Vitali Konstantinov

 4.3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Leben und Werk von Dostojewski – FMD, Der Sandmann und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Vitali Konstantinov

Vitali Konstantinov, 1963 geboren bei Odessa, Ukraine, studierte Kunst und Architektur in Russland, Grafik, Malerei und Byzantinische Kunstgeschichte in Deutschland. Er unterrichtete Buch illustration u. a. an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Seine Bücher erhielten zahlreiche Preise, u. a. die Auszeichnung »Schönstes deutsches Buch« von der Stiftung Buchkunst für Seltsame Seiten.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Der Sandmann

 (2)
Neu erschienen am 18.09.2019 als Hardcover bei Knesebeck.

Alle Bücher von Vitali Konstantinov

Cover des Buches Leben und Werk von Dostojewski – FMD (ISBN:9783868738506)

Leben und Werk von Dostojewski – FMD

 (3)
Erschienen am 12.10.2016
Cover des Buches Der Sandmann (ISBN:9783957281814)

Der Sandmann

 (2)
Erschienen am 18.09.2019
Cover des Buches Es steht geschrieben (ISBN:9783836959438)

Es steht geschrieben

 (1)
Erschienen am 24.06.2019

Neue Rezensionen zu Vitali Konstantinov

Neu

Rezension zu "Es steht geschrieben" von Vitali Konstantinov

Mutig
R_Mantheyvor 9 Tagen

Mich hat dieses Buch beim Anschauen und Drinherumlesen schnell ermüdet. Und ich bin einiges gewöhnt. Wenn man immer wieder hört, dass sich besonders kleine Kinder nicht mehr besonders konzentrieren können, dann erscheint mir dieses Buch für Zehn- bis Zwölfjährige wie eine Mutprobe des Verlages. Immerhin behandelt es die Entstehung von Schriften - nicht gerade ein Thema, das in dieser Altersgruppe besonderes Interesse hervorrufen wird. Und es strotzt dabei nur so von Informationen, die vielleicht manchen Erwachsenen begeistern werden, nicht jedoch normale Kinder. Allein schon die Vielzahl der Sprachnamen und Begriffe, die der Nachwuchs kaum aussprechen können wird, ist erdrückend.

Dazu werden dann noch Geschichten erzählt und lustig illustriert. Zwar kann man die Texte tatsächlich von oben nach unten und von links nach rechts lesen, aber sie befinden sich in den Illustrationen, die in Kästen neben- und untereinander angeordnet wurden. Auf mich wirkte das Ganze eher wie ein Wimmelbuch, obwohl es natürlich keins ist. Und das Buch besitzt selbstverständlich eine Systematik, aber man bemerkt sie nicht, weil man von den vielen Einzelheiten gefesselt wird.

Sie sieht so aus: (1) Sprechen – Zeichnen – Schreiben; dort geht es um die Anfänge der Schrift. (2) Erste Schriften der Welt. (3) Schriften-Schöpfer. In allen Kapiteln stellt der Autor immer neue Schriften vor, die selbstverständlich graphisch dargestellt und in ihrer Entstehung erläutert werden. Vermutlich wissen die meisten Kinder aus dem Zielgruppenbereich noch nicht einmal, dass es die entsprechenden Völker gibt, noch gar wo ihre Heimat liegt.

Die Idee zu diesem Buch mutet auf den ersten Blick phantastisch an. Nüchtern betrachtet ist es jedoch eine sehr schön aufgemachte Sammlung nutzlosen Wissens, ausgenommen vielleicht für Sprachforscher. Entsprechend mutig finde ich auch die Zielgruppenwahl. Schüler der dritten bis fünften Klasse kennen, sofern sie nicht mit Russisch traktiert werden, nur lateinische Buchstaben. Insofern kann es durchaus zu einem gewissen Aha-Effekt kommen, sollten sie in dieses Buch blicken. Mit den detaillierten Erklärungen scheinen sie mir dagegen etwas überfordert zu sein.

Wie man ein solches, eigentlich wunderbares, aber irgendwie auch nutzloses Buch bewerten soll, ist mir dagegen ein absolutes Rätsel.

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Rezension zu "Der Sandmann" von Vitali Konstantinov

Hier wird der Sandmann lebendig, lässt Alpträume auferstehen und zieht den Leser mitten hinein
Buchraettinvor 23 Tagen

