Vladimir Nabokov Maschenka

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Inhaltsangabe zu „Maschenka“ von Vladimir Nabokov

Berlin in den zwanziger Jahren: In einer kleinen Pension wohnt eine Gruppe russischer Emigranten. Einer von ihnen, Lew Ganin, durchlebt in der Erinnerung noch einmal eine verlorene, leidenschaftlich zurückersehnte Liebe.

Ein schönes romantisches Buch mit unerwartetem Ende.

— Emotionen
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  • Eine Liebesgeschichte mit interessantem Ende!

    Maschenka
    Emotionen

    Emotionen

    01. April 2015 um 19:17

    Wir befinden uns im Berlin der 20er mit einer Gruppe russischer Emigranten, die unterschiedlich nicht sein könnten. Ganin, ein junger Mann erfährt eher durch Zufall, dass Maschenka seine Jugendliebe und jetzige Frau einer seiner Mitbewohner aus dem langsam zerfallenden Russland anreist. In Gedanken lässt er in den folgenden Tagen seine Erinnerungen mit und an Maschenka Revue passieren, wobei er eine sehr bildhafte und schöne Sprache benutzt. Nabokov schafft es, Personen in wenigen Sätzen perfekt zu umreißen, das sehe ich als ein besonderes Talent von ihm an. Das Ende ist vielleicht unerwartet, aber es ist ein schönes Ende und auch passend, so viel verrate ich schon mal ...

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  • Rezension zu "Maschenka" von Vladimir Nabokov

    Maschenka
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. February 2011 um 23:35

    Ein unterhaltsamer Roman, Nabokovs Erstling, in dem wir einen russischen Exilanten auf den letzten Schritten zur Trennung von der Heimat begleiten. Ganin ist ein Außenseiter, wir erfahren nicht viel von ihm. Als sein Nachbar in dem kleinen Exilantenhotel in Berlin von seiner Frau spricht, erkennt Ganin seine Jugendliebe Maschenka wieder. Über subtile Erinnerungsfetzen entsteht das BIld eines Mannes, dessen Sehnsucht nach der Heimat so groß ist, dass er sie noch nicht hinter sich lassen kann. Maschenka dient dabei als eine Art Metapher für Russland, in jeder Beschreibung spiegelt sich ein Ideal der russischen Seele wider. Ganin, der schon oft Berin verlassen wollte, aber seine Pläne immer wieder verworfen hatte, kann am Ende schließlich den Entschluss fassen, sich von Maschenka, Berlin und somit auch der Möglichkeit auf Rückkehr zu trennen. Da ich schon Reviews (andernorts) gelesen habe, in denen es hieß, am Ende stelle sich heraus, dass Maschenka gar nicht existiere, muss ich das noch richtig stellen: Hierbei handelt es sich um eine verflachte Interpretation des entscheidenden Satzes am Ende des Romans: "Außer diesem BIld gab es keine andere Maschenka; konnte es keine geben." Das bezieht sich ausschließlich auf die Maschenka aus seiner idealisierten Erinnerung. Ganin weiß (und der aufmerksame Leser auch), dass er nach all der Zeit keine Beziehung mehr zu Maschenka aufbauen könnte, dass er die schöne Erinnerung nicht zerstören sollte. Auf der metaphorischen Ebene erkennt Ganin, dass Russland für ihn keine Option mehr ist. Der Roman ist (und ich bin kein Nabokovkenner) lesenswert, zieht sich aber in einigen Teilen und verzerrt sich ein wenig ins Surreale. Allerdings gibt es viele komische Szenen (zum Testen eignet sich hier bestens der erste Abschnitt, der mir persönlich direkt ans Herz wuchs: Der stets mürrische Ganin bleibt mit einem anderen Russen im Aufzug stecken), das Leben der Exilanten im Berlin der Zwanziger (über das Nabokov aus eigener Erfahrung schreibt) kann man einiges erfahren, aber vor allem erahnen. Denn Nabokov spielt mit Andeutungen und Sprachbildern - das ist sicher nicht für Jedermann das Nonplusultra.

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