dann sollte man bei den Kaminer-Hörbüchern immer zugreifen, denn er macht das gut. Sein leichter Akzent bringt eine gewisse Stimmung mit hinein, dass man ihm sofort abnimmt, wenn er aus seiner alten Heimat berichtet und er ist in jeder Hinsicht als kurzweilig zu bezeichnen. Ich kann zwar nach einer ganzen Weile meist keine Details mehr seiner Erzählungen und Berichte erinnern, weiß aber, dass ich mich stets gut unterhalten gefühlt habe.
Vitali P. Konstantinov
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Neue Bücher
Lioba und das Geheimnis der verschwundenen Salzfuhrwerke
Alle Bücher von Vitali P. Konstantinov
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Lioba und das Geheimnis der verschwundenen Salzfuhrwerke
Neue Rezensionen zu Vitali P. Konstantinov
Herr Kaminer bekommt in seinem Miethaus in Berlin neue Nachbarn. Wie der Zufall es so will, kommen sie ausgerechnet aus seinem ehemaligen Heimatland. Eine wunderbare Möglichkeit über die russischen Eigenarten, gerade auch in direkter Konfrontation mit der deutschen Gründlichkeit, zu schwadronieren.
Beim vorliegenden Werk handelt es sich um eine Ansammlung von über 30 Kurzgeschichten, die hauptsächlich das Russisch-Sein und den unter dem Kommunismus als Nebenprodukt gewachsenen Einfallsreichtum unter die Lupe nehmen. Das geschieht auf eine witzige, mitunter grotesk-komisch Art und Weise. So erfährt der geneigte Leser vieles, was seine Vorurteile zu bestätigen vermag, aber auch überraschend Neues, was man so nicht zu träumen gewagt hätte.
Ein bisschen fehlt mir dabei aber die klare Linie. Die Geschichten wirken mitunter wie beliebig aneinander gereiht. Die russischen Neunachbarn Andrej und Sergej ziehen sich jedoch wie ein roter Faden durch eine Großzahl der Anekdoten.
Fazit: Nicht mein erstes Buch von Kaminer und sicherlich nicht mein letztes, aber deutlich nicht sein bestes. Und tschüss, bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Popkonzert!
Nordkaukasus ist nur einmal im Jahr: Kaminer schildert dir russische Provinz im Nordkaukasus, besagte Schwiemu kommt in einigen Geschichten vor, genauso wie wunderbar schrullige Leute im Bad-taste-Land, alle sehr trinkfreudig, sicherlich eine Reise wert! Schön sind auch die hellsichtigen Kommentare zu sowjetischem Sozialismus, Mick Jagger usw. Jogi Bitter ist übrigens ein großer Kaminer-Fan, der gerade diese Passagen sehr schätzt.
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