Virginie Grimaldi greift in diesem Roman ein Thema auf, dass viele Menschen in meinem Alter kennen: eine Demenzerkrankung bei einem Elternteil.
Juliane nimmt ihren Vater bei sich auf, nachdem sein Haus aufgrund eines Brandes nicht mehr bewohnbar ist. Schnell merkt sie, dass etwas nicht stimmt. Ihr Vater vergisst permanent Dinge, sucht ständig seine Gesundheitskarte und kann sich an kurz zurück liegende Ereignisse nicht mehr erinnern. Der Besuch in der Geriatrie bringt schließlich Gewissheit: er ist dement und die Krankheit wird einen exponentiellen Verlauf nehmen.
Im Buch erleben wir mit, wie Juliane versucht, damit umzugehen. Wir erleben sie wütend, verzweifelt, genervt und vor allem überfordert. Wir können sie aber auch dabei begleiten, wie sie sich weiterentwickelt, die Krankheit zu akzeptieren lernt und letztendlich ihren Frieden macht: mit der Krankheit, dem verschwindenden Vater und den (zu) hohen Ansprüchen an sich selbst.
Mich hat das Buch sehr berührt. Auch wenn ich die Situation nicht aus eigenem Erleben kenne, so glaube ich aufgrund dessen, was Betroffene aus dem Freundeskreis dazu berichten, dass es der Lebensrealität Betroffener entspricht.





















