Vladimir Nabokov Das Modell für Laura

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Inhaltsangabe zu „Das Modell für Laura“ von Vladimir Nabokov

Vladimir Nabokov wird am 22. April 1899 in St. Petersburg geboren. Nach der Oktoberrevolution flieht die Familie 1919 nach Westeuropa. 1919 –1922 in Cambridge Studium der russischen und französischen Literatur. 1922 – 1937 in Berlin, erste Veröffentlichungen unter dem Pseudonym W. Sirin. 1937–1940 nach der Flucht aus Nazideutschland in Südfrankreich und Paris, seit 1940 in den USA. 1961–1977 wohnte Nabokov im Palace Hotel in Montreux. Er starb am 2. Juli 1977.

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  • Rezension zu "Das Modell für Laura" von Vladimir Nabokov

    Das Modell für Laura

    bogi

    04. January 2010 um 00:18

    Als (in aller Demut) Nabokovianer hab ich mich auf dieses Buch gefreut. Nur so ist auch meine Bewertung zu verstehen. Für Jemanden, der sich bislang nicht zumindest ein wenig mit Nabokov beschäftigt hat, ist es völlig ungeeignet, weil unverständlich. Als Einstieg in Nabokov wäre es geradezu sträflich. Es ist eindeutig ein Romanfragmet, aber genau hierin liegt der Reiz für alle Nabokov-Fans. Man kann wunderbar spekulieren, wie denn das ganze Werk hätte aussehen können. Ein Kleinod stellen die im Faksimile-Stil abgedruckten Karteikarten des Meisters dar. Immer wieder begegnen einem als Einsprengsel oder als Hauptentwurfsbestandteil Nabokov-Spezifikas (die Hingezogenheit des alternden Zausel zum jungen Mädchen, die tiefe Abneigung gegen Herrn Freud, subtiler Humor zu den Widrigkeiten des Alterns, Lepidepterologie). Genau hierin liegt auch das must have des Buches. Es bildet einen würdigen Abschluss des Werkes eines grossen Meisters. Was im übrigen auch die Diskussion beenden sollte ob es richtig war entgegen dem Willen Nabokovs das Fragment zu veröffentlichen: Ja, Ja, Ja

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  • Rezension zu "Das Modell für Laura" von Vladimir Nabokov

    Das Modell für Laura

    Beagle

    01. January 2010 um 20:39

    Ein leider unvollendeter Roman. Nabokov erzählt die Geschichte der jungen Flora, die den alternden Arzt Wild heiratet – ein ungleiches Paar, nicht nur wegen des enormen Altersunterschieds. Wild ist klein, fett und hässlich, während Flora fast schon zierlich und als mager-schlank dargestellt wird. Es dauert nicht lange, nur kurze Zeit nach ihrer Hochzeit legt sich Flora (mehrere?) Liebhaber zu, während sich der Arzt darauf besinnt, mehrere Selbstmordtheorien zu erheben. Wir erfahren von der Kindheit und Jugend Floras, sie ist die Tochter einer Ballerina, ebenso zierlich und verletzlich, wie Flora selbst. Nach dem frühen Tod des Vaters lässt sich die Mutter mit einem englischen „Gentleman“ ein, der in Frankreich vor dem heimischen Gesetz flüchtet und wiederholt versucht, die damals zwölfjährige Flora zu verführen, die einerseits von seinem ekelhaften Geruch angeekelt ist, ihn aber auch (wie wir andeutungsweise erfahren) anziehend findet. Wild hingegen ist ein sonderbarer Mensch, der sich selbst nicht ausstehen kann. Vor allem seine zu kleinen Füße, die er sich noch kleiner wünscht, da er schmale und zierliche Schuhe bevorzugt, und seine Zehen, die er sich entfernen will, sind Teil seiner Abscheu. Laura ist wohl der Romanname für Flora, den ein abgeblitzter Verehrer schreibt und den Wild, trotz seiner Entrüstung, als ein Meisterwerk zum Verrücktwerden, beschreibt. Diese Karteikarten lassen vermuten, dass Nabokov einen Roman von äußerster, sprachlicher Gewalt und psychologischer Einfühlsamkeit geplant hatte. Dies wird an Sätzen wie „Der Drang, das von der Mode erlaubte Maximum nackten Fleisches unbekleidet zu lassen, verband sich in ihrem seltsamen kleinen Hirn mit der Furcht, dass auch nur der leiseste Hauch von Sonnenbräune ihre Elfenbeinhaut besudeln könnte.“ Deutlich, die nichts von unendlicher Fantasie vermissen lassen. Es ist daher sehr schade, dass der Autor Das Modell für Laura nicht beenden konnte, monatelange Krankheit hinderte ihn daran, das im Geiste schon fertige Buch zu Papier zu bringen. Dank seines Sohnes können wir uns wenigstens an den Schemen der Karteikarten erfreuen und uns ausmalen, was zwischen dem langen Anfang und dem kurzen Schluss geschehen sollte (Hypothesen werden aufgestellt). Und eigentlich wollte Nabokov, dass, wenn das Manuskript nicht bis zu seinem Tod fertig gestellt sein sollte, alles verbrannt wird. Wie schon sein Erfolgsroman Lolita, der auch den Flammentod sterben sollte, hätte ihn seine Frau nicht in letzter Sekunde davor gerettet. Ein Buch, das auch als Fragment veröffentlicht werden musste!

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  • Rezension zu "Das Modell für Laura" von Vladimir Nabokov

    Das Modell für Laura

    giulianna

    17. November 2009 um 19:37

    Irgendwie fühlt es sich nicht richtig an "Das Modell für Laura" bewerten zu wollen, denn was dem Leser hier vorliegt, ist kein Roman, sondern lediglich eine Sammlung von Karteikarten, die Nabokov zu einem Roman hatte zusammensetzen wollen. Leider kam ihm sein Tod zuvor und das Werk wurde nie vollendet. Sein Sohn Dmitri hat sich nun entschlossen diese letzten literarischen Aufzeichnungen zu veröffentlichen, obwohl Nabokov ausdrücklich verlangt hatte das Manuskript zu verbrennen, falls er nicht dazu kommen würde es zu vollenden. Sicher, es wäre schade darum gewesen diese Zeilen des berühmten Schriftstellers zu verlieren, sind doch auch hier einige Szenen enthalten, die ansatzweise erahnen lassen, welch Potential in ihnen stecken könnte. Andererseits ist die Lektüre unbefriedigend, da man nie vollständig ins Geschehen einsteigen kann; teilweise ist die erzählte Handlung von Stichwortsammlungen und skizzenhaften Fragmenten unterbrochen. Das Können Nabokovs kann nur in Ansätzen durchschimmern. Nur er hat gewußt, wie der Plot sich am Ende zusammensetzen hätte sollen. Wir werden jedoch auf immer im Dunkeln tappen und nie in vollem Umfang dieses Werk erschließen können. Ein Roman, den der Autor so nie hätte veröffentlicht sehen wollen. Eine Karteikartensammlung, die man so besser dem Leser vorenthalten hätte? Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden und im Anschluß einen vollendeten Nabokov zur Hand nehmen und genießen.

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