Virginia Woolf Orlando. Eine Biographie. Roman (Neuübersetzung)

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Inhaltsangabe zu „Orlando. Eine Biographie. Roman (Neuübersetzung)“ von Virginia Woolf

Ewige Jugend und Schönheit gibt es nur im Roman und wohl in keinem so viel wie in diesem: Über drei Jahrhunderte lebt Orlando in diversen Rollen und an den verschiedensten Orten. Der junge Adlige am Hof Königin Elisabeths I. wird Diplomat in Konstantinopel. Dann wandelt sich Orlando zur Frau, lebt bei einer Zigeunertruppe, bis sie nach England zurückkehrt und schließlich im 20. Jahrhundert als Schriftstellerin berühmt wird. Eine verrückte Idee? – ein faszinierendes Buch! Virginia Woolfs '‘Orlando'’ (1928) bricht energisch auf in die literarische Moderne und feiert die Liebe und das Leben.

Eine idyllische Erzählung über die Verwandlung eines Mannes in eine Frau

— FinchensBücherecke

Ein Buch auf Hochtouren, ein pausenloses Rennen über 400 Jahre. Eine leichtfüßige aber hintergründige Reise durch die englische Geschichte.

— JulesBarrois

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    Orlando. Eine Biographie. Roman (Neuübersetzung)

    FinchensBücherecke

    13. October 2016 um 15:18

    Inhalt Orlando ist ein junger Adliger, der im 16. Jahrhundert am Hofe von Elisabeth I. sein Dasein fristet. Dies änderte sich aber bald. Sein Lebensweg führte ihn als Botschafter nach Konstantinopel. Dort macht er eine Wandlung durch. Nach einem mehrtägigen Schlaf wacht er als Frau wieder auf. Diese Verwandlung bringen für sie nun erhebliche Konflikte mit sich. Zurück in England muss sie um ihre Anerkennung als Frau und ihre Güter kämpfen... Meine Meinung Virginia Woolf ist mit ihrer Lebensgeschichte über eine Person, die eigentlich als Mann geboren und schlussendlich durch eine unerklärte Verwandlung zu Frau geworden ist, eine heitere und amüsante Lektüre gelungen. Gleichzeitig steckt viel kritisches in der Erzählung. Denn die Autorin hinterfragt mit den zentralen Ereignis der Verwandlung Orlandos zu einer Frau sowohl die Rollen von Mann und Frau als auch die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Fazit Ich fand die Erzählung lesenswert und ein netter Zeitvertreib an einem regnerisches Wochenende. Zeitweilig war die Geschichte durch die langen Monologe über Wetter und die Umgangsformen der jeweiligen Epoche, in der sich Orlando nun befand, sehr ermüdend und erdrückend. Deswegen gebe ich dem Roman 3/5 Sterne.

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  • Grenzüberschreitung: historische, fantastische, metaphysische, soziologische.

    Orlando. Eine Biographie. Roman (Neuübersetzung)

