Vivien Thiessen

 4,7 Sterne bei 130 Bewertungen

Lebenslauf

Vivien Thiessen, geboren in Lübeck, schloss ihr Studium der Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, als Diplom-Designerin ab. In ihrer Tätigkeit als freiberufliche Illustratorin läßt sie sich von den spannenden Texten inspirieren und versetzt sich intensiv in die Themen. 

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Vivien Thiessen

Cover des Buches Der Schacherzähler (ISBN: 9783471360590)

Der Schacherzähler

(129)
Erschienen am 28.12.2023

Neue Rezensionen zu Vivien Thiessen

Cover des Buches Der Schacherzähler (ISBN: 9783471360590)
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Rezension zu "Der Schacherzähler" von Judith Pinnow

Love_Books1
Wundervolle Geschichte

„Der Schacherzähler“ erzählt die wundervolle Geschichte von Janne, Malu und Oldman, wie sie sich kennen lernen und sich ihre Leben langsam immer mehr ineinander verweben. Die Erzählerin schafft tolle tiefgehende und individuelle Charaktere, die man als Leser schnell lieben lernt. Zum einen ist da Malu, eine junge alleinerziehende Mutter, die ihren Sohn im Grundschulalter über alles liebt und mit einer wahnsinnigen Zuversicht darum kämpft, ihr Leben schön zu gestalten. Dann gibt es Janne, besagten Sohn, der schlecht still sitzen kann und deshalb in der Schule immer wieder aneckt. Oldman (so nennt er sich selber) ist ein älterer Mann, der seit dem Tod seiner geliebten Frau Lieschen sein Leben allein bestreitet und sich dabei an starren Routinen festklammert, die ihm durch den Tag helfen. Die Geschichte wird zunächst im Wechsel aus den Perspektiven dieser drei Hauptfiguren erzählt. Nach und nach erweitern sich die Erzählerperspektiven dann um Liv, die beste Freundin von Malu, Künstlerin und zweifache Mutter sowie um Hinnerk, den Besitzer des örtlichen Cafés und Malu’s Chef. Daneben gibt es viele weitere Charaktere, die zwar nicht im Zentrum der Erzählung stehen, aber der Geschichte Atmosphäre verleihen. Exemplarisch sei hier Frau Oberförster genannt, die stets mit hochgeschlossenem Mantel und Hut herumläuft und im Café stets einen „Kaffee ohne irgendetwas anderem in der Tasse“ bestellt.

Die Geschichte beginnt mit dem Kennenlernen von Janne und Oldman im Park, der Junge ist neugierig und geht zu dem Alten hin, welcher dort vor seinem Schachbrett sitzt. Schnell wird klar, dass es beiden gut tut, wenn Oldman Janne das Schach spielen beibringt. Nach und nach entwickeln sich weitere Handlungsstränge, die vielfältig sind. Insolvenz, Verstoßung durch die Eltern, Adoption, heimliche Kinder aus Seitensprünge und vieles mehr. Das Buch ist absolut lesenswert und sehr berührend. Es schafft eine vollkommen authentische Atmosphäre, in die man als Leser gerne eintaucht und sich mitreißen lässt.

Cover des Buches Der Schacherzähler (ISBN: 9783471360590)
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Rezension zu "Der Schacherzähler" von Judith Pinnow

lilli1906
Gefühlvolle Geschichte

Dieses Buch war ein richtiges "feel good" Buch für mich. Es geht um eine alleinerziehende Mutter und ihren Sohn, der sich mit einem alten Mann anfreundet. Der Mann bringt ihm das Schachspieler bei, und alle drei wachsen zu einer "Familie" zusammen.

Ich mochte den Schreibstil sehr gerne. Einfach zu lösen, flüssig erzählt, nicht zu kitschig. Der langsame Beziehungsuafbau der Personen hat mir gefallen, und alle Personen waren für mich authentisch, sympathisch, mit Ecken und Kanten. Die Story war etwas vorhersehbar, was mich aber nicht gestört hat, denn die Story war stimmig und gefühlvoll - genau das, was ich mir gewünscht hatte.

Vom Stil erinnert mich die Geschichte an "Der Buchspazierer", ein Buch, das ich auch sehr gerne gelesen habe.

Cover des Buches Der Schacherzähler (ISBN: 9783471360590)
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Rezension zu "Der Schacherzähler" von Judith Pinnow

Jackolino
Wahlverwandtschaften

Drei Personen sind die Hauptfiguren des Buches: Janne, ein neunjähriger Junge, seine Mutter Malu und Oldmann Walter, ein Rentner, der gerne im Park Schach mit sich selbst spielt. Janne lernt ihn eines Tages kennen, als er mit seinem Roller auf der Rampe am Üben ist. Janne ist neugierig und will Schach spielen lernen und so bringt Oldmann ihm so langsam die Regeln des Spieles bei. Janne lernt schnell, ganz anders als in der Schule, wo die Lehrerin seine Mutter fast jede Woche hinzitiert, um sich über ihn zu beschweren.

Malu ist alleinerziehend, sie arbeitet in einem kleinen Café, das vor der Schließung steht. Damit würde sie arbeitslos werden und der Plan B ist noch nicht gefasst. Sie hat nur wenige Bezugspersonen. Eine davon ist Liv, eine Künstlerin, der andere ist Hinnerk, ihr Arbeitgeber.

Das Buch ist jeweils aus der Sicht einer der Hauptpersonen geschrieben, mit Oldman erfahren wir in Rückblenden viel aus seinem Leben, seinem Werben um Lieschen, seiner Ehe mit ihr, aber auch der Kinderlosigkeit ihrer Ehe. Sie hätten sich beide Kinder gewünscht. Nun trauert er dieser Zeit hinterher und führt Zwiegespräche mit ihr, um seiner Einsamkeit etwas entgegenzusetzen. 

Trotz durchaus angesprochener Probleme ist das Buch ein Wohlfühlbuch. Meistens sind die Leute nett zueinander, selbst wenn sie, wie Frau Oberförster, so ihre Schrullen haben. 

Aber die authentischste Persönlichkeit des Buches ist eindeutig Janne. Seine Geradlinigkeit, Ehrlichkeit und offene Art ermöglichen vielen Kontaktpersonen, sich von einer ganz anderen Seite zu zeigen. Selbst Frau Oberförster kann ganz nahbar sein, wenn sie es mit Janne zu tun hat.

Er ist noch unverbogen, spricht aus, was er denkt und ist dabei doch bemüht, niemanden zu verletzen oder zu beleidigen. Malu hat gute Arbeit geleistet in seiner Erziehung und man bedauert die beiden, wenn die unfähige Lehrerin sich in regelmäßigen Abständen bei ihnen beschwert. 

Oldman findet mit seiner knurrigen Art direkt einen Draht zu Janne. Und auch Janne schafft es bei ihm, still zu sitzen und sich zu konzentrieren. Über das Schachspiel hinaus schafft es Oldman, Janne einiges an Lebensweisheiten mitzugeben und die empathische Art des Jungen zu unterstützen.

Selbst wenn sich zum Schluss des Buches doch einiges zum Guten wendet, so wird Oldman doch Jannes Wahlopa bleiben, die beiden haben sich gesucht und gefunden.

Mir hat das Buch gut gefallen, so dass ich gerne die volle Punktzahl dafür vergebe.


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