Vita Sackville-West

 4 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Eine Frau von vierzig Jahren, Unerwartete Leidenschaft und weiteren Büchern.

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Mein Frühlingsgarten

Erscheint am 11.03.2019 als Buch bei Insel Verlag.

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Eine Frau von vierzig Jahren

Eine Frau von vierzig Jahren

 (4)
Erschienen am 13.02.2012
Unerwartete Leidenschaft

Unerwartete Leidenschaft

 (3)
Erschienen am 04.03.2016
Sissinghurst

Sissinghurst

 (2)
Erschienen am 08.03.2017
In der Ferne so nah

In der Ferne so nah

 (2)
Erschienen am 06.03.2012
Zwölf Tage in Persien

Zwölf Tage in Persien

 (1)
Erschienen am 23.08.2011
Mein Sommergarten

Mein Sommergarten

 (1)
Erschienen am 01.04.2010
Mein Frühlingsgarten

Mein Frühlingsgarten

 (1)
Erschienen am 01.03.2009

Neue Rezensionen zu Vita Sackville-West

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Rezension zu "Eine Frau von Geist: Der geheimnisvolle Zauber des Puppenhauses von Königin Mary" von Vita Sackville-West

Es bleibt ein kleiner Zweifel- gibt es vielleicht doch keine Grenze zwischen dem Reich der Träume?
Buchraettinvor 5 Monaten

1,52 m groß ist dieses Puppenhaus. In einem Maßstab 1:12 errichtet. Seit Juli 1925 kann dieses Puppenhaus im Schloss Windsor besichtigt werden. Eine Vielzahl an Menschen wirkten an diesem Haus mit. Es wurden Bücher von berühmten Autoren verfasst, für die Bibliothek.
Hier geht übrigens zu meiner Rezi über das Puppenhaus von Königin Mary.
https://www.lovelybooks.de/autor/Lucinda-Lambton/Das-Puppenhaus-der-Queen-1345350040-w/rezension/1518639557/
Eines dieser Bücher wurde von der Autorin Vita Sackville-West geschrieben und dieses Buch ist genau das nur in einem „normalen“ Format. Dieser Text wurde 1924 verfasst für die Bibliothek des Puppenhauses von Königin Mary.
Der Untertitel des Buches enthält ein Wort, das für mich beide Bücher verbindet „ Zauber“. Dieses Puppenhaus übt einen Zauber auf mich als Betrachter aus und nun das lesen dieses zauberhaften Buches und seiner wundersamen Geschichte inspiriert doch sich noch einmal das Sachbuch anzuschauen, oder wenn möglich bei einem Besuch vor Ort genau das Puppenhaus zu betrachten. Hat sich da nicht etwas bewegt? Liegt da nicht ein Buch auf dem Boden? Ist das Bettzeug wirklich zerwühlt – kann ein Fünkchen dieser Geschichte wahr sein?
Es lädt den Leser auf jeden Fall zu einer wundervollen Reise in das Reich der Fantasie ein- und wer weiß, vielleicht spielt nicht nur diese dem Betrachter des Hauses dann mal einen Streich bezüglich seiner Wahrnehmung?
Das Buch ist wie eine Art Bilderbuch aufgebaut. Eine Seite auf der sich eine schöne Zeichnung befindet, ich fand ein wenig altertümlich, was natürlich bezogen ist, auf die heutige Zeit. Daneben findet sich eine Seite mit Text, der die Geschichte erzählt.
Es beginnt wie ein Märchen mit dem Satz „ Es war einmal“. Hier steht das Puppenhaus der Queen im Vordergrund und nun zieht ein Bewohner, oder vielmehr eine Bewohnerin ein.
Die Menschen, die Betrachter, Bewunderer des Hauses bekommen hier erst noch eine Stimme- ihre Sehnsucht, einmal in diesen Räumen zu wandeln, zu leben. Doch nun bekommt das Haus eine heimliche Bewohnerin, die genau das tut und sich immer wieder an ihre wundersamen Begegnungen erinnert, die sie in ihrem Leben schon hatte. Seien es Märchenfiguren, die sie beeinflusst hatte in ihrem Tun. Die kostbaren Dinge, die sie besitzt, wie die besagte Erbse, die einmal eine bedeutende Rolle spielte.
Ich mochte diese Zeichnungen, die die Geschichte zum Leben erwecken. Sie sind in eher gedeckten, pastellartigen Farben gehalten, ohne viel Details und Schnickschnack stellen sie das Haus und die Bewohnerin in den Mittelpunkt und zusammen mit dem Text entführen sie den Leser und Betrachter in das Reich der Fantasie und der Märchen.
Zurück bleibt ein seufzender Leser, der nach dem Zuklappen des Buches noch einmal von vorn anfängt zu lesen und sich wiederholt in den Zauber der Geschichte ziehen lässt.
Und es bleibt ein kleiner Zweifel- gibt es vielleicht doch keine Grenze zwischen dem Reich der Träume- der Fantasie und der Realität- so dass ein kleiner Funken Hoffnung bleibt, diese wundersame Gestalt in diesem Kunstwerk eines Tages zu entdecken.
Im Anhang findet sich ein Nachwort von Matthew Dennison ( hat laut Klappentext auch ein Buch über das Leben der Autorin verfasst), der hier noch einmal ein wenig über die Autorin erzählt und auch ihre Geschichte zu ihrem eigenen Leben und ihren Werken in Verbindung bringt. Ich finde es ein gelungener Abschluss dieses wundervollen Buches.

