Vita Sackville-West

 4 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor*in von Eine Frau von vierzig Jahren, Unerwartete Leidenschaft und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Vita Sackville-West

Victoria Mary Sackville-West (1892-1962), genannt Vita, publizierte in ihrem Leben über fünfzig Bücher. Für den Observer schrieb sie jahrelang eine erfolgreiche Gartenkolumne. 1930 erwarb sie Sissinghurst Castle in Kent, wo sie zusammen mit ihrem Mann einen der schönsten Gärten Englands entwarf und anlegte.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Das Erbe (ISBN: 9783895617089)

Das Erbe

Erscheint am 23.03.2023 als Gebundenes Buch bei Schöffling.

Alle Bücher von Vita Sackville-West

Cover des Buches Eine Frau von vierzig Jahren (ISBN: 9783423142335)

Eine Frau von vierzig Jahren

 (5)
Erschienen am 01.07.2013
Cover des Buches In der Ferne so nah (ISBN: 9783455502435)

In der Ferne so nah

 (4)
Erschienen am 06.03.2012
Cover des Buches Gesichter (ISBN: 9783351050917)

Gesichter

 (3)
Erschienen am 13.10.2020
Cover des Buches Unerwartete Leidenschaft (ISBN: 9783803127549)

Unerwartete Leidenschaft

 (3)
Erschienen am 30.09.2021
Cover des Buches Oroonoko (ISBN: 9783293005822)

Oroonoko

 (2)
Erschienen am 17.01.2022
Cover des Buches Mein Frühlingsgarten (ISBN: 9783458363927)

Mein Frühlingsgarten

 (1)
Erschienen am 10.03.2019
Cover des Buches Sissinghurst (ISBN: 9783895616556)

Sissinghurst

 (1)
Erschienen am 08.03.2017

Neue Rezensionen zu Vita Sackville-West

Cover des Buches Oroonoko (ISBN: 9783293005822)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Oroonoko" von Aphra Behn

Erstlingswerk, fast vergessen, wieder entdeckt, um dauerhaft in Erinnerung zu bleiben
aus-erlesenvor einem Jahr

Der Erste wird der Nachwelt immer in Erinnerung bleiben. Weil er der Erste war, den Trend gesetzt hat, Türen aufgestoßen und Barrieren nieder gerissen hat. Demzufolge ist Aphra Behn eine der berühmtesten Autorinnen der Welt. Und weil sie ein Buch wie dieses geschrieben hat, dass Mädchen und Frauen wie Jungens und Männer gleichermaßen anspricht, wird sie auch nie in Vergessenheit geraten. 

So viel zur Theorie. Die Realität sieht anders aus. Noch! Denn endlich wird sie wieder entdeckt. Die erste Frau, die vom Schreiben leben konnte. Die erste professionelle Autorin. Geboren wurde sie 1640. So lange ist das schon her. Und ihre Geschichte, die des Prinzen Oroonoko (kein Schreibfehler, es geht nicht um den Fluss Orinoco, obwohl der zweite Teil des Buches gar nicht so weit davon entfernt ist, na ja, zumindest auf dem gleichen Kontinent) ist wahr, nach Bekunden der Autorin. 

Coramantien ist die Heimat des starken, gut aussehenden, heldenhaften Oroonoko. Heute ist es ein Teil Ghanas. Er ist der Enkel des Herrschers und wird mangels männlicher Nachfahren einmal den Thron erben. Fast wäre er bei einem Angriff ums Leben gekommen. Doch ein getreuer General warf sich in die Flugbahn des vermeintlich tödlichen Pfeils und verlor dabei Augen- und Lebenslicht. Nun will Oroonoko sich bei den Hinterbliebenen des Generals für die generöse Geste entschuldigen und die erbeuteten Sklaven als mildernde Gabe darreichen. Doch soweit kommt es gar nicht. Denn die Tochter des Generals, Imoinda, lässt in ihm den Ehrenmann erwachen. Oder anders gesagt: Er verknallt sich von einem Moment auf den anderen in die ihm durchaus nicht abgeneigte Schönheit. Jetzt nimmt das Drama seinen Lauf. Denn auch der alte König hat ein Auge auf Imoinda geworfen. Durch einen Hinterhalt gerät Oroonoko auf ein Sklavenschiff, das ihn nach Surinam bringt. Damals englische Kolonie. Die Einheimischen wurden zu dieser Zeit nicht versklavt. Man trieb mit ihnen Handel und respektierte ihr Wesen. Durch einen weiteren Zufall kommen die beiden „Königskinder“ wieder zusammen. In Surinam. Oroonoko ist ein geachteter Mann, zwar Sklave, aber mit einigen Privilegien. Seine erhabene Art, sein Auftreten, seine Kraft und auch sein auffallendes Äußeres lassen ihn so manche Schande umschiffen. Er und Imoinda sind wieder ein Paar. Sie ist sogar schwanger. Doch wiederum stehen die Zeichen auf Sturm. Es soll einfach nicht sein…