Ich kannte bisher die Erzählung von E.T.A. Hoffman „Der Sandmann“ noch nicht. Diese Graphic Novell hat mich mit ihren intensiven Zeichnungen aber dazu inspiriert, das Buch nun auch schnell zu lesen.
Nathanael liebt als Kind schon gruselige Geschichten und träumt sich immer mehr hinein in eine Welt, in der der „Sandmann“ vorkommt. Nicht als „Sandmännchen“, das schöne Träume bringt, sondern das Gegenteil- grausam, brutal mit einem Alptraumszenario.
Als sein Vater ermordet wird, verbindet Nathanael diese Tat mit einem Mann, in dem er auch den Sandmann zu erkennen scheint.
Die Zeichnungen sind vorwiegend in Schwarz-Weiß gehalten. Unterbrochen werden sie von einigen Details in blauer Farbe und ins Auge fallend sind sofort die gruseligen, alptraumhaften Szenen mit roter Signalfarbe.
Ich fand es auch besonders, dass die Zeichnungen sich mit Seiten abwechseln auf denen sich auch Zeichnungen finden, aber der Text in Form eines Blogtextes erzählt wird. Hier werde ich als Leser auch direkt angesprochen und erzählt wird durch einen Ich-Erzähler.
Für mich ist dieser Stil immer die Möglichkeit direkt einzutauchen in das jeweilige Geschehen, nah dran zu sein.
Es ist die Mischung des Buches. KI in Form der damaligen Vorstellung einer Art mechanischen Puppe, Alptraumszenarien und gruselige Momente. Durch die Intensität der Bilder wird das sehr gut transportiert zu mir als Leser.
Ich bin nicht so ein Fan dieser Zeichnungen- ich mag es lieber realistisch, aber dennoch passen diese Bilder zu dieser Geschichte.
Diese alptraumhalte, gruselige Atmosphäre der Geschichte springt auf den Leser über und lässt einen dennoch gefesselt lesen.

Sehr gelungen war noch die Autorenvorstellung am Ende des Buches.
Eine comicartige Zeichnung des Autors und des Illustrators V. Konstantinov mit einem kurzen Text runden das Buch perfekt ab.
Eine Graphic Novell zu einem Klassiker- ein anderer Zugang zur Welt der Literaturklassier- absolut gelungen.
Hier wird der Sandmann lebendig, lässt Alpträume auferstehen und zieht den Leser mitten hinein in die gruselig spannende Geschichte.
4 Sterne

Meinung vom Kind

Der Sandmann ist eine Graphic Novell, welche über einen Mann geht, der über jemanden erzählt und der sich verliebt. Ich fand das manchmal etwa komisch, aber das war auch spannend und echt gruselig.
Die Zeichnungen waren für die Geschichte gut, die passten da total zu,
Das ist spannend und gruselig. Ich habe nichts auszusetzten.
5 von 5 Sternen.

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Rezension zu "Der Sandmann" von Vitali Konstantinov

‚Mir kamen keine Worte in den Sinn [...].'
sabatayn76vor einem Monat

‚Mir kamen keine Worte in den Sinn, die nur im Mindesten etwas von dem Farbenglanz dieses inneren Bildes spiegelten. Vielleicht gelingt es mir aber, manche Gestalt so aufzufassen, dass du das Porträt ähnlich findest, ohne das Original zu kennen, ja dass es dir ist, als hättest du die Person recht oft schon selbst gesehen.Vielleicht wirst du, o mein Leser, dann glauben, dass nichts wunderlicher und verrückter sei als das wirkliche Leben und dass der Dichter dieses doch nur wie im dunklen Widerschein eines matten Spiegels auffassen kann.‘ (Seite 12)

Nathanaels Kindheit wird bestimmt durch seine Furcht vor dem Advokaten Coppelius, der seinen Vater abends häufig besucht und mit diesem alchemistische Experimente durchführt. Als der Vater stirbt, gibt Nathanael Coppelius die Schuld, und später meint Nathanael, Coppelius in der Gestalt des Wetterglashändlers Coppola wiedergetroffen zu haben.

Immer weiter steigert sich Nathanael in seine Fantasien und in düstere Träume hinein, und schließlich verliebt er sich in Olimpia, die Tochter seines Professors, für die er seine Jugendliebe Clara verlässt.

Ich habe E.T.A. Hoffmanns Erzählung ‚Der Sandmann‘ vor mehr als 25 Jahren in der Schule gelesen, und ich kann mich noch erinnern, wie düster und unheimlich ich die Geschichte um Nathanael fand.

Auch in Vitali Konstantinovs Graphic Novel steht diese unheimliche und düstere Stimmung im Vordergrund: Das Buch wird dominiert von großartigen s/w-Zeichnungen, wobei bisweilen rote und blaue Akzente gesetzt werden.

Die Sprache Hoffmanns ist altertümlich und bisweilen umständlich, so dass sich die Erzählung bzw. die Graphic Novel nicht immer flüssig lesen lassen. Dies ist jedoch kein Nachteil der Geschichte, sondern trägt meiner Meinung nach zur unheimlichen Atmosphäre bei.

‚Der Sandmann‘ ist eine grandiose Geschichte, die sich erstaunlich modernen Themen wie künstliche Intelligenz oder Rolle der Frau widmet, vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass die Erzählung vor mehr als 200 Jahren geschrieben wurde.

Konstantinov hat meines Erachtens das Beste aus der Geschichte herausgeholt und eine wahrhaft gespenstische Graphic Novel geschaffen, die ‚Der Sandmann‘ perfekt in Szene setzt.

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