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Buchraettins avatar

Rezension zu "Sissinghurst" von Vita Sackville-West

Das perfekte Geschenk für Gartenliebhaber- Literaturfans- Großbritannienurlauber-
Buchraettinvor 7 Monaten

1915 kauften Vita Sackville-West und ihr Mann Harold Nicolson ein Cottage in England, in der Grafschaft Kent. Es befindet sich nah an Schloss Knole. Sie gestalten aus diesem Grundstück einen Garten und der Leser ist anhand dieses Buches fast hautnah dabei.
Über den Kapiteln finden sich Jahreszahlen anhand derer der Leser den Verlauf der Zeit ablesen kann und die beschriebenen Szenen auch zeitlich eingeordnet werden.
Sehr gelungen empfand ich beim Aufblättern des Buches, den im Innenband abgebildeten Lageplan des Gartens. Im Buch erfährt der Leser nun von der Planung des Gartens, den Planungen, wie er angelegt werden sollte und auch welche Wirkung erzielt werden soll.
Das Format des Buches finde ich besonders. Es ist handlich, passt auch in die Hosentasche und man kann es so überall mitnehmen und entspannt schmökern. Und ich auch die kleinen Details, wie das Lesebändchen.
Anhand der Kapitel, der vergehenden Jahre erfährt der Leser den Zuwachs an Bäumen und anderen Veränderungen im Garten. Es ist ein Gefühl beim Lesen, als sei der Leser bei der Anlage des Gartens anwesend. Wie eine Art Minimierung der zeitlichen Abläufe und so trotzdem ein Erleben der Entstehung des Gartens nach vollziehen zu können. Es wird auch immer wieder auf Vita und Harold eingegangen, die ihre Arbeiten, ihre Umsetzungen im Garten erzählen. Berichten von Begegnungen mit Gärtnern, Handwerkern, Schriftstellern. Auch dieser Stil fand ich macht das Buch Besonders.
Auf den ersten Seiten des Buches ganz vorn, findet der Leser auch ein Foto der beiden auf den Stufen des Turms, der auch immer wieder im Buch auftaucht.
Interessant zu lesen waren die Intentionen den Garten einzurichten und auch die Hinweise auf Schriftstellerinnen wie Virginia Woolf, die mit dem Besitzerpaar befreundet waren.
Im Anhang des Buches findet sich noch ein Kapitel „Nachweise“ mit Hinweisen auf die Bücher der beiden und auch zitierte Tagebücher und Briefe, sowie weitere Literatur.
Ich fand auch interessant zu lesen, dass der Garten auch von vielen Zeitungen entdeckt wurde und durch Artikel bekannt gemacht wurde.
Aber auch die Danksagung im Anhang war berührend zu lesen, sie gilt dem Sohn der beiden, Nigel Nicolsen.
Nach dem Zuklappen bleibt bei mir der Wunsch, den Garten auch einmal selbst zu sehen und bis dahin einen Bildband anschauen.
Die Entstehung eines Gartens in England-Sissinghurst- aus der Sicht von Vita Sackville-West und ihrem Mann Harold Nicolson- lebendig und hautnah erzählt.
Das perfekte Geschenk für Gartenliebhaber- Literaturfans- Großbritannienurlauber- als Vorbereitung des Gartenbesuches oder um Ideen für den eigenen Garten zu sammeln.

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JulesBarroiss avatar

Rezension zu "Unerwartete Leidenschaft" von Vita Sackville-West

Bemerkenswert rührende, ergreifende und brennend ehrliche Schilderung
JulesBarroisvor 4 Jahren

Unerwartete Leidenschaft - Vita Sackville-West (Autor)- 240 Seiten, Verlag: Wagenbach, K; Auflage: 1 (27. April 2015), 11,90 €, ISBN-13: 978-3803127402

Dies ist die Geschichte von Lady Slane: Im Jahr 1860, als junges Mädchen von 17 hatte sie den brennenden Ehrgeiz Künstler zu werden. Sie wird stattdessen die Frau eines großen Staatsmannes und die Mutter von 6 Kindern.

Siebzig Jahre später, als ihr Mann stirbt und zum Leidwesen ihrer Kinder, verlässt sie das Haus der Familie und zieht in ein kleines Haus in Hampstead.

Hier erinnert sie sich an die Träume ihrer Jugend, und schwelgt mit Genoux, ihrer französischen Magd in ihrer neu gewonnenen Freiheit: Mit drei etwas seltsam und schrullig anmutenden alten Männern, schließt sie Freundschaft. Da ist zunächst der Besitzer des Hauses, das Lady Slane mietet, Herr Bucktrout. Er ist ein eher außerweltlicher Mann, mit ungewöhnlichen Ideen über das bevorstehende Ende der Welt, und über Lady Slanes Bedürfnisse im Haus. Dann kommt Herr Gosheron dazu, ein Handwerker, der vieles im Haus in Ordnung bringt Ihr dritter alter Freund ist Herr Fitzgeorge, ein reicher Kunstkenner und Sammler. Sie trafen sich vor Jahren in Indien, und jeder hatte sehr positive Reaktionen auf den anderen, aber sie hatten sich aus den Augen verloren.

Zum ersten Mal in ihrem Leben, und sie ist jetzt 88 Jahre alt, denkt Lady Slane nun an sich selber. Nachdem sie sich Jahrzehnte lang untergeordnet hat, nichts anderes gewesen war als ein "Anhängsel" ihres Mannes, beginnt sie nun, eigene Entscheidungen zu treffen.

Damit verwirrt sie ihre egoistischen, auf das Erbe wartenden Kinder, die an ein angepassteres Verhalten ihrer Mutter gewohnt waren und mit aller Macht versuchen, sie wieder "kleinzukriegen". Dabei bricht auch der rivalisierende Kleinkrieg unter den Geschwistern wieder aus. Der Einblick in diese Familie erschreckt und macht traurig.

Vita Sackville-West hat diese kleine Novelle 1931 geschrieben und das Thema ist das Frauenleben im 19. Jahrhundert, aber immer noch sehr relevant für das Leben von heute. Die Botschaft in diesem Buch ist ziemlich universell und es sollte von Jung und Alt gleichermaßen gelesen werden: Die kleinen Freiheiten sind ebenso wichtig wie die Großen. Gibt es ein unberührtes Paradies zufriedener Menschen, die im Einklang mit sich und ihrem Umfeld leben, so wie Lady Slane es in ihrem neuen Haus in Hampstead?

Eine sehr ruhig erzählte Geschichte mit für die damalige Zeit sehr provokanter Aussage. Ein kleines, feines Meisterwerk - perfekt und bittersüß

Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Klaus Wagenbach Verlages

http://www.wagenbach.de/buecher/titel/996-unerwartete-leidenschaft.html

Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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