Vlastimil Vondruska Die Toten vom Jakobsweg

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Inhaltsangabe zu „Die Toten vom Jakobsweg“ von Vlastimil Vondruska

Eine gefahrvolle Reise, ein Mörder unter Pilgern und ein Dokument, das die Existenz des Christentums bedroht Prag im 13. Jahrhundert: Ulrich von Kulm, königlicher Prokurator, hat wahrlich Wichtigeres zu tun, als nach Santiago de Compostela zu pilgern. Doch der König besteht darauf, dass er die ehrwürdige Äbtissin Agnes von Böhmen dorthin begleitet. Ursprünglich hätten drei Ritter die Pilgergruppe anführen sollen, aber diese wurden einer nach dem anderen ermordet. Auch unterwegs reißt die rätselhafte Mordserie nicht ab. Die vermeintliche Wallfahrt scheint alles andere als religiöse Motive zu verfolgen. Doch was hofft die Äbtissin in Santiago zu finden? Und warum geht einer der Pilger über Leichen, um zu verhindern, dass sie ihr Ziel erreicht? Der erste Fall für Ritter Ulrich von Kulm, der sich immer und überall für Gerechtigkeit einsetzt, und seinen lebenslustigen Knappen Otto, der Informationen am liebsten von hübschen Mädchen beschafft

WUNDERVOLL SPANNENDER UND LEBENDIGER roman

— HEIDIZ
HEIDIZ

Ein sehr tiefsinniger und hintergründiger Roman.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

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der Fokus liegt hier leider zu sehr auf geschichtliche und politische Ereignisse, als auf der eigentlichen Handlung

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    Die Toten vom Jakobsweg
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    30. January 2017 um 10:49

    Wir steigen erst einmal mit dem Prolog im Jahr 1186 in die Handlung ein.   Die eigentliche Handlung entführt uns in das Prag des 13. Jahrhunderts, als der königliche Prokurator Ulrich von Kulm nach Santiago de Compostela pilgern muss, weil es der König von ihm verlangt. Kulm soll die Äbtissin Agnes von Böhmen auf ihrem Weg begleiten. Eigentlich waren dafür drei Ritter dafür bestimmt gewesen, Agnes von Böhmen zu begleiten, diese wurden allerdings ermordet. Diese mysteriöse Mordserie nimmt ihren Lauf. Was als Wallfahrt getarnt war, scheint keine religiöse Motive zu haben. Warum will die Äbtissin nach Santiago fragt man sich? Einer der Pilger scheut nichts, er will unter allen Umständen verhindern, dass Agnes von Böhmen in Santiago ankommt. Das Buch erzählt sozusagen den ersten Fall für den gerichtigkeitsliebenden Ritter Ulrich von Kulm, der von seinem lebenslustigen Knappen Otto begleitet wird, der immer gern behilflich ist,  der hübschen Mädchen mag ..... Liebenswert dargestellt - hat mir sehr gut gefallen - lockert die Handlung prima auf.   Leseprobe: ========   Bei seiner Ermittlungstätigkeit hielt er sich immer an den Grundsatz, einer Hypothese nur so lange zu folgen, bis er etwas entdeckte, was sie widerlegte, und seine Erfahrung hatte ihm nahegelegt, sich bei seinen Nachforschungen nicht nur auf den Vyšehrader Propst zu konzentrieren.   Der Einband ist sehr ansprechend gestaltet und macht schon vorab Lust darauf, das Buch zu lesen, aber die Geschichte ist es echt auch wert, gelesen zu werden. Der Autor hat es geschafft, mich zu fesseln und mich in das Prag dieser Zeit zurückzuversetzen - mich mitzunehmen in die Handlung und die doch recht zahlreichen Charaktere zu verstehen in ihren Handlungen und innerhalb ihrer Entwicklung im Zuge der Handlung. Das Mittelalter wird sozusagen lebendig. Mir hat die Geschichte von ihrer Konstruktion und spannenden Bearbeitung sehr gut gefallen. Für mich war die Handlung schlüssig und doch von der ersten bis zur letzten Seite spannend - hat mich gefesselt und der Schreibstil passt prima zum Genre Mittelalterroman - alles passt und somit empfehle ich das Buch gern.   Ich freue mich und bin gespannt auf mehr von Vlastimil Vondruška und Ritter Ulrich.

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  • Mein Leseeindruck

    Die Toten vom Jakobsweg
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    03. December 2016 um 10:03

    Als großer Freund historischer Romane ist mir dieses Buch auf der Verlagsseite sofort ins Auge gefallen. Mein Eyecatcher, sozusagen. Schon der Titel hatte mich sehr neugierig gemacht. Deshalb war klar, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Schon bei dem sehr langen und ausführlichen Prolog wird klar, dass es sich um kein Buch handelt, dass man mal eben so nebenbei liest. Dieses Buch fordert volle Konzentration, da sehr viele Namen und Geschehnisse aufgezählt bzw. in die Geschichte gepackt wurden. Als ich mich dann durch die vielen Namen gebürstet hatte, fielen zwei ganz besondere Protagonisten auf. Ulrich, als Ritter und Otto, der Knappe passen hervorragend zueinander. Man könnte sagen, die beiden sind ein eingespieltes Team. Allein ihre Frauengeschichten machen die beiden schon zu Verschworenen. Durch diese beiden Protagonisten wird bzw. wirkt die Geschichte erst lebendig und lässt die unzähligen Randgeschehnisse und Fakten etwas erträglicher werden. Der Leser lernt bei diesem Roman sehr viel über die Bibel, das christliche Denken und das Bestreben der Tempelritter, aber auch über Heilige. Ihr sehr selbst....viiiel Randgeschehen. Aber eines muss ich trotzdem sagen: Die Geschichte bleibt bis zum Ende spannend. Hat jedoch ein eher offenes Ende, so dass die Möglichkeit auf einen Nachfolgeband besteht. Fazit: Es handelt sich hierbei um keinen normalen historischen Roman, der den Leser mal eben in die Vergangenheit abtauchen lässt. Nein, es ist vielmehr ein sehr tiefsinniger und hintergründiger Roman, der stellenweise auch einem Sachbuch gleicht.

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