Vitali Sertakov

 3.5 Sterne bei 15 Bewertungen

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Cryonic - Der Dämon erwacht

Cryonic - Der Dämon erwacht

 (13)
Erschienen am 17.09.2013
Cryonic - Bruderschaft des Kreuzes

Cryonic - Bruderschaft des Kreuzes

 (2)
Erschienen am 31.03.2014

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Rezension zu "Cryonic - Der Dämon erwacht" von Vitali Sertakov

Schöner Start, mieses Ende
Traumfedervor 4 Jahren

Inhalt
Nach 120 Jahren im Cryoschlaf, erwacht Artur Kowal in einem verlassenen und verfallenem Institutsgebäude. Draußen angelangt, findet er Sant Petersburg beinahe ganz zerstört vor und scheinbar menschenleer. Als er zwei Jugendlichen gegen mutierte Hunde hilft, nehmen sie ihn in den ehemaligen Winterpalast mit. Hier erfährt Artur nicht nur wie lange er geschlafen hat, sondern auch von der Katastrophe, die die Welt heimsuchte. Die Menschheit hat sich in einzelnen Gruppierungen aufgespalten und gebärfähige Frauen gelten als das höchste Gut. Als ein Zug nach Moskau wandern will, schließt sich Artur ihnen an. Schon bald wird er in gefährliche Kämpfe verwickelt und erfährt von seinem zugedachten Schicksal als der erwache Dämon.

Meine Meinung
Die Welt ist von Krankheiten zu Grunde gerichtet worden. Die Amerikaner versprachen ein Heilmittel, machten aber alles viel schlimmer. Das Virus mutierte und brachte beinahe die ganze Menschheit um. Im Jahr 2126 ist der Großteil der Menschheit tot, die Überlebenden haben sich neu organisiert. In einzelnen Gruppen kämpfen sie für das eigene Überleben. Die Krankheiten haben aber auch die Unfruchtbarkeit mitgebracht. Nur noch wenige Menschen können Kinder zeugen oder sie gebären. Doch manch andere Menschen erhielten auch Kräfte, die sie nutzen um das Bild der Erde zu verändern.

Artur Kowal hat die Anfänge der Krankheit noch erlebt, wurde aber dann in den Schlaf versetzt. Geplant war eigentlich eine viel kürzere Zeit, doch alles lief aus dem Ruder und die Kapseln wurden neu programmiert. Nach seinem Erwachen findet er eine völlig neue Welt vor und muss sich erstmal darin behaupten können. Er lernt die Regeln, versteht aber nicht, wie die Menschen danach leben können. Doch in all dem, findet er auch eine Frau, die ihn an seine Vergangenheit erinnert. Eine Frau, die er besitzen will. Doch in einer Welt, wo gebärfähige Frauen ein seltenes Gut sind, ist der Anspruch eines Mannes auf eine Frau für sich allein etwas, was nicht toleriert wird. Dann fällt er den Wippern in die Hände und lernt viele neue Tricks. Hier wird er als "erwachter Dämon" bezeichnet. Sie haben ein Schicksal für ihn und er nimmt es an.

Die Geschichte an sich ist wirklich interessant. Die meisten Charaktere sind vielschichtig und zeigen nicht immer ihr wahres Gesicht. Sie nutzen einander aus, verschweigen einander vieles und glauben immer Recht zu haben. Die Menschheit scheint sich zurück entwickelt zu haben, auch wenn nun bessere Waffen zur Verfügung stehen.

Die Sache mit den Wippern ist auch nicht ganz einfach. Ihre Entstehung war nicht wirklich verständlich. Zwar hat der Autor eine Entstehungsgeschichte angedeutet, doch wie das funktionieren sollte, ist nicht klar. Auch die Quelle ihrer Kräfte sorgte für so manche Verwirrung. Sie halten sich für äußerst wichtig und fühlen sich unbesiegbar, doch eben nur, weil sie stärker sind.

An sich erschien die Geschichte gut durchdacht. Die Entwicklung war glaubhaft und das Voranschreiten auch. Zwar waren manche Dinge an so manchen Stellen nur schwer vorstellbar, aber hey, der Mensch ist zu so manchem fähig.

!Achtung, riesen Spoiler!
Alles lief gut, die Handlung nahm so richtig Lauf auf, doch dann kam das letzte Kapitel und zerstörte das Ganze. Artur hat zwar ein Leben in dieser neues Welt aufgebaut, hat eine Stellung angenommen, doch am Ende versagt er. Es hat mich furchtbar aufgeregt, dass er am Ende all das angenommen hat, was er zuvor verachtete. Obwohl er gegen so vieles war und das neue System verabscheute, tat er hinterher das Gleiche. Er wiederholt die Fehler, die vor ihm gemacht wurden. Hinterher spielte er sich tatsächlich wie der Obermacker auf. Wuhu, die Wipper haben ihn unterrichtet und er fühlt sich unbesiegbar. Enttäuschend war aber auch, dass Artur sich so bemüht hat diese eine Frau für sich zu gewinnen. Er wollte eine Familie mit ihr und als er sie hatte, war er so gut wie nie bei ihr. Tut mir Leid, aber seine charakterliche Veränderung hat mich extrem aufgeregt. Er hat alles aufgegeben woran er zuvor geglaubt hat und wurde zu dem, wogegen er kämpfte.

Fazit
Obwohl Vitali Sertakovs Zukunftsvorstellung nicht sonderlich angenehm ist und das Leben der Menschen ein täglicher Kampf ist, erscheint sie nicht als unmöglich. Allerdings verändert sich der Protagonist in einer solchen Weise, dass er alles verrät, woran er geglaubt hat. In Großen und Ganzen, fängt alles gut an und endet einfach nur katastrophal.

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Annette Eickerts avatar

Rezension zu "Cryonic - Der Dämon erwacht" von Vitali Sertakov

Der Dämon erwacht?
Annette Eickertvor 5 Jahren

Der Titel „Cryonic – Der Dämon erwacht“ hat mich sofort angesprochen. Etwas Mystik und ein wenig Horror, und beides verpackt in einer Dystopie. So dachte ich. Also habe ich mich auch gleich ans Lesen gemacht.

Die ersten 100 Seiten haben mir wirklich gut gefallen, doch dann … ja dann, ging es leider immer weiter beim Lesen bergab. Ich habe das Buch zwar danach nicht mehr mit der gleichen Intensität gelesen, aber ich wollte schon wissen, wie es weiter geht. Das verbuche ich als Pluspunkt.

Doch leider muss ich sagen, waren meine Erwartungen höher als der Inhalt schließlich wiedergab. Normalerweise bin ich sehr flexibel, was in Büchern steht, vor allem wenn es sich um eine Zukunft dreht, die noch lange nicht geschrieben ist. Es war auch weniger die düstere Voraussicht, die der Autor schildert. Es lang viel mehr an Kleinigkeiten, über die ich schließlich nicht mehr hinwegsehen konnte.

Arthur Kowal erwacht nach 126 Jahren aus seinem cryonischen Schlaf. Zuerst ist alles sehr mystisch und mit Horrorelementen geschmückt. Die Welt, in der er erwacht, ist eine andere, als die, die er verlassen hat. Der große Tod hat die Menschheit dahingerafft, und diejenigen, die überlebten, haben eine Welt erschaffen, die fremdartiger und menschenverachtender kaum sein könnte. Vor allem sind die Menschen größtenteils unfruchtbar geworden. Und die wenigen Frauen und Männer, die noch zeugungsfähig sind, werden quasi zu horrenden Preisen von Kommunen verschachert … sprich Menschenhandel.

Aber ein Mann wie Arthur, der Wissen aus einer Zeit mit bringt, die die Menschheit heute nicht mehr kennt, sind gefragter denn je. Allerdings gilt das sowohl für die „Guten“ als auch für die „Bösen“. Wer wiederum „gut“ und „böse“ ist, der sollte das für sich selbst entscheiden, denn der Autor zieht in diesem Zusammenhang keine klare Linie.

Für Arthur steht jedoch eines fest … die Menschheit hat sich zurückentwickelt und pflegt Sitten, die während der Teilung zwischen „Kapitalismus“ und „Kommunismus“ herrschten. An diesem Punkt kommen die so genannten Wipper ins Spiel. Diese Menschen haben sich vollkommen der Natur verschrieben. Sie können mit Tieren und Pflanzen kommunizieren, können die Natur sogar beeinflussen und haben darüber hinaus Fabelwesen erschaffen, die man in unserer Zeit nur aus Märchenbüchern kennt.

Soweit … so gut … Den Inhalt wiederzugeben fällt mir schwer, denn er hat sehr viele überraschende Wendungen zu bieten. Vor allem, warum Arthur von dem Wippern als Dämon bezeichnet wird. Dieses Thema, wie der Autor einen Dämon sieht, ist ein völlig anderes. In diesem Fall ist es eher symbolisch gemeint und nicht wörtlich zu nehmen.

Aber was mich wirklich an diesem Buch gestört hat, sind die Kenntnisse, die man teilweise haben sollte, um ein wenig mehr zu verstehen. Meinen tu ich damit Ortskenntnisse. Es werden Abkürzungen, Straßen- und Ortsnamen genannt, mit denen ich nichts anfangen konnte. Ehrlich gesagt war ich aber zu faul, im Internet nachzuschauen. Und hinzu kamen oft Wörter und Bedeutungen, die im russischen wohl geläufig, aber in Deutschland eher unbekannt sind. Eine weitere Sache, die mich beim Lesen störte, war die Tatsache der Wipper und ihre Magie. Es fühlte sich oft sehr „fantasievoll“ an, oft zu „fantasievoll“. Und dazu kommen noch, die sehr oft verwirrenden Dialoge, vor allem bei den Menschen aus der Zukunft. Arthur Kowal dagegen hatte oft einen kessen Spruch auf der Lippe.

Auf den letzten 150 Seiten habe ich mich dann doch gequält … leider. Ich kann auf der einen Seite verstehen, dass das Buch bzw. die Reihe in Russland ein Bestseller war … aber in Deutschland sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Womöglich hätten ein paar Karten geholfen, zumindest, damit der Leser sich besser zurechtfindet. Ab und an ein paar Wortbedeutungen wären auch nicht schlecht gewesen.
Mit der Gesamtbewertung tu ich mir allerdings sehr schwer, muss ich gestehen. Für die Idee und die kessen Sprüche bekommt das Buch schon einmal 2 Sterne von mir. Für den flüssigen Schreibstil ebenfalls einen Stern, sind insgesamt 3 Sterne. Die Abzüge habe ich bereits oben erklärt. Ob ich nun den zweiten Teil lesen werde, steht momentan in den Sternen. Ich wüsste schon gerne, ob es Arthur gelingt wieder eine normal funktionierende Zivilisation aufzubauen, doch andererseits schrecken mich die Dinge ab, die ich ankreide.

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ForeverAngels avatar

Rezension zu "Cryonic - Der Dämon erwacht" von Vitali Sertakov

Düster, blutig, spannend
ForeverAngelvor 5 Jahren







2006: Artur Kowal lässt sich auf ein gewagtes Experiment ein. Er lässt sich konservieren, um so einige Jahre zu "schlafen", ohne dabei zu altern. Er hätte jedoch nie gedacht, dass er erst 120 Jahre später wieder aufwachen würde. Und was ihn erwarten würde.

2126: Schon lange stehen die Menschen nicht mehr am Ende der Nahrungskette. Die Natur hat andere Wesen vorhergebracht, grausame, magische Wesen, die über die Erde herrschen. Die Menschheit scheint verloren. Doch Artur Kowal ist nicht bereit, kampflos unterzugehen...





Cryonic - Der Dämon erwacht ist der Auftakt einer post-apokalyptischen Reihe, die in St. Petersbrug spielt. 




Vitali Sertakov hat in Cryonic eine vollkommen erstörte Welt erschaffen. Während Artur Kowal schlief, sorgte eine Impfung dafür, dass die Menschen zeugungsunfähig wurden. Radioaktivität tat ihr Übriges und hat viele der Überlebenden in wandelnde Monster verwandelt. Manche dieser mutierten Menschen besitzen magische Fähigkeiten. Manche Wesen sind entstanden, die es früher nicht gab. Pflanzen sind nicht länger wehrlos. Normale Menschen leben in diesen Zeiten kurz und gefährlich. Artur Kowal will etwas tun und die Menschheit retten. Er will nicht mit ansehen, wie sich die letzten Überlebenden gegenseitig bekämpfen, anstatt sich gegen die Natur zur Wehr zu setzen. Es beginnt ein blutiger und scheinbar auswegloser Kampf um Überleben - das eigene und das der Menschheit. 

Ich bin hin- und hergerissen, was den Plot betrifft. Die Welt, die Sertakov geschaffen hat, ist unglaublich komplex. Mir ist es sogar etwas too much, es gibt einfach zu viele Wesen, die wissenschaftlich zu erklärt versucht werden. Obwohl es eine Science Fiction Welt mit postapokalyptischem Setting ist, driftet es manchmal stark ins Fantasy-Genre, was das Ganze ein wenig anstrengend macht. 
Der Plot an sich ist spannend, aber auch voller Gemetzel. Es darf gerne Kämpfe oder Schlachten geben, es darf auch gerne Blut fließen, aber: in Maßen. Auch hier hatte ich das Gefühl, dass der Autor es etwas zu gut meint und übertreibt. Ich hätte lieber mehr über die Welt erfahren als noch mehr Blut serviert zu bekommen. Aber das ist bekanntlich Geschmackssache. 




Artur Kowal ist als Protagonist in Ordnung, mir aber etwas zu sehr Übermensch. Er ist einfach zu gut, in dem was er macht, zu perfekt, zu erfolgreich. In einer Welt voller Mutanten hätte ich mir bei ihm etwas mehr Menschlichkeit und Normalität gewünscht. Und in einer Welt, in der es so viel Grausamkeit gibt, hätte ich mir einen etwas weniger schießwütigen Protagonisten gewünscht. Trotz der 120 Jahre unterschied und obwohl er im Gegensatz zu den anderen noch Zivilisation kannte, verhält er sich nicht wirklich anders. Er reagiert mit Gewalt auf Gewalt. Das sorgt zwar für einige blutige Szenen, zeugt aber nicht gerade von der Intelligenz der Figur. Was sie mir persönlich eher unsympathisch gemacht hat. Er ist einfach der typische "Baller-Held".Bei einer so ausgefallenen und komplexen Geschichte hätte ich mir einfach mehr Originalität gewünscht, was den Protagonisten angeht. 




Sprachlich kann ich dagegen nur Pluspunkte vergeben. In den Kampfszenen zwar nicht, aber die Beschreibungen der Welt gefallen mir ausgesprochen gut und der Autor schafft es immer wieder, mich zu fesseln. Er kann Atmosphäre und Spannung schaffen und die Welt, die er sich ausgedacht hat, beinahe lebendig werden lassen. 




Tolle Idee, bildgewaltiger Schreibstil, actionreiche, etwas zu blutige Umsetzung. 




4 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ Piper ~*~ 496 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-492-70307-9 ~*~ Broschiert ~*~ 16,99€ ~*~ 17. September 2013 

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