Virginie Despentes Bye Bye Blondie

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Inhaltsangabe zu „Bye Bye Blondie“ von Virginie Despentes

Ihr Freund hat sie rausgeschmissen. Voller Wut macht sich Gloria auf den Weg ins "Royal", ihre Stammkneipe und einziges Zuhause.Auf der Straße rennt sie Eric in die Arme. Ihrer großen Jugendliebe. Eric ist inzwischen ein berühmter Fernsehmoderator geworden. Und obwohl er in einer anderen Welt lebt, hat auch Eric Gloria nicht vergessen. Er überzeugt sie, einen Neuanfang zu versuchen. Doch ist Gloria, nach den schmerzvollen Erfahrungen der Vergangenheit und in ihrem ganzen Groll auf die Gesellschaft, überhaupt noch in der Lage zu lieben?

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  • Bye, bye Blondie von Virginie Despentes.

    Bye Bye Blondie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. March 2013 um 21:52

    Gloria lebt am Rande der Gesellschaft, sie ist Sozialhilfeempfängerin, Alt-Punkerin und verdammt stolz darauf. Mal abgesehen von den ständigen Geldsorgen hat sie sich in ihrer Heimatstadt Nancy eine gemütliche Existenz aufgebaut und auch wenn sie durch ihre häufigen Wutausbrüche ständig neue Liebschaften vergrault, hat sie eigentlich nicht vor etwas an ihrem Leben zu ändern. Bis ihre Jugendliebe plötzlich in der Stadt auftaucht, dadurch viele alte Erinnerungen und Gefühle weckt, und Gloria zu allem Überfluss auch noch einlädt mit ihm nach Paris zu gehen. Dieses Buch ist unverkennbar ein Despentes, dreht es sich doch um eine starke, aggressive, manchmal selbstzerstörerische Frau. Doch verglichen mit ihrem Debut (Baise Moi) ist dieser Roman geradezu zahm. Wenig Sex, nahezu keine Gewalt, lediglich einige Wutausbrüche und damit verbundene Schimpftiraden, die manchmal nicht einmal im Detail ausgeschrieben, sondern nur erwähnt sind. So zahm ist das Buch, dass ich es gar nicht, wie zunächst geplant, auf meine Hardcore Liste setzen konnte. Schließlich ist es doch mehr allgemeine als extreme Literatur, etwas das ich von Despentes eher weniger gewöhnt bin. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, genossen mag hier aufgrund der Sprache nicht unbedingt der Fall gewesen sein und ein zweites Mal wird es nicht gelesen, aber wer die Autorin kennt und liebt, der findet in diesem Roman einen soliden Titel für die Wunschliste. Ein bisschen provoziert natürlich auch dieses Buch, so ganz ohne können französische Autoren ja nur selten, aber einen Grund es angewidert von sich zu werfen liefert Despentes nicht. So viel dazu. Die Liebesgeschichte, welche im Buch die Hauptrolle spielt ist sogar anrührend, wenn sie nicht gerade die beiden Liebenden zerfrisst. Doch die Treue und Freude, die die männliche Hauptfigur an der, alles andere als einfach gestrickten, weiblichen Hauptfigur hat, ist inspirierend und herzerweichend. Despentes beschreibt die Romeo und Julia der französischen Unterschicht, der Leser hofft zwar auf ein Happy End, weiß aber, dass ein solches nicht in Reichweite ist, zu Mindest nicht für diese beiden tragischen Figuren – sie im Kielwasser der Gesellschaft, er im goldenen Käfig. Für Despentes Liebhaber, wie mich, ein gelungenes, unterhaltsames, lesenswertes Buch.

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