Vladimir Nabokov

 4,1 Sterne bei 415 Bewertungen
Autor von Pnin, Ada oder Das Verlangen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Wladimir Wladimirowitsch Nabokow - gestorben am 2. Juli 1977 in Montreux

Alle Bücher von Vladimir Nabokov

Cover des Buches Pnin (ISBN: 9783644056510)

Pnin

(82)
Erschienen am 21.07.2017
Cover des Buches Ada oder Das Verlangen (ISBN: 9783644056213)

Ada oder Das Verlangen

(29)
Erschienen am 24.01.2018
Cover des Buches Lushins Verteidigung (ISBN: 9783644056411)

Lushins Verteidigung

(29)
Erschienen am 18.08.2017
Cover des Buches Maschenka (ISBN: 9783644001688)

Maschenka

(29)
Erschienen am 18.08.2017
Cover des Buches Einladung zur Enthauptung (ISBN: 9783644000704)

Einladung zur Enthauptung

(21)
Erschienen am 22.09.2017
Cover des Buches Verzweiflung (ISBN: 9783644403475)

Verzweiflung

(18)
Erschienen am 18.08.2017
Cover des Buches König Dame Bube (ISBN: 9783644002258)

König Dame Bube

(18)
Erschienen am 20.11.2018
Cover des Buches Gelächter im Dunkel (ISBN: 9783644002302)

Gelächter im Dunkel

(16)
Erschienen am 23.10.2018

Neue Rezensionen zu Vladimir Nabokov

Cover des Buches Das wahre Leben des Sebastian Knight (ISBN: 9783499225451)
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Rezension zu "Das wahre Leben des Sebastian Knight" von Vladimir Nabokov

Trishen77
Reicher Roman


[…] und außerdem wusste er, dass im Grunde keine Idee wirklich existiert, wenn ihr nicht die Worte genau nach Maß angelegt werden.


Romane, die als Weltliteratur oder gehobene Literatur bezeichnet werden, haben nicht gerade den Ruf leicht lesbar zu sein. In kaum einem Genre herrscht aber auch eine so große Bandbreite an Formen und somit auch nahezu nirgends eine so große Bandbreite an Verständlichkeitsstufen: von Simmel und Konsalik (deren Büchern einige Gralshüter des Romans wie Kundera oder Vargas Llosa – möglicherweise zurecht – die Bezeichnung Roman absprechen würden) bis zu Arno Schmidt und Oswald Wiener ist es ein weiter Weg und doch steht auf den Büchern dieser grundverschiedenen Literaten das Wort Roman geschrieben. Irgendwo in der Mitte aber gibt es jene Romane, die bereits eine vielfältige, subtile Erfahrung bereithalten und dennoch nicht besonders schwer zugänglich sind, keine großen Mühen und Anstrengungen vom Leser erwarten. Manche Romane von Kundera und Vargas Llosa gehören dazu, Werke von Camus oder André Gide, Carson McCullers und Nicole Krauss und es wären noch einige Autor*innen zu nennen, bevor diese Liste fertig wäre.

Einer, der in dieser Liste auch nicht fehlen dürfte ist Vladimir Nabokov. Kaum ein Autor ist ein besserer, lebendigerer Inbegriff der hohen Narration, die beileibe nicht schwer zugänglich ist oder sich allzu sehr in Formspielen oder perspektiven Verzerrungen ergeht. Von seinen frühen russischen Romanen bis zu jenen späten Meisterwerken „Lolita“ und „Pnin“ hat er es bravourös und virtuos vermieden, etwas Verkopftes zu Papier zu bringen und ist dennoch kein unmoderner Autor (wenngleich einige Gralshüter der Avantgarde und neuer Roman- und Kunstbegriffe ihn vielleicht so bezeichnen würden).
Nabokov stammte aus Russland, in dem es zwei Romanciers gab, die ebenfalls zur Hochliteratur gezählt werden und dennoch fesselnd sind, ja geradezu Bestsellercharakter haben: Lew Tolstoi und Fjodor Dostojewski. Man könnte auch noch den großartigen Erzähler Anton Chechov hinzufügen. Es liegt mir fern ihn in eine Reihe mit diesen dreien zu stellen, aber Nabokov hat vielleicht auf kluge Art und Weise von ihnen gelernt, nicht was die Themen und was die Sprache anging, aber in Sachen Bodenhaftung und narrativer Eleganz ist er ihnen, behaupte ich, gar nicht so fern.