    JulesBarrois

    03. July 2015 um 11:12

    Grenzüberschreitung: historische, fantastische, metaphysische, soziologische.  Orlando – Virginia Woolf (Autor) – Melanie Waltz (Übersetzerin), 302 Seiten, Insel Taschenbuch, 08.06.2015, 8,00 €, ISBN: 978-3-458-35938-8   Orlando betritt das Buch als Mann und verwandelt sich dann in eine Frau. Wäre dies ein Science-Fiction-Roman, so würden einige neue Technologien oder moderne medizinische Verfahren oder ein fremder nuklearer Fallout würde eingesetzt worden oder X- und Y-Chromosomen würden Roulette spielen. Aber Virginia Woolf schrieb nicht in dieser Art. In ihrer Geschichte schläft Orlando einfach als Mann ein und wacht als Frau wieder auf. Die Geschichte ist einfach: Kurz vor ihrem Tod im Jahr 1600 vermacht Königin Elizabeth I. dem schönen jungen Höfling Orlando einen Landsitz unter der Bedingung, dass er niemals altern und welken dürfe. Dieser Wunsch wird zum Schicksal Orlandos. Vergeblich bemüht sich dieser Mensch – zunächst als Mann, ab dem 18. Jahrhundert dann als Frau –, Spuren zu hinterlassen. Orlando bleibt einsam, ohne Liebe, ohne Freunde und sehnt sich nach Sterblichkeit. Es ist ein sehr vielfältiger, ein surrealer Roman: Orlando ein Schlüsselroman? Und wer sind die wirklichen Menschen, die hinter den fiktiven Figuren stehen? Oder ist Orlando in der Rubrik des magischen Realismus oder Fantasy einzuordnen? Genauso gut könnte dieser Roman als politischer Roman interpretiert werden. Ist es vielleicht feministischer Roman, der die soziale Konstruiertheit der Geschlechter-Differenz behauptet und im Sinne des ›gender‹-Diskurses für weibliches Selbstbewusstsein plädiert? Oder ist er einfach eine Basis für die Diskussionen der verschiedenen sozialen, psychologischen oder kulturellen Themen. Oder ist es wie Nigel Nicolson, der Sohn von Vita Sackville-West meinte „der längste und charmanteste Liebesbrief der Literatur“? Eines der wichtigsten Themen in Orlando ist die Verbindung zwischen Fakt und Fiktion. Das Reich der Phantasie ist nicht vom Reich der Wirklichkeit getrennt. Zweites wichtiges Thema ist die Bestimmung der Differenz zwischen den Geschlechtern. Sind Männer und Frauen wirklich anders? Wenn ja, warum? Neben den phantastischen Elementen der Unsterblichkeit und des Geschlechterwechsels durchziehen die Geschichte auch immer wieder essayistische Passagen, die sich mit Literatur, der Gesellschaft und vor allem mit Orlandos Rolle als Frau oder Mann befassen. Auf jeden Fall ist es ein Buch auf Hochtouren, ein pausenloses Rennen über 400 Jahre. Eine leichtfüßige aber hintergründige Reise durch die englische Geschichte. Virginia Woolf schreibt kühn, heiter und über die Grenzen des Anstandes hinaus. Ein exquisiter detailreicher Schreibstil. Irgendwie ungeschützt. Neben glänzenden Beschreibungen des höfischen Lebens und manchmal äußerst spitzen Bemerkungen über die Unarten der Schöpfer der englischen Literatur-Klassiker enthält „Orlando“ jede Menge Beispiele von Virginia Woolfs Fähigkeit, wundervolle Metaphern nur so aus dem Ärmel zu schütteln, wie das folgende Beispiel (in Melanie Walz´ hervorragender Neuübersetzung) zeigt: „So kann die alltäglichste Handlung der Welt wie das Hinsetzen an einen Tisch und das Herbeiholen des Tintenfasses zahllose unerwartete und zusammenhanglose Splitter aufrühren, deutlich im einen Augenblick, verschwommen im nächsten, schlaff und gebläht und straff und wehend wie die Unterwäsche einer vierzehnköpfigen Familie an der Wäscheleine in frischem Wind.“(S. 69) Virginia Woolf schreibt einen "magischen Realismus", lange bevor dieser Begriff das Licht der Welt erblickte. Sie brilliert mit einer Fülle von witzigen Einfällen und Bildern, und lyrischen Satzgefügen. Eine unbändige Fabulierlust, eine lockere Lässigkeit, eine quirlige Fröhlichkeit und, ja, eine wahre Ausgelassenheit zeichnet dieses Buch aus. Eine feine und ökonomische Sprache.   Wir leben in einer beschleunigten Welt, in der die Suche nach 400 Minuten oder gar 400 Jahre, schwer fallen mag. Doch, wie Woolf beobachtet, ist es Zeit für uns, wenn wir wissen, wie sie zu nehmen ist. Lesen ist eine Möglichkeit, die Zeit nehmen. Es braucht Zeit, um zu lesen, aber die Zeit ist auf diese Weise nicht verloren, sie wird gefunden. Es gibt keine vergleichbare Geschichte. Weder von der Handlung selbst noch vom Erzählstil her. Genießen Sie einen ein Solitär der phantastischen Literatur. Lesen Sie dieses wunderbare Buch. Es wirft weitaus mehr Fragen und Möglichkeiten zum Nachdenken auf, als alles, was Sie bisher gelesen haben Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Suhrkamp/Insel Verlages http://www.suhrkamp.de/buecher/orlando-virginia_woolf_35938.html Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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