Virginia Woolf Drei Guineen. Essay

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Inhaltsangabe zu „Drei Guineen. Essay“ von Virginia Woolf

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  • Rezension zu "Drei Guineen. Essay" von Virginia Woolf

    Drei Guineen. Essay
    Sokrates

    Sokrates

    05. October 2011 um 09:39

    Der feministische Anti-Kriegs-Essay „Drei Guineen“ von Virginia Woolf – geschrieben 1938 – zeugt im Vergleich zu „Ein Zimmer für sich allein“ von hoher intellektueller Reife; Virginia Woolf erkannte mit absoluter Deutlichkeit die Ursachenketten der Kriegsjahre in England, die innergesellschaftlichen Problemkonstellationen und auch die (politischen) Ursachen für Krieg. Auslöser des Essays, der sehr umfangreich ist, waren eine Reihe von Briefen, die ihr Fans zu diesem Thema zugeschickt hatten. . Das Buch ist schwermütig, stark kritisch und hat wenig von dem der Autorin sonst so eigenen Humor. Vielmehr hat man den Eindruck, dass Virginia Woolf wütend ist – wütend auf die Kriegsverhältnisse, auf dessen Sinnlosigkeit und der Tatsache, dass Frauen noch immer wenig Einfluss auf politische Entscheidungen haben und überhaupt nehmen können. Selbst Ende der 1930er Jahre sieht Virginia Woolf also die Rolle der Frau unterentwickelt. Ihre Person hat noch immer nicht den Stand, der ihr eigentlich gebührt. Dies zeigt sich offenkundig an der Entscheidung, Krieg zu führen, den Woolf als typisch „männlich“ deklariert und motiviert sieht. Insgesamt ein lesenswertes Plädoyer gegen den Krieg, gegen jedwede kriegerische Auseinandersetzung, mit Feststellungen und Schlussfolgerungen, die heute aktueller denn je sind.

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