„Das wahre Leben des Sebastian Knight“ war der erste Roman, den Nabokov auf Englisch schrieb, mehr aus Notwendigkeit, denn aus einem Wunsch heraus. Er war auch zum Teil eine Art selbsterlegte Auftragsarbeit, mit der Nabokov sich bei einer Geldmöglichkeit bewerben wollte. Diese Entstehungsgeschichte flößt nicht gerade Vertrauen ein und man könnte zunächst glauben, man hielte eines jener Bücher in der Hand, die der Verlag herausgegeben hat, obwohl der Roman nicht die Höhe des sonstigen Werkes erreicht (Ähnliches ist ja schon geschehen, bei Witold Gombrowicz und „Die Besessenen“ zum Beispiel) und nur weil man die Rechte am Gesamtwerk besitzt.

Doch weit gefehlt: in seiner eigenen, schummrig-kristallinen Art ist dieser Roman ein Meisterwerk, eine Schönheit. Es gibt kaum ein Buch, das ich in den letzten Jahren mit so viel Genuss und mit so wenig Frust gelesen habe. Es ist leicht, trägt aber in jedem Satz eine tiefe Bedeutsamkeit in sich und die Sprache ist, selbst in der Übersetzung (die Dieter E. Zimmer augenscheinlich wundervoll angefertigt hat) eine echte Augenweide, auf der so manches grandiose sprachliche Bild wie ein Windstoß das Gras, die Bäume und den Körper des Lesers rauschen, wehen und zittern lässt.

Erzählt wird die Geschichte eines jungen Exilrussen, der sich auf die Spuren seines kürzlich verstorbenen Halbbruders, eben jenes Sebastian Knight, begibt. Sebastian war Schriftsteller und der Protagonist möchte nun ein Buch über ihn und sein Schaffen schreiben, eben jenes, das wir in Händen halten: „Das wahre Leben des Sebastian Knight“. Anlass ist zum einen der Tod des Bruders, der den Erzähler erkennen lässt, dass er sehr wenig über dessen Leben wusste (obgleich er sein Schaffen immer aufmerksam verfolgt hat) und zum anderen das stümperhaft-blasierte biographische Buch von Sebastians ehemaligem Sekretär, das, davon ist der Protagonist fest überzeugt, ein völlig falsches Bild von dessen geistigen Haltungen, Interessen und Antrieben zeichnet.

Also macht sich der Protagonist auf die Suche, beginnend bei der gemeinsamen Kindheit, mit Ausflügen in die Welten der Bücher, die Sebastian schrieb, immer der dünner werdenden Fährte seiner Lebenswege hinterher. Genau auf dem Grat der Gefälle entlang, von dem das Buch auf der einen Seite in die Schlucht des bloßen Berichtes, auf der anderen in den Abgrund seines eigenen Aufhängers fallen könnte, bewegt sich die Erzählung, mit einer kleinen Fülle von anekdotischen und illuminierenden Momenten beladen, in die Existenz der Figur Sebastian Knight herein, überhöht ihn nicht, verwirft ihn nicht, überfüttert den Leser nicht mit Details. Der meist weit entfernte und nun tote Bruder bekommt eine dem Sujet angemessen Aufladung angediehen, er wird aber vor allem menschlich sichtbar, nicht als Figur, als angelegte Idee. Und die Entfernung bleibt, von kurzen Momenten der Nähe durchzogen, von kurzen Erkenntnissen über ein anderes Dasein.

Es ist kein spannendes und kein gewaltiges Buch, kein großer Wurf, aber ein sehr starker, reicher Roman.

Cover des Buches Maschenka (ISBN: 9783499225468)
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Rezension zu "Maschenka" von Vladimir Nabokov

Trishen77
Erste Liebe

„Und über diese Straßen, die jetzt so breit sind wie glänzende schwarze Meere, zu dieser späten Stunde, da die letzte Kneipe längst zugemacht hat, läuft ein Mann aus Russland, bar der Fesseln des Schlafs, in hellseherischer Versunkenheit umher; zu dieser späten Stunde über diese breiten Straßen Welten, die einander vollkommen fremd waren; kein Passant, sondern jeder eine völlig abgeschlossene Welt, jeder eine Ganzheit aus Wundersamem und Bösem. […] In Augenblicken wie diesen geschieht es, dass alles mythenhaft und unauslotbar tiefgründig wird und das Leben schrecklich und der Tod noch viel schrecklicher erscheint. Und dann, während man schnellen Schrittes durch die nächtliche Stadt dahineilt, durch Tränen nach den Lichtern blickt und in ihnen eine herrliche, blendende Erinnerung an vergangenes Glück sucht – etwas, das nach vielen Jahren öden Vergessenseins wieder emportaucht –, wird man plötzlich in seinem wilden Voranjagen höflich von einem Fußgänger angehalten und gefragt, wie er wohl in die und die Straße gelangen könne, gefragt in einem ganz alltäglichen Ton, aber in einem Ton, den man niemals wieder hören wird.“

Debüts sind zumeist entweder sehr unbeschwert/einfach oder sehr ambitioniert (oft sind die Autor*innen des ambitionierten Debüts gezwungen, danach immer und immer wieder gegen dieses Debüt anzutreten, sie versuchen sich davon abzugrenzen, versuchen daran anzuknüpfen, führen die Grundmotive endlos fort, etc., während die Autor*innen der unbeschwerten Debüts meist mehr Entfaltungsspielraum haben und eine deutliche Entwicklung durchlaufen.) Autoren wie Virginia Woolf, Albert Camus oder Kazuo Ishiguro starteten ihre Karriere mit eher unbeschwerten Büchern – so auch Vladimir Nabokov, mit seinem Emigranten- und Jugendlieberoman „Maschenka“.

Inhaltlich dreht sich der Roman um zweierlei: er wirft zum einen Schlaglichter auf die Schicksale einiger Menschen, die gemeinsam in einer deutschen Pension in Berlin wohnen; ein großer Teil von ihnen russische Emigranten, die vor den Revolutionswirren geflohen sind. Darunter ein alter Dichter, der hofft nach Paris weiterreisen zu können, was sich wegen seiner Passsituation als schwierig erweist, zwei Tänzer und ein schwatzender Wichtigtuer, der sehnsüchtig auf seine Frau wartet, die ihm demnächst folgen soll.

Gleichzeitig schildert das Buch in Rückblenden Episoden aus dem Leben des Protagonisten Ganin, der ebenfalls in der Pension wohnt. Durch einen Zufall wird er mit einem Bild seiner ersten Liebe Maschenka konfrontiert und mit ihr kehrt nicht nur die Erinnerung an seine Heimat Russland, sondern auch der ganze Mythos einer Reihe von Tagen in seiner späten Jugend, eine Zeit voller erster Reize und Entdeckungen, Umbrüche und Hoffnungen, zurück. Der derzeit in Berlin gestrandete, unschlüssige und perspektivlose Ganin verliert sich in diesen Erinnerungen, die von Zeiten künden, in denen zumindest die Jagd nach Gewissheiten, nach der Erfüllung von Sehnsüchten, ihn immer begleitete, noch in ihm brannte. Das alles ist mit Maschenka verbunden, sie steht wie eine Ikone im Zentrum dieser Zeit.

„Sie benutzte ein billiges, süßliches Parfum, das «Tagore» hieß. Diesen Duft, vermischt mit den frischen Gerüchen des herbstlichen Parks, versuchte Ganin jetzt noch einmal einzufangen; aber wir wissen ja, unser Gedächtnis kann fast alles wiedererstehen lassen, nur Gerüche nicht, obwohl die Vergangenheit durch nichts so vollkommen wieder auflebt wie durch einen Geruch, der einst mit ihr verbunden war.“

Von allen Romanen Vladimir Nabokovs war mir „Maschenka“ am wenigsten und zugleich am ahnungsvollsten im Gedächtnis geblieben; vielleicht weil er einen recht simplen Topos hat. Jetzt, beim Wiederlesen, überraschte es mich, wie sehr mich die Intensität der ersten Lektüre wieder einholte und für wie gelungen ich diesen Roman mehr denn je halte. Natürlich hält er einem Vergleich mit den ambitionierteren Werken Nabokovs insofern nicht stand, als spätere Romane vielfach existenzielle Dilemmata und Situationen verhandeln, während es in „Maschenka“ hauptsächlich um relativ unspektakuläre Emigrantenschicksale und einige Gefühlswelten geht.

