Vladimir Sorokin

 3.8 Sterne bei 181 Bewertungen
Autor von Der Schneesturm, Der Tag des Opritschniks und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Vladimir Sorokin

Revolutionäre Literatur: Wladimir Georgijewitsch Sorokin, geboren am 7. August 1955 in Moskau, ist ein russischer Schriftsteller und Dramatiker. Nach seinem Abschluss seiner Ingenieursausbildung im Jahre 1977, arbeitete er ein Jahr lang für die Zeitschrift „Wechsel“, bevor die Weigerung, einer russischen Jugendorganisation beizutreten, zu seiner Entlassung führte. Zu dieser Zeit beschäftigte er sich dann mit Buchgraphik, Malerei und Konzeptkunst. Nach seinem Debüt als Schriftsteller und Dichter galt er als einer der schärfsten Kritiker des politischen Systems Russlands. Die russische Zeitung Moskowski Komsolomez nannte Sorokin 2010 nach der Verleihung der Gorki Preises einen Revolutionär.  

Neue Bücher

Nastja

Erscheint am 22.02.2021 als Hardcover bei ciconia ciconia.

Das Bankett

Erscheint am 08.03.2021 als Hardcover bei ciconia ciconia.

Alle Bücher von Vladimir Sorokin

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Cover des Buches Der Schneesturm (ISBN: 9783462046823)

Der Schneesturm

 (65)
Erschienen am 06.11.2014
Cover des Buches Der Tag des Opritschniks (ISBN: 9783453406896)

Der Tag des Opritschniks

 (28)
Erschienen am 03.08.2009
Cover des Buches LJOD, Das Eis (ISBN: 9783833302985)

LJOD, Das Eis

 (22)
Erschienen am 01.05.2005
Cover des Buches Der himmelblaue Speck (ISBN: 9783832148812)

Der himmelblaue Speck

 (11)
Erschienen am 23.09.2003
Cover des Buches BRO (ISBN: 9783833305030)

BRO

 (11)
Erschienen am 01.11.2007
Cover des Buches Manaraga.Tagebuch eines Meisterkochs (ISBN: 9783462051261)

Manaraga.Tagebuch eines Meisterkochs

 (6)
Erschienen am 08.11.2018
Cover des Buches Telluria (ISBN: 9783462048117)

Telluria

 (5)
Erschienen am 01.08.2015
Cover des Buches Der Zuckerkreml (ISBN: 9783462042269)

Der Zuckerkreml

 (5)
Erschienen am 19.08.2010

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Neue Rezensionen zu Vladimir Sorokin

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Rezension zu "Der Schneesturm" von Vladimir Sorokin

Nicht mein Ding, hat sich trotzdem gelohnt
Henri3tt3vor 18 Tagen

Das Genre - phantastische, historische Fantasy-Steampunk-Science-Fiction - ist nicht mein Ding. Die Hauptfigur ist mir leider total unsympathisch und das Ende mag ich auch nicht. Aber die Geschichte ist sehr gut geschrieben, das Hörbuch ist sehr gut vorgelesen und vor allem ist das Thema hochaktuell: Ein Arzt muss dringend Impfstoff zu Menschen bringen, die von einer schlimmer Epidemie bedroht sind. Deshalb hat es sich auf jeden Fall gelohnt, die Geschichte zu hören. Sie passt auch nicht nur jetzt gut zum Winter. Ich könnte mir vorstellen, dass es recht vergnüglich ist, sie im Hochsommer zu hören und die eine oder andere Gänsehaut zu genießen, denn die Kälte ist wirklich eindringlich beschrieben.

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Rezension zu "Der Schneesturm" von Vladimir Sorokin

Abgedreht und grade deswegen richtig gut!
Aljuvor einem Monat

Worum geht es?

Im ländlichen Russland herrscht tiefster Winter, es fällt meterweise Schnee. Doch entgegen aller Witterungen muss der Landarzt Dr. Garin so schnell wie möglich in den Ort Dolgoje gelangen, um die Menschen dort gegen eine seltsame Krankheit zu impfen, die die Infizierten zu Zombies verwandelt. Keine einzige Minute darf verschwendet werden. Doch ein Schneesturm tobt, Garin ist an einem Örtchen gestrandet und seine Pferde sind bereits erschöpft. Die Pferdestation hat seine Zugtiere schon alle verliehen und dem Landarzt bleibt keine andere Wahl als den Brotkutscher Kosma zu bitten, ihn nach Dolgoje zu bringen. Und so machen sich die beiden mit einem Schneemobil, welches von winzigen Pferden gezogen werden, auf eine abenteuerliche Reise – und diese hat allerhand Seltsames und Überraschendes für sie zu bieten. 


Meine Meinung zum Buch:

Was für ein abgedrehtes und verrücktes Buch! Hier sollte man sich definitiv nicht vom Cover täuschen lassen und auch nicht vom Beginn der Geschichte, was einer Erzählung aus dem 19. Jahrhundert gleicht. Der Landarzt Garin sucht nach einer Fahrmöglichkeit nach Dolgoje, dort herrscht eine Epidemie, ein Schneesturm kommt hinzu– dies zusammen kreiert eine ernsthafte Situation, sodass ich schon ganz gespannt auf den Fortgang der Geschichte war. 

Doch als die Fahrt der beiden Hauptprotagonisten Garin und Kosmo beginnt, verwirrt mich dieses Buch mehr und mehr. Winzige Pferde, die ein Schneemobil ziehen, eine Müllerin, die ihren kleinen Ehemann auf ihren Busen setzt und ein toter Riese, der etwas unglücklich nach einem Suff mitten auf der Fahrspur verstorben ist. Nicht das, was ich zunächst erwartet habe. 

Dieses Buch steckt voller Märchen-, und Groteskelemente und hat darüber hinaus für den Leser etliche Überraschungen auf Lager. Es ist ein Roman, der viel zu bieten hat. Von lustigen bis hin zu absolut grotesken Szenen, über philosophischen Passagen hin zu traurigen und leisen Worten. Es ist kein Buch für jedermann - man muss sich auf diese abgedrehte Geschichte einlassen können, die nebenbei in vollem Ernst erzählt wird, sodass man sich fragt, ob der Autor hier einen auf den Arm nehmen will. Dieses Buch hat mich dennoch und gerade deswegen bestens unterhalten und bei der einen oder anderen Szene konnte ich mir einige Lacher nicht verkneifen. Dennoch bin ich mir sicher, dass die Groteske und die Komik nicht nur dem Unterhaltungszweck dienen, sondern hier mehrere Interpretationsebenen aufgemacht werden. 

Wer für die weihnachtliche Zeit mal ein etwas anderes Buch sucht und in diese verrückte Geschichte eintauchen will, kann sich gern in den „Schneesturm“ begeben. Mir hat das Buch definitiv gefallen. 


Fazit: Eine außergewöhnliche Geschichte über eine verrückte und bizarre Schlittenfahrt durch einen Schneesturm in winterlichem Russland.

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Rezension zu "Telluria" von Vladimir Sorokin

Zu fragmentarisch
GAIAvor 3 Monaten

Auf diesen Roman war ich lange Zeit sehr gespannt. Die Geschichte verspricht viel. Eine mögliche Welt in der nicht ganz so fernen Zukunft, in der Russland (mal wieder) zerbrochen ist und vom Adel geführt wird. Außerdem existiert noch das Land Telluria, in welchem es die Droge Tellur gepresst in Nägeln gibt, welche den Konsumenten direkt ins Gehirn gehämmert werden. Soweit so interessant.

Der Roman ist aber dann gar nicht so romanhaft wie erwartet. In 50 (!) Kapiteln werden collagenhaft und hochfragmentarisch Szenen aus dieser Welt, in der es auch Zwerge und Riesen gibt, der Leserin hingeworfen. Wenn der Verlag im Klappentext schreibt: "... entfaltet Sorokin ein Feuerwerk der Genre und Stile, von Märchenton und orientalischer Poesie bis zur Live-Reportage, von Marco Polo bis Viktor Pelewin." trifft er ausnahmsweise mal komplett ins Schwarze. Vor dem Lesen dachte ich diese beispielhaften Genre treten neben dem erzählten Plot auf. Aber nein, der gesamte Roman besteht daraus. Die skurilsten, häufig völlig zusammenhangslosen Situationen werden geschildert. Auftretende Personen wechseln mit jedem Kapitel. So entsteht zwar nach und nach ein Bild von dieser Fantasie-Welt, Interesse kann das alles aber nicht wecken. Spätestens ab Kapitel 14, in dem 20 cm kleine Zwerge als lebende Vibratoren von Adligen Frauen und Männern genutzt werden, bin ich gedanklich ausgestiegen. Zugegebenermaßen habe ich den Rest des Buches nur noch überflogen. Vielleicht ist mir dabei der tiefere Sinn des Ganzen entgangen.

Mich konnte das Buch mit dem auf den ersten Blick interessanten Thema nicht fesseln. Absurde Szenen wechseln sich ab, bieten sicherlich den ein oder anderen satirischen Moment. Insgesamt jedoch eine Lektüre, die ich mir gern erspart hätte.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Warum der stille Salvatore eine Rede hielt

Ich lade ein zur Leserunde meines neu erschienenen Romans und freue mich auf lebhafte Teilnahme und Diskussion!

Der Klappentext:

Durch einen spektakulären Unfall wird der Einzelgänger Salvatore mitten im Krieg berühmt. Freund und Feind reißen sich um ihn. Aber wem kann er wirklich vertrauen – dem blauen Kameraden, den depressiven Adventisten oder der schönen, aber chronisch übermüdeten Unbekannten?

Tragikomödie, Thriller, gesellschaftliches Horror-Szenario, Außenseiter-Liebesgeschichte voller schrill-abgründiger Charaktere: Der neue Roman des Autors von „Familie Fisch macht Urlaub“ ist eine packende Groteske über den Krieg in unserer Welt, sein schweigsamer Held ein moderner Simplicissimus.

Hintergrundinfos zu mir als Autor und zu dem Romanprojekt (das WIRKLICH ungewöhnliche Wege ging!) finden Sie auf meinem Blog.

Ich stelle jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer ein Paperback oder ein E-Book (je nach Wunsch) kostenlos zur Verfügung, Versand ebenfalls kostenlos. Also: wer bei Namen wie Sorokin, Douglas Adams, Murakami, Tom Sharpe, David Sedaris oder Thomas Pynchon neugierig wird, der muss sich bei dieser Leserunde bewerben!

32 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Vladimir Sorokin wurde am 07. August 1955 in Moskau geboren.

Community-Statistik

in 221 Bibliotheken

auf 63 Wunschzettel

von 5 Lesern aktuell gelesen

von 4 Lesern gefolgt

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