Vishal Mangalwadi

 4.6 Sterne bei 17 Bewertungen

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Das Buch der Mitte

Das Buch der Mitte

 (7)
Erschienen am 07.03.2016
Wahrheit und Wandlung

Wahrheit und Wandlung

 (3)
Erschienen am 21.09.2016

Neue Rezensionen zu Vishal Mangalwadi

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Rezension zu "Wahrheit und Wandlung" von Vishal Mangalwadi

Wahrheit ist unbequem
SiColliervor 2 Jahren

Das Kreuz ist die Macht, Prinzipien über die Macht zu stellen.  (Seite 299)


Meine Meinung

Es erscheint bis zu einem gewissen Grade verwunderlich, daß es ausgerechnet ein indischer Theologe ist, der der westlichen Gesellschaft den Spiegel vorhält und aufzeigt, wo bzw. wie es eigentlich lang gehen sollte. Andererseits ist das wiederum überhaupt nicht verwunderlich, denn Magalwadi hat, ohne jegliche „Betriebsblindheit“, den Blick von außen. Und das wird immer wieder deutlich, wenn er den direkten Vergleich zur nichtchristlichen Umgebung in Indien zieht, aus der er stammt. Oder wenn er von seinen Reisen nach Europa oder den USA und seinen Erlebnissen dabei erzählt. Beispielsweise seiner Verwunderung darüber, wie er in den Niederlanden in einen Milchverkaufsraum eines Bauernhofes kam, in dem nirgendwo ein Verkäufer zu sehen war. Man füllte sich die Milch in ein mitgebrachtes Gefäß und legte das Geld in eine dafür vorgesehene Schale. Zuhause in Indien ginge das nicht, da würden die „Kunden“ sowohl die Milch als auch das Geld mitnehmen. (Der Ägypter, dem er diese Geschichte einige Jahre später erzählte, gab zur Antwort: „Wir sind noch schlauer als die Inder, wir würden die Milch, das Geld und die Kühe mitnehmen.“, vgl. S. 25)

Nicht nur mit diesem Beispiel zeigt Mangalwadi auf, wie sehr das Christentum einmal in der westlichen Gesellschaft verwurzelt war bzw., wenn oft unbewußt, noch ist. Denn hier gibt es beispielsweise das Gebot „Du sollst nicht stehlen“ - in Indien oder anderen nichtchristlichen Ländern jedoch nicht. Immer wieder zieht er Vergleiche zwischen der westlichen, vom christlichen Gedankengut geprägten, Gesellschaft und der indischen, in welcher der Hinduismus die bestimmende Auffassung ist. Indem er die Zehn Gebote quasi „durchdekliniert“ und aufzeigt, was diese für die Entwicklung einer Gesellschaft bedeuten, stellt er dar, daß unsere heutige Gesellschaftsordnung so geworden ist, eben weil sie eine christliche Grundlage hat.

Ein Anliegen ist es ihm aufzuzeigen, was passiert, wenn solche Grundsätze nicht beachtet werden, keine Gültigkeit haben: es führt zu Korruption. Diesen Begriff definiert er sehr weit. Um bei dem Beispiel mit der Milch zu bleiben: wären die Menschen nicht ehrlich, müßte der Bauer jemanden für den Verkaufsraum einstellen, was natürlich Lohnkosten verursachen würde, die letztlich die Kunden bezahlen müßten, denn die Preise würden entsprechend steigen. Dieser Verkäufer würde dann natürlich auch kontrolliert werden müssen, was wiederum Kosten verursacht, die die Preise nach oben treiben. Was hier für das „Kleine“ beschrieben wurde, gilt auch für das „Große“ mit, wenn man sich das durchdenkt, gewaltigen Auswirkungen.

Ein weiteres ist es aufzurütteln, daran zu erinnern, wie explosiv die Botschaft Jesu zu seiner Zeit war - und genau genommen auch heute noch ist. Sie war für die Mächtigen immerhin so gefährlich, daß sie Jesus hinrichteten. Jesus wußte um diese Sprengkraft, nicht umsonst heißt es mehrfach im Evangelium „nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach“. Und Letzteres gilt auch heute noch. Indem Mangalwadi die Brisanz der Verkündigung Jesu zu seiner Zeit aufzeigt, wird deutlich, daß von dieser Brisanz bis heute nichts verloren gegangen ist.

