Sitzen ist fürn Arsch

von Vivien Suchert 
4,0 Sterne bei23 Bewertungen
Sitzen ist fürn Arsch
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Positiv (17):
leucoryxs avatar

Sehr wichtiges Thema unterhaltsam vermittelt. Ich hatte ein bisschen mehr erwartet.

Kritisch (3):
Kleine1984s avatar

Unterhaltsam, aber wenig neue Erkenntnisse.

Alle 23 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Sitzen ist fürn Arsch"

Wer länger sitzt, ist früher tot!
Evolutionär ist der Mensch zum Laufen gemacht. Doch was tun wir? Ob Auto, Büro oder Sofa – wir wechseln von einer Sitzgelegenheit zur nächsten. Und handeln uns damit allerlei Übel ein: von Rückenbeschwerden, Übergewicht und Diabetes bis hin zu Depressionen, Herzkrankheiten und Krebs. Die junge Wissenschaftlerin Vivien Suchert erklärt in diesem eigenhändig illustrierten Buch unterhaltsam, wie wir das Laufen verlernt haben, wo Sitzfallen lauern und warum Sport nur die halbe Miete ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453604377
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:13.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    seschats avatar
    seschatvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein kurzweiliges Sachbuch, das nachdenklich stimmt und hoffentlich beim ein oder anderen zu mehr Bewegung führen wird.
    Sitzen - die unterschätzte Gefahr

    In "Sitzen ist fürn Arsch" berichtet die Diplom-Psychologin Dr. Vivien Suchert ausgiebig von den Gefahren und Folgen zu langen Sitzens im Alltag. Und Letztere sind alles andere als bloße Makulatur. Denn James A. Levine stellte bereits vor Jahrzehnten fest, dass Sitzen das neue Rauchen sei. Das sollte uns doch alle aufhorchen lassen oder?


    Dementsprechend neugierig bin ich auf Sucherts Ausführungen gewesen, schon allein wegen des provokanten Titels :-)

    Beginnend mit der Menschheitsgeschichte und dem Bewegungsdrang unserer Vorfahren leitet die Autorin zum Bewegungsverhalten bzw. zur Passivität der heutigen Wohlstandsgesellschaft über. Es ist schon erstaunlich, dass die einstigen Jäger und Sammler sich heute nur noch minimal bewegen, weil sich alles bequem via PC, Handy, Auto uvm. erledigen lässt. Zudem lässt sich das lange Sitzen bei Bürojobs nicht einfach abstellen. Bis zu acht Stunden am Tag zu sitzen, ist heute keine Seltenheit, eher die Regel. Denn nach dem Sitzen im Büro folgt meist das Sitzen auf dem heimischen Sofa, wo dann auch noch Unmengen an Junkfood zu sich genommen werden. Ein wahrlicher Teufelskreis, der über kurz oder lang zu bekannten Zivilisationskrankheiten, wie beispielsweise Adipositas, Rückenschmerzen, Krebs, Depression oder Diabetes, führt. Kurzum, das lange Sitzen verkürzt unsere Lebenszeit. Im Vergleich dazu leben Menschen, die weniger technisiert sind und noch vieles mit per Hand erledigen müssen, gesünder. Dies belegen Studien, die sich u. a. mit dem Amish und den "Superalten" in Okinawa, Ikaria und Sardinien beschäftigt haben.

    Vivien Suchert versucht den interessierten Leser für einen bewussteren Umgang mit dem Thema Sitzen zu sensibilisieren, indem sie dazu rät, Wochentabellen mit den täglichen Sitzzeiten anzulegen, persönliche Ziele zur Verbesserung zu formulieren bzw. Alternativen zur Anregung der eigenen Beweglichkeit zu nutzen, d.h., anstatt des Lifts einfach mal die Treppen nehmen oder im Büro Pausen bzw. kleiner Gänge zum Kopierer etc. zur Mobilisierung zu nutzen. 

    Insgesamt liefert die vorliegende Lektüre nicht wirklich neue Erkenntnisse zum Thema Sitzen in der heutigen Zeit, fasst diese aber allgemeinverständlich und damit leicht lesbar zusammen. 

    FAZIT
    Ein kurzweiliges Sachbuch, das nachdenklich stimmt und hoffentlich beim ein oder anderen zu mehr Bewegung führen wird. 



    Kommentare: 1
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    Kleine1984s avatar
    Kleine1984vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsam, aber wenig neue Erkenntnisse.
    Zu wenig neue Erkenntnisse

    Das Buch liest sich schnell, es ist ganz unterhaltsam. Trotzdem gab es einige Abschnitte, die ich völlig überflüssig fand, wie z. B. den über den Steinzeitmenschen Ottfried. Muss man sich die ersten 50 Seiten darüber auslassen, dass der Mensch sich früher mehr bewegt hat? Wohl kaum...
    Die Krankheiten habe ich vorher nicht wirklich mit "Sitzen" in Verbindung gebracht, bzw. fand ich auch da die Beweislage dünn. Klar, wer mehr sitzt, bewegt sich weniger... wer sich weniger bewegt, neigt häufiger zu Übergewicht, wer Übergewicht hat, bekommt Diabetes usw. Aber da gibt es auch noch zahlreiche andere Faktoren. Trotz der vielen zitierten Studien, fällt es mir schwer da den direkten Zusammenhang zu sehen. Auch fehlte mir ein Kapitel über Rückenbeschwerden.
    Gut gefallen hat mir der Abschnitt über "NEAT", bzw. Aktivität im Alltag. Ich denke, ich könnte wirklich etwas aktiver werden.
    Die Wege aus der Sitzfalle sind dann wieder alte Hüte. Fitnesstracker mit Bewegungserinnerung benutzen. Stühle wegstellen. Da hätte ich ehrlich gesagt mehr erwartet.

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    Nele75s avatar
    Nele75vor einem Jahr
    Sitzen ist fürn Arsch....von Dr. Vivien Suchert

    Schon der Titel des Buches macht neugierig auf den Inhalt, denn wieso sollte man nicht die Möglichkeit jeder Sitzgelegenheit nutzen und vor allen Dingen, wieso gefährdet die sitzende Lebensweise sogar unsere Gesundheit? Auf dem Coverrand ist ein Stuhl abgebildet, welcher mit einem Absperrband und dem Schild „Auf eigene Gefahr“ nochmals einen  Hinweis liefert, wie die sitzende Lebensweise auf unsere Gesundheit wirken könnte.

    Ich war sehr gespannt auf dieses Sachbuch, welches von Dr. Vivien Suchert geschrieben wurde. Allerdings würde ich davon abraten, dieses Buch im Urlaub zu lesen *grins*, sollte man eine entspannte Zeit geplant haben. Denn nach dem Lesen ist eigentlich wie von selbst Schluß mit der Bequemlichkeit, die Bewegung kommt selbstverständlich in den Alltag, die ein odere andere Sitzgelegenheit wird von nun an ignoriert.

    Mit einem Vorwort und „Wie alles begann“ wird das Sachbuch eingeleitet und der Autorin gelingt es hier sehr verständlich, die Leser auf den Inhalt des Buches sozusagen vorzubereiten. Was danach folgt, ist unterhaltsam, informativ und immer wieder von kleinen unterhaltsamen Illustrationen/Tabellen untermalt. Wieso die sitzende Lebensweise eigentlich nicht gesund für unseren Körper ist, wird unterhaltsam und verständlich erklärt, auf verschiedene Krankheitsformen hingewiesen, welche dadurch vielleicht entstehen könnten und vor allen Dingen jede Menge Alternativen aufgezeigt, wie es von nun an anders laufen könnte….wobei hier „laufen“ sozusagen DAS Wort ist.

    Zwischendurch gab es bei mir beim Lesen ab und zu einmal das Gefühl, die ein oder andere Krankheit wird zu ausführlich beschrieben, was allerdings meistens durch das folgende Kapitel wieder aufgehoben wurde. Ganz automatisch fängt man wie von selbst an, den eigenen Alltag zu überdenken und überlegt, wie man einfach (noch) mehr Bewegung darin unterbringen könnte.

    Am Ende des Buches besteht die Möglichkeit, ein eigenes „Sitzprotokoll“ anzulegen und über sieben Tage zu dokumentieren, wie viel Zeit man Tag für Tag sitzend verbringt. Auch hat die Autorin Dr. Vivien Suchert einen eigenen Blog – auf „www. movethemoment.com“ kann man sich weitere Tipps über das Thema „Bewegung im Alltag“ holen. Auf der Internetseite „www.sitzen-ist-fürn-arsch.de“ gibt es ebenfalls passende Informationen zum Buch.

    Erschienen ist das Buch im Heyne-Verlag.

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    Angie*s avatar
    Angie*vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Witziger und humorvoller Ratgeber für *Bewegungsfaule Menschen*
    Witziger und humorvoller Ratgeber,,,

    Rezension

    INHALT/KLAPPENTEXT: Wer länger sitzt, ist früher tot! Evolutionär ist der Mensch zum Laufen gemacht. Doch was tun wir? Ob Auto, Büro oder Sofa – wir wechseln von einer Sitzgelegenheit zur nächsten. Und handeln uns damit allerlei Übel ein: von Rückenbeschwerden, Übergewicht und Diabetes bis hin zu Depressionen, Herzkrankheiten und Krebs. Die junge Wissenschaftlerin Vivien Suchert erklärt in diesem eigenhändig illustrierten Buch unterhaltsam, wie wir das Laufen verlernt haben, wo Sitzfallen lauern und warum Sport nur die halbe Miete ist.
    MEINE MEINUNG:Wie recht die Autorin doch hat. Nun sitze ich schon wieder und schreibe  etwas über diesen guten Ratgeber.  Die Autorin erinnert uns auf humorvolle, lustige und einprägsame Weise  daran, den sogenannten *Sitzfallen* aus dem Weg zu gehen und erinnert immer wieder  in ihrem Text daran, dass der Mensch evolutionsmässig  zum *LAUFEN und BEWEGEN* geboren wird. Ihre kompetenten Literaturquellen dazu hat sie auf acht Seiten aufgelistet. Seit einigen tausend Jahren sind wir ja nun nicht mehr als Jäger und Sammler in Steppe und Wald tätig, sondern fahren  heute gemütlich mit dem Auto zum Supermarkt, wo uns Nahrung im Überfluss erwartet. Um dem Leser diese Probleme der Bewegungsarmut  ein wenig klarer  und bewusster zu machen, stellt sie uns auf witzige Art und Weise *Ottfried* und sein Leben vor. Ein Typ, der vor 50 000 Jahren durch die Steppe gestreift ist und sich höchstens mal einen Stein unter den *Allerwertesten* geschoben hat. Ottfried taucht immer wieder auf  und sie hat zusätzlich nette Comics zur Verdeutlichung  der Thematik  *Bewegungsarmut *in das Buch eingebunden. Zum Glück kennt  sie aber Tipps und Tricks  der *Sitzfalle* zu entkommen und lässt uns an ihrem wertvollem Wissen teilhaben. Denn auch mit zwei Stunden sportlicher Betätigung in der Woche, die nach ihrer Meinung längst nicht ausreichen, landet man zur Belohnung doch immer wieder in der *Sitzfalle*.Dr. Vivien Suchert macht natürlich in ihrem Buch auch darauf aufmerksam, dass wir zuviel und nicht unbedingt das Richtige essen. 
    Insgesamt ist dieses nette Buch ein guter Ratgeber, der aufrüttelt und uns zu jeglicher Art von Bewegung auffordert. Dabei schneidet die übliche Arbeit einer fleissigen Hausfrau in ihren Augen  gar nicht schlecht ab,,,, und nun steh ich auf!Meine Bewertung : Drei gute *** Sterne !

