Das korsische Begräbnis (Ein Fall für Eric Marchand 1)

von Vitu Falconi 
3,5 Sterne bei2 Bewertungen
Das korsische Begräbnis (Ein Fall für Eric Marchand 1)
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Wedmas avatar

Mix aus Familienroman und Thriller nach dem Muster „Ein verlorener Sohn sucht nach seinen Wurzeln“, wohl kaum ein gemütlicher Regio-Krimi.

Alle 2 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das korsische Begräbnis (Ein Fall für Eric Marchand 1)"

Willkommen im Herzen des Verbrechens!

Ein Mann kommt bei der Wildschweinjagd zu Tode - allerdings nicht durch das Schwein. Ein Schriftsteller stellt Fragen zu seiner Familie und gerät dabei in eine jahrhundertealte Blutfehde. Und er trifft auf eine verschlossene junge Frau, die ihn als Einzige vor einem furchtbaren Schicksal bewahren kann.

Willkommen auf Korsika, wo die Landschaft so archaisch, so wild und ungezähmt anmutet wie die Menschen, wo geheimnisvolle Rituale ebenso zum Alltag gehören wie die Vendetta und der Tourismus!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B079H1L82B
Sprache:Deutsch
Ausgabe:herunterladbare Audio-Datei
Verlag:Argon Verlag
Erscheinungsdatum:01.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne0
  • 4 Sterne1
  • 3 Sterne1
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor 2 Monaten
    Nette Sommerunterhaltung

    Der Anfang: »In jenen frühen Morgenstunden nahm Paolo Cesari die Welt intensiver wahr als jemals zuvor. Die harzig duftende Macchia, über die kürzlich der erste Regen niedergegangen war. Die aufgeweichte Erde, die nach Oregano und Rosmarin roch. Sowie die Kastanien, deren süßlich moderndes Laub an manchen
    Stellen eine rutschige Bodenschicht gebildet hatte. »

    Der Pariser Bestseller-Krimi-Autor, Eric Marchand, hat eine Schreibblockade. Sein Lektor ist nicht ganz zufrieden mit dem neuen Werk. Warum nicht Inspiration auf der Insel seiner Vorfahren suchen? Das legendäre Korsika soll man angeblich am Geruch erkennen. Und so empfängt ihn die Insel, mit Gerüchen, langsamen Leben, netten Leuten. Und wie es bei Schriftstellern so ist, er ist neugierig. Eric geht auf eine Beerdigung, ein Mann ist auf einer Wildschweinjagd zu Tode gekommen. Zwischen den Trauergästen scheint keinesfalls eitel Sonnenschein zu herrschen. Hat bei dem Unfall jemand nachgeholfen? Chefinspektor Mahmoud Clément, von der Police Nationale Ajaccio, ist neu auf der Insel. Alle stecken hier unter einer Decke, denkt er. Verfeindet oder nicht, niemand redet, niemand hat etwas gesehen, die Korsen sind ein eigenwilliges Völkchen.

    Eric lernt viel über Tradition. Er trägt ein Amulett, das etwas über seine Vorfahren aussagt und das ihm eine Menge Ärger einbringen wird. Er ist der letzte seines Stammes und dieser Stamm muss ausgemerzt werden, so verlangt es die Tradition. Vendetta!

    Vitu Falconi ist das Pseudonym von Thomas Thiemeyer. Schon wieder ein Autor, der für eine neue Serie einen neuen Namen annimmt. Man muss das nicht verstehen. Das hat er gar nicht nötig. In wunderschönen Bildern wird der Leser durch die Insel Korsika geführt, man kann die Gerüche direkt einatmen. Nutzpflanzen und wilde Pflanzen, dichtes Gestrüpp ein Ort der ungezügelten Natur, schroffe, massive Bergwelt mit Schluchten, Stränden. Thymian, Beifuß, Oregano, Rosmarin und Lavendel, Mandeln, Feigen und Kastanien, duftende Kiefern, der Autor nimmt uns mit in eine ruhige Welt. Schon Napoleon sagte: »Ich könnte Korsika mit verbundenen Augen am Duft erkennen.« Doch dieser Traum ist schnell ausgeträumt. Eric wird mit alten Traditionen konfrontiert, auch denen der Blutrache, er selbst ist das Opfer. Was hat er mit alten Geschichten zu tun, mit Taten seiner Großväter und Urgroßväter? Tradition als Segen, als Bodenständigkeit, oder als Fluch, haben solche Dinge in der aufgeklärten modernen Welt noch Platz? Fein recherchiert zeigt Thomas Thiemeyer auf, was uns heute auf der einen Seite fehlt, was uns ausmacht, uns aber gleichzeitig abschreckt. Der Krimi geht ruhig an und nimmt langsam Fahrt auf, bis man zum Ende die Luft anhält. Ein gefälliger Roman, genau die richtige Urlaubslektüre, ob als Buch oder Hörbuch. Der Krimi macht neugierig auf Korsika … solange man keine korsischen Verwandten in seiner Linie zu verzeichnen hat.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Wedmas avatar
    Wedmavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Mix aus Familienroman und Thriller nach dem Muster „Ein verlorener Sohn sucht nach seinen Wurzeln“, wohl kaum ein gemütlicher Regio-Krimi.
    Ein Mix aus Familienroman und Thriller, der mich nicht ganz überzeugen konnte.

    Klappentext fasst das Wesentliche recht gut zusammen: „Malerische Strände, zerklüftete Berge und letzte Heimstatt der Blutrache: »Das korsische Begräbnis« von Vitu Falconi ist der Start in die erste Urlaubs-Krimireihe mit Schauplatz Korsika und jeder Menge Nervenkitzel!
    Ein Mann kommt bei der Wildschweinjagd zu Tode – allerdings nicht durch das Schwein. Ein Schriftsteller stellt Fragen zu seiner Familie - und gerät dabei in eine jahrhundertealte Blutfehde. Und er trifft auf eine verschlossene junge Frau, die ihn als einzige vor einem furchtbaren Schicksal bewahren kann ... Willkommen auf Korsika, mit einer Landschaft so archaisch, so wild und ungezähmt wie seine Menschen. Wo Millionen von Touristen ebenso zum Alltag gehören wie geheimnisvolle Rituale, Vendetta und Gewalt.“


    Dieser Roman hat alle Zutaten für einen guten Regio-Krimi: die Handlung voller Wendungen, raffinierte Lösung zum Schluss, urige Figuren, die so lebendig erscheinen, dass man streckenweise glaubt, mitten drin zu sein und all die Abenteuer von Eric Marchant mitzuerleben. Man erfährt auch etliches über korsische Traditionen und die damit verbundene Mentalität der Menschen. Hier schwingt übrigens eine gute Portion Esoterik mit. Man sieht aber auch insg., dass hier definitiv kein blutiger Anfänger an den Werken war, aber!


    Trotz all den guten Zutaten: Der Funke sprang leider nicht rüber. Eric fand ich nicht sonderlich sympathisch: So ein ehemals erfolgreicher Schriftsteller, der zu viel harten Alkohols auf regelmäßiger Basis zu sich nimmt und seine Zeit hpts. mit Exzessen sexueller Natur in Paris verbringt. Sein Verlag hat ihm nahegelegt, seine populär gewordene Reihe fortzusetzen. Eric würde aber die Hauptfigur lieber für immer sterben lassen. Nun muss eine Lösung her. Um aus diesem Dilemma zu kommen, fährt Eric nach Korsika, denn die Aufzeichnungen seiner verstorbenen Mutter deuten darauf hin, dass die Familie früher dort gelebt haben soll. Eric will nachforschen, ob etwas Wahres dran ist.


    Viele anderen Figuren, die Eric auf Korsika trifft, sind viel sympathischer, authentischer, bloß zu ihm konnte ich keinen Draht finden. Er blieb für mich weder Fisch noch Fleisch. Daher war mir sein Schicksal eher egal, das Groß der Spannung somit im Eimer.


    Hinzu kamen die detaillierten Folter- und Tötungsszenen, die in mehr oder minder regelmäßigen Abständen verabreicht wurden. Eigentlich war ich auf einen Regio-Krimi eingestellt. Üblicherweise findet man dort so etwas kaum. Und wenn, dann nur in einem sehr begrenzten Maße. An solchen Dingen habe ich absolut keine Freude, offenbar im Gegensatz zum Autor, denn da war klar, welchen Spaß er beim Schreiben dieser Darstellungen gehabt haben muss. Zwangsläufig musste ich aber durch die Gewaltszenen durch. Völlig unvorbereitet. Im Endeffekt schauen für mich solche Allüren nach völlig unnötiger Effekthascherei aus.


    Und die Krönung „des Vergnügens“ war die Sprache, die an zu vielen Stellen zu wünschen übrigließ. Typische Anfängerfehler, die ich bei einem erfahrenen Autor nicht erwartet hätte: Leicht vermeidbare Wortwiederholungen im gleichen oder in nebeneinanderstehenden Sätzen, eindeutig zu viele von „war/waren“, die zu oft eingesetzten, abgedroschenen Methafern, z.B. „brannte wie Feuer“ und dergleichen, hätte ich am liebsten dort nicht angetroffen, genauso wie die so manche der Adverbien, die eindeutig zu viel „des Guten“ waren.


    Zu viele Erklärungen und fertigbreiartige Stoffdarbietung gab es zudem auch.


    Der Sprecher Sascha Rothermund hat recht gut, professionell gelesen. So ganz konnte ich mit seiner Interpretation nicht einverstanden sein: etwas überzeichnet kam mir so manches, aber insg. in Ordnung.


    Fazit: Ein Mix aus Familienroman und Thriller nach dem Muster „Ein verlorener Sohn sucht nach seinen Wurzeln“, wohl kaum ein gemütlicher Regio-Krimi ist es geworden. Ich kann hier nur drei Sterne vergeben.

     

    Kommentieren0
    23
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks