Vivian Gornick

 3.8 Sterne bei 12 Bewertungen
Autorin von Ich und meine Mutter, Eine Frau in New York und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Vivian Gornick

Die Macht der Frau: Vivian Gornick, geboren am 14. Juni 1935 im New Yorker Stadtteil Bronx, ist eine US-Amerikanische Journalistin, Literaturkritikern, überzeugte Feministin und Schriftstellerin. Nach ihrem Abschluss an der New York University arbeitete sie als Reporterin für die Sendung Village Voice. Zu dieser Zeit unterstützte sie die Organisation „New York Radical Feminists“ mit ihrem Artikeln und Berichten. 

Seither schreibt sie für große Zeitschriften und Zeitungen wie The New York Times oder Atlantic Monthly. Nebenbei arbeitete sie auch an ihren eigenen Werken und gab kurze Zeit später ihr Debüt als Autorin. Heute unterrichtet sie Kreatives Schreiben an der New School und besucht regelmäßig renommierte Universitäten wie Harvard und die University of Iowa als Gastdozentin.

Neue Bücher

Eine Frau in New York

 (5)
Neu erschienen am 15.06.2020 als Hardcover bei Penguin.

Alle Bücher von Vivian Gornick

Cover des Buches Ich und meine Mutter9783328600305

Ich und meine Mutter

 (7)
Erschienen am 15.04.2019
Cover des Buches Eine Frau in New York9783328600886

Eine Frau in New York

 (5)
Erschienen am 15.06.2020
Cover des Buches Emma Goldman9780300198232

Emma Goldman

 (0)
Erschienen am 01.10.2013

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Neue Rezensionen zu Vivian Gornick

Neu

Rezension zu "Eine Frau in New York" von Vivian Gornick

"Eine Frau in New York" - Vivian Gornick
lovelinesvor 6 Tagen

>>Wir finden uns, indem wir anderen begegnen.<<
...und so begegnen wir in „Eine Frau in New York“ von Vivian Gornick eben dieser Frau – Vivian Gornick und erleben hier, wie ich finde eine sehr bunte Selbstfindungsreise aber eben auch eine Reise durch New York mit so so vielen Facetten! Mir persönlich konnte Vivian Gornick hier das Lebensgefühl New Yorks näher bringen und ließ für mich viele Bilder entstehen, die mich in ihren Bann gezogen haben. Der Schreibstil hatte für mich irgendwie etwas rohes, etwas authentisches und doch steckte das Buch auch voller Energie, einem Hauch Melancholie und dem gewissen Gefühl der Einsamkeit, welches in einer Stadt wie New York kaum vorstellbar aber dennoch absolut präsent ist. Die Autorin erzählt von Freundschaft, Liebe, Lust. Sie erzählt von dem Alleinsein zwischen all den Menschen und Wolkenkratzern und vor allem zeigt sie durch viele weitere Persönlichkeiten und Situationen mit eben diesen, wie bunt das Leben und die Stadt, die niemals schläft sind.
Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte das Buch ruhig nochmal um 160 Seiten erweitert werden dürfen. Zu gern hätte ich noch ein bisschen länger aus Vivians Leben, ihren Erfahrungen und New York erfahren.
Fazit: Wer New York liebt und starke Frauen, die auf beiden Beinen im leben stehen und ihren ganz eigenen Weg gehen, dem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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Rezension zu "Eine Frau in New York" von Vivian Gornick

"Eine Frau in New York" von Vivian Gornick
JayLaFleurvor 7 Tagen

Meinung

Wie sehr ich mich gefreut habe, als ich las, dass ein weiteres Buch von Vivian Gornick auf Deutsch erscheint! Nach „Ich und meine Mutter“ war - und bin ich immer noch - ein großer Fan von der Feministin und Autorin.


Dem Leser sollte von Anfang an klar sein, dass es sich hier nicht um einen Roman handelt. Es ist mehr eine schriftliche Collage, die die Autorin aus ihren eigenen Erfahrungen, Begegnungen und Gedanken festgehalten hat. Einen roten Faden gibt es nicht. Eher hangelt sich der Leser an den inneren Monolog gleichenden Texten und begibt sich mit Vivian Gornick auf die Straßen New Yorks. Wie sehr ich es genossen habe!


Wenn Vivian Gornick über ihre Erlebnisse und Begegnungen, ihre Freundschaften, ihren Sex und über ihre Liebhaber schreibt, dann fühlt es sich an, als würde ich mit einer guten Freundin durch New York laufen. Sie erzählt mir ihre Geschichte bei einem langen Spaziergang durch die Straßenschluchten.

Dabei erzählt Vivian Gornick sehr scharfsinnig. Ich liebe ihre Ausführungen, ihre Details, die sie preisgibt. Das macht sie offen und schonungslos, geht dabei hart mit sich und anderen ins Gericht. Die Autorin hat einen ausgeprägten Beobachtungssinn, ist aber auch immer sehr selbstreflektiert. Mir machte es unglaublich viel Spaß mit Vivian Gornick durch die Straßen von New York zu laufen. Sie begegnet vielen interessanten Menschen und sieht in fast jeder eine Bedeutung. Diese Frau fasziniert mich!


„Eine Frau in New York“ liest aber auch wie eine Liebeserklärung an die Stadt, an die Stadt Vivian Gornicks. Es ist eine Liebeserklärung an die Straßen, die Boulevards, die Avenues, an die Menschen, die in dieser Stadt leben und an die Stimmen der Menschen. Die Autorin nimmt uns mit in eine Stadt, in der sie aufgewachsen ist, die sich ständig wandelt und verändert. Eine Stadt, die immer härter, schmutziger, brutaler, aber auch ehrlicher und realer wird.