Auf der anderen Seite tritt in der Ausformung dieser Gefühlswelten und in der Schilderung einiger Szenen bereits jene Kunst Nabokovs zutage, die in meiner Ansicht nach von vielen anderen Autor*innen unterscheidet: die Kunst, die emotionalen Auswüchse, die gefühlsbedingten Tendenzen, und die damit einhergehenden Gedanken und Empfindungsräume seiner Figuren malerisch und gleichsam prägnant und nachvollziehbar darzustellen. Diese Verdichtungen, die Sensibilität mit Anschaulichkeit verbinden, werden mich immer zu Nabokovs Werken hinziehen, ebenso wie die Bravour mit der Figuren entwirft, die zumeist nur wenig illustriert werden, aber gerade deswegen authentisch wirken, weil Emotionen und Handlungen, und die Art wie andere auf sie reagieren und sie sehen, ihre Gestalt vor dem Leser entstehen lassen.

Obgleich es vielerlei verhandelt, ist „Maschenka“ ein unscheinbares Werk. Mancher Nebenfigur mangelt es trotz geschickter Pinselführung an wirklicher Tiefe, hier und da wirkt manches Plot-Element etwas forciert, aber das alles tritt zurück hinter ein paar innige und unnachahmlich präzise Schilderungen, in denen Nabokov die Andeutung und Auslotung komplexer und langwidriger Gefühlszustände gelingt. Allein für diese Passagen lohnt es sich, „Maschenka“ zu lesen. Und sei es nur, um wie Ganin eine Reise in die Ferne (und Nähe) der ersten Liebe, der eigenen Biographie anzutreten.

Cover des Buches Fahles Feuer (ISBN: 9783499273902)
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Rezension zu "Fahles Feuer" von Vladimir Nabokov

Trishen77
Meisterwerk

„Fahles Feuer“ gehört bereits zu den späten Romanen Nabokovs (es ist der erste Roman nach den bekannten Werken „Lolita“ und „Pnin“).  Während andere „Lolita“ oder „Ada oder Das Verlangen“ als sein Opus magnum ansehen, finde ich, dass dieser Titel am ehesten diesem Roman zusteht. Denn hier kommt alles zusammen, was Nabokov in seinen besten Momenten ausmacht: Intensität und sprachliche Finesse, die Stärke des erzählerischen Bogens, aber eben auch Verspieltheit, die Einbringung von Haltlosigkeiten und Ungewissheiten, die durch die jeweilige Form perfekt zur Geltung kommen.

Allein die Plot-Idee von „Fahles Feuer“ ist schon ein Kuriosum und klingt eher so, als habe Stanislaw Lem seine Sammlung fiktiver Buchrezensionen (in „Die vollkommene Leere“) auf die Spitze treiben wollen. Denn das ganze Buch ist ein einziger Kommentar zu einem 999 Zeilen langen Gedicht namens „Fahles Feuer“. Der Herausgeber Charles Kinbote erklärt, dass sein Freund, der Verfasser John Shade, erschossen wurde, bevor er die tausendste Zeile niederschreiben konnte. Nach und nach kommentiert er das Werk und offenbart nicht nur die Untiefen des Gedichtes, sondern auch seine eigenen …

Das ganze Buch ist durchzogen von Ungewissheiten, spielt mit ihnen: Existiert John Shade überhaupt? Ist der Inhalt des Gedichtes, von dem Kinbote immer weiter abkommt, nur ein Vorwand? Was hat es mit Kinbotes Vision eines märchenhaften Königreiches im Osten auf sich: ist das Ganze eine Phantasie, eine Parabel, melancholische Erinnerung oder bitterböse Satire? Hat am Ende Kinbote John Shade getötet oder ist er selbst nur eine Erfindung von Shade? Nabokov spinnt die Lesenden mit ein paar schöne Fäden ein, die sich verschiedentlich verknoten, sich umeinander winden, dann wieder auseinanderlaufen.