Aphra Behn lebte zeitweise in Surinam. Sie kannte Oroonoko und schrieb seine Geschichte auf. Alles echt? Irgendwas zwischen ganz sicher und einem stabilen Vielleicht. Sie kannte den Prinzen. Auch seine Geschichte. Dass sie sie niederschrieb war ein Skandal. Noch wagte es jemand gegen die Sklaverei so unverhohlen zu schreiben. Und dann auch noch eine Frau! No, no, no! Erst Jahrhunderte später wurde ihr Werk neuentdeckt. Für Virginia Woolf und die Weltreisende Vita Sackville-West – ihr aufschlussreiches Essay über ihr Idol rundet diese Ausgabe ab – war Aphra Behn Anregung genug selbst zur Feder zu greifen bzw. sie behände zu schwingen. Noch einmal wird die Pionierin unter den Schriftstellerinnen nicht in Vergessenheit geraten. 

Kommentieren
Teilen
Cover des Buches Gesichter (ISBN: 9783351050917)
GAIAs avatar

Rezension zu "Gesichter" von Vita Sackville-West

Amüsante Sammlung. 3,5 Sterne.
GAIAvor einem Jahr

In diesem dünnen Büchlein versammelt Vita Sackville-West auf 190 Seiten ganze 44 Rassehunde-Vorstellungen mit Wissens- und Schmunzelnswertem. Das Ganze ist nicht nur amüsant geschrieben, sondern enthält durchaus auch sachbuchartige Sequenzen, die jedoch stets von Sackville-Wests persönlichen Präferenzen und Erfahrungen durchzogen sind. Meist gibt es noch einen Bezug zu Großbritannien bzw. den Briten. 

Die maximal vier Seiten kurzen Texte werden ergänzt durch Schwarz/Weiß-Porträtfotografien jeweils eines/r Vertreters/in der entsprechenden Hunderasse, die nicht immer "rassetypisch" aber immer "charakteristisch" geraten sind. 

Dieses Buch ist nichts Weltbewegendes und schnell weggelesen, aber es eignet sich meines Erachtens gut als Geschenk oder für die eigene leichte Lektüre am Abend. Vielleicht ja nach der Hunderunde... ;)

Kommentieren
Teilen
Cover des Buches Gesichter (ISBN: 9783351050917)
JoBerlins avatar

Rezension zu "Gesichter" von Vita Sackville-West

Hundegesichter - eigenwillig und außergewöhnlich
JoBerlinvor 2 Jahren

Vita-Sackville-West fällt in Deutschland leider ein bißchen dem Vergessen anheim. Verheiratet mit dem britischen Diplomaten und Autor Harold Nicolson, in Liebe befreundet mit  Virginia Woolf, der sie als Vorbild zum Roman Orlando diente, hat sie viele Gedichte, Gartenbücher und vor allem erfolgreiche Romane veröffentlicht. Kurz vor ihrem Tod erschien 1961 das vorliegende Buch, das jetzt unter dem Titel "Gesichter: Portraits einiger Hunde" vom Verlag Blumenbar in der Übersetzung von Helmut Ettinger veröffentlicht wurde.

 Engländer lieben Hunde und dieses Buch mit den ausdrucksvollen schwarz-weiß Hundegesichtern  der Fotografin Laelia Goehr unterstreicht das deutlich. 44 Hundeportraits finden sich hier, und diese wunderbaren Fotos mit den ganz individuellen Hundegesichtern - mal melancholisch, mal aufmerksam, mal unbeteiligt, mal frech – bewirken zusammen mit den Texten der Vita Sackville-West, ihren charmanten Anekdoten und liebevollen Rasse-Charakterisierungen, ein intelligentes und ganz  bezauberndes Leseerlebnis für alle Hundefreunde. 

 

 

 

 

Kommentieren
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 63 Bibliotheken

auf 8 Merkzettel

von 2 Leser*innen aktuell gelesen

von 3 Leser*innen gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks