Virginia Woolf

 4 Sterne bei 768 Bewertungen
Autorin von Mrs. Dalloway / Mrs Dalloway (Neuübersetzung), Orlando und weiteren Büchern.
Autorenbild von Virginia Woolf (© George Charles Beresford)

Lebenslauf von Virginia Woolf

Vorreiterin des Feminismus: Die britische Schriftstellerin Virginia Woolf gehört zu den progressivsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Von ihr stammt u. a. die schriftstellerische Form des inneren Monologs als Bewusstseinsstrom der erzählenden fiktiven Figur. Als ihr bekanntestes Werk gilt „Mrs. Dalloway“ das zuletzt 1997 mit Vanessa Redgrave verfilmt wurde. Virginia Woolfs eigene Geschichte erzählte 2002 der Film „The Hours“, für den Nicole Kidman in der Titelrolle mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Virginia Woolf und die Bloomsbury Group: Die Autorin wurde 1882 als Adeline Virginia Stephen in eine wohlhabende Londoner Familie hineingeboren. Schon als Kind kam sie mit berühmten Autoren wie Thomas Hardy und Henry James in Kontakt, die häufig bei ihrem Vater zu Besuch waren. 1905 zog sie gemeinsam mit ihren Geschwistern Vanessa und Thoby in ein Haus in Bloomsbury, das der späteren „Bloomsbury Group“ ihren Namen gab. In diesem Kreis junger Intellektueller und Künstler konnte sich Virginia erstmals als Schriftstellerin frei entfalten. Literarischer Erfolg und private Probleme: Gemeinsam mit ihrem Ehemann Leonard Woolf gründete Virginia den Verlag Hogarth Press, in dem sie 1922 ihren eigenen Roman „Jacob's Room“ (Jacobs Zimmer) veröffentlichte und der international bekannt wurde. In den folgenden Jahren erschienen „Mrs. Dalloway“ (1925), „To the Lighthouse“ (1927) und „Orlando“ (1928). In dem 1929 veröffentlichen Essay „A Room of One's Own“ (Ein Zimmer für sich allein) schrieb Woolf über die eingeschränkten Möglichkeiten weiblicher Schriftstellerinnen und avancierte so zu einer frühen Vorreiterin der Frauenbewegung der 68er. Auf Deutsch wurde der Essay jedoch erst 1978 erstmals veröffentlicht. Schon im jugendlichen Alter entwickelte Virginia Woolf eine bipolare Störung, die sich in langen depressiven Schüben äußerte. Am 28. März 1941 nahm sich die erst 59-jährige Schriftstellerin das Leben, in dem sie mit einem schweren Stein im Mantel in den Fluss Ouse stieg.

Neue Bücher

Ein Zimmer für sich allein

Erscheint am 23.07.2020 als Taschenbuch bei Kampa Verlag.

Mrs Dalloway

 (1)
Erscheint am 01.08.2020 als Hardcover bei Coppenrath.

Ein Zimmer für sich allein

Neu erschienen am 13.04.2020 als Hardcover bei Anaconda Verlag.

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Cover des Buches Mrs. Dalloway / Mrs Dalloway (Neuübersetzung)9783730608593

Mrs. Dalloway / Mrs Dalloway (Neuübersetzung)

 (187)
Erschienen am 27.01.2020
Cover des Buches Orlando9783458175384

Orlando

 (95)
Erschienen am 20.05.2012
Cover des Buches Ein eigenes Zimmer9783596522354

Ein eigenes Zimmer

 (53)
Erschienen am 25.09.2019
Cover des Buches Zum Leuchtturm9783596906284

Zum Leuchtturm

 (47)
Erschienen am 23.06.2016
Cover des Buches Die Wellen9783104904924

Die Wellen

 (29)
Erschienen am 08.12.2016
Cover des Buches Flush9783104904894

Flush

 (15)
Erschienen am 08.12.2016
Cover des Buches Das Lesebuch9783100925886

Das Lesebuch

 (12)
Erschienen am 01.12.2006
Cover des Buches Jacobs Zimmer9783104904931

Jacobs Zimmer

 (9)
Erschienen am 08.12.2016

Neue Rezensionen zu Virginia Woolf

Neu
M

Rezension zu "Zum Leuchtturm" von Virginia Woolf

Zum Leuchtturm
Miremelvor 2 Monaten

Die Handlung des Buches ist besonders, denn es gibt keinen wirklichen Spannungsbogen, stattdessen werden die inneren Vorgänge der Figuren und deren Beziehung zueinander beschrieben.

Trotz der wenigen Handlung die sich außerhalb der Figuren abspielt, war das Buch sehr spannend zu lesen, denn die Innenwelt der Figuren ist sehr lebendig beschrieben und es ist einfach sich in deren Gefühle hineinzuversetzen.

Am Anfang ist es mir etwas schwer gefallen mich mit dem Schreibstil von Woolf anzufreunden, doch nach einigen Seiten und etwas Eingewöhnung, war es wirklich leicht in einen Lesefluss zu kommen.

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M

Rezension zu "Brief an einen jungen Dichter" von Virginia Woolf

Brief an einen jungen Dichter
Mira123vor 4 Monaten

Dieses Büchlein ist wohl das kürzeste, das ich 2020 gelesen habe. Es hat gerade mal etwas mehr als 50 Seiten und naja, die Schrift ist nicht wirklich klein, um es mal so zu sagen. Es ist halt einfach ein Brief, den Virginia Woolf geschrieben hat. Und auch früher hat man wohl darauf geachtet, dass die Brief nicht zu lang werden. Auch wenn dieser Brief sicher so einige Seiten umfasste, immerhin ist hier nicht mal der ganze Brief abgedruckt. Der hier abgedruckte Brief endet früher als der eigentliche, denn weiter hinten würden dann persönliche Details, Klatsch und Tratsch und sowas kommen und das hat der Verlag gekürzt. Schade, das hätte ich interessant gefunden. Aber okay, ich sehe ein, dass das wahrscheinlich gerade die Nachfahren der Leute nicht cool finden würden, über die Virginia da geschrieben hat, wenn das plötzlich weltweit zu lesen wäre.

Von Virginia Woolf habe ich, um ehrlich zu sein, noch nie ein Buch beendet, außer eben dieses hier. Ich weiß, das ist schrecklich! Ich hätte das für die Uni schon lange tun müssen - Sorry an alle meine Professoren, die diesen Post lesen. "Orlando" habe ich sicher schon vier Mal begonnen und "Mrs. Dalloway" mindestens genauso oft. Aber irgendwie hab ich nie reingefunden. Weder in die Printversion, noch ins Hörbuch. Irgendwann in der Mitte der Bücher verliere ich dann meistens die Lust und höre auf. Meist ist das auch gar keine bewusste Entscheidung gewesen - ich hab dann halt irgendwann irgendwie plötzlich ein ganz anderes Buch in der Hand gehalten, das nichts mit Virginia Woolf zu tun hatte. Aber ich schwöre hoch und heilig, dass ich zumindest eines der zwei Bücher lesen werde, bevor ich mein Studium abschließe!
Bei diesem Büchlein hatte ich dieses Problem nicht, dafür war es einfach zu kurz. Ich war innerhalb einer halben Stunde oder so fertig, da war also gar nicht genügend Zeit, um sich von anderen Büchern ablenken zu lassen. Und - Überraschung! - es hat mir tatsächlich gefallen! Ich hab extrem viele Sätze angestrichen, die ich schön fand und die ich in den nächsten Beiträgen mit Buchzitaten einbauen werde. Was mir etwas Probleme bereitet hat, war Woolfs Neigung zu sehr langen und verschachtelten Sätzen, doch auch das war nicht so schlimm, wie ich zu Beginn noch dachte.

Mein Fazit? Hat mir besser gefallen, als ich dachte! Daumen hoch!

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Rezension zu "Orlando" von Virginia Woolf

etwas angestaubt, aber interessant
MilaWvor einem Jahr


Orlando ist ein gutaussehender, den Künsten zugewandter Adliger, Günstling Eisabeths I. und später Gesandter in Konstantinopel. Nach einem Fest fällt Orlando in einen mehrere Tage dauernden Schlaf und erwacht als Frau. Vier Jahrhunderte durchlebt sie/er nahezu alterslos. Orlando erlebt den plötzlich veränderten Umgang mit derselben Person in weiblicher Gestalt und die zunehmend einengenden Konventionen des viktorianischen Zeitalters. Sie langweilt sich in den Salons adliger Damen, spottet über die Selbstbezogenheit eitler Autoren, verliebt sich und feilt selbst jahrhundertelang an einem einzigen Gedicht.
Woolfe hat mit Orlando eine fiktive Biographie geschrieben, die sie ihrer Geliebten Vita Sackville-West widmete. Es ist ein für die Autorin ungewöhnlic humorvolles, heiteres Werk.

Mit Woolfes Büchern tue ich mir allgemein schwer, doch dieses Hörbuch oder teilweise eher Hörspiel hat mir den Text doch nahe gebracht. Man muss sich erst daran gewöhnen, dass der Sprecher/die Sprecherin von verschiedenen Personen gesprochen wird und es englischsprachige Einschübe gibt. Aber wenn man erst einmal reingekommen ist, ist es ein Hörgenuss. Man muss sich Zeit nehmen für das Hörbuch, es gibt einige Längen. Sicherlich merkt man dem Text auch sein Alter an, aber als Zeitdokument und Reflexion über die unterschiedliche Stellung von Frauen und Männern und gesellschaftliche Konventionen im Wandel der Zeit ist er immer noch interessant. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und mochte die etwas angestaubte Erzählweise. Ich bin nicht sicher, ob mir das Buch gefallen würde, aber das Hörbuch ist schön atmosphärisch.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Orlandoundefined
Herzlich Willkommen zur zweiten Leserunde im Jahr 2015: wir lesen "Orlando - eine Biographie" von Virginia Woolf, veröffentlicht 1928.

Biographien lese ich persönlich eigentlich ganz gern, mal sehen, wie diese hier wird und ob es überhaupt eine richtige Biographie ist?

Wikipedia sagt:
Die Handlung beginnt im England des 16. Jahrhunderts. Die Hauptperson Orlando ist ein junger Adliger, der bei Königin Elisabeth I. in hohem Ansehen steht und von ihr einen Landsitz erhält. Während des Frostjahrmarkts auf der im 16. Jahrhundert aufgrund der Kleinen Eiszeit regelmäßig zugefrorenen Themse lernt Orlando eine geheimnisvolle russische Gräfin namens Sasha kennen...

An dieser Stelle habe ich bei Wikipedia aufgehört zu lesen, sonst wird man gleich zugespoilert ;)

Mit der Erkundung der Geheimnisse der russischen Gräfin beginnen wir am 1. Februar, das wäre dann HEUTE ;)

Wie immer zum Schluß unsere Leserunden-Regeln:
1. Beiträge in den Leseabschnitten mit Spoiler-Haken posten.
2. Beiträge in Kategorien posten, wenn man das vergessen hat, kann man es auch nachträglich ändern.
61 Beiträge
Cover des Buches Mrs Dallowayundefined
Ich freue mich, die nächste Leserunde zu der LovelyBooks Klassiker Zeitreise eröffnen zu dürfen.

Mit "Mrs Dalloway" von Virginia Woolf geht es weiter.

Zur Ausgabe

Mit seinen kühnen Sprüngen in die Bewusstseinsströme der Protagonisten zählt "Mrs Dalloway" längst zu den Klassikern der Moderne. Ob erotische Phantasien beim Einkauf in der Stadt, ob Todesängste oder die Erinnerung an alte Träume – was den Roman so einzigartig macht, ist Virginia Woolfs wacher Sinn für die Brüchigkeit unserer Existenz.

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Über Virginia Woolf

Virginia Woolf, am 25. Januar 1882 in London geboren, wuchs im großbürgerlichen Milieu des viktorianischen England auf. Ihr Leben lang litt sie unter wiederkehrenden psychischen Krisen. 1912 heiratete sie Leonard Woolf; zusammen gründeten sie 1917 den Verlag "The Hogarth Press". Ihr Haus war ein Zentrum der intellektuellen "Bloomsbury Group". Am 28. März 1941 nahm Virginia Woolf sich unter dem Eindruck der Verwüstungen des Zweiten Weltkrieges und erneut bedroht von einer Verdunkelung ihres Gemüts das Leben.

Zusammen mit den S. Fischer Verlagen lade ich euch zu einer Leserunde zu diesem Klassiker ein.

Für die Leserunde werden vom Verlag 10 Freiexemplare zur Verfügung gestellt. Diese werden unter den Interessenten verlost. Ihr könnt aber auch mit euren eigenen Exemplaren teilnehmen oder solche bei den Fischer Verlagen erwerben, wenn ihr diese Leserunde auf keinen Fall verpassen möchtet.

Wer ein Exemplar gewinnen möchte, antwortet bitte bis zum 28.06.2013 auf folgende Frage:

"Clarissa Dalloway führt ein großes Haus im vornehmen Londoner Stadtteil Westminster. Eine ihrer glänzenden Soireen soll an einem Junitag des Jahres 1923 stattfinden. Der Ablauf dieses einen Tages bildet die Gegenwart des Romans, in die Clarissa durch die Stundenschläge des Big Ben immer wieder zurückgeholt wird."

Ein Roman an einem einzigen Tag.
Kennt ihr noch einen Roman, der an nur einem Tag spielt (oder in einer Nacht)?
Mir fällt natürlich "Ulysses" ein, der übrigens als Inspiration für "Mrs Dalloway" gedient hat.

Ich bin gespannt auf eure Antworten. Vielleicht sind da auch wieder neue Lesetipps!

Eine Bitte: Benutzt die Spoilerfunktion für eure Bewerbungen nicht. Danke!

Wichtig:
Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension.

367 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Virginia Woolf wurde am 24. Januar 1882 in London (Großbritannien) geboren.

Community-Statistik

in 1.047 Bibliotheken

auf 133 Wunschlisten

von 42 Lesern aktuell gelesen

von 33 Lesern gefolgt

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