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    leucoryxs avatar
    leucoryxvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr wichtiges Thema unterhaltsam vermittelt. Ich hatte ein bisschen mehr erwartet.
    Warum unsere Bequemlichkeit uns schadet

    Als Jäger und sammler streiften unsere Vorfahren durch das Gebüsch und legten dabei viele Kilometer zu Fuß zurück. Auch ein kurzer Sprint gehörte mit dazu, nur eins kannte der frühe Mensch nicht: ausgedehnten Sitzen. Mit usneren ganzen Technoligien haben wir uns das Leben bequem gemacht und scheinen regelrecht von einer Sitzgelegenheit zur nächsten zu wandern. Doch welche Auswirkungen hat dieses moderne Verhalten auf unseren Körper?

    Mir ist sehr bewusst, dass Bewegung wichtig für den Körper ist, daher betreibe ich auch seit Jahren recht viel und gerne Sport. Allerdings habe ich seit einigen Jahren einen Bürojob und ich fahre mit der Bahn meinen langen Arbeitsweg. Reicht da die paar Stunden Sport pro Woche als Ausgleich? Wa sich bereits vermutet hatte, wird in diesem Buch bestätigt: nein, es reicht nicht aus. Ich müsste noch mehr Sport machen, aber so viel Zeit habe ich dafür gar nicht. Die Lösung ist recht banal: mehr Alltagsbewegung! die Autorin vermittelt in einfachen Worten mit einem zugespitzen Ton wie einfach wir jeglicher Sitzgelegenheit erliegen und wie sich das auf unser Wohlbefinden, Kalorienverbrauch und Gesundheit auswirkt. Bebildert wird das Ganze mit zahlreichen Comics. Wissenschaftliche Ergebnisse werden in Tabellen zusammengefasst. Es wird in ziemlich einfachen Sätzen Schulwissen wie die Evolutionstheorie vermittelt. Mir stellte sich da schnell die Frage an wen das Buch eigentlich addressiert ist. Es ist doch jedem bewusst, dass ich mehr Kalorien verbrauche, wnen ich gehe als wenn ich sitze oder nicht? Entweder war meine Vorbildung zu hoch für dieses Buch oder ich war einfach nciht ganz der richtige Adressat, denn mir war ja bereits bewusst, dass langes SItzen schädlich ist. Wirklich viel neues habe ich also nicht gelernt und viele Ratschläge hat man auch schon woanders gehört (Treppe anstatt des Fahrstuhls nehmen, etc.), aber dennoch fidnet man hie rund da noch einma neue Inspiration was man verändern kann oder einfach wieder einen Anstupser weniger zu sitzen. So gesehen ist das Buch durchaus erfolgreich in seinem Versuch Leute von den Stühlen zu bekommen, aber vieles hätte für mich gerne tiefgründiger sein können. Das Sitzen selbst wurde lange in der Forschung ignoriert, sod ass oft nur Studien zwischen aktiven (Anzahl der Sportstunden) und inatkiven (kein Sport) gemacht wurden. Dabei wurde die Alltagsaktivität gerne vernachlässigt. Es gibt also durchaus Nachholbedarf ind er Forschung und der Aufklärung der Bevölkerung.

    Wem noch nciht bewusst ist wie schädlich langes SItzen ist, der sollte definitiv zu dem Buch greifen. Wer nur hier und da ein paar neue Anregungen sucht, wird sicherlich auch in dem Buch fündig.


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    dreamlady66s avatar
    dreamlady66vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Wegweiser in die richtige Richtung
    Ein Wegweiser in die richtige Richtung

    (Inhalt, übernommen):
    Wer länger sitzt, ist früher tot! Evolutionär ist der Mensch zum Laufen gemacht. Doch was tun wir? Ob Auto, Büro oder Sofa – wir wechseln von einer Sitzgelegenheit zur nächsten. Und handeln uns damit allerlei Übel ein: von Rückenbeschwerden, Übergewicht und Diabetes bis hin zu Depressionen, Herzkrankheiten und Krebs. Die junge Wissenschaftlerin Vivien Suchert erklärt in diesem eigenhändig illustrierten Buch unterhaltsam, wie wir das Laufen verlernt haben, wo Sitzfallen lauern und warum Sport nur die halbe Miete ist.

