Virginia Woolf

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Virginia Woolf

Lebenslauf von Virginia Woolf

Vorreiterin des Feminismus: Die britische Schriftstellerin Virginia Woolf gehört zu den progressivsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Von ihr stammt u. a. die schriftstellerische Form des inneren Monologs als Bewusstseinsstrom der erzählenden fiktiven Figur. Als ihr bekanntestes Werk gilt „Mrs. Dalloway“ das zuletzt 1997 mit Vanessa Redgrave verfilmt wurde. Virginia Woolfs eigene Geschichte erzählte 2002 der Film „The Hours“, für den Nicole Kidman in der Titelrolle mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Virginia Woolf und die Bloomsbury Group: Die Autorin wurde 1882 als Adeline Virginia Stephen in eine wohlhabende Londoner Familie hineingeboren. Schon als Kind kam sie mit berühmten Autoren wie Thomas Hardy und Henry James in Kontakt, die häufig bei ihrem Vater zu Besuch waren. 1905 zog sie gemeinsam mit ihren Geschwistern Vanessa und Thoby in ein Haus in Bloomsbury, das der späteren „Bloomsbury Group“ ihren Namen gab. In diesem Kreis junger Intellektueller und Künstler konnte sich Virginia erstmals als Schriftstellerin frei entfalten. Literarischer Erfolg und private Probleme: Gemeinsam mit ihrem Ehemann Leonard Woolf gründete Virginia den Verlag Hogarth Press, in dem sie 1922 ihren eigenen Roman „Jacob's Room“ (Jacobs Zimmer) veröffentlichte und der international bekannt wurde. In den folgenden Jahren erschienen „Mrs. Dalloway“ (1925), „To the Lighthouse“ (1927) und „Orlando“ (1928). In dem 1929 veröffentlichen Essay „A Room of One's Own“ (Ein Zimmer für sich allein) schrieb Woolf über die eingeschränkten Möglichkeiten weiblicher Schriftstellerinnen und avancierte so zu einer frühen Vorreiterin der Frauenbewegung der 68er. Auf Deutsch wurde der Essay jedoch erst 1978 erstmals veröffentlicht. Schon im jugendlichen Alter entwickelte Virginia Woolf eine bipolare Störung, die sich in langen depressiven Schüben äußerte. Am 28. März 1941 nahm sich die erst 59-jährige Schriftstellerin das Leben, in dem sie mit einem schweren Stein im Mantel in den Fluss Ouse stieg.

Bekannteste Bücher

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  • Porträt eines Beaus

    Beau Brummell

    Orisha

    23. April 2018 um 21:52 Rezension zu "Beau Brummell" von Virginia Woolf

    Virginia Woolf gilt bis heute als Ikone der Frauenbewegung und als Autorin der klassischen Moderne. Weniger bekannt sind ihre Reportagen, zu denen auch dieses kleine Büchlein zählt. Am 20. November 1929 strahlte die BBC in ihrer Reihe "Miniatur Biographien" einen Beitrag Woolfs über den berühmter Dandy Beau Brummell aus. Ein kurzer Text der 1929 in einer Wochenzeitschrift erschien und ein Jahr später in einer limitierten Auflage von 550 Stück als Buch.  Die Reportage über Beau Brummell ist ganz untypisch für Woolf: klar und ...

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  • Das Zeitlose ist etwas angestaubt

    Orlando

    Beust

    19. March 2018 um 15:27 Rezension zu "Orlando" von Virginia Woolf

    Ich habe keine Angst vor Virginia Woolf. Aber mit ihrem Namen verbinden sich ein paar kraftvolle Assoziationen. Wahrscheinlich lag es an meinen mangelnden Vorkenntnissen, meinen seltsamen Vorurteilen, dass mich „Orlando“ enttäuscht hat. Woolf erzählt die Geschichte des Landadligen Orlando im elisabethanischen England, der schwer in sich und die Natur verliebt ist, sich für die Frauen - vor allem die stürmische Sasha - interessiert und für die Literatur, ja sogar selbst poetische Ergüsse fabriziert; derer schämt er sich später, ...

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  • Heute ein Mann, morgen eine Frau.

    Orlando

    Wortverzauberte

    28. November 2017 um 11:19 Rezension zu "Orlando. Eine Biographie. Roman (Neuübersetzung)" von Virginia Woolf

     Inhalt Orlando ist ein junger Adliger, der zur Zeit der englischen Königin Elisabeth I. sein Dasein am Hofe fristet. Dies änderte sich aber schlagartig. Sein Lebensweg führte ihn als Botschafter an entfernte Orte - wie Konstantinopel. Dort macht er eine Wandlung durch. Nach einem mehrtägigen Schlaf wacht er nämlich als Frau wieder auf. Diese Verwandlung bringt für sie nun erhebliche Konflikte mit sich. Zurück in England muss sie um ihre Anerkennung als Frau und ihre Güter kämpfen... Meine Eindrücke Meine Erwartungen, die ich an ...

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  • Zum Leuchtturm (Hörspiel)

    Zum Leuchtturm

    PoldisHoerspielseite

    18. October 2017 um 12:03 Rezension zu "Zum Leuchtturm" von Virginia Woolf

    Erster Eindruck: Szenische Impressionen um ein FerienhausSeit vielen Jahren verbringt die Familie Ramsay ihre Urlaub in einem Ferienhaus an der schottischen Küste. Und seit Jahren wird James, einem der acht Kinder, eine Fahrt zum nahe gelegenen Leuchtturm versprochen. Doch auch in diesem Jahr fällt der Ausflug wegen eines Unwetters aus, wie der herrische Mr. Ramsay bereits vorausgesagt hatte...Aus dem recht großen Portfolio, das Virginia Woolf hinterlassen hat, hat sich der Bayrische Rundfunk einen bestechende Roman ausgesucht ...

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  • Packendes Klangerlebnis

    Zum Leuchtturm

    YukBook

    07. September 2017 um 07:29 Rezension zu "Zum Leuchtturm" von Virginia Woolf

    Der Roman „Zum Leuchtturm“ von Virginia Woolf besticht weniger durch die Handlung als durch die Form, die mit Konventionen bricht. Umso interessanter ist diese Hörspielfassung, die die experimentelle Erzählweise brillant umsetzt und den Zugang zu dem literarisch anspruchsvollen Werk erleichtert.Die dreiteilige Geschichte, in der die Schriftstellerin ihre Kindheitserinnerungen einfließen ließ, beginnt mit einer Szene in einem Ferienhaus auf der Hebrideninsel Skye. Mr und Mrs Ramsay verbringen dort mit ihren acht Kindern seit jeher ...

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  • Nicht leicht, aber lohnend...

    Zum Leuchtturm

    Creed

    01. September 2017 um 16:10 Rezension zu "Zum Leuchtturm" von Virginia Woolf

    Keine leichte Lektüre, kein Buch zum Nebenherlesen, dazu ist die Erzähltechnik der berühmten britischen Schriftstellerin Virginia Woolf zu ungewohnt, zu komplex, da "Zum Leuchtturm" einen ihrer drei experimentellen Romane (neben "Mrs. Dalloway" und "Die Wellen") darstellt, in dem sie ausführlich die "Bewußtseinsströme" ihrer Protagonisten schildert, heißt, die Gedanken einer erdachten Hauptperson werden ungefiltert und ungeordnet geschildert, woraus sich schließlich die Handlung des Buches entwickelt. Ich mag diese Form des ...

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  • Ein sehr Anspruch voller, moderner Roman der Weltliteratur wunderbar inszeniert als orchestrales Hö

    Zum Leuchtturm

    Kinderbuchkiste

    22. July 2017 um 15:41 Rezension zu "Zum Leuchtturm" von Virginia Woolf

    Ein Klassiker der Weltliteratur stilistisch anspruchsvoll wunderbar als Hörspiel inszeniert und von  Orchestermusik begleitet.Als wir überlegten welche Romane der moderneren Weltliteratur wir hier im Blog vorstellen könnten kam einer in der Runde auf Virginia Woolf. Alles stöhnte auf: "Oh muss das sein, so Psycho Dinge, so schwere Kost, das ist doch nur das für Freaks!"Durch Zufall hielt kurze Zeit später dann einer das Hörbuch in Händen.Wir hörten es uns gemeinsam an und entschieden uns dafür es im Blog vorzustellen, da die ...

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  • Magisch. Rauschhaft. Kontrovers. Diffus.

    Die Wellen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. April 2017 um 13:29 Rezension zu "Die Wellen" von Virginia Woolf

    Die Wellen brechen sich ein letztes Mal und das war das Ende, der Tod. Ein Sog, ein Rausch, Wellen, die aus einem Meer kommen und zu einem Meer werden. Sechs Personen, Bernard, Louis, Perceivel, Rhonda, Susan und Jinny und ein Leben, das begleitet wird, das auseinanderstrebt und durch das Brechen der Wellen wieder eins wird. Pathetische Ode an was? An die Koexistenz, an das, was uns zu dem macht, was wir sind. Das Zusammenführen der Leben, die schon immer wie ein Organismus, ein Leben waren, wird genial durch die Sprache und das ...

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  • „fünfhundert (Pfund) im Jahr und ein eigenes Zimmer“.

    Ein eigenes Zimmer

    UWEDUIS

    08. March 2017 um 06:38 Rezension zu "Ein eigenes Zimmer" von Virginia Woolf

    Heute ist Internationaler Frauentag und ich möchte deshalb über das Buch einer Frau sprechen:Virginia Woolf, Ein eigenes Zimmer, bzw. der englische Originaltitel lautet A Room of One `s Own. Der Essay basiert auf zwei Vorträgen im Oktober 1928, am Newham College und Girton College. Diese beiden Colleges gehörten zu den ersten, die Frauen zum Studium zuließen. Während der Arbeit an diesem Vortrag, fand in London ein Gerichtsverfahren gegen den lesbischen Roman von Radclyffe Hall statt, der wegen Obszönität verboten werden sollte. ...

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  • Ein Leben von außen betrachtet

    Jacobs Zimmer

    Orisha

    Rezension zu "Jacobs Zimmer" von Virginia Woolf

    Nachdem ich Tobys Zimmer von Pat Barker gelesen hatte, dessen Inhalt als Reminiszenz auf Virginia Woolfs „Jacobs Zimmer“ gilt, musste ich selbiges zur Hand nehmen, um der Geschichte nochmals – wenn auch ganz anders – nachzuspüren.  Jacob Flanders ist ein Junge aus einfachen Verhältnissen. Er wächst bei seiner Mutter und mit seinen Brüdern Archer und John auf. Er studiert in Cambridge, geht dann nach London, um letztlich im Ersten Weltkrieg zu verschwinden. Woolfs Roman ist experimentell: Ausführliche Beschreibungen, die Sicht ...

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