Vladimir Nabokov

 4.2 Sterne bei 827 Bewertungen
Autor von Lolita, Pnin und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Vladimir Nabokov

Wladimir Wladimirowitsch Nabokow - gestorben am 2. Juli 1977 in Montreux

Alle Bücher von Vladimir Nabokov

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Lolita

Lolita

 (442)
Erschienen am 01.04.1999
Ada oder Das Verlangen

Ada oder Das Verlangen

 (26)
Erschienen am 17.09.2010
Maschenka

Maschenka

 (24)
Erschienen am 01.04.1999
Lushins Verteidigung

Lushins Verteidigung

 (22)
Erschienen am 01.04.1999
Der Zauberer

Der Zauberer

 (19)
Erschienen am 01.04.1999
Einladung zur Enthauptung

Einladung zur Enthauptung

 (19)
Erschienen am 06.04.1990
Verzweiflung

Verzweiflung

 (14)
Erschienen am 02.01.2001
König Dame Bube

König Dame Bube

 (15)
Erschienen am 01.04.1999

Neue Rezensionen zu Vladimir Nabokov

Neu

Rezension zu "Der Zauberer" von Vladimir Nabokov

Der Mann und das Mädchen
OliverBaiervor 15 Tagen

Inhalt/ Klappentext:


Erst im Nachlaß des unsterblichen Erzählers Vladimir Nabokov tauchte diese verloren geglaubte Erzählung wieder auf: eine erste, faszinierende Version des "Lolita"-Themas. Ein Mann in den Vierzigern stellt einem Nymphchen nach und heiratet dessen kranke Mutter, um nach deren Tod das zwölfjährige Mädchen endlich in seine Gewalt zu bringen. Die Geschichte kann nicht gutgehen und geht auch prompt böse für ihn aus.

Persönliche Meinung:

Ich- Perspektive und die beobachtenden und lüsternen Gedanken eines Ü 40 Mannes, der sich in eine zwölf Jährige verliebt. Man muss dieses Beschreibungen aushalten, im Zusammenhang der damaligemn Zeit sehen- ins heutige Leben verfrachtet ist es für mich pervers und wiederwärtig. Es sind große Texte bekannter Männer, die aber nicht minder frei von Verfehlungen waren- welche Intuition hat der Autor und welche Metaphern und Gleichnisse verstehe ich nicht hinter dieser Geschichte. Auch die Stimme des Erzählers trägt zu einem unbehaglichen Hörerlebnis bei. Nichts für mich...

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Rezension zu "Maschenka" von Vladimir Nabokov

Schlicht, aber sprachgewaltig. Große Empfehlung!
joliestvor 22 Tagen

Es ist Lev Ganin, ehemaliger russischer Offizier der Weißgardisten, der hier des nachts durch die Gassen des Berlins der Zwanzigerjahre spaziert. Berlin – dieser pulsierende Sammelpunkt der Kulturen, in dem sich der entwurzelte und verarmte Emigrant Ganin in einer Pension wiederfindet. Seine Gedanken schweifen ab in die Erinnerung an die verlorene Jugendliebe, um die sich nun Nabokovs Erstling in einer wunderschönen Novelle rankt. 

Mit Sprachgewalt und schlichter, geradliniger Erzählkunst richtet Nabokov zunächst das Licht auf die Schicksale der Menschen, die in dieser deutschen Pension zusammengefunden haben – Lev Ganin, der Revolutionsemigrant und seine Mitbewohner, darunter ein alter russischer Dichter, auf der Durchreise nach Paris, wartend auf seine Frau, die aus der langsam zerfallenden Heimat nachkommen soll. Auf dem verblichenen Foto dieser Frau erkennt Ganin seine Jugendliebe Maschenka wieder und durchlebt in episodischen Rückblenden die Erinnerung an sie, ihre Anmut und Schönheit und an seine Jugend in dörflicher, romantischer Idylle, voller Hoffnungen und Träume.

In bildhafter Sprache erweckt Nabokov mit unvergleichlicher Intensität die Gedanken des zwischen Nostalgie und Melancholie hin und her gerissenen Sehnsüchtigen zum Leben; formt seine Gefühlswelt malerisch und präzise zugleich nach und illustriert seine Empfindungsräume, die den Leser eine biografische Reise zu seiner ersten Liebe antreten lassen. In den Fetzen der Erinnerung spiegelt das Bild Maschenkas das russische Ideal. Ganin ist zunächst fest entschlossen, seine Geliebte zurückzuerobern, um endlich das verpasste Leben mit ihr nachzuholen. In Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit jedoch erkennt er, dass die Beziehung, entrückt von der idealisierten Erinnerung, keinen Bezug mehr zu ihm hat, so wie auch die Rückkehr in die Heimat keine Option mehr darstellt: „Außer diesem Bild gab es keine andere Maschenka; konnte es keine geben“. Er lässt seine Liebe zu Frau und Heimat in Gedanken noch einmal aufleben, um sie dann loslassen zu können. Ein schmerzhafter Abschied von zwei Sehnsuchtsorten, den Nabokov hier hinreißend mit Feingefühl und zarten Nuancen zugänglich macht und begreifen lässt: Vergangenes ist vergangen. Nun gilt es, den Blick auf das zu richten, was ist, was kommt und in Ganins Fall: gen Paris. 

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Rezension zu "Lushins Verteidigung" von Vladimir Nabokov

Sprachgewaltig, leicht und überraschend sogkräftig
EmmaWoodhousevor einem Monat

Zur Handlung:
Lushins Gedankenwelt kreist schon früh um Schach: geschickte Züge planen, knifflige Strategien ausarbeiten und ausweglose Partien lösen wachsen zu seinem Lebensinhalt heran. Als sein Vater den Bekannten Walentinow einlädt, ahnt dieser schon früh welche Möglichkeiten vor Lushin liegen. Er reist mit ihm in ferne Länder und lässt ihn Turniere bestreiten. Doch mehr an dem Phänomen Wunderkind, als an ihm selbst interessiert, wendet er sich eines Tages klanglos ab und zurück bleibt ein alleingelassener, erwachsener Lushin, den "nicht nur Walentinow, sondern auch das Leben selbst übersehen hatte.". Als Lushin gegen einen bekannten Meister antritt, bröckelt just seine Verteidigung und er erleidet einen Zusammenbruch. Seine Frau und deren Familie versuchen alles, ihn vom Schach abzulenken, bis ihn plötzlich seine Vergangenheit einholt und er nur einen Ausweg sieht... 

Meine Meinung:
Ich bin mit sehr niedrigen Erwartungen an das Buch herangegangen, da das m. E. sehr staubige Thema Schach, das hier den Hauptplatz einnimmt, nie sonderlich spannend für mich war. Schon nach den ersten Seiten musste ich meine Vorurteile jedoch über Bord werfen und Nabokovs Zeilen und Sprachbegabung verfallen. Er hat einen Charakter erschaffen, der bis zur letzten Seite komplex ist, obwohl er einem schon früh durch seine auf reizende Art Rüpelhaftigkeit ans Herz wächst. Er hat Lushin eine Frau geschenkt, die durch ihr unerschütterliches Mitgefühl das passende Gegenstück zu ihm ist und hat sie auf die schönstmögliche Weise vorgestellt (S. 97&98). Aus dem von mir angenommenen, staubig-trockenen Schach hat er eine bunte Kulisse geschaffen, indem er Lushins wichtigstes Turnier als klassisches Musikstück beschrieben hat. Der Humor, der hier und da durch die Szenen blitzt, hat mich wegen meiner niedrigen Erwartungen völlig überrascht und dazu beigetragen, dass ich mich bestens unterhalten gefühlt habe. 

Fazit: 
Mein erster Nabokov lässt mich fasziniert und hingerissen zurück und hat mein Interesse an seinen weiteren Werken geweckt.

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Gespräche aus der Community

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Rote Reihe Special!

Vladimir Nabokov, durch seine englischen Romane weltberühmt, hat ein ebenso faszinierendes russisches Erzählwerk verfasst. Ob es um einen Besessenen mit glühender Phantasie geht, der seine letzte Chance ergreift (Pil'gram), um einen Mann, der mit seiner Ex-Frau eine qualvoll-selige Zeitlang zusammengesperrt wird (Muzyka), oder um einen Untröstlichen, dem ein Schmetterling das Leben rettet (Roždestvo): alle drei Texte, die wir hier im russischen Original lesen wollen, sind in Nabokovs ungemein bildhafter, sinnlicher Sprache geschrieben und enden völlig unerwartet.

Wer sich die Sprachkompetenz noch nicht völlig zutraut. Auf Deutsch sind diese Texte folgendermaßen im Taschenbuch greifbar:

Die Erzählung Pilgram in:
Vladimir Nabokov, Stadtführer Berlin [Fünf Erzählungen], Reclams UB 8090

Die Erzählung Musik in:
Vladimir Nabokov, Der neue Nachbar. Erzählungen 1925–1935, rororo 22542

Die Erzählung Weihnachten in:
Vladimir Nabokov, Die Venezianerin. Erzählungen 1921–1924, rororo 22541

Wir wollen uns hier jedoch am russischen Original versuchen und stellen hierfür wieder 20 Exemplare zur Verfügung.


In allen drei Geschichten ist die Hauptfigur zwar als unglücklich zu bezeichnen – und doch enden alle drei Geschichten mit einer Art von Glück! Und auch für Personen um sie herum spielt das Thema Glück – nämlich: wie und worüber man Glück empfindet – eine Rolle.


Ihr möchtet mitlesen?
Dann sagt uns, was Glück für euch bedeutet und wo ihr es empfindet?

Wir sind gespannt.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Vladimir Nabokov wurde am 22. April 1899 in Sankt Petersburg (Russland) geboren.

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auf 164 Wunschlisten

von 61 Lesern aktuell gelesen

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