    Über die Autorin:
    Vivien Suchert wurde 1990 in Halle (Saale) geboren. Sie studierte Psychologie in Dresden und promovierte anschließend an der Universität in Kiel. In ihrer Doktorarbeit ging es um den Zusammenhang zwischen dem sitzenden Verhalten und der psychischen Gesundheit. Darüber hinaus beschäftigte sie sich während ihrer Promotion intensiv mit den Folgen eines sitzenden Lebensstils, welche sie umfassend in ihrem ersten Buch "Sitzen ist fürn Arsch" beschreibt. Das Buch entstand während ihres einjährigen Work-and-Travel-Aufenthalts in Australien. Neben dem Reisen liebt sie Sport. Sie ist lizenzierte Fitnesstrainerin und interessiert sich für alles, was zu einem gesunden Leben dazugehört.

    Schreibstil/Fazit:
    DANKE an Vivien für Deine Zusage sowie den Heyne-Verlag für die schnelle Belieferung.
    Ich freute mich über diesen handlichen Wegweiser mit 240 Seiten, einem Inhaltsverzeichnis mit entsprechenden Gesundheitskapiteln bzg. Sitztätigkeit - abgerundet mit perfekten Zeichnungen - viel Detailwissen verpackt in einem schönen Buch!

    Das Thema Sitzen wird in dem oben angeführten Buch von Dr. Vivien Suchert auf wissenschaftliche und auch fesselnde Weise behandelt.
    Es beginnt mit dem Menschen der Steinzeit und wie er sich im Laufe der Zeit zum sitzenden Menschen entwickelt hat.
    Das Sachbuch vermittelt dem Leser auf unterhaltsame Weise Möglichkeiten und Tricks, wie er den täglichen Sitzproblemen begegnen kann. Dazu hat die Autorin durch lustige Illustrationen das Buch aufgelockert und gut verständlich erklärt.
    Mein grosses Kompliment dafür, so ein wichtiges kluges Sachbuch zu veröffentlichen, mit Anregungen und Motivationen für quasi Jedermann!

    Ich spreche hierfür eine unbedingte Leseempfehlung aus, besonders für die vielen Menschen, die eine sitzende Tätigkeit ausüben müssen.

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    dieschmitts avatar
    dieschmittvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbares Sachbuch, nah am Leben und sehr schön zu lesen.
    Wunderbares Sachbuch, nah am Leben und sehr schön zu lesen.

    Inhalt:

    Wir sitzen alle viel. Die einen mehr die anderen weniger. Wer im Sitzen arbeitet und sich dann zur Erholung wieder hinsetzt, weiß an für sich, dass dies nicht ideal sein kann. Dennoch nutzen wir das Auto oder die Möglichkeit zum Sitzen in den Öffentlichen Verkehrsmitteln für die Wege, den gemütlichen Sofaabend aber was tun wir damit unserem Körper an und wie kommt man aus dieser Schleife heraus?


    Meine Meinung:

    Die Autorin behandelt genau dieses Thema und das tut sie sehr gekonnt. Sie zeigt zunächst unsere Mechanismen auf und dann sucht sie Wege aus diesem Hamsterrad.

    Wie hängen Sitzen und das Wohlbefinden zusammen? Die Autorin ist Psychologin, daher kann sie die Zusammenhänge sehr gut darstellen. Aber darüber hinaus gelingt ihr das auf eine sehr gut lesbare, unterhaltsame und nicht-oberlehrerhafte Art. Und das ist gut so. Der Schreibstil ist romanhaft und es macht wirklich Spaß dieses Buch zu lesen.

    Die Autorin zeigt die Entwicklung des Menschen bis zur heutigen Zeit und erklärt wie es zu unserer Sitzenden Gesellschaft gekommen ist und welche Auswirkungen dies auf den Menschen hat.

    Dazu kommen viele, wirklich praktische und lebensnahe Tipps, wie man zu etwas weniger Sitzzeit am Tag kommt und das sogar ganz ohne richtiges Sportprogramm, daher sind die Tipps gut in den Alltag integrierbar.

    Fazit:

    Wunderbares Sachbuch, nah am Leben und sehr schön zu lesen.

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    echs avatar
    echvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sitzen ist das neue Rauchen - Warum wir in der Sitzfalle stecken und wie wir ihr entrinnen
    Sitzen ist das neue Rauchen - Warum wir in der Sitzfalle stecken und wie wir ihr entrinnen

    Jedem, der seine Arbeit in erster Linie im Sitzen verrichtet, ist wohl vom Prinzip her bewusst, das dies nicht gerade förderlich für seine Gesundheit und sein körperliches Wohlbefinden ist. Und dennoch treibt einen der innere Schweinehund nach Feierabend erst einmal in den bequemen Autositz und anschließend auf das kuschelige Sofa, um sich von den Anstrengungen des Tages in aller Ruhe zu erholen. Da braucht es manchmal schon einen ordentlichen Tritt in den Hintern, um der Bequemlichkeit zu entfliehen und etwas mehr für die eigene Gesundheit zu tun.

    Und genau diesen, allerdings eher sanften Tritt liefert das Buch der Diplom-Psychologin Dr. Vivien Suchert, die sich im Rahmen ihrer Doktorarbeit mit dem Zusammenhang zwischen dem Sitzen und der psychischen Gesundheit beschäftigt hat, und das Thema Sitzen nun in ihrem Buch auf äußerst unterhaltsame Art und Weise aufbereitet.
    Dabei zeigt sie nicht nur auf, wie sich der Mensch im Laufe seiner Entwicklung vom Steinzeitmenschen zum sitzenden Menschen, dem "Homo sedentarius" entwickelt hat und welche kurz- und langfristigen Folgen zu langes Sitzen für unseren Körper und auch unsere Psyche hat, sie liefert auch jede Menge praktische Tipps, mit denen wir den täglich auf uns lauernden Sitzfallen entkommen können. Dafür sind auch gar keine großangelegten Spotrtprogramme erforderlich, schon eine stetige Erhöhung der Alltagsbewegung liefert hier schon erstaunliche Ergebnisse.

    Das Buch ist dabei keine wissentschaftliche Abhandlung, es  überzeugt durch einen leicht verständlichen Schreibstil, der komplett ohne erhobenen Zeigefinger auskommt, sondern seine Leser im eher lockeren Plauderton mit allerlei unbequemen Wahrheiten konfrontiert. Zudem sind die Texte noch durch Illustrationen, die komplett aus der Feder der Autorin stammen, aufgelockert. Mit diesem Stilmittel werden die Kernaussagen des Buches noch zusätzlich durch einen visuellen Effekt unterstrichen und prägen sich dadurch umso stärker ein.  

    Ein wichtiger Beitag zu einem Thema, das uns alle angeht.

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    SigiLovesBookss avatar
    SigiLovesBooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wer länger sitzt, ist früher tot! - Gegenmaßnahme: Dieses Sachbuch lesen - und AUFSTEHEN ;)
    Fundiert, informativ und humorvoll; Sehr lesenswerte Sachbuch- Kampagne gegen "Sitzenbleiber"

    Das Sachbuch "Sitzen ist fürn Arsch" erschien im Heyne-Verlag (tb, 2017) und wurde von der jungen Wissenschaftlerin Dr. Vivien Suchert geschrieben. Ich bin sehr beeindruckt von diesem Sachbuch und sehr guten Ratgeber in Sachen "aufstehen statt sitzenbleiben" und kann es jedem empfehlen, der seiner eigenen Gesundheit im wahrsten Sinne des Wortes "auf die Sprünge helfen" will!

    Inhalt:

    "Wer länger sitzt, ist früher tot! 
    Evolutionär ist der Mensch zum Laufen gemacht. Doch was tun wir? Ob Auto, Bürostuhl oder Sofa - wir wechseln von einer Sitzgelegenheit zur nächsten. Die Folgen: Rückenbeschwerden, Übergewicht, Diabetes bis hin zu Depressionen, Herzkrankheiten und sogar Krebs. Dabei können wir viel für unsere Gesundheit tun, wir müssten nur öfter den Hintern hochbekommen. Vivien Suchert verrät einfache Tricks für mehr Bewegung im Haushalt, im Job und in der Freizeit und erklärt unterhaltsam, wie wir das Laufen verlernt haben, wo Sitzfallen lauern und warum Sport nur die halbe Miete ist."(Quelle: Buchrückentext)

    Meine Meinung:

    Das Sachbuch vermittelt bereits in der Inhaltsangabe eine sehr gute und informative Übersicht der einzelnen Kapitel, deren Themen sich Vivien Suchert mit profundem Wissen und der Fähigkeit, dieses auf unterhaltsame und zuweilen humorvolle Weise (auf jeden Fall mit einem Augenzwinkern statt einer Oberlehrer-Manie ;) dem Leser näherzubringen:

    Die Evolution der Menschheit, hier vertreten durch Ottfried, der in grauer Steinzeit noch Jäger und Sammler war und zwecks Überlebensstrategien selten die Möglichkeit hatte, sich hinzusetzen, macht dem Leser klar, dass unser Körper auch heute noch eher für viel Bewegung konzipiert ist als auf einem Sofa den mit industrieller und schnell zubereiteter Nahrung den sog. "Couch-Potatoe" abzugeben. 

    Dass letzteres auf Dauer höchst ungesund ist, wird anhand der genannten Erkrankungen, die mit einem überwiegend sitzenden Lebensstil in Zusammenhang stehen, von Vivien Suchert detailliert beschrieben. Leider haben die Menschen verlernt, ein "gesundes Mittelmaß beim Sitzen" zu entwickeln - und auch der industrielle (wie auch besonders der technische) Fortschritt spielen eine bedeutende Rolle bei dieser Entwicklung:

    So haben Berufe mit überwiegend sitzender Tätigkeit gravierend zugenommen und Firmen sind heute mehr und mehr aufgefordert, ebenfalls für die Gesundheit ihrer Beschäftigten Sorge zu tragen und etwa Fitness-Räume anzubieten. Das Sachbuch ist aber auch ein Appell an jeden, sich bewusst zu machen, wieviel Zeit er jeden Tag sitzend verbringt und daran möglichst etwas (und auch mit Spaß) zu verändern:

    Die zentrale Botschaft lautet: Jeder Schritt zählt, egal, ob Hausarbeit, Stadtbummel, Bergwanderung oder Parkbesuch! Wir sollten lernen, automatisiertes Bewegungsverhalten (bequemlichkeitsorientiert) ausbremsen zu können, aus "Sitzfallen" auszusteigen. Die Autorin bietet hier konkrete Pläne an, die im Alltag umgesetzt werden können:
    Ziele setzen, verhaltensökonomische Prinzipien anwenden, soziale Unterstützung nutzen, Self-Monitoring betreiben und möglichst konkrete Ziele planen!

    Hilfreich ist hier die SMART-Regel, die ebenfalls im Buch beschrieben und erklärt wird. Zwischendurch lockern die teils wissenschaftlichen Betrachtungen und Tabellen herrliche Cartoons auf, in denen sich so mancher wiedererkennen kann. Dr. Vivien Suchert plädiert nicht ohne Grund für ein UMDENKEN, das Alltagsaktivitäten aufwertet (z.B. autofasten; Sitzprotokolle, die sich ebenfalls im Buch befinden und an eine Veränderung denken lassen, zum Fahrrad greifen, um einzukaufen oder sich per pedes um Erledigungen in der Nähe aufmachen), wobei Sport nur als die halbe Miete gilt - und dafür Kontinuität in den Alltagsbewegungen mehr für den Körper bringt. Auch der Hang zu falscher Ernährungsweise wird im Buch nicht ausgespart, die zusammen mit mangelnder Bewegung häufig zu Übergewicht und Diabetes führt. Eine Danksagung und eine sehr lange Literaturliste beenden dieses Sachbuch, das gut "in gesunden Häppchen" zu lesen ist und zu dem immer mal wieder gegriffen werden kann.

    Fazit:

    Ein sehr fundiert und informativ geschriebener Ratgeber für Menschen, die sich bewusst machen wollen, wie sehr langes Sitzen ihrer Gesundheit schadet, die etwas daran ändern möchten und eine Motivation hierzu brauchen: All dies gelingt der Autorin mit einem Augenzwinkern ganz hervorragend und ich kann dieses Sachbuch nur jedem empfehlen, der aus seinen Sitzfallen aussteigen möchte! Kernaussage ist hier "Es sind die kleinen Dinge, die in der Summe Verbesserungen bringen"!
    Mit einer absoluten Leseempfehlung und einem Dank an die Autorin für die tolle Leserunde vergebe ich 5 * am Sachbuch-Firmament.









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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor einem Jahr
    Sitzen Sie noch oder leben Sie schon? ....

    Gespickt mit wunderbaren kleinen Zeichnungen zeigt uns die sympathische Autorin Vivien Suchert – ich hatte das Glück sie in einer Leserunde kennenlernen zu dürfen – den Weg in die richtige Richtung ohne dabei auch nur einmal oberlehrerhaft zu wirken. Sie holt weit aus und katapultiert den Leser zurück in die Steinzeit. Die Erklärungen warum wir eigentlich nicht zu Sitzen geschaffen sind, verdeutlicht sie anhand von Ottfried, dem Steinzeitmenschen, mit viel Charme aber auch sehr viel fundiertem Wissen. Das Buch ist gegliedert in verschiedene Abschnitte, die in Zusammenhang mit der Sitztätigkeit an sich stehen. Manche sind von der Sache her wissenschaftlicher als andere, aber immer auch für den Nichtmediziner und Otto Normal sehr gut verständlich. Sie sind gespickt mit vielen Tipps, die sich problemlos in den eigenen Alltag integrieren lassen und wirken hochmotivierend. In einer persönlichen Widmung schrieb mir die Autorin: „Ich hoffe, das Buch gibt dir den nötigen kleinen ‚Arschtritt‘ … liebe Vivien, ich glaube, das hast du geschafft. Ich werde das Buch gerne weiterempfehlen und ab und zu selbst mal wieder einen Blick hinein werfen.  Man kennt ihn ja den inneren Schweinehund. Im Nu fühlt der sich sonst wieder pudelwohl ;)

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    VivienSucherts avatar

    Liebe Leserinnen und Leser,

    es ist mir eine große Freude heute das Gewinnspiel zu meinem neuen Buch „Sitzen ist fürn Arsch – Warum die sitzende Lebensweise unsere Gesundheit gefährdet und was wir dagegen tun können“ zu eröffnen.

    Zwei Wochen lang, bis zum 26. Juni 2017, hast Du Zeit, Dich unter diesem Posting mit einer kleinen Willensbekundung wie:“Hier!“ oder „Muss ich haben!“ oder „UN-BE-DINGT!“ einzutragen. Die GewinnerInnen werden am 27. Juni 2017 um 20 Uhr hier bekannt gegeben.

    Die Bücher sind natürlich persönlich von mir signiert und werden im Anschluss per Post verschickt.


    Aber worum geht es eigentlich in meinem Buch?

    ###YOUTUBE-ID=4xZcy5DQwA4###

    Website zum Buch: www.sitzen-ist-fürn-arsch.de

    Du kannst mir auch auf Facebook folgen!


    Als kleinen Vorgeschmack könnt ihr nachfolgend schon einmal in das Buch reinlesen:

    Nach einem langen, anstrengenden Tag stand er hungrig und mit leeren Händen da. Frustriert stieg er in sein Auto. Auf dem Weg nach Hause hielt er noch am Drive-in-Schalter einer Fastfood-Kette. Noch während der Weiterfahrt verschlang er seine Mahlzeit. Ihm, als stolzen Besitzer eines Vollautomatikautos, bei dem man ja fast nicht mehr schalten muss, war das problemlos möglich. Er musste also nur noch ruhig sitzen … und kauen. Aber unter uns: Jeder, der in seinem Leben schon mal gekaut hat, weiß, wie unfassbar anstrengend das sein kann.

    An der Haustür angekommen fiel er aus dem Sitz, direkt in den Fahrstuhl, der ihn ins erste Stockwerk brachte. Jetzt die Treppe zu nehmen, dafür war er einfach zu kaputt. Immerhin hatte er den ganzen Tag im Büro verbracht. Er gesellte sich zu seiner Frau auf die Couch und ließ sich vom Fernsehprogramm berieseln. Als es allmählich spät wurde, gingen sie ins Bett. Schließlich musste er am nächsten Tag fit sein, denn es stand ein intensives Sportprogramm mit seinen Kumpels auf dem Plan. Ganze 90 Minuten Fußball – auf und ab, links und rechts, schnell und langsam. Eine ziemliche Beanspruchung von Augen und Halsmuskulatur, wenn man so angestrengt vom Stadionsitz aufs Spielfeld schauen muss. Und der Bierbecher hält sich ja auch nicht von allein.

    Seine Frau hatte es auch nicht besser. Sie traf sich mit ein paar ihrer Freudinnen zu einer Thermomix-Party. Die Frauen würden sich von einer Vertreterin Rezepte zeigen lassen, die der Thermomix fast von selbst zubereitet. Aber von wegen „fast von selbst“, die Zutaten musste man vorher ja schließlich selbst nach Hause schleppen und mühsam in den Mixer geben. Vielleicht würde sie demnächst einmal so einen Supermarktlieferservice ausprobieren – das würde ihr in ihrem stressigen Alltag wenigstens etwas Entlastung bringen. Doch wenigstens auf der Party musste sie keinen Finger rühren. Sie hoffte nur inständig, dass genug Stühle da waren und sie dem Hightech-Gerät nicht im Stehen bei der Arbeit zusehen muss.

    Das hört sich übertrieben an?
    Ein bisschen faul?
    Ein bisschen träge?

    Nun ja, im Grunde sieht es heutzutage so oder so ähnlich bei den meisten von uns aus. Unser Alltag ist voll von Beschäftigungen, denen wir im Sitzen nachgehen. Sei es im Büro, im Auto, zu Hause auf dem Sofa oder abends mit Freunden in einer Bar. Wenn man sich den Tagesverlauf der meisten Menschen einmal genau ansieht, scheint es, sie würden letztlich nur von einer Sitzgelegenheit zur nächsten wechseln. In öffentlichen Verkehrsmitteln kämpfen wir um jeden freien Sitzplatz und verstehen jeden leeren Stuhl nicht nur als Einladung, sondern sogar als direkte Aufforderung, es uns bequem zu machen. Wer könnte da Böses ahnen?

    Professor Levine von der Mayo Clinic in Arizona, der sich seit Jahrzehnten mit den negativen Folgen unseres überwiegend sitzenden Lebensstils befasst, wurde in den Medien häufig mit der Aussage zitiert: „Sitzen ist das neue Rauchen“. Mittlerweile weiß man mehr. Denn Sitzen ist nicht etwa das neue Rauchen. Tatsächlich gehen die negativen gesundheitlichen Folgen sogar noch über die des Rauchens hinaus. In seinem Buch Get Up! spricht Professor Levine von „Chairaddiction“, sprich Stuhlabhängigkeit. Tatsächlich klingt dieses Wort doppelt schlimm. In diesem Falle ist jedoch die Abhängigkeit von Sitzmobiliar gemeint. Fakt ist: Wir können fast alles im Sitzen machen: arbeiten, einkaufen, uns fortbewegen, spielen, einfach alles. Doch was noch viel schlimmer ist: Weil wir mittlerweile echte Sitzabhängige und Bewegungsphobiker sind, tun wir das tatsächlich auch. In Anbetracht unserer beeindruckenden Fähigkeiten als Hochleistungssitzer fällt es schwer zu glauben, dass wir von wahren Athleten abstammen, die in den Steppen Afrikas als Jäger und Sammler die ersten Zeilen unserer Erfolgsgeschichte schrieben. Optisch scheinen wir lediglich ein paar ästhetische Sprünge innerhalb der letzten 200000 Jahre gemacht zu haben – unser Lebensstil unterscheidet sich hingegen ganz grundlegend von dem unserer Vorfahren. Bei ihnen waren Ruhephasen im Sitzen noch kleine Inseln der Erholung in ihrem sonst sehr bewegten Alltag. Heutzutage ist es genau umgekehrt. Bewegung hat in unserem Leben inzwischen echten Seltenheitswert. Und für viele Bürostuhltäter ist körperliche Ertüchtigung eher eine lästige Pflicht, die so weit es geht vermieden wird. Zwar sind wir als sogenannte moderne Menschen unseren Urahnen in vielem überlegen und haben ganze Quantensprünge gemacht, was solche Dinge wie Essen oder gesundheitliche Versorgung angeht, doch etwas ganz Grundlegendes scheinen wir von den frühen Menschen lernen zu können: Unser Körper ist dazu geschaffen, aktiv zu sein. Und nicht dafür, den ganzen Tag an einen Stuhl gefesselt zu werden und, wenn überhaupt, die Finger auf der Tastatur zu bewegen.