Fazit

„Eine Frau in New York“ ist eine Collage, es sind autobiografische Memoiren und eine Liebeserklärung an die große Stadt. Auf dieses Buch muss man sich einlassen (können). Mir hat es unglaublich viel Freude bereitet und spreche daher eine Leseempfehlung aus.


Rezension auf meinem Blog

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Rezension zu "Eine Frau in New York" von Vivian Gornick

Eine Collage an Beobachtungen und Gedanken. Nicht mein Geschmack.
Susanne_Probstvor 12 Tagen

Es fiel mir nicht so leicht, im Buch anzukommen. Das mag daran liegen, dass ich nicht darauf vorbereitet war, dass es kein Roman im eigentlichen, bzw. im von mir erwarteten Sinne ist. 

Nachdem ich mir klargemacht oder vorgestellt habe, dass ich Vivian Gornick in ihrem Alltag oder auf einem ihrer Spaziergänge durch die Straßen New Yorks begleite und dabei ihre Begegnungen, Gedanken und Erinnerungen verfolge, und nachdem ich aufgehört habe, nach einer stringenten Geschichte zu suchen, kam ich besser zurecht. Es gibt hier keinen roten Faden und keine Struktur; es ist eine Collage.


Die Ich-Erzählerin und Autorin Vivian Gornick erzählt von ihrer seit über 20 Jahren bestehenden Freundschaft mit Leonard und von ihren verschiedenen Begegnungen in New York und sie lässt uns teilhaben an ihren Erinnerungen und Gedanken. 


Obwohl sie zeitlebens in New York gelebt hat, sehnte Vivian Gornick sich immer nach dem „richtigen New York“. 

Aufgewachsen in der Bronx, machte sie schon als Heranwachsende immer wieder Ausflüge in den gleichzeitig nahen und fernen, aufregenden, quirligen und lebendigen Sehnsuchtsort Manhattan.


Diese Streifzüge durch Manhattans Straßen, in denen sie die Menschen beobachtet, sowie die Unterhaltungen und Begegnungen auf diesen Fußmärschen beruhigen ihren Zorn, verschaffen ihr das Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmung und helfen ihr dabei, sich zu sortieren und zu sich selbst zu finden. 


Als Erwachsene zieht sie schließlich an den Ort ihrer Träume, studiert, heiratet einen Künstler und wird Schriftstellerin. Sie lässt sich scheiden, heiratet erneut und lässt sich wieder scheiden.


„Eine Frau in New York“  ist ein Buch, das ich nicht „in einem Rutsch“ lesen konnte. Nach manchen Absätzen hatte ich das Bedürfnis innezuhalten, um über das Gelesene nachzudenken. 

Manchmal gefiel mir eine Formulierung oder ein Gedanke so gut, dass ich mir die Passage ein zweites Mal vornehmen musste.

Und manchmal hatte ich einfach keine Lust mehr, weil es mir zu uninteressant abstrakt oder auch zu langweilig wurde. 


Man spürt ihre Freude „an abstraktem Denken in Verbindung mit dem konkreten täglichen Leben.“ (S. 60) und sollte selbst an beidem Freude haben, damit einem das Buch gefällt.


Manchmal wirkt die Autorin etwas überheblich. So, als stünde sie im Gegensatz zu all denen, die keinen Durchblick haben, über allem.


Dann wieder formuliert sie auf sympathisch - kluge Weise Gegebenheiten und Wahrheiten, die man ein zweites Mal lesen möchte oder muss, weil es so treffend und schön formuliert ist und zum Nachdenken anregt. 


Mir gefiel zum Beispiel ihr Verweis auf das  Märchen von der Prinzessin auf der Erbse, mit dem sie verdeutlichen wollte, dass viele Menschen immer nur nach der Erbse, dem Störenden und Unangenehmen in ihrem Leben, suchen, anstatt das Hier und Jetzt zu genießen.


Ich persönlich finde es etwas schade, dass die Autorin so viele Themen anreißt und dann abrupt wieder beendet und zum nächsten geht. Das verhindert ein Eintauchen und eine tiefgründigere und komplexere Auseinandersetzung. 

Aber das ist natürlich dem von ihr gewählten Aufbau des Buches geschuldet und liegt wohl in der Natur der Dinge.

Vivian Gornick stellt, wie oben beschrieben viele einzelne Vignetten und Ausschnitte nebeneinander. Dabei entsteht kein homogenes Bild, sondern eine zusammengestellte Collage aus vielen Einzelteilen.


Es stellt sich durchaus die Frage, ob sie ihrem Inneren einfach freien Lauf gelassen hat. Ob ihre Gedanken, Erinnerungen und Beobachtungen schlicht freie Assoziationen sind. Ob die Abfolge der Passagen einem ungesteuerten Bewusstseinsstrom entspricht.


Ich empfinde es nicht so. Für mich handelt es sich um eine ganz bewusst erschaffene Collage, die weniger natürlich und aus sich kommend als ziemlich „gewollt und gemacht“ auf mich wirkt. 


Ich kann mir vorstellen, dass das Buch seine Freunde findet, aber meinem individuellen Lesegeschmack entsprach es unter’m Strich leider nicht.




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Vivian Gornick wurde am 14. Juni 1935 in Bronx geboren.

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