Virginia Woolf Roger Fry

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Inhaltsangabe zu „Roger Fry“ von Virginia Woolf

Virginia Woolf (1882–1941) hat oft betont, wie viel sie Roger Fry (1866–1934) verdankte – dem englischen Kunstkritiker, Kurator, Maler und Freund. Durch ihn lernte sie die Kunst von Cézanne, Matisse und Picasso kennen. Deren Modernität sollte ihre spätere Romanarbeit nachhaltig beeinflussen. Gegen Ende ihres Lebens verfasste sie die Biografie ihres Freundes: Roger Fry – A Biography, eine Arbeit, die im deutschsprachigen Raum nie zur Kenntnis genommen wurde. 1940 als erste Biografie über den mehrfach Begabten erschienen, umfasste sie bereits im Original 307 Seiten; von Spezialisten wird sie nach wie vor als die beste Fry-Biografie gerühmt.
Man lernt darin einen begabten und vielseitigen Mann kennen. Die Engländer sehen in Fry bis heute ihren wichtigsten Kunstkritiker neben John Ruskin; ein Autor, von dem – man mag es kaum glauben – keine Schriften je ins Deutsche übertragen worden sind. Virginia Woolf tat sich mit dieser Arbeit schwer. Sie war es gewohnt, fiktive Szenarien zu entwerfen. Hier musste sie Kärrnerarbeit leisten, Fakten zusammentragen und sich an sie halten. Es war die erste (und letzte) nicht-fiktive biografische Studie, die sie vorlegte – sie, die zuvor mit Fiktional-Biografien wie Orlando (1928) und poetischen Anti-Biografien wie Flush (1933) berühmt geworden war.
Dieses Werk legen wir nun – erstaunlich, aber wahr! – zum ersten Mal auf Deutsch vor. Da Roger Fry auch malte, haben wir den Band reichhaltig illustriert: mit Farbabbildungen nach seinen Gemälden und natürlich mit Fotos, die ihn selbst zeigen. Man entdeckt
auf diese Weise etwas sehr Altmodisches, sehr Englisches, sehr Sympathisches: einen Menschen, der auf unverkrampfte Weise sowohl ein uomo universale als auch ein Mann mit Herz sein wollte – und dem dies, wie wir mit Virginia Woolf finden, auch immer wieder gelang!
Ins Deutsche übertragen hat dieses wichtige Buch der renommierte Mark Twain- und Virginia Woolf-Übersetzer Hans-Christian Oeser.
Gelegenheit zu sagen: It’s never too late for discoveries!

Stöbern in Biografie

MUTIG

Wortwörtlich stark!

ameliesophie

Harte Tage, gute Jahre

Für mich keine Biografie sondern ein Roman mit fiktiven Gesprächen und Ereignissen. Schade, hatte mir mehr erhofft.

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Eine durchweg lesenswerte Biografie. Good job, Mr. Mertesacker ;-)

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