Die Lesenden werden so selbst zu Deuter*innen des Gedichtes, zu Ermittler*innen im Mordfall Shade, zu Bewerter*innen von Kinbotes Glaubwürdigkeit und zu Erforscher*innen von Zembla (dem Königreich). Der Titel „Fahles Feuer“ ist Programm: man sieht nicht sehr weit in diesem Roman und was man sieht, das erscheint unheimlich und schon bei kleineren Entfernungen ungenau, schemenhaft. In jedem Fall stellt „Fahles Feuer“ eine literarische tour de force dar, die ebenso brillant wie unterhaltsam ist. Ein Meisterwerk, ein sehr lesenswertes Erlebnis für alle homme/femme de lettres.

Gespräche aus der Community

Bella12s avatar
Bella12

Ich suche Bücher, in denen es um toxische Beziehungen geht. Es kann realistisch und gefühlvoll sein (Nur noch ein einziges Mal) bis zum Psychothriller (Saving Grace). Auch Klassiker wie Lolita und Das Bildnis des Dorian Gray gehören für mich dazu. Meine dunkle Vanessa habe ich noch nicht gelesen, aber den Rezensionen nach zu schließen, würde es auch gut passen.

Die Art der Beziehung ist dabei egal, auch wie man toxisch definiert. Ich suche einfach nach Büchern mit ähnlicher Atmosphäre.

Zum Thema
5 Beiträge
Cover des Buches Lolita
Apfelgruens avatar
Apfelgruen
Willkommen zur nächsten Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Im September haben wir uns "Lolita" von Vladimir Nabokov vorgenommen.

Die Leserunde beginnt am 1. September und wir freuen uns über  jeden, der mit uns lesen will.


59 Beiträge
Cover des Buches Tri rasskaza
Reclams avatar
Reclam
Rote Reihe Special!

Vladimir Nabokov, durch seine englischen Romane weltberühmt, hat ein ebenso faszinierendes russisches Erzählwerk verfasst. Ob es um einen Besessenen mit glühender Phantasie geht, der seine letzte Chance ergreift (Pil'gram), um einen Mann, der mit seiner Ex-Frau eine qualvoll-selige Zeitlang zusammengesperrt wird (Muzyka), oder um einen Untröstlichen, dem ein Schmetterling das Leben rettet (Roždestvo): alle drei Texte, die wir hier im russischen Original lesen wollen, sind in Nabokovs ungemein bildhafter, sinnlicher Sprache geschrieben und enden völlig unerwartet.

Wer sich die Sprachkompetenz noch nicht völlig zutraut. Auf Deutsch sind diese Texte folgendermaßen im Taschenbuch greifbar:

Die Erzählung Pilgram in:
Vladimir Nabokov, Stadtführer Berlin [Fünf Erzählungen], Reclams UB 8090

Die Erzählung Musik in:
Vladimir Nabokov, Der neue Nachbar. Erzählungen 1925–1935, rororo 22542

Die Erzählung Weihnachten in:
Vladimir Nabokov, Die Venezianerin. Erzählungen 1921–1924, rororo 22541

Wir wollen uns hier jedoch am russischen Original versuchen und stellen hierfür wieder 20 Exemplare zur Verfügung.


In allen drei Geschichten ist die Hauptfigur zwar als unglücklich zu bezeichnen – und doch enden alle drei Geschichten mit einer Art von Glück! Und auch für Personen um sie herum spielt das Thema Glück – nämlich: wie und worüber man Glück empfindet – eine Rolle.


Ihr möchtet mitlesen?
Dann sagt uns, was Glück für euch bedeutet und wo ihr es empfindet?

Wir sind gespannt.
34 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Vladimir Nabokov wurde am 22. April 1899 in Sankt Petersburg (Russland) geboren.

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