Virginia Woolf Orlando

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Inhaltsangabe zu „Orlando“ von Virginia Woolf

Orlando ist jung, gutaussehend -- und seine Schönheit soll niemals vergehen. Ein Wunsch, der ihm zum Schicksal wird. Er durchlebt beinahe vier Jahrhunderte und vier verschiedene Lebensentwürfe, ohne merklich zu altern: Aus dem jungen Höfling wird ein Diplomat in Konstantinopel, aus dem kaum Dreißigjährigen eine Frau, die mit einer Zigeunertruppe nach England zurückkehrt, wo sie den Mann ihrer Träume heiratet und einen Sohn zur Welt bringt. Orlandos bewegter Lebensweg findet im London des frühen 20. Jahrhunderts seine Vollendung – und Krönung, denn Orlando ist nun als Dichterin berühmt. »Orlando« ist das vielleicht persönlichste Buch Virginia Woolfs. Es ist eine Liebeserklärung an ihre Freundin Vita Sackville-West, und es ist vor allem ein Buch, das die große englische Autorin von einer spielerischen Seite zeigt. In diesem furiosen Roman, als Biographie getarnt, geben sich die literarischen Genres ein lustvolles Stelldichein. Sprachlicher Übermut und Stilsicherheit halten sich unübertroffen die Waage. Nach zwanzig Jahren liegt hier eine glanzvolle moderne Neuübersetzung vor, die erstmals den Ton des Originals trifft. Melanie Walz gelingt es, dieses Paradestück der Kunst Virginia Woolf zu neuem Leben zu erwecken und ein unvergessliches Leseerlebnis zu schaffen, dessen Faszination und mitreißender Zauber unverwüstlich sind.

Virginia Woolfe webt hauchzarte sphärische Gespinste, die zu lesen eine Wonne nach der anderen mit sich bringen.

— Phil_Skurril

Ein wunderschönes Buch über Möglichkeiten. Man kann ja nicht alle durchleben. Dafür gibt es ja die Bücher :)

— Brunhi

Es gibt Bücher, in denen entdeckt man immer wieder Neues und hinterfragt das eigene Verständnis. Das hier ist so eines.

— MitAussicht

Mein absolutes Lieblingsbuch seit über dreißig Jahren

— UlrikeSosnitza

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  • Das Leben, das Schreiben, das Geschlecht

    Orlando

    Hamlets_Erbin

    16. December 2016 um 13:52

    "Und wenn die Literatur nicht die Braut und Bettgenossin der Wahrheit ist, was ist sie dann?" (S.71) Inhalt: Über 400 Jahre wird die Biographie einer Person namens Orlando erzählt. Im auslaufenden 16. Jahrhundert ist sie ein reicher Adelsspross, der sich schriftstellerisch betätigt und sich am Hofe von Königin Elizabeth und später König James aufhält, wo er sich in eine russische Prinzessin verliebt. Später verwandelt sie sich dann in eine Frau, setzt sich mit den Erwartungen an ihre neue Rolle auseinander und schreibt weiterhin an ihrem Poem "Der Eich-Baum". Meinung: Die Frage, die sich mir beim Lesen dieses Romans aufgedrängt hat, ist die, nach der Kompatibilität von Form und Inhalt. Es ist nämlich so: Auf der einen Seite haben wir es mit einer Erzählung zu tun, die trotz ihrer phantastischen Elemente (der plötzliche Geschlechtswechsel und die Unsterblichkeit der Hauptfigur) relativ ereignisarm verläuft, kaum Dramaturgie aufweist, und darum den Leser nicht unbedingt fesselt. Auf der anderen Seite diskutiert Woolf anhand ihrer Hauptfigur so spannende Themen wie die Schriftstellerei, die Anforderungen, die Zeit & Gesellschaft an die Geschlechter stellen, den Gegensatz zwischen Leben und Denken/Schreiben u.ä.. Und diese Gedanken wären m.E. in einer Essaysammlung besser aufgehoben gewesen wären. "Denken und Leben sind wie die Pole soweit voneinander entfernt." (S.187/189)

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  • Orlando - Magischer Realismus meets Feminismus und Homosexualität

    Orlando

    Nespavanje

    12. June 2016 um 14:15

    Orlando, ein junger gebildeter Adeliger, steht bei der Königin Elisabeth der 1. hoch im Ansehen. Von ihr erhält er einen großen Landsitz. Als während der kleinen Eiszeit, die Themse immer wieder zufriert, werden auf ihr immer wieder Jahrmärkte veranstaltet. Hier lernt Orlando eine geheimnisvolle russische Gräfin kennen und obwohl er jemand anderen versprochen ist, beginnt er eine leidenschaftliche Affäre mit Sasha. Wenn großartige Schriftsteller wie H. G. Wells und Jules Verne als Väter der modernen Sciencefiction Romane gelten und auch noch in der Gegenwart ihren Reiz ausüben, man bedenke die deren zahlreichen Verfilmungen, dann wage ich zu behaupten, dass Virginia Woolf, im speziellen ihr Roman Orlando, so etwas wie die Mutter des magischen Realismus ist, und auch heute noch viele Schriftsteller bewusst oder unbewusst beeinflußt. Orlando gehört zu Virginia Woolfs erfolgreichsten Romanen, zumindest während ihrer Lebzeit, ihr bekanntestes Buch ist wohl Mrs. Dalloway. Letzterer war mein erster Roman, den ich von der meisterlichen Schriftstellerin gelesen habe. Nachdem ich einen lieben Kollegen davon erzählt habe, hat er mich gedrängt, auch Orlando zu lesen. Die verschiedenen Interpretationen zur Erzählung und zum Text, und vor allem seine Sicht auf den Roman haben mich eben dann dazu verleitet Orlando zu lesen. Wer sich mit den Werken von Virginia Woolf auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich mit Orlando zu beginnen. Es ist weitgehend kürzer als Mrs. Dalloway, wenngleich die knapp 240 Seiten sich zwar nicht lang anhören, aber man den Text mit einem respektablen Maß an Konzentration lesen sollte. Ich bin wohl mehr Leser als Schauer, deswegen geht so manche literarische Verfilmung an mir vorüber. Es gibt allerdings, was ich erst vor kurzem entdeckt habe, eine wunderbaren Film mit Tilda Swinton als Orlando. Sie ist eine meiner liebsten Actris, und hat, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach, mit ihrer androgynen Figur einen wunderbaren Orlando abgegeben. "Diesen Roman zu schreiben, war wie auf Urlaub zu sein." hat Woolf über das Schreiben an Orlando anscheinend gesagt. Und zeitgleich gilt er als ein feministischer Roman, mit Bezügen zu ihrer eigenen homosexuellen Beziehung mit Vita Sackville-West. Wie stark, nun diese Beziehung zu ihrer Freundin tatsächlich ausgeprägt war, darüber lässt sich viel spekulieren. Mir hat dieses literarische Kleinod sehr gut gefallen und ihr literarisches Können ist unbestreitbar. Deshalb gibt es von mir eine klare Lese-Empfehlung!

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    • 7
  • Schriftstellerei vom Allerfeinsten, dazu noch aufrührerisch.

    Orlando

    Phil_Skurril

    08. May 2015 um 01:39

    Aus so unscheinbar fein ziselierten Fäden webte Virginia Woolfe
    hierin das Bild vom androgynen Fabelwesen Mensch, der sich unabhängig allen Geschlechts, dem Wesen der Schönheit, dem Zauber des Liebens genußvoll bewundernd hingibt.
    Herzzerreißend, wenn man weiß, wie sehr diese phantastische
    Frau unter den Restriktionen ihrer Zeit gelitten hat.

  • Ein Leben von 400 Jahren

    Orlando

    Buchgespenst

    28. February 2015 um 10:27

    Als hübscher Edelmann im 16. Jahrhundert geboren macht Orlando am englischen Hof Karriere bis ihn eine unglückliche Liebschaft nach Konstantinopel treibt. Dort wird er zu einer Frau und kehrt im 18. Jahrhundert schließlich als große Dame der Gesellschaft nach England zurück. Als Mann verkleidet sucht sie nach Abenteuern, verliebt sich und kann schließlich, in der Gegenwart angekommen, ihre, sie von Anfang an leitenden literarischen Ambitionen, ausleben. Virginia Woolfs virtuose Romanbiografie verbindet originelle Ideen mit Gesellschafts- und Geschlechterkritik. Die phantastischen Elemente werden nicht reflektiert, sondern tragen den Leser wie selbstverständlich durch ein belebtes, nach Erfüllung strebendes, Leben. Ich gestehe dem Buch seinen literarischen Status durchaus zu, erkenne eine Menge Interpretationspotential, aber packen konnte es mich nicht. Mag man mich Literaturbanause schimpfen, aber ich habe mir mehr versprochen.

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  • Rezension zu "Orlando" von Virginia Woolf

    Orlando

    Jarla

    30. July 2008 um 12:32

    Ich habe die Lektüre dieser Romanbiographie sehr genossen und fand das Buch einfacher zu lesen als manch anderes Werk von Woolf.

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