Vladimir Sorokin

 3,8 Sterne bei 198 Bewertungen
Autor von Der Schneesturm, Der Tag des Opritschniks und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Vladimir Sorokin

Revolutionäre Literatur: Wladimir Georgijewitsch Sorokin, geboren am 7. August 1955 in Moskau, ist ein russischer Schriftsteller und Dramatiker. Nach seinem Abschluss seiner Ingenieursausbildung im Jahre 1977, arbeitete er ein Jahr lang für die Zeitschrift „Wechsel“, bevor die Weigerung, einer russischen Jugendorganisation beizutreten, zu seiner Entlassung führte. Zu dieser Zeit beschäftigte er sich dann mit Buchgraphik, Malerei und Konzeptkunst. Nach seinem Debüt als Schriftsteller und Dichter galt er als einer der schärfsten Kritiker des politischen Systems Russlands. Die russische Zeitung Moskowski Komsolomez nannte Sorokin 2010 nach der Verleihung der Gorki Preises einen Revolutionär.  

Neue Bücher

Cover des Buches Die Konkreten (ISBN: 9783945867389)

Die Konkreten

Erscheint am 13.06.2022 als Hardcover bei ciconia ciconia.
Cover des Buches Der Tag des Opritschniks (ISBN: 9783462004106)

Der Tag des Opritschniks

 (33)
Neu erschienen am 12.04.2022 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.
Cover des Buches Das Bankett (ISBN: 9783945867280)

Das Bankett

Neu erschienen am 21.03.2022 als Hardcover bei ciconia ciconia.

Alle Bücher von Vladimir Sorokin

Cover des Buches Der Schneesturm (ISBN: 9783462046823)

Der Schneesturm

 (69)
Erschienen am 06.11.2014
Cover des Buches Der Tag des Opritschniks (ISBN: 9783462004106)

Der Tag des Opritschniks

 (33)
Erschienen am 12.04.2022
Cover des Buches LJOD, Das Eis (ISBN: 9783833302985)

LJOD, Das Eis

 (23)
Erschienen am 01.05.2005
Cover des Buches Der himmelblaue Speck (ISBN: 9783832148812)

Der himmelblaue Speck

 (11)
Erschienen am 23.09.2003
Cover des Buches BRO (ISBN: 9783833305030)

BRO

 (11)
Erschienen am 01.11.2007
Cover des Buches Manaraga.Tagebuch eines Meisterkochs (ISBN: 9783462051261)

Manaraga.Tagebuch eines Meisterkochs

 (7)
Erschienen am 08.11.2018
Cover des Buches Der Zuckerkreml (ISBN: 9783462042269)

Der Zuckerkreml

 (6)
Erschienen am 19.08.2010
Cover des Buches Telluria (ISBN: 9783462048117)

Telluria

 (5)
Erschienen am 01.08.2015

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Vladimir Sorokin

Cover des Buches Der Schneesturm (ISBN: 9783462046823)M

Rezension zu "Der Schneesturm" von Vladimir Sorokin

bizarr fast ala Gogol
mabo63vor 9 Tagen

[..Gegen den Wind zu Felde ziehen! Alle Fährnisse überwinden, allen Wahnwitz und Widersinn. Nichts und niemanden fürchten, unbeirrt seinen Weg gehen, wie das Schicksal es will. Eisern, standhaft, geradeaus. Darin liegt der Sinn unseres Lebens...]

V. Sorokin


Der Landarzt Garin muss so schnell als möglich nach Dolgoje. Zu diesem Zweck heuert er den Kutscher Kosma an. Untewegs durch die russische Landschaft geraten die beiden in einen nicht endend wollenden Schneesturm. 

Hat mir gut gefallen diese Erzählung, auch wenn ich nicht alle literarischen Verweisungen auf die grossen russischen Erzähler verstanden habe.

Fast im Stile eines Gogols beschreibt Sorokin zuweilen seinen von 50 'perlhuhngrossen' Zwergpferdchen gezogenen Schlitten als 'Mobil'. Oder aber der Leser liest von lilafarbenen Riesendoggen.

Ganz schön absurd und bizarr.

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Der Tag des Opritschniks (ISBN: 9783462004106)E

Rezension zu "Der Tag des Opritschniks" von Vladimir Sorokin

Russische Dystopie
evaczykvor 11 Tagen

Mit "Der Tag des Opritschniks" hat Vladimir Sorokin eine Dystopie geschrieben, die laut Klappentext eine hellsichtige Satire auf das Russland Putins ist, vor allem aber eine Zukunftsvision mit mittelalterlichen Sitten (und Unsitten) verbindet. Ich-Erzähler ist ein Opritschnik, Mitglied einer Ordensgemeonschaft, die trotz Ikonenkult wenig christiliche Barmherzigkeit verbreitet. Vielmehr handelt es sich um eine streng hierarchische Schar von Vollstreckern, die im Auftrag ihres Ältesten und des Gossuraren, des Herrschers im Kreml, morden, brandschatzen, plündern und vergewaltigen.

Drastisch geschildert wird hier ein absolutistisches Machtgefüge geschildert, in dem Feudalismus und High Tech eine Verbindung eingehen. Russland hat den Westen unterworfen, einzig verbliebende andere Großmacht ist China, das als wichtigster Handelspartner auch so gut wie alles produziert, was in Russland gebraucht wird. Dennuziation, grausame Strafen, religiöser Nationalismus und die an Vergötterung grenzende Verehrung des Mannes an der Spitze prägen dieses Russland.

Barbarei wird hier zum Mittel der Politik. Als Warnung vor Totalitarismus kann dieser Roman aus dem Jahr 2006 allemal gelten. Hier gehen die schlimmsten Traditioen Russlands vom Zarenreich bis in die Gegenwart eine schreckliche Allianz ein. Sympathieträger, die die Leser zur Identifikation einladen, gibt es hier nicht, dafür imperiale Großmachtsdemonstrationen und einen Männlichkeitskult, der es mi immer wieder schwer machte, das Buch zu beenden. Das liegt nicht am Schreibstil Sorokins, sondern an Protagonisten, die in einer Zeit, in der etwa Kriegsverbrechen in Butscha und Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine die Nachichten beherrschen, trotz ihrer historisierenden Art erschreckend aktuell sind. 

Ein Tag im Leben eines Opritschniks, vom Katerfrühstück am Morgen über eine Hinrichtung am Vormittag, politische Intrigen, Begutachtung von Kultur auf Staatsgefälligkeit, Strafaktionen und gemeinsamen Drogenkonsum in der Banja - pralles Leben findet auf diesen Buchseiten statt, allerdings voller Negativeindrücke. Satire? Auf jeden Fall Warnung vor der Barbarei, in die ein Land zurückfallen kann, Männlichkeitsrituale, die so übersteigert sind, dass sie in der Tat kaum ernst genommen werden und eine Paranois, die selbst die erfasst, die ganz nah an der Macht sind. Ganz schön schrecklich, dieses Russland. 

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Der Tag des Opritschniks (ISBN: 9783462004106)E

Rezension zu "Der Tag des Opritschniks" von Vladimir Sorokin

Wichtig und prophetisch, aber nicht unbedingt ein Lesevergnügen
Ekaektovor einem Monat

Dieses Buch erschien im russischen Original bereits 2006 und kann daher durchaus aus heutiger Sicht als prophetisch betrachtet werden.

2027 in einer Cyberpunkwelt hat sich Russland vollständig vom Westen abgewandt - es herrscht eine brutale Diktatur, die besonders gegen die Intelligentsia hart vorgeht.

Der Hauptcharakter gehört zu einer Art Schutzstaffel, welche die Aufträge des Diktators ausführen - sei es Kritiker umzubringen oder Propagandamaterial zu sichten bevor es an die Bevölkerung getragen wird. Dabei zeigt der Hauptcharakter einen besonderen Patriotismus, der schon ins Quasi-Romantische abdriftet. Dies wird stilistisch durch die Verwendung von pro-Russischen (für den Leser satirischen) Gedichten und Liedern untermalt.

Vom Schreibstil könnte dieses Buch besonders für Fans von Günter Grass lohnenswert sein, inhaltlich erinnert es mich eher an Uhrwerk Orange. Leider konnte mich der Stil nicht recht überzeugen, durch die Kritiklosigkeit liest es sich wie ein Loblied, das mich dann spätestens nach 50 Seiten langweilte.

Aufgrund der kulturellen Bedeutung gibt es von mir 3 Sterne.

Kommentieren0
Teilen

Gespräche aus der Community

Ich lade ein zur Leserunde meines neu erschienenen Romans und freue mich auf lebhafte Teilnahme und Diskussion!

Der Klappentext:

Durch einen spektakulären Unfall wird der Einzelgänger Salvatore mitten im Krieg berühmt. Freund und Feind reißen sich um ihn. Aber wem kann er wirklich vertrauen – dem blauen Kameraden, den depressiven Adventisten oder der schönen, aber chronisch übermüdeten Unbekannten?

Tragikomödie, Thriller, gesellschaftliches Horror-Szenario, Außenseiter-Liebesgeschichte voller schrill-abgründiger Charaktere: Der neue Roman des Autors von „Familie Fisch macht Urlaub“ ist eine packende Groteske über den Krieg in unserer Welt, sein schweigsamer Held ein moderner Simplicissimus.

Hintergrundinfos zu mir als Autor und zu dem Romanprojekt (das WIRKLICH ungewöhnliche Wege ging!) finden Sie auf meinem Blog.

Ich stelle jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer ein Paperback oder ein E-Book (je nach Wunsch) kostenlos zur Verfügung, Versand ebenfalls kostenlos. Also: wer bei Namen wie Sorokin, Douglas Adams, Murakami, Tom Sharpe, David Sedaris oder Thomas Pynchon neugierig wird, der muss sich bei dieser Leserunde bewerben!

32 BeiträgeVerlosung beendet
M
Letzter Beitrag von  MichaelWaeservor 6 Jahren
Hallo, Schön, dass es doch noch geklappt hat. Danke, und wie sagt man: Empfehlen Sie uns weiter! MW

Zusätzliche Informationen

Vladimir Sorokin wurde am 07. August 1955 in Moskau geboren.

Community-Statistik

in 245 Bibliotheken

von 58 Lesern aktuell gelesen

von 5 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks