Vladimir Vertlib Lucia Binar und die russische Seele

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 20 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 11 Rezensionen
(2)
(7)
(5)
(3)
(0)

Inhaltsangabe zu „Lucia Binar und die russische Seele“ von Vladimir Vertlib

Lucia Binar gegen den Rest der Welt. Lucia Binar ist 83, und sie ist verärgert. Die Große Mohrengasse, in der sie seit Langem lebt, soll aus Gründen der politischen Korrektheit in "Große Möhrengasse" umgetauft werden. Und die soziale Einrichtung, die sie versorgt, hat versagt: Ihr Essen wurde nicht geliefert. Der Telefondienst ist in ein Callcenter ausgelagert, dort rät ihr eine überforderte Mitarbeiterin, sich von Manner-Schnitten zu ernähren. Lucia ist empört. Sie will die Frau aufsuchen und zur Rede stellen.

Stöbern in Romane

Und jetzt auch noch Liebe

Es geht im Leben um viel mehr als den richtigen Zeitpunkt, den gibt es nämlich nur selten. Es ist wichtig, was man daraus macht!

unfabulous

Kukolka

Keine Kindheit in der Ukraine. Stattdessen: vergessen, verraten, verkauft. Ein hübsches Puppengesicht ist kein Garant für eine gute Zukunft.

Buchstabenliebhaberin

Ein Haus voller Träume

Ein stimmungsvoller Familienroman mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren.

Jashrin

Frühling in Paris

Zähe Geschichte. Aber ganz nett für zwischendurch..

Julchen77

Was man von hier aus sehen kann

Wundervolle Geschichte(n)! ♥️

PaulaAbigail

Der Frauenchor von Chilbury

Eine Hommage an die Kraft der Musik und das Singen in harten Zeiten des 2. Weltkriegs - chapeau den Frauen des Chors und J. Ryan ! 5* +

SigiLovesBooks

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • LovelyBooks Challenge Buchpreise 2017

    Widerfahrnis
    Ginevra

    Ginevra

    Challenge Buchpreise Liebe Lovelybookerinnen und Lovelybooker, lest auch Ihr gerne anspruchsvolle, womöglich sogar preisgekrönte Bücher? Interessiert Ihr Euch für die Long- und Shortlists diverser Buchpreise? Habt Ihr Lust, gemeinsam unterschiedliche Literatur- Preisträger kennenzulernen und sich hier darüber auszutauschen? Dann ist diese Challenge genau das Richtige für Dich! Hier die Regeln: Es gelten Bücher, die mindestens einmal auf einer Long- oder Shortlist für einen renommierten Buchpreis aufgetaucht sind, oder diesen sogar gewonnen haben.  Bei Preisen für das Gesamtwerk eines Künstlers/ einer Künstlerin gilt jedes Buch aus dem Gesamtwerk, auch nach der Preisverleihung erschienene Werke. Ganz wichtig: das Erscheinungsjahr ist dabei egal!  Hier werden einige Buchpreise vorgeschlagen, aber da es beinahe unzählige gibt, wird es Unterrubriken nach Genre geben. Es ist dabei egal, wieviele Bücher pro Liste gelesen werden. Wichtig ist in erster Linie der Austausch – und der Spass! Du darfst Dir ein persönliches Ziel setzen: 5, 10, 15 oder 20 Bücher! Wie funktioniert es praktisch? 1. Melde dich bitte mit einem Sammelbeitrag unter der entsprechenden Rubrik an! Der Sammelbeitrag wird in der Teilnehmerliste verlinkt, so dass Du ihn schnell wiederfindest. 2. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Und du kannst dich natürlich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. 3. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und poste den link dazu in Deinem Sammelbeitrag. 4. Bitte beachten: Die Liste der Buchpreise erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, für alle weiteren Buchpreise gibt es die Rubrik „Sonstige“. 5. Anregungen findest Du u. a. auf folgenden links: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Literaturpreisen www.literaturpreisgewinner.de http://www.deutscher-buchpreis.de/ http://themanbookerprize.com/ http://academie-goncourt.fr/ http://www.norden.org/en/nordic-council/nordic-council-prizes/nordisk-raads-litteraturpris Hier noch ein interessanter link für verschiedene Krimipreise: http://www.das-syndikat.com/krimipreise.html Nimmst du die Herausforderung an?Ich freue mich auf viele Anmeldungen! TeilnehmerInnen (ist hier eigentlich auch ein Mann dabei??): Bellis-Perennisblack_horse Buchraettin Buecherwurm corsicana dia78 erinrosewell Ginevra Gruenente gst Gwendolina Harlequin Jary krimielse leselea lizzie123 marpije miss_mesmerized Orisha schokoloko29 Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi wandablue Wedma

    Mehr
    • 324
  • LovelyBooks Literarische Weltreise 2017

    Reise um die Welt
    Ginevra

    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine literarische Weltreise im Jahr 2017? Dann lasst uns gemeinsam durch 21 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der LIterarischen Weltreise 2016:  https://www.lovelybooks.de/autor/Lily-King/Euphoria-1117239512-w/leserunde/1210564360/ Dann wünsche ich uns allen... Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise! TeilnehmerInnen: ambermoonArgentumverde Arietta Aleida ban-aislingeach Bellis-Perennis Beust black_horse britta70 buchjunkie Buchraettin Buecherwurm Caroas carathisCaro_LesemausChattysBuecherBlog Code-between-lines Cornelia_RuoffCorsicana CosmoKramer danielamariaursula Elke elmidi faanie fasersprosse Fjordi Florenca Fornika Gela_HK Gelinde Ginevra Gruenente gst Gwendolina haberland86 Hamburgerin hannelore259 Harlequin histeriker Hortensia13 Igela Igelchen Isador Jari jeanne1302 lehmasLeonoraVonToffieFee leselea lesebiene27 lieberlesen21 Jisbon JuliB kingofmusic kleinechaotin krimielse LibriHolly Luiline marpije miss_mesmerized monerlnaninka Nelebooks  niknak Nisnis paevalill Pagina86 papaverorosso parden peedee Petris PMelittaM postbote saku Schlehenfee schokoloko29 seschat Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi TanyBee TraubenbaerulrikerabeValabe vanessabln vielleser18 wandablue waschbaerin Wedma Wermoewe Wichellawidder1987 WollyYolande

    Mehr
    • 1166
  • Mohren- oder doch besser Möhrengasse

    Lucia Binar und die russische Seele
    Sikal

    Sikal

    21. January 2017 um 08:53

    Lucia Binar ist 83 und hat schon einiges erlebt in ihrem bisherigen Leben. Jetzt will sie eigentlich nur noch in Ruhe ihren russischen Dichtern frönen und irgendwann mal in ihrer Wohnung einschlafen. Als es an der Tür klingelt, ahnt sie noch nicht, welche Veränderungen ihrem Leben plötzlich bevorstehen. Und damit hat nicht nur Student Moritz zu tun, der sie um eine Unterschrift für die politisch nicht mehr korrekte Mohrengasse bitten – diese soll nämlich (zumindest wenn es nach Moritz und seiner Truppe ginge) ab sofort Möhrengasse heißen. Lucia denkt erst Moritz macht Witze, doch dem ist nicht so. Dabei hat Lucia ihre eigenen Probleme – und Hunger. Denn ihr „Essen auf Rädern“ kommt nicht und als sie sich telefonisch beschwert, rät ihr die Dame vom Callcenter, sich doch übers Wochenende von Knäckebrot und Mannerschnitten zu ernähren. Als dann auch noch Hausbesitzer Willi die leerstehenden Wohnungen Obdachlosen, Asylanten und Junkies zur Verfügung stellt, diesen Mietern eine laute Musikanlage zur Verfügung stellt und die Toiletten unbenutzbar macht, sowie den Strom zeitweise abdreht, reicht es Lucia. Sie macht sich auf den Weg, um erst der Dame vom Callcenter einen Besuch abzustatten, den diese nicht so schnell vergessen wird und bei der Gelegenheit gleich mal Willi die Leviten zu lesen … Der Autor Vladimir Vertlib wurde in Leningrad geboren, emigrierte erst nach Israel und übersiedelte in den 80er Jahren nach Österreich. Heute lebt er in Salzburg und Wien als erfolgreicher Schriftsteller. Dieser Roman schaffte es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2015. Die Charaktere des Romans sind durchwegs authentisch, die rüstige alte Dame musste in ihrem Leben bereits viele Prüfungen bestehen und sich durchkämpfen. Sie hat nun keinen Nerv mehr, sich von etwaigen Wichtigtuern schikanieren zu lassen. Lucia Binar ist selbstbewusst, kritisch und lässt sich nicht einschüchtern. Viele gesellschaftskritische Themen hat der Roman zu bieten, wie z.B. die Vereinsamung älterer Menschen in der Großstadt, Rassismus, Korruption, … Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen (ohne den nötigen Tiefgang vermissen zu lassen), gewürzt mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Humor. Mystische, surreale Sequenzen ergänzen diese Geschichte und warten am Ende noch mit einer gehörigen Portion „russischer Seele“ auf, die mir letztendlich beinahe zu verworren und absurd erschien.

    Mehr
  • Kaleidoskop an Surrealitäten

    Lucia Binar und die russische Seele
    leselea

    leselea

    29. December 2015 um 11:39

    Lucia Binar ist 83 Jahre alt und hat für ihr Leben nur noch ein Ziel: Sie möchte in der Großen Mohrengasse, in der sie seit Langem lebt, sterben. Davon wird sie weder der Verein Straßennamen gegen Rassismus noch die miesen Pläne ihres Vermieters Willi, die alten Bewohner aus ihren Wohnungen zu verjagen, abhalten! Doch ihre ruhigen Tage werden durch die von Willi zur Abschreckung einquartierten Obdachlosen und Flüchtlinge sowie dem Versagen des Essen auf Räder-Services gestört. Als ihr dann noch die unfreundliche Frau des Telefondienstes rät, sich einfach von Manner-Schnitten zu ernähren, reicht es Lucia Binar: Sie wird sich von keinem mehr auf der Nase herumtanzen lassen und sowohl Willi auch als die Mitarbeiterin zur Rede stellen… Das ist die Ausgangslage des von Vladimir Vertlibs geschriebenen Romans Lucia Binar und die russische Seele, der es 2015 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat und der mit seinem bunten Cover und seiner rüstigen Protagonistin den Eindruck erweckt, eine humorvolle, leicht skurrile Geschichte zu erzählen. Diese Erwartungen kann das Buch dabei durchaus erfüllen: Lucia ist eine sympathische, kluge alte Dame, der man als Leser gerne zuhört – sei es, dass sie ihre Umwelt scharfsinnig analysiert, ihren „Widersachern“ Konter gibt oder sich an ihre Kindheit im 20. Jahrhundert erinnert. Gleichzeitig ist Lucia Binar und die russische Seele mehr als ein heiterer Roman über eine ältere Frau. Das Buch ist auf subtile Weise gesellschaftskritisch und greift aktuelle Themen des politischen und sozialen Lebens auf (Gentrifizierung, prekäre Arbeitsbedingungen, Vereinsamung alter Menschen, Verzahnung von Wirtschaft und Politik etc.). Darüber hinaus verwebt Vertlib den Erzählstrang um Lucia mit der Geschichte von Alexander, einem baschkirischen Russen, und seiner Freundin Elisabeth, besagte Mitarbeiterin des Telefondienstes, die im Dienste des Magier Viktor Viktorowitsch Vint stehen, der Blockaden löst und russische Seelenreisen ermöglicht. Damit würzt Vertlib seinen Roman mit einer gehörigen Portion Surrealismus, Metaphysik und Zauberei. Lucia Binar und die russische Seele ist für mich ein bunter, skurriler Roman, der verschiedene Themen anschneidet. Das Lesen bereitet dabei durchaus Freude: Vertlib hat eine angenehme Schreibe, das Buch lässt sich zügig lesen und lädt hier und da zum Schmunzeln ein. Dennoch war mir der Roman zu überfrachtet: zu viele Schwerpunkte wurden gesetzt, ohne dass sie wirklich ausdiskutiert wurden; eine skurrile Szene jagte die nächste, sodass mit die Erzählung an vielen Stellen zu überdreht vorkam. Letztendlich habe ich mich auch gefragt, was mir die Geschichte sagen soll: Nicht, dass ich von Romanen immer große Weisheiten erwarten, doch erschien mir vieles so bedeutungsschwer, was ich nicht interpretieren konnte, dass ich am Ende den Eindruck hatte, den „Sinn des Ganzen“ nicht ganz verstanden zu haben… Dennoch gebe ich insgesamt für unterhaltsame Lesestunden und eine mir ans Herz gewachsene Protagonistin 3,5 von 5 Sternen!

    Mehr
  • Zwischen Österreich und Absurdistan

    Lucia Binar und die russische Seele
    Pongokater

    Pongokater

    14. November 2015 um 12:08

    Zwischen einem sehr realistisch nachgezeichneten heutigen Österreich und einem wild phantasierten Absurdistan changiert dieser Roman des Austrorussen  Vladimir Vertlib. Dabei knüpft er über fast 200 Seiten den Faden zwischen scheinbar zusammenhanglosen Ereignissen und führt sie bei einer magischen Show zusammen. Ein wirkliches Lesevergnügen, das aber durchaus auch Verwirrung hinterlässt.

  • Wiener Zustände im 21. Jahrhundert

    Lucia Binar und die russische Seele
    Tsubame

    Tsubame

    27. October 2015 um 21:44

    Nachdem ich zuvor "Baba Dunjas letzte Liebe" von Alina Bronsky gelesen hatte, war dies mein zweites Buch von der Longlist zum deutschen Buchpreis und auch in dem Werk von Vladimir Vertlib steht eine ältere Dame im Mittelpunkt: Lucia Binar, 83, lebt seit ihrer Geburt in der Großen Mohrengasse und wartet auf den sozialen Dienst, der die alte Dame für gewöhnlich mit Essen versorgt, als ein androgynes Wesen an ihrer Tür klingelt und sich als Mitglied des Vereins "Straßennamen gegen Rassismus" vorstellt. Die Große Mohrengasse soll auf Betreiben des Vereins in Große Möhrengasse umbenannt werden. Was Lucia Binar zunächst für einen Witz hält, ist für ihren Besucher, der sich als Moritz entpuppt, bitterer Ernst. Und es wird nicht besser ... das Essen auf Rädern bleibt aus und eine genervte Call Center-Angestellte rät der fassungslosen Lucia, sich über das Wochenende mit Knäckebrot und Manner-Schnitten über Wasser zu halten. Nun ist diese nicht mehr zu halten und will der jungen Frau einmal gehörig die Leviten lesen. Auch mit ihrem Hausverwalter, der mit ziemlich unfeinen Tricks versucht, die Bewohner aus seiner Immobilie zu verjagen, hat sie ein Hühnchen zu rupfen, und so begleitet der Leser die kampfeslustige Rentnerin und ihren Begleiter Moritz durch das heutige Wien und gerät in manch verzwickte Lage. Zum Schluss kommt es zum großen Showdown, der mich dann allerdings doch ein wenig überfordert hat. Schon im Titel ist die Rede von der "russischen Seele", aber für jemanden wie mich, der sich mit Russland bisher eher wenig beschäftigt hat, geht mancher Witz wohl einfach verloren. Auch fand ich eine ältere Dame, die ständig Gedichte rezitiert und urplötzlich zum Stift greift, um ihre Gefühle zu einer vergangenen Liebschaft zu Papier zu bringen, arg konstruiert und wenig glaubhaft. Das Ende fand ich leider auch nicht wirklich zufriedenstellend... So ist das Buch zwar streckenweise eine ganz amüsante Lektüre, hat mich alles in allem aber nicht überzeugen können.

    Mehr
  • Entdecke Deine russische Seele!

    Lucia Binar und die russische Seele
    Ginevra

    Ginevra

    Die russisch-jüdische Wienerin Lucia Binar ist über 80 Jahre – sie hat den 2. Weltkrieg und die vielen Jahrzehnte danach erlebt. Und das alles in dem renommierten Miethaus in der Mohrengasse, deren Namen auf einmal nicht mehr politisch korrekt sein soll. Es klingelt an der Tür, und ein junger Nachbar will Unterschriften für ihre Umbenennung sammeln. Lucia wartet doch eigentlich auf ihr „Essen auf Rädern“! Nichts funktioniert so, wie sie es gewohnt ist – weder in der Stadt, noch in der Welt, noch in ihrem Körper. Lucia ist einsam, denn ihre Tochter hat ihre eigenen Probleme, und ihr Sohn sucht sein Glück in Adelaide. Die einzigen Menschen, die zu ihr sprechen, sind russische Dichter, deren Bonmots ihr in jeder Lebenslage weiterhelfen. Doch bald treten gravierende Veränderungen in ihr Leben. Willi, den Lucia bereits als kleinen, schüchternen Jungen kannte, ist der Besitzer des Mietshauses in der Mohrengasse – und er bekommt den Hals nicht voll. Er will das Haus sanieren, und die alten Mieter sind ihm dabei im Weg. Einige konnte er in eine Seniorenanlage am Stadtrand „umsiedeln“, doch andere – wie auch Lucia – weigern sich hartnäckig. Da entdeckt der hinterhältige Willi seine „soziale Ader“ und vermietet die freien Wohnungen an ein Obdachlosenprojekt, stellt die Toilettenspülung ab, und versorgt die neuen Mieter großzügig mit einer lauten Musikanlage… Lucia ist auf 180! Sie packt ihren Gehstock und macht sich auf die Socken – und stattet Willi einen denkwürdigen Besuch in seinem absolut kafkaesken Büro ab. Parallel dazu lernen sich Alexander und Elisabeth kennen, die sich beide in Russland wie in Österreich versuchen, finanziell über Wasser zu halten, er als idealistischer Lehrer, sie in einem Callcenter. Erst durch die Begegnung mit dem geheimnisvollen Magier Viktor Viktorowitsch und seiner „russischen Seele“ ändert sich ihr Leben – und das angestaubte Wien steuert einer Verjüngungskur zu…. Vladimir Vertlib, geb. 1966 in Leningrad, emigrierte mit seiner Familie in den 1970ern nach Österreich - und erlebte dabei selbst eine mehrjährige Odyssee. In seinen Erzählungen und Romanen verarbeitet er immer wieder das Leben als Emigrant - und erhielt mehrere Literaturpreise dafür. Vertlib hat mit Lucia Binar eine äußerst lebendige und freche Heldin erschaffen. Sie lässt sich nichts sagen, schon gar nicht von Autoritätspersonen und Rassisten, ganz nach der Devise: der Hahn, der am lautesten kräht, wird geköpft! Sie beobachtet scharf, ist politisch auf dem Laufenden und lässt sich kein X für ein U vormachen. Kein Wunder, denn in ihren Adern fliesst tartarisches Blut. Lucia, aber auch die anderen Figuren, sind mir beim Lesen sehr ans Herz gewachsen. Die Geschichte rund um einen gierigen Miethai deckt noch andere aktuelle Reizthemen in unserer Gesellschaft auf: die lieblose Behandlung älterer Menschen, Vereinsamung in der Großstadt, Verwahrlosung von Obdachlosen, Fremdenfeindlichkeit etc. – Trotz allem würzt Vertlieb seine Gesellschaftsanalyse mit einer ordentlichen Portion makaberen Humors, außerdem mit Lyrik und Surrealismus, eben mit der „russischen Seele“. Ich finde es sehr beeindruckend, wie Vertlieb die Schicksale verschiedener Personen zusammenfügt, bis sie sich alle gemeinsam bei einem surrealistischen Showact wiederfinden.

    Mehr
    • 2
  • Deutscher Buchpreis 2015 - Die Longlist: Fragerunde mit Vladimir Vertlib zu "Lucia Binar und die russische Seele"

    Lucia Binar und die russische Seele
    Fussel1986

    Fussel1986

    Fragerunde mit Vladimir Vertlib, dem Autor von "Lucia Binar und die russische Seele" Im Rahmen unserer Aktion rund um die Longlist des Deutschen Buchpreises 2015 habt ihr die Chance, den Autoren, die mit ihren Werken nominiert sind, Fragen zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen. Hier könnt ihr für euren Longlist-Favoriten abstimmen! Wir freuen uns sehr, am Dienstag, dem 15.09. Vladimir Vertlib in unserer Fragerunde begrüßen zu dürfen! In seinem Roman "Lucia Binar und die russische Seele" erzählt er mit viel Humor die Geschichte einer alten Dame, die entschlossen ist, ihre Würde zu bewahren. Habt ihr Lust, mehr über den Autoren, seine Arbeit oder seinen wunderbar witzigen, augenzwinkernden Roman zu erfahren? Dann verpasst nicht die Chance, eure Fragen in hier in unserer Fragerunde loszuwerden! Mehr zum Buch Lucia Binar ist 83, und sie ist verärgert. Die Große Mohrengasse, in der sie seit langem lebt, soll aus Gründen der politischen Korrektheit in "Große Möhrengasse" umgetauft werden. Und die soziale Einrichtung, die sie versorgt, hat versagt: Ihr Essen wurde nicht geliefert. Der Telefondienst ist in ein Callcenter ausgelagert, dort rät ihr eine Mitarbeiterin, sich von Manner-Schnitten zu ernähren. Lucia ist empört. Sie will die Frau aufsuchen und zur Rede stellen. Dabei hilft ihr ausgerechnet Moritz, ein Student, der die "Anti-Rassismus-Initiative Große Möhrengasse" unterstützt. Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe! Mehr zum Autor Vladimir Vertlib wurde am 2. Juli 1966 in Leningrad (heute St. Petersburg) geboren. 1971 emigrierte er über Zwischenstationen in Israel, Österreich, Italien, den Niederlanden und den USA schließlich 1981 zusammen mit seinen Eltern endgültig nach Österreich. Er studierte Volkswirtschaftslehre in Wien und arbeitet seit 1993 als freiberuflicher Autor. Vertlib lebt in Salzburg und Wien und veröffentlicht Romane, Erzählungen, Essays und Artikel für Zeitungen und Zeitschriften. Für sein Werk wurde ihm unter anderem der Chamisso-Förderpreis und der Österreichische Förderungspreis für Literatur verliehen. Sein aktueller Roman „Lucia Binar und die russischen Seele“ erschien 2015 und stand auf der Longlist beim Deutschen Buchpreis. Zusammen mit dem Carl Hanser Verlag verlosen wir unter allen, die sich über den blauen "Jetzt bewerben"-Button mit mindestens einer Frage an Vladimir Vertlib beteiligen, 3 Exemplare von "Lucia Binar und die russische Seele"! Wer bei allen Fragerunden mit den Longlist-Autoren mitmacht, hat zusätzlich die Chance auf ein großes Buchpaket, vollgepackt mit allen nominierten Werken! Vladimir Vertlib wird am Dienstag, dem 15. September 2015 voraussichtlich zwischen 13 und 22 Uhr eure Fragen beantworten - die Fragerunde wird also gegebenenfalls nicht bis Mitternacht geöffnet sein! Bitte habt Verständnis dafür, dass wir die Fragerunde dann dementsprechend auch schließen. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß und sind schon sehr gespannt auf eure Fragen!

    Mehr
    • 116
  • Bizarr

    Lucia Binar und die russische Seele
    sofie

    sofie

    Bizarr Man stelle sich vor, jemand ärgert sich mal wieder über die political correctness – überall Menschen mit Migrationshintergrund, - innen und jetzt sollen auch noch die alten Straßennamen geändert werden. Und dann schreibt dieser jemand einen Roman und heraus kommt „Lucia Binar und die russische Seele“. So war zumindest mein Eindruck auf den ersten Seiten dieses Romans von Vladimir Vertlib. Und so ganz konnte ich diesen Eindruck bis zum Schluss nicht abschütteln, aber es steckt doch mehr dahinter. Worum geht es also? Zunächst um Lucia Binar, eine alte Wienerin, deren Ziel es ist in der Wohnung in der Alten Mohrengasse zu sterben, in der sie ihr ganzes Leben gelebt hat. Dafür werden ihr aber einige Steine in den Weg gelegt. Unter anderem von Moritz, der im selben Haus wohnt, und die Straße umbenennen lassen will. Dann geht es auch noch um Alexander, halb Russe, halb Baschkire und Muslim, der auch in Wien lebt und für einen großen Maestro arbeitet. Alexander ist schon fast klischeehaft russisch (Er sagt z.B. den schönen Satz „ Urals war nicht weit, höchstens dreißig Bahnstunden entfernt.“), aber eben auch nur fast. Er erzählt ein ziemliche bizarre Geschichte, die ich manchmal etwas langatmig fand. Aber auch das ist natürlich typisch russisch. Am bizarrsten ist aber der Maestro, Vladimir Vladimirowitsch. Aus ihm wurde ich so gar nicht schlau. Und so ist dann auch der ganze Roman – ein bizarres Roadmovie, das sich aber eigentlich gar nicht vom Fleck bewegt. Mal sehr lustig, mal aber auch sehr traurig und tiefgründig. Und oft ganz einfach absurd. Trotzdem dachte ich oft: Ist mir der Roman jetzt zu hoch? Oder interpretier ich zu viel rein? Insgesamt also sehr schwer zu bewerten. Von mir gibt es 3,5 Sterne, auch wenn ich immer noch etwas verwirrt bin.

    Mehr
    • 2
    wandablue

    wandablue

    08. June 2015 um 00:02
  • Entgrenzung der russischen Seele

    Lucia Binar und die russische Seele
    bookscout

    bookscout

    05. June 2015 um 20:14

    Lucia Binar, 83, pensionierte Lehrerin und Verehrerin russischer und österreichischer Dichtkunst, hat ihre Prinzipien: Sie ist in der Wiener Großen Mohrengasse aufgewachsen und wird auch hier die letzte Ruhe finden. Ganz bestimmt lässt sie sich nicht – wie die meisten anderen Mieter – hinauskomplimentieren, damit Eigentümer Willi Neff das Haus sanieren und anschließend teurer weitervermieten kann. Wo kämen wir denn da hin? Daran ändern auch die seit neuestem das Haus bevölkernden Obdachlosen, Punks und Asylwerber nichts, denen Willi kostenlos Wohnungen zur Verfügung stellt. Vielmehr kämpft Lucia mit Unterstützung ihres androgynen Nachbarn, dem Studenten Moritz, auf liebenswürdig-skurrile Weise um ihr Recht und ihre Lebensqualität. Verwoben in Lucias Abenteuer ist die Geschichte von Alexander und Elisabeth, einem jungen Paar, das sich zu Beginn des Buches in einem abstürzenden Aufzug kennen- und lieben lernt. Alexanders bewegtes Leben hat ihn – mit Umwegen über russische Krankenhäuser und Gefängnisse – nach Wien geführt, wo er nun als Assistent für den mysteriösen Metaphysiker Viktor Viktorowitsch tätig ist. Elisabeth, eine spröde alleinerziehende Mutter, hat während ihrer Arbeit im Call Center des Sozialen Notrufs einmal mit Lucia telefoniert, als dieser an einem Freitag ihr Essen auf Rädern nicht geliefert wurde. "Dann essen sie eben Manner-Schnitten bis Montag", war die flapsige Antwort, an der Lucia einiges zu knabbern hat. Bizarre Begegbenheiten wie diese sind keine Seltenheit in Vertlibs Roman, unterstrichen in ihrer Skurrilität noch durch die Gegenüberstellung mit nahezu banalen Alltäglichkeiten. Der Spannungsbogen ist virtuos gespannt, von den ersten Krawallmachern in der Großen Mohrengasse – die mich, ob beabsichtigt oder nicht, an die medienwirksame Räumung der Pizzeria Anarchia im Sommer 2014 erinnerten – bis hin zum dramatischen Finale, der Séance Viktor Viktorowitschs. Bereichert wird die Geschichte durch lyrische Zitate, von Paul Celan bis hin zu Wislawa Szymborska, ebenso wie durch zahlreiche Ausflüge in die Vergangenheit Lucias und Alexanders. Fazit: Ein charmantes Lesevergnügen mit einer Prise Wiener Schmäh, abseits der üblichen Pfade.

    Mehr
  • Anders als gedacht

    Lucia Binar und die russische Seele
    vielleser18

    vielleser18

    12. May 2015 um 07:32

    "Geschichte hat immer eine Moral, auch dann, wenn es sich um blanken Zynismus handelt" S. 296 Lucia Binar, 83 Jahre alt, ist eine der letzten die ausharren im Haus in der Großen Mohrengasse. Ihr Vermieter will alle alten Mieter, die teils schon Jahrzehnte in diesem Haus wohnen, herausekeln, damit er das Haus, wie auch schon Nachbarhäuser renovieren und teurer vermieten kann. Dabei ist ihm jedes Mttel recht: sogar Obdachlose und Asylanten setzt er mit ins Haus und eine hochexplosive Stimmung wird dort erzeugt, ganz abgesehen vom allgemeinen Verfall, den der Vermieter nicht beheben lässt. Als dann eines Tages auch das Essen auf Rädern nicht geliefert wird, versucht die durch einen Unfall beeinträchtige Lucia telefonisch HIlfe zu bekommen. Bei zwei Diensten erreicht sie nur Endlos-Warteschleifen und beim dritten Notruf, einem Sozialdienst, landet sie in einem Callcenter bei der überforderten Elisabeth, die ihr rät, sich am Wochenende von Mannerschnitten zu ernähren. Lucia macht sich mit Hilfe eines MItbewohners auf die Suche nach Elisabeth um ihr die Meinung zu sagen. So weit so gut. Der Roman erzählt meist aus Sicht von Lucia, der pensionierten Lehrerin, die Gedichte liebt. Ihre Art hat mir gut gefallen, sie ist eine rüstige und symphatische Frau. Doch auch von Alexander erfahren wir (meiner Meinung nach zu viel und ausschweifend, was aber auch sein Wesen charakterisiert). Er ist mit Elisabeth aus dem Call-Center befreundet und ist die "russische Seele". Er zieht mit einem russischen Scharlatan und Magier durch Europa. Ich weiß immer noch nicht, wie ich das Buch beschreiben soll. Zynisch finden fast alle niederen menschlichen Taten/Worte/Gefühle hier seinen Platz. Gewalt, Beleidigungen, Gier, Rache, unmenschliche Arbeitsbedingungen, Hass. Ein Spiegelbild der Gesellschaft ? Reduziert auf alles negative ? In der geballten Ansammlung hier, gepaart mit unglaublichen Begebenheiten, keine leicht verdauliche Kost. Der Klappentext führt in die Irre, denn es geht nur ganz am Anfang um die Umbenennung der Mohrengasse. Da ist das Telefon auf dem Cover schon wegweisender, ist es doch ein Anruf, der die entscheidenden Impulse auslöst.

    Mehr
  • Kunst oder Mogelpackung ?

    Lucia Binar und die russische Seele
    czytelniczka73

    czytelniczka73

    29. April 2015 um 14:20

    "In den Abgründen des anderen erkennen wir uns selbst und die Welt" (Seite 163)   Inhalt: "Lucia Binar ist 83, und sie ist verärgert. Die Große Mohrengasse, in der sie seit langem lebt, soll aus Gründen der politischen Korrektheit in "Große Möhrengasse" umgetauft werden. Und die soziale Einrichtung, die sie versorgt, hat versagt: Ihr Essen wurde nicht geliefert. Der Telefondienst ist in ein Callcenter ausgelagert, dort rät ihr eine Mitarbeiterin, sich von Manner-Schnitten zu ernähren. Lucia ist empört. Sie will die Frau aufsuchen und zur Rede stellen. Dabei hilft ihr ausgerechnet Moritz, ein Student, der die "Anti-Rassismus-Initiative Große Möhrengasse" unterstützt. Mit viel Humor erzählt Vladimir Vertlibdie Geschichte einer alten Dame, die entschlossen ist, ihre Würde zu bewahren."   Meinung: Ich glaub nicht,dass ich es schaffen würde eine richtige Rezension zu diesem Buch zu schreiben,deswegen versuche ich erst gar nicht und diesmal kommen nur paar Leseeindrücke von mir. Es war noch nie so schwer für mich ein Buch zu Ende zu lesen,wie das im Fall von Lucia Binar war.Dabei fängt die Geschichte recht interessant an-eine ältere Dame,nach einem Unfall in der eigenen Wohnung eingesperrt ,kommentiert Vergangenheit und Gegenwart mit Zynismus und Ironie und zitiert dabei die Gedichte von Szymborska...Das hat meine Erwartungen augenblicklich hochgeschraubt (ich sag noch mal-Szymborska !!!) die leider in keiner Weise erfühlt wurden.Schon nach paar Kapiteln hatte ich das Bedürfnis das Buch weg zu legen und ich musste regelrecht mit mir kämpfen um weiter zu lesen.Ich hab ja geschafft,aber leider hat sich der Kampf für mich nicht gelohnt.Schade,weil das Buch wirklich sehr interessante Themen anspricht und Abgründe unseren Gesellschaft beschreibt,leider auf so übertriebene,bizarre und (teilweise) absurde Art und Weise,dass man es auch nicht ernst nehmen kann.Dazu kommt der schwieriger Schreibstil und unsympathischen Protagonisten (nur Moritz und teilweise Lucia fand ich authentisch und überzeugend).Und das Ende hat mir echt den Rest gegeben-selten so etwas absurdes gelesen.Das Ganze fand ich einfach  " überkünstlert " und überhaupt nicht meins,aber man kann auch nicht von jedem Buch begeistert sein.   Fazit: Zu viel Kunst tut manchmal auch nicht gut.

    Mehr
  • Originell, witzig und anstrengend

    Lucia Binar und die russische Seele
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    Ich weiß nicht so recht, was ich von diesem Buch halten soll, das ich da gerade gelesen habe. Hier hat ein sicherlich genialer Autor mit viel Humor etwas verfasst, das man nicht greifen kann. Eine parabelhafte Sozialstudie? Eine philosophische Satire? In der Mohrengasse in Wien lebt die 83jährige Lucia Binar, eine ehemalige Lehrerin, die feststellen muss, dass ihr Haus plötzlich von allerhand finsteren Gestalten bewohnt wird. Ihr Vermieter gewährt großzügig Obdachlosen, Asylanten, Flüchtlingen und Junkies Unterschlupf. Gleichzeitig lernt man Alexander kennen, der aus Russland eingewandert ist und als Assistent eines undurchsichtigen Magiers arbeitet. Während Lucia tapfer versucht, mit ihrer neuen Lebenssituation klarzukommen, bandelt Alexander mit einer Callcenterangestellten an und erzählt uns viel und ausführlich über seine traurige russische Vergangenheit. Lucia ist eine bewundernswerte alte Dame, die mit einigem Sarkasmus ihre Umgebung analysiert und in jeder Lebenslage ein passendes Gedicht rezitieren kann. Sie kommentiert alles weitschweifig, was anfangs sehr lustig ist, auf Dauer dann aber doch anstrengt. Dieses Buch spielt mit ausufernden Beschreibungen, absurden Monologen und philosophischen Betrachtungen zu lächerlichen Themen. Hier philosophieren sogar Obdachlose in volltrunkenem Zustand. Das ist genial gemacht, aber für mich war es in Summe zu viel des Guten. Bisweilen muss man aufpassen, dass man die Handlung im Blick behält, was gelegentliche Schlenker in die ein oder andere Vergangenheit noch zusätzlich erschweren. Am Ende bekommt die Geschichte sogar noch einen irrwitzig fantastischen Aspekt, der natürlich die Absurdität auf die Spitze treibt, mit dem ich aber auch nicht so furchtbar viel anfangen konnte. Dieses Buch ist ganz sicher ein großer Genuss für ein sehr erlesenes Publikum. Ich fand es originell, witzig und anstrengend.

    Mehr
    • 2
  • Scharlatan oder doch ein Magier...

    Lucia Binar und die russische Seele
    Leseratz_8

    Leseratz_8

    06. April 2015 um 16:16

    Der vorliegende Klappentext beschreibt, wie die Geschichte beginnt und ist dabei doch nur irreführend. Es ist keine lustige Geschichte aus Wien. Das Buch thematisiert die Probleme einer Großstadt, Obdachlose, Asylanten, Alkoholiker und mittendrin Lucia. Sie ist 83 Jahre alt, lebt in der Großen Mohrengasse und zwar seit ihrer Geburt, hier hat sie ihre Kindheit verbracht, den Anschluss Österreichs und die Judenvertreibung erlebt, ihren Mann gepflegt, die Kinder aufgezogen, hier stehen ihre geliebten Gedichtbände und hier denkt sie über ihr Leben nach. Lucia hat nur noch einen Wunsch: in ein paar Jahren, die sie noch mit ihren Büchern verbringen will, friedlich in dieser Wohnung zu sterben.  Doch das Haus steht im zweiten Bezirk, in der Nähe des nicht mehr existierenden Nordbahnhofs, dort wo früher die kleinen Leute nach Wien herein kamen, auf der Suche nach einem besseren Einkommen. Juden, Krämer, Beamte brachte die Nordbahn aus der Provinz nach Wien. Heute liegt das Gelände so nah am Stadtzentrum, dass sich die Immobilienhaie die Finger lecken. Auch der Besitzer ihres Hauses ist so ein Typ... Vladimir Vertlib zeichnet das Bild einer alten Frau, noch fit im Kopf aber den Stock braucht sie schon. Sie denkt immer wieder über ihr Leben nach, ist über die herrschenden Zustände entsetzt und weiß doch, dass Aufregen nichts bringt und dass sie zu alt ist noch etwas zu ändern. Klingt trostlos - ist eher fatalistisch, aber es gibt auch noch die jungen Leute im Buch... Der Roman ist vielschichtig und zu Beginn hatte ich meine Probleme, die verschiedenen Geschichten der Protagonisten mit meiner Erwartung an das Buch in Einklang zu bringen. Erwartet hatte ich, aufgrund des Klappentextes, eine eher lustige Geschichte um eine rüstige alte Dame, die mit Gehstock und Handtasche die Welt das Fürchten lehrt. Bekommen habe ich eine beinahe philosophische Betrachtung der Welt im Allgemeinen und der österreichischen Eigenheiten im Besonderen und ... 'die russische Seele'. Über die russische Seele möchte ich hier nichts weiter verraten, denn die ist die Sahne auf dem Kuchen und sie hat mich am Ende doch zum Schmunzeln gebracht. Es gibt Momente, in denen einem das Lachen im Hals stecken bleibt und man über die eigenen Wünsche nachdenkt. Der Roman ist aufwändig mit Zitaten aus diversen Gedichten gespickt und dies macht das Lesen nicht gerade leicht. Auch die Erzählungen einzelner Protagonisten ufern leicht aus, aber am Ende ergibt alles einen Sinn. Also durchhalten und die Sprache geniessen ;-)  Fazit: Ich bin eher ein Leser von Thrillern und Krimis, aber dieser Ausflug nach Wien hat mir gut gefallen und es gibt auch ein ganz kleines bisschen Schuld und Sühne für die russische Seele. 

    Mehr
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) Buchhandlung_am_Schaefersee (36/30) Buchrättin (31 / 30)  Buecherschmaus (0/40) Buecherwurm1973 (16/40) Cadiya (20/20) Caillean79 (30 / 30) Calypso49 (17/20) Caroas (16/30) Ceciliasophie (7/20) Chiara-Suki (7/20) ChrischiD (29 / 20) Coconelle (6/20) Code-between-lines (36/30) creativeartless (11/20) crimarestri (3/20) Cuchilla_Pitimini  Cuileuni (1/20) CupcakeCat (18/30) Curin (4/30) czytelniczka73 (34 / 30) daneegold (27/40) DaniB83 (14/40) Daniliesing (21/40) Danni89 (24/20) danzlmoidl (2/20) darigla (5/20) DarkChocolateCookie (12/20) Darkshine (3/20) DaschaKakascha  Deengla (25/40) Deli (21/40) dieFlo (4/40) digra (30 / 30) disadeli (20 / 20) divergent (36 / 30)  Donata (24/20) Donauland (5/20) DonnaVivi (23 / 20) Dorina0409 (12/20) Dreamworx (40 / 40) Dunkelblau (15/40) eifels  eldora151 (10/40) Elektronikerin (14/20) Elke (21/20) el_lorene (32/40) EmilyThorne (0/40) EmmaBlake (4/30) Eternity (30/30) Evan (20 / 20) fairybooks (20/20) Finesty22 (4/20) Fornika (40/30) Fraenzi (0/20) franzzi (21/20) fredhel (33 / 30) FritzTheCat (1/20) Gela_HK (1/30) Ginevra (40 / 40) glanzente (34 / 30) Glanzleistung (31 / 30) Gloeckchen_15 (29/20) gra (10/20) GrOtEsQuE (31/30) Gruenente (31 / 30) gst (40 / 40) Gulan (23/30) gusaca (30 / 30) Gwendolina (34/40) hannelore259 (25/40) hexe2408 (20/20) hexepanki (30 / 30) Hikari (27/40) histeriker (24 / 20) Honeygirl96 (0/20) Icelegs (40 / 40) Igela (32/30) Igelmanu66 (39/40) ImYours (15/20) Insider2199 (32 / 30) IraWira (31 / 30) jacky2801 (5/20) Jadra (20 / 20) jala68 (20 / 20) Jamii (7/40) janaka (31 / 30) Jarima (34 / 30) jasbr (40 / 40) Jeami (15/20) Jecke (39/20) joel1 (0/20) JulesWhethether (9/20) JuliB (40 / 40) Kaiaiai (7/20) Karin_Kehrer (27 / 20) katha_strophe (38 / 30) kathiduck (20/30) kattii (34/40) Kerstin-Scheuer  Ketty (20 / 20) Kidakatash (21/30) Kiki2707 (6/20) kingofmusic (20 / 20) KirschLilli (5/20) KitKat88 (5/40) Kiwi_93 (10/20) Kleine1984 (31/30) kleinechaotin (3/40) Klene123 (36/40) Knorke (21/20) Koromie (0/20) Krinkelkroken (23/20) krissiii (0/20) Kuhni77 (24 / 20) Kurousagi (6/20) kvel (3/30) LaDragonia (2/20) LadySamira091062 (33/20) LaLeLu26 (1/20) Lara9 (0/40) Laralarry (20 / 20) laraundluca (24/20)  LaTraviata (30/30) Lena205 (38/40) LenaausDD (33/30) Leni02 (3/30) LeonoraVonToffiefee (39/40) lesebiene27 (35/40) LeseJette (16/40) Lese-Krissi (20 / 20) LeseMaus (3/20) Leseratz_8 (20/20) Lesewutz (14/20) Lesezirkel (20 / 20) leucoryx (30 / 30) LibriHolly (21/40) Lienne (6/30) lilaRose1309 (18/30) Lilawandel (30 / 30) Lilith79 (12/20) lille12 (1/40) Lilli33  (38/30) LillianMcCarthy (37/40) LimitLess (30 / 30) Lisbeth0412 (15/40) Lissy (40 / 40) Literatur (18/30) Littlebitcrazy (40 / 40) Loony_Lovegood (21/40) Looony (6/20) Los_Angeles (0/20) love_reading (10/20) LubaBo (22/20) Lucretia (17/30) lunaclamor (4/30) mabuerele (34/30) Maggi90 (3/20) MaggieGreene (18/20) maggiterrine (30 / 30) Maikime (8/20) mareike91 (30 / 30) martina400 (30 / 30) -Marley- (4/20) M-ary (15/20) MeinhildS  MelE (38/30) merlin78 (2/20) Mexistes (0/40) mieken (23/30) Mika2003 (2/20) Milena94 (4/20) MiniBonsai (0/30) minori (7/20) MissErfolg (15/20) miss_mesmerized (38/40) MissTalchen (34/30) mistellor (30 / 30) Mizuiro (18/30) mona0386 (0/20) mona_lisas_laecheln (30/30) Mondregenbogen (0/20) Mone80 (13/40) monerl (0/30) MrsFoxx (4/20) Mrs_Nanny_Ogg (40 / 40) N9erz (30/30) Naala (0/40) naddelpup (0/20) naninka (34/30) Narr (20/40) nemo91 (20 / 20) Nessi984 (0/20) Niob (28/30) Nisnis (35/20) nonamed_girl (20 / 20) Nuddl (7/30) Oncato (6/20) paevalill (16/20) pamN (1/20) Pelippa (21/20) Phini  (20/20) PMelittaM (33/30) PollyMaundrell (26/30) Pony3 (1/30) Queenelyza (40 / 40) Queen_of_darkness (0/40) QueenSize (5/20) rainbowly (29/20) readandmore (0/20) Ritja (30 / 30) Rockyrockt (2/30) rumble-bee (22/40) SagMal (2/20) SarahRomy (6/40) Salzstaengel (0/40) samea (24/20) sarlan (15/20) Saskia512 (0/30) scarlett59 (13/20) schabe (0/20) schafswolke (40 / 40) Schlehenfee (40 / 40) Schnien87 (27/20) Schnuffelchen (0/20) Schnutsche (28 / 20) SchwarzeRose (7/40) Seelensplitter (37 / 30) Sick (39/30) Sikal (40 / 40) Si-Ne (37/20) Smberge (7/30) Snordbruch (20/20) solveig (40 / 40) Somaya (28/30) SomeBody (8/30)  sommerlese (40 / 40) Sommerleser (35/20) Sophiiie (40 / 40) spandaukarin (0/20) spozal89 (31/30) Starlet (4/40) stebec (40/40) stefanie_sky (40 / 40) steffi290 (23/30) SteffiR30 (11/20) Steffis-Buecherkiste (2/20) SteffiWausL (40/40) sternblut (11/30) sternchennagel (40 / 40) Stjama (12/20) stoffelchen (7/20) Sulevia (21 / 20) sunlight (30 / 30) sursulapitschi (39/30) Suse*MUC (2/20) SweetCandy (4/20) sweetcupcake14 (7/20) sweetyente (3/20) Synapse11 (8/20) Taku (0/20) Talathiel (32/30) Talie (20 / 20) Taluzi (37/20) Tatsu (40 / 40) Thaliomee (20 / 20) TheBookWorm (20/20) The iron butterfly (31 / 30) Tiana_Loreen (24/20) tigger (0/20) Tinkers (6/20) Traeumeline (4/20) uli123 (30 / 30) unfabulous (40 / 40) vb90 (8/30) Verena-Julia (9/30) vielleser18 (30/40) VroniMars (33 / 30) WarmwasserSophie (2/20) Watseka (26/40) weinlachgummi (33/40) Weltverbesserer (16/20) werderaner (3/20) widder1987 (10/20) Willia (20 / 20) Winterzauber (35/30) Wolfhound (14/30) Wolly (38 / 30) Wortwelten (0/30) xbutterblume (15/20) Xirxe (32/40) xxYoloSwagMoneyxx (11/20) YasminBuecherwurm (1/30) Yrttitee (1/20) YvesShakur (2/20) YvetteH (40 / 40) Yvonnes-Lesewelt (22/30) zazzles (40 / 40) Zwerghuhn (26/30)

    Mehr
    • 8480