Vladimir Sorokin Der Schneesturm

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Inhaltsangabe zu „Der Schneesturm“ von Vladimir Sorokin

Garin, ein Landarzt, will so schnell wie möglich in den Ort Dolgoje, um die Menschen dort gegen eine rätselhafte Krankheit zu impfen, die jeden Infizierten zum Zombie macht. Doch es herrscht Schneesturm, und Garins Pferde sind erschöpft. Also heuert er den einfältigen Brotkutscher Kosma an, dessen Schneemobil von fünfzig winzigen Pferdchen angetrieben wird. Und damit beginnen die Merkwürdigkeiten erst: Auf seiner Reise durch das Schneetreiben begegnet das ungleiche Paar Zwergen und Riesen, es gibt ein Radio mit "lebendigen" Bildern, eine Paste, die Filz "wachsen" lässt, eine pyramidale Wunderdroge und vieles mehr - eine Märchenwelt mit Ingredienzien einer Hochtechnologie-Gesellschaft. Was beginnt wie eine Erzählung aus dem 19. Jahrhundert, entpuppt sich als fantastische Irrfahrt durch das ländliche Russland einer nahen Zukunft. Ein überraschend zartes Hörbuch des bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellers Russlands - meisterhaft interpretiert von Stefan Kaminski.
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  • Vladimir Sorokin - Der Schneesturm

    Der Schneesturm
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    08. May 2016 um 05:27

    Eine Irrfahrt im russischen Winter. Der Arzt Garin muss schnellstmöglich nach Dolgoje, um die Menschen dort mit Medizin zu versorgen. Nur der Brotkutscher Kosma ist bereit, bei den herrschenden Witterungsverhältnissen eine solche Fahrt auf sich zu nehmen. Mit seinen Minipferdchen machen sie sich auf in die Schneelandschaft, die all ihre Kräfte fordern wird und sie an den Rand der Erschöpfung bringt. Kufen brechen, Zwangspausen führen sie zu wundersam-seltsamen Bewohnern der Gegend, die Verzweiflung wird immer größer. Doch die heilbringenden Medikamente müssen ausgeliefert werden und so geht es trotz aller Widrigkeiten immer weiter.Man weiß nicht genau, wo man sich in Sorokins Roman befindet. Er lässt sich an wie eine Geschichte aus dem vorletzten Jahrhundert, einer längst vergangenen vortechnologischen Zeit. Doch dann wiederum kommen auch technische Errungenschaften, die uns voraus zu sein scheinen. Der Weg ist das Ziel – und dieser ist beschwerlich, die Natur erspart den beiden Männern nichts und so kämpfen sie nicht nur miteinander, sondern auch gegen einen übermächtigen, gnadenlosen Gegner. Bisweilen weiß man auch nicht mehr, ob sie nicht schon völlig im Wahn ihre Umwelt gar nicht mehr richtig wahrnehmen, sondern nur noch fantasieren. Beide Charaktere sind glaubwürdig dargestellt und können auf ihre Weise diese Geschichte tragen. Sorokins Roman erinnert an die großen Russen (nur mit überschaubar wenig Personal) und kann seinen Platz neben diesen ganz unbescheiden einnehmen.

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