf einziehen. Da darf sich der Leser schon fragen, warum all das scheinbar kein Problem ist, nur die Großmutter bleibt, wo sie ist, obwohl sie dort misshandelt wird. Hier habe ich mich manchmal nach der Logik der Geschichte gefragt. Die Figuren sind deutlich und gut charakterisiert und gezeichnet; sie haben aber mein Herz nicht wirklich erobert. Die ersten mindenstens hundert Seiten fand ich eher zäh und wenig spannend; oft habe ich das Buch weggelegt. Doch dann nimmt die Handlung etwas Fahrt auf, und als Fazit kann man auch sagen, dass das Buch einen klaren Aufbau, eine nette Geschichte und eine Entwicklung der Figuren aufweist. Trotz meiner Kritik hier fand ich „Der Junge, der mit dem Herzen sah“ gut lesbar und in sich sonst auch weitgehend schlüssig. Nur berührt hat es mich wenig. Ich kann aber immer noch knappe vier Sterne vergeben. 

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