Vladimir Sorokin Der Zuckerkreml

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(0)
(3)
(1)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Der Zuckerkreml“ von Vladimir Sorokin

Ein furioses Sittengemälde von Russlands Starautor: ein literarischer Extrakt aus Wodka, Schnee und Blut – mit sechs Löffeln Zucker
Russland im Jahr 2028: ein neues Mittelalter, geprägt von Informations- technologie und Massenarmut. Körperliche Züchtigung ist an der Tagesordnung. In einem gewaltigen Stimmenchor führt Sorokin den Leser durch die dunklen Seitengassen des Lebens in einem utopischen Russland, das er dem heutigen wie einen Zerrspiegel vorhält.
In fünfzehn virtuosen Kurzerzählungen lernen wir Hofnarren, Henker, Zwangsarbeiter, Bettler und Dissidenten kennen – und die anrührende Marfuscha, die wie Tausende anderer Kinder am Weihnachtstag auf dem Roten Platz ein Kremlmodell mit Mauern, Türmen und Toren ganz aus Zucker geschenkt bekommt. Weil alle Brennstoffe ins Ausland verkauft werden, heizen auch wohlsituierte Moskauer mit Holzscheiten, und die Aufzüge der Wohnhäuser stehen am Wochenende still. Der Alltag ist geprägt von Angst und Gewalt, versüßt wird er höchstens aus der Zuckerdose oder eben mit den fabrikmäßig hergestellten Zuckerkremln, die mal als Devotionalie, mal als Ersatzbefriedigung fürs Volk dienen: ein Trost, den man lutschen kann. Wie auch Sorokins anti-utopischer Roman 'Der Tag des Opritschniks' besticht 'Der Zuckerkreml' durch große sprachliche Kraft, stilistischen Reichtum und die literarische Könnerschaft des Autors, der uns eine Welt vorführt, in der die ärgsten Albträume, die zu träumen das Russland von heute Anlass gibt, Wirklichkeit geworden sind.

Stöbern in Romane

Die Wilden - Eine französische Hochzeit

So spannend kann Politik sein.

Buecherwurm1973

Alles wird unsichtbar

Tolle Passagen am Anfang

romi89

Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky

Dieser wundervolle Roman ist ein französischer, lebensbejahender Charmebolzen, der zart berührt und gleichzeitig auch sehr lustig ist.

talisha

Kleine große Schritte

Nachdem ich vom letzten Picoult Buch sehr enttäuscht war, finde ich, dass dieses ihr bestes geworden ist. Spannend, ergreifend, bewegend.

troegsi

Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere

Eine Geschichte wie aus einer untergegangenen Welt und doch gegenwärtig.

jamal_tuschick

Claude allein zu Haus

Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte mit Herz. Genau das Richtige für Tierliebhaber.

Sissy0302

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Russisch Brot...

    Der Zuckerkreml

    dominona

    27. June 2015 um 23:53

    Eine Zukunftsvision von Russland im Jahr 2026 – außen Feinde, innen Feinde und der Rest berauscht sich an Zucker und anderem weißen Puder. Das liest sich genauso gut wie es klingt! Keinem geht es richtig gut, aber alle tun so. Der Autor springt zwischen den Gesellschaftsschichten und wir erleben eine Art von Gesellschaft ganz nah, von der ich froh bin, ihr nicht anzugehören. Mütterchen Russland dicht gekokst – oh oh.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Zuckerkreml" von Vladimir Sorokin

    Der Zuckerkreml

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. February 2012 um 13:53

    Ein fiktives Russland im Jahre 2028 wird dem Leser in Kurzgeschichten näher gebracht. Das Buch spielt also 1 Jahr später als der Roman "Der Tag des Opritschniks" und tatsächlich kommen auch in dieser Kurzgeschichten-Sammlung die Opritschniki als brutale Machtelite vor, allerdings diesmal nicht vordergründig. Sorokin beschreibt in den Kurzgeschichten verschiedene Berufsgruppen und Bevölkerungsschichten - von Bettler bis Geheimdienstler. Fast alle Geschichten haben ein gemeinsames Merkmal: Gewalt und Willkür sind an der Tagesordnung. Die äußeren Feinde versucht man durch den Bau einer gigantischen russischen Mauer auszusperren, die Inneren durch Gewalt auszumerzen und abzuschrecken. Ein kleiner Lichtblick für die Untergebenen in diesem totalitären System sind da nur die Zuckerkreml, Modelle des Kreml aus Zuckerguß, die jedes Jahr pompös an die russischen Kinder verschenkt und dann in der Familie entsprechend aufgeteilt werden, denn -wie so vieles- ist der Zucker in Russland knapp. Leider konnte das Buch meiner Erwartung nicht gerecht werden, ich habe es nach 2/3 abgebrochen. Mit den Geschichten konnte ich wenig bis gar nichts anfangen. Teilweise mag das an der Übersetzung oder mangelnden Russland-Kenntnissen liegen, aber aus meiner Sicht kam einfach kein richtiger Erzählfluß auf, um mich in die jeweiligen Protagonisten hineinzuversetzen. Nach dem Lesen einer Geschichte blieb für mich immer die Frage, was Sorokin dem Leser damit sagen wollte ...

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks