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jutscha

vor 2 Jahren

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Protagonist Dr. Adrian Sykes will sich umbringen, weil er den Tod seiner Frau Christina nicht verkraftet, die vor zwei Jahren auf seinem OP-Tisch gestorben ist. Auf dem Rückweg von einem Notfall fährt er Eve an, die seiner Frau aufs Haar gleicht. Er nimmt sie mit in seine Praxis, wo sie sich erstaunlich schnell erholt, aber seltsame Dinge tut. Eine Röntgenaufnahme ihres Kopfes zeigt, dass sich anstelle ihres Gehirns ein großer Computerchip befindet.

Edgar Sehner ist bei der Mordkommission. Einem Stadtstreicher wurde das Herz aus der Brust geschnitten. Ein Jugendlicher hat das beobachtet und erzählt, der Täter sei ihm vorgekommen wie Terminator. Kurz darauf wird eine Prostituierte auf ähnliche Weise umgebracht. Auch der Pfarrer fällt ihm zum Opfer. An den Tatorten hinterlässt er stets die Worte „Keine Seele“.

Ein dritter Handlungsstrang führt in Adrians Jugend zurück. Brad Wilson hat Adrian vor 23 Jahren in einem Steinbruch fast zu Tode gehetzt und sich dabei fast in die Luft gesprengt, wofür er Adrian die Schuld gibt. Brad taucht nach dieser langen Zeit plötzlich bei ihm auf und sucht Eve und einen Mann namens Adam

Plötzlich ist nichts mehr so, wie es war, und Adrian gerät selbst in große Gefahr.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem Thriller-Fan nur ans Herz legen. Volker Dützer hat meiner Meinung nach hier einen Thriller allererster Güte geschrieben. Die Spannung bleibt von der ersten Seite bis zum Schluss erhalten. Jedes Kapital beantwortet offene Fragen, endet aber wieder mit neuen Fragen. Dadurch ist es nicht einen Moment langweilig und ich als Leser hatte das Bedürfnis, sofort das nächste Kapitel zu lesen um zu wissen, wie es weitergeht.

Der Autor hat nach meiner Einschätzung auch genügend Hintergrundinformationen medizinischer, psychologischer und polizeidienstlicher Art recherchiert. Die Geschichte klingt glaubwürdig und ist absolut schlüssig. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Dadurch, dass der Protagonist selbst auch Fehler begeht und entsprechende Stärken und Schwächen hat, wirkt er sehr authentisch und menschlich. Die Darstellungen von Orten und Tatorten sind sehr detailliert. Vor allem die Beschreibungen der Hybridwesen zeigen Abgründe menschlicher Phantasie auf und machen dieses Buch zu einem exzellenten und spannenden Thriller.

Unerwartete Wendungen sind typisch für diesen Thriller. Der Leser weiß nie, was als nächstes kommt und wird immer wieder überrascht. Das finde ich grandios, dabei ist auch noch alles logisch und schlüssig aufgebaut und absolut fesselnd geschrieben. Eine echte Meisterleistung! Ich gebe dem Roman 5 von 5 Sternen und eine absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung. Spannung ist garantiert.

Autor: Volker C. Dützer
Buch: Das Prometheus-Projekt
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