Jesus kam als der Sohn Gottes. Als solcher hat er einen universalen Anspruch, vor allem aber ist jeder Mensch - und jeder „Kaiser“ - ihm Rechenschaft schuldig. Denn wenn er der Sohn Gottes ist, steht er über der Welt - damals wie heute. „So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört und Gott, was Gott gehört.“ (Mt 22.21) Mangalwadi fordert dazu auf, stets auf neue zu prüfen, was in welche Kategorie gehört - und dann entsprechend zu handeln. Und sich dabei bewußt zu sein, daß das auch heute noch Folgen zeitigen kann. Nicht umsonst ist das Christentum immer noch die am meisten verfolgte Religion.


In einer Gesellschaft, die Gott nicht fürchtet, besteht der einzige Weg, Gerechtigkeit herzustellen, darin, alle unter ständige Beobachtung zu stellen. Über die früheren Generationen wachte Gott; die gottlosen Generationen werden einen Big Brother brauchen, der über sie wacht. (S. 162)

Das Buch ist ein Weckruf, sich mit der Aktualität der Botschaft Jesu zu beschäftigen, den Tanz um das Goldene Kalb aufzugeben und das Leben (wieder) an den Geboten Gottes auszurichten.


Mein Fazit

Ein eindrucksvolles und überzeugendes Plädoyer für eine christlich geprägte Gesellschaft und die Aufforderung dazu, „sein Kreuz aufzunehmen und Jesus nachzufolgen“. Auch unter den Bedingungen der heutigen Zeit.

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Traeumerin109s avatar

Rezension zu "Wahrheit und Wandlung" von Vishal Mangalwadi

Was braucht Europa heute?
Traeumerin109vor 2 Jahren

Dieser Frage versucht der Autor Vishal Mangalwadi auf den Grund zu gehen. Dabei möchte er zunächst deutlich machen, dass wir unbedingt eine Veränderung brauchen. Jedoch steht die Überlegung im Raum, inwieweit ganze Nationen sich ändern lassen und wie das Evangelium dabei helfen kann. Und, nicht zuletzt, wo unser Platz in dem Ganzen sein soll.


Zunächst war ich sehr gespannt, denn der Anfang war interessant geschrieben. Der Autor deckt viele Zusammenhänge zwischen Religion und Gesellschaft auf, von denen die meisten einleuchtend sind. Sie erklären, warum man sagen könnte, dass unsere Gesellschaft an moralischen Werten verliert. Wir leben anders als viele Generationen vor uns, für diese Erkenntnis brauchen wir wohl nicht erst dieses Buch. Doch hier finden wir einige Erklärungsversuche und Antworten, die relativ gut zusammengefasst und verständlich sind.

Jedoch kam ich schnell zu der Überzeugung, dass es auch eine sehr starre Weltsicht ist, die hier vertreten wird. Ich als Leser fühlte mich an vielen Stellen vor den Kopf gestoßen. Dabei meine ich nicht jenen heilsamen Denkanstoß, der mich mit der Nase auf Probleme stößt, sondern schlicht eine recht einseitige Darstellung von vielem. Besonders gestört hat mich die Stellung der Religion als Institution, die selbst nicht die Notwendigkeit sieht, sich auch an eine neue Zeit anzupassen. Nein, es sind nur die Werte der restlichen Welt, mit denen etwas nicht stimmt. Es schien mir, als würde der Autor nur auf stark negative Beispiele für Wertezerfall zurückgreifen, um ein sehr pessimistisches Weltbild zu entwickeln, dem ich so erst einmal nicht zustimmen konnte. Ungeachtet dessen fand ich auch andere Ansichten sehr befremdlich. Wahrscheinlich hat er mich schon relativ am Anfang verloren, als er sich indirekt und unterschwellig gegen die Homosexuellen-Ehe aussprach. Gerade solche verbohrten Ansichten sind es, die eine notwendige Änderung verhindern. Dabei zu proklamieren, man selbst hätte die Lösung parat, hielt ich dann schon für ein wenig dreist.


Solange es theologische Bücher gibt, die gewisse falsche Vorstellungen und Vorgehensweisen nicht anerkennen und zu überdenken bereit sind, brauchen religiöse Vertreter nichts über eine unabdingbare Veränderung der Gesellschaft zu erzählen: es wird niemand zuhören. Daher kann ich diesem Buch leider nur drei Sterne geben, obwohl auch viele gut geschriebene und interessante Passagen enthalten sind.


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Traeumerin109s avatar

Rezension zu "Wahrheit und Wandlung" von Vishal Mangalwadi

Was braucht Europa heute?
Traeumerin109vor 2 Jahren

Dieser Frage versucht der Autor Vishal Mangalwadi auf den Grund zu gehen. Dabei möchte er zunächst deutlich machen, dass wir unbedingt eine Veränderung brauchen. Jedoch steht die Überlegung im Raum, inwieweit ganze Nationen sich ändern lassen und wie das Evangelium dabei helfen kann. Und, nicht zuletzt, wo unser Platz in dem Ganzen sein soll.


Zunächst war ich sehr gespannt, denn der Anfang war interessant geschrieben. Der Autor deckt viele Zusammenhänge zwischen Religion und Gesellschaft auf, von denen die meisten einleuchtend sind. Sie erklären, warum man sagen könnte, dass unsere Gesellschaft an moralischen Werten verliert. Wir leben anders als viele Generationen vor uns, für diese Erkenntnis brauchen wir wohl nicht erst dieses Buch. Doch hier finden wir einige Erklärungsversuche und Antworten, die relativ gut zusammengefasst und verständlich sind.

Jedoch kam ich schnell zu der Überzeugung, dass es auch eine sehr starre Weltsicht ist, die hier vertreten wird. Ich als Leser fühlte mich an vielen Stellen vor den Kopf gestoßen. Dabei meine ich nicht jenen heilsamen Denkanstoß, der mich mit der Nase auf Probleme stößt, sondern schlicht eine recht einseitige Darstellung von vielem. Besonders gestört hat mich die Stellung der Religion als Institution, die selbst nicht die Notwendigkeit sieht, sich auch an eine neue Zeit anzupassen. Nein, es sind nur die Werte der restlichen Welt, mit denen etwas nicht stimmt. Es schien mir, als würde der Autor nur auf stark negative Beispiele für Wertezerfall zurückgreifen, um ein sehr pessimistisches Weltbild zu entwickeln, dem ich so erst einmal nicht zustimmen konnte. Ungeachtet dessen fand ich auch andere Ansichten sehr befremdlich. Wahrscheinlich hat er mich schon relativ am Anfang verloren, als er sich indirekt und unterschwellig gegen die Homosexuellen-Ehe aussprach. Gerade solche verbohrten Ansichten sind es, die eine notwendige Änderung verhindern. Dabei zu proklamieren, man selbst hätte die Lösung parat, hielt ich dann schon für ein wenig dreist.


Solange es theologische Bücher gibt, die gewisse falsche Vorstellungen und Vorgehensweisen nicht anerkennen und zu überdenken bereit sind, brauchen religiöse Vertreter nichts über eine unabdingbare Veränderung der Gesellschaft zu erzählen: es wird niemand zuhören. Daher kann ich diesem Buch leider nur drei Sterne geben, obwohl auch viele gut geschriebene und interessante Passagen enthalten sind.


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Gespräche aus der Community

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Arwen10s avatar
Gerade neu erschienen im fontis Verlag ist dieses Buch zu einem aktuellen Thema. Ich danke dem fontis Verlag für die Unterstützung der Leserunde.


Die offene Wunde des Islam von Vishal Mangalwadi







Zum Inhalt:




Woran krankt der Islam? Am Atheismus, am Christentum – oder am Islam selbst? Dass etwas krank ist, ist offensichtlich. Selbst viele Muslime stellen das fest. Viele von ihnen – insbesondere auch viele muslimische Frauen – hatten in Paris und Toulouse mit der Unterstützung ihrer Imame Protestschilder in die Kameras gehalten: „ISIS ist das Krebsgeschwür an unserer Religion. Paris geschah NICHT in unserem Namen! Wir sind nicht so!“ Es war gut, dass sie sich von diesem Geschwür distanzierten. Aber woher könnten Hilfe und Heilung kommen?  Vishal Mangalwadi, der bekannte indische Christ und Autor des Bestsellers „Das Buch der Mitte“, greift das Thema auf. Für ihn ist allerdings klar, dass auch der Westen eine große Mitschuld trägt an der destabilisierten Situation unserer Welt. Mit viel Insider-Kenntnis zeigt er auf, wo wir heute stehen: Warum gibt es heute weltweit so viele muslimische Flüchtlinge? Flüchten sie vor dem Islam? Was ist der Islamische Staat (IS)? Wer kämpft überhaupt gegen wen? Worum geht es beim „Dschihad“? Warum sind muslimische Staaten gescheitert? In welcher Weise haben westliche Liberale und Neo-Konservative die muslimischen Staaten im Stich gelassen? Von Reagan bis Obama: Weshalb so viele amerikanische Missgeschicke und Fehleinschätzungen? Wie groß ist das Problemfeld zwischen der EU und dem Kalifat? Warum fehlt es an  Menschenwürde und Menschenrechten im Islam? Welche Antworten haben wir gegen diese neue „Spiritualität des Hasses“? Und was sagt der Gott der Bibel zu all dem?   Mangalwadi liefert ein hochaktuelles Buch ab, das einen neuen Boden legen wird für weitere Diskussionen und Lösungsansätze.





Eine Leseprobe findet ihr hier:



https://www.fontis-verlag.com/buch/vishal-mangalwadi-die-offene-wunde-des-islam/






Falls ihr eines der 4 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 17.März  2016, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen ?






Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung:



Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.
Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen und mit nichtaussagekräftigen Rezensionen werden nicht berücksichtigt.




Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle.

Ich freue mich auf eure Bewerbungen.

Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen.


ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!


Ich möchte darauf hinweisen, dass ich die Bücher selber verschicke. Deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 2,00 Euro Portokosten zu überweisen. Bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid.









Arbutuss avatar
Letzter Beitrag von  Arbutusvor 3 Jahren
http://www.lovelybooks.de/autor/Vishal-Mangalwadi/Die-offene-Wunde-des-Islam-Antworten-auf-Hass-und-Zerst%C3%B6rung-1213332180-w/rezension/1237096162/ Vielen Dank, dass ich mitlesen konnte. Dies war bisher meine intensivste und schwierigste Leserunde; ich konnte bei dem heiklen Thema einfach nicht weniger schreiben. Hoffe, Euch ist nicht langweilig geworden : )
Zur Leserunde
Arwen10s avatar
Diese Leserunde findet ohne Verlosung statt. Die Teilnehmer stehen schon fest. Es kann sich aber gerne mit eigenem Buch beteiligt werden.

Vishal Mangalwadi Das Buch der Mitte



Zum Inhalt:

Als Buch der Bücher wurde die Bibel aus der Mitte gedrängt. Sola scriptura - "allein die Schrift", lehrte einst Martin Luther. Aber die Reformation ist lange her, und längst haben andere Kräfte ihren Alleinstellungsanspruch in den Ring geworfen. Dieser Verlust der Mitte ist heute mit Händen zu greifen. Vishal Mangalwadi hat genau das großartig dokumentiert. Vor allem aber konzentriert er sich auf die Epochen der Gravitationskraft der Bibel, die über Jahrhunderte hinweg immer wieder Menschen inspirierte und Kultur erschuf. Ob Menschenrechte, technologischer Fortschritt, Musik, Architektur oder Demokratie-Entwicklung: Immer stand die kulturprägende Kraft der Bibel jenen Menschen zur Seite, die die Welt mit neuen Innovationen beschenkten. "Das Buch der Mitte" ist das seltene und glückliche Zusammenkommen von lebendiger Erzählung, nüchterner Beweisführung und überraschenden Einsichten, die uns den Schatz der Bibel wieder vor Augen führen und zerrissene Landkarten wieder zusammensetzen. Ein Muss für sprachfähige Christen.






LEXIs avatar
Letzter Beitrag von  LEXIvor 3 Jahren
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