    Ich gehöre zu den Menschen, die gemeinhin als sportlich bezeichnet werden. Schon seit meiner Kindheit habe ich mehrmals pro Woche Sport im Verein betrieben und auch in meiner Freizeit war ich gern körperlich aktiv. Zwar habe ich die Vereinskarriere im Judo mit 16 an den Nagel gehängt, den Sport jedoch nicht. Sieht man sich die Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation an, war ich eigentlich immer ausreichend aktiv. Nachdem ich mein Studium in Psychologie 2012 abgeschlossen hatte, trat ich 2013 eine Stelle als Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel an. Ich arbeitete in einem Projekt zur Bewegungsförderung bei Jugendlichen. Bei meinen anfänglichen Recherchen auf der Suche nach einem geeigneten Promotionsvorhaben kam ich dann auch das erste Mal mit dem Thema Sitzen in Berührung. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, auf die ich stieß, setzten mich in Erstaunen. Sie waren gleichzeitig ungemein gravierend und zugleich bislang weitestgehend unbeachtet geblieben. Ich beschloss also, mich näher damit zu beschäftigen.

    Als Psychologin interessierte mich besonders der Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit bei Jugendlichen. Darüber hinaus stellte ich aber auch mein eigenes Bewegungsverhalten in Frage. War ich wirklich so sportlich, wie ich immer dachte? Die Antwort lag auf der Hand: Ich hatte einen Bürojob, dem ich überwiegend im Sitzen nachging, ich schaute abends gern fern, und seitdem ich ein Auto hatte, blieb dieses meist auch nicht ungenutzt. Die eine Stunde Sport, die ich im Schnitt fast jeden Tag trieb, war zwar ein guter Anfang, aber beruhigte im Endeffekt nur mein Gewissen. Denn eigentlich verlangte mein Körper, so wie der von jedem von uns, nach mehr: mehr Bewegung, mehr Aktivität. Er will gefordert werden. Je mehr ich mich mit dem Thema Sitzen beschäftigte, desto mehr versuchte ich auch an meinem eigenen Lebensstil zu schrauben. Das war gar nicht so einfach und ist es übrigens auch bis heute nicht. Denn viele Arbeiten erfordern schlichtweg, dass man am Computer sitzt. Welches Unternehmen stellt den Mitarbeitern schon Stehtische - idealerweise sogar mit einem Laufband davor – zur Verfügung? Und mal ehrlich: Was gibt es nach einem anstrengenden Arbeitstag Schöneres als den ganzen Abend auf der Couch zu lümmeln?

    Im Endeffekt habe ich begonnen, ganz kleine Dinge zu verändern. Wenn ich beispielsweise irgendetwas auf Arbeit lesen musste, dann hab ich das häufig im Stehen gemacht und mit ein paar Wadenhebern verbunden, Ausdrucke habe ich mit Vorliebe in vereinzelten Ladungen geholt, und Tee gab es nur in Tassenportionen nicht kannenweise. Auch mein Fahrrad kam auf dem Weg zur Arbeit immer häufiger zum Einsatz. Das sorgte für den extra Muntermacher am Morgen. Statt Werbepausen mit Rumzappen zu verbringen, nutzte ich die Zeit, um irgendetwas zu erledigen. Auch wenn der Berufsalltag einen häufig sehr starren Rahmen vorgibt, liegt es an uns, die kleinen Umwege zu nehmen, die sich uns bieten.

    Und darum wird es in diesem Buch gehen. Ich möchte Dein Bewusstsein für ein gesundheitliches Risiko schärfen, das viele noch gar nicht als solches erkennen. Wir sitzen jeden Tag, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, ob das gut ist oder sogar zu viel. Mein Ziel ist es, Menschen zum Umdenken zu bringen und zu einem bewussteren Umgang mit unseren Sitzgewohnheiten. Neben den wissenschaftlichen Fakten zu den gesundheitlichen Folgen unseres sitzenden Lebensstils braucht es dafür vor allem auch Informationen darüber, wie Du der Sitzfalle entkommen kannst, um die ersten Schritte in ein aktiveres Leben zu gehen.


    Wenn Du genug vom vielen Sitzen hast und Dein Leben in Bewegung bringen möchtest, dann trage Dich einfach unten ein. Zwei Wochen ... aaaaaaab jetzt!
    Natürlich wird es im Anschluss an das Gewinnspiel eine Leserunde hier geben, die ich begleite und in der wir uns über das Buch austauschen können.

    Ich wünsche Euch eine bewegungsreiche Woche und drücke Euch die Daumen!

    Liebe Grüße

    Vivien
    Zur Buchverlosung
    VivienSucherts avatar
    Hallo alle zusammen,


    hier geht es nun mit der Leserunde zu meinem Buch "Sitzen ist fürn Arsch" los. Ich freue mich noch immer über die rege Teilnahme am Gewinnspiel und bin daher umso gespannter auf interessante und alltagsnahe Diskussionen mit euch.


    Leider konnten beim Gewinnspiel ja nicht alle erfolgreich sein. Zum Startschuss der Leserunde würde ich daher gern zwei hochmotivierten Couchpotatos noch einmal die Chance geben, an der Leserunde teilzunehmen und ein handsigniertes Exemplar zu gewinnen. Schreibt mir hierfür einfach einen Kommentar in das Unterthema "Hochmotivierte Couchpotatos". Mit etwas Glück, seid ihr dabei ;)


    Bis ganz bald
    Eure Vivien
    dieschmitts avatar
    Letzter Beitrag von  dieschmittvor einem Jahr
    Dankeschön :) auch dir ein schönes Wochenende...
    Zur Leserunde

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