Fantasiereise oder Traumreisen für Kinder gibt es viele. Hier in dem Buch von Volker Freidel der ein ausgebildeter Entspannungspädagoge ist, werden als erstes noch einmal die Grundlagen und die passenden Orte für solche Rituale zur Ruhefindung angesprochen und auch wie die Kleinen darauf reagieren können. Eine ausführliche Einführung in das Thema soll die Arbeit so erleichtern. Es folgen dann 75 Traumreisen die die angenehmen Naturelemente, Ruheorte und Erinnerung aufgreifen aber auch Raum für Gefühle wie Angst oder Traurigkeit bieten. Hierzu werden verschiedene Kapitel benutz wie zum Beispiel: „ Schwerpunkt Entspannung – Traumreisen“, „Traumreisen mit Kätzchen“ und „Schwerpunkt Auseinandersetzung – Traumreisen thematisch“. Beim letzteren handelt es sich um bestimmt Lebensereignisse die ver- beziehungsweise bearbeitet werden sollen wie zum Beispiel: Herausforderung, Angst, Wut, Kraft, Entwicklung Liebe und soziale Beziehung. Zur Einleitung jedes Kapitels ist auch noch einmal erklärt wann diese Art der Traumreise eingesetzt werden kann. Aber nicht nur vorlesen ist erwünscht, nein auch eine Anleitung sich selbst einmal an eine Traumreise heran zu trauen wird hier näher erleuchte und auch die Verwendung von Schlüsselwörtern. Im Anhang wird auch noch auf die geeigneten Tonträger hingewiesen die für Traumreisen verwendet werden können. Ein recht abgerundetes Buch mit in Grautönen dezent gehaltenen Zeichnungen die auch eine gewisse Ruhe ausstrahlen. So kann auch eine Einsteiger sich schnell in die Thematik einarbeiten und sie recht schnell umsetzen.
Volker Friebel

Lebenslauf
Alle Bücher von Volker Friebel
Südwind
Traumreisen für Kinder
24 Traumreisen für Kinder
Aufbrüche
Bunte Scherben
Das Anti-Stress-Buch für den Kindergarten
Haiku-Jahrbuch 2019
Im blauen Leuchten
Neue Rezensionen zu Volker Friebel
HAIKU HEUTE...
"Welches Konzept liegt diesem vierzehnten Jahrbuch des Projekts Haiku heute zu Grunde? Die Verbreitung des Haiku in der deutschsprachigen Welt soll beobachtet und dokumentiert werden. Die Vielfalt und die Breite der Ausdrucksformen ist dabei ausdrücklich erwünscht. Literarische Qualität und Inspiration sind die wichtigsten Kriterien. Natürlich stellt sich auch manchmal die Frage, was noch als Haiku gelten kann und was nicht, eine Frage, auf die eine klare Antwort nicht möglich ist. In das Jahrbuch sind 596 Haiku von 115 Autoren und zehn Tan-Renga aufgenommen. " (aus dem Vorwort)
Ein Jahrbuch zur Dokumentation der Weiterentwicklung der Haiku-Dichtung im deutschsprachigen Raum - ein interessates Projekt. Insgesamt ist das Haiku erstaunlich wenig definiert. Kürze (17 Silben und weniger), Konkretheit (kleine Beobachtungen, keine Interpretationen), Gegenwärtigkeit (Wörter aus dem Hier und Jetzt) und Offenheit werden als charakteristische Merkmale eines Haiku benannt, wobei gerade die Offenheit Raum für Assoziationen beim Leser schafft.
"Es [Das Haiku] hat eher mit Achtsamkeit zu tun als mit Zerstreuung, eher mit Werden und Vergehen als mit Statik, eher mit offener Wahrnehmung und Betrachtung als mit abstrakten Ideen, eher mit dem Kleinen als mit dem Großen." (aus dem Vorwort)
Diesmal bemühe ich ausnahmsweise das Vorwort sehr, weil es viel besser als ich zu erklären vermag, worum es hier eigentlich geht. Das Wesentliche des Buches sind natürlich die Haikus selbst, die hier nicht thematisch sortiert sind, sondern als jeweilige Sammlung eines Autors hintereinander weg erscheinen. Dies empfand ich an manchen Stellen als nicht so gelungen, weil ich dann beispielsweise ein Gedicht sehr ansprechend fand, ein anderes dagegen eher nichtssagend, aber manchmal einfach nur, weil ich emotional noch im ersten festsaß und das nächste womöglich ein ganz anderes Thema behandelte und dann eher störend war.
Interessant finde ich, dass mich Lyrik erst seit einigen Jahren anspricht, so auch die Haikus. Und beim Blick ins Register der Autoren fällt auf, dass bis auf wenige Ausnahmen auch alle schon älter sind. Wie kommt das eigentlich? Ich fände es jedenfalls sehr spannend, auch einmal Haikus einer jüngeren Generation zu lesen. Sicher gäbe es da auch andere Themen, andere Untertöne, andere Emotionen.
Dank der Vielfalt der Beiträge wird hier aber wohl jeder Leser auf Haikus stoßen, die ihn berühren - dass einem alle Kurzgedichte gefallen, wäre bei einer solchen Sammlung eher ungewöhnlich. Ich bin jedenfalls auf einige wundervolle Beiträge gestoßen, und das war letztlich genau das, was ich mir von dem Buch erhofft habe.
© Parden
„ Südwind“ herausgegeben von Volker Friebel ist eine Sammlung von Haiku und Tan-Renga von verschiedenen Autoren.
Inhaltsangabe:
Das Haiku-Jahrbuch 2016. Eine Auswahl deutschsprachiger Haiku, für das Projekt „Haiku heute“ herausgegeben von Volker Friebel. Aus tausenden Texten ausgewählt 596 Haiku von 115 Autoren sowie 10 Tan-Renga. „Haiku heute“ ist ein Projekt zur Förderung des deutschsprachigen Kurzgedichts. Die Netzpräsenz www.Haiku-heute.de erstellt aus der Vielzahl an eingereichten Texten jeden Monat eine Auswahl nach literarischen Gesichtspunkten. Die Jahrbücher, von denen hier das vierzehnte vorliegt, versammeln davon die interessantesten Haiku jedes Jahres und geben so einen Überblick zum Stand der deutschsprachigen Haiku-Dichtung. Zusätzlich werden im Jahrbuch auch in anderen Foren veröffentlichte Haiku und nur für das Jahrbuch eingereichte Haiku aufgenommen.
Meine Meinung:
Ich mag Lyrik und Poesie in den verschiedensten Formen. Eine davon sind Haiku, wie sie in dem Buch „ Südwind“ sind. Herausgegeben wurde das Buch von Volker Friebel und ist erschienen bei Edition Blaue Felder im März 2017.
Haiku ist eine besondere Form sich auszudrücken, es ist eine traditionelle japanische Gedichtform, die in den letzten Jahren immer weitere Verbreitung findet. In Deutschland werden sie meist 3-zeilig geschrieben, so sind die meisten Haiku im Buch auch geschrieben. Allerdings merkt man an den Haiku im Buch auch schon die Veränderung, das sie bis zur Jahrtausendwende noch aus 5-7-5 Silben bestehen mussten, das ist hier nicht mehr so. Es gilt derzeit nur das die Gedichte mit weniger als 17 Silben auskommen müssen um als Haiku zu gelten.
In dem Buch ist das auf alle Fälle gegeben, alle Haiku-Autoren haben ihr Gedankenwelt so niedergeschrieben. Mir haben sehr viele davon außerordentlich gut gefallen und ich konnte das regelrecht spüren was der Autor dort hinein gelegt hat. Mein persönliches Lieblings Haiku in diesem Buch kommt von Susanne Leiste-Bruhn:
„Kommt sie oder geht sie
die dunkle Gestalt am Strand
Novemberabend
Verlassenes Haus
Seewind in allen Räumen
Salz auf der Schwelle“
Inhaltlich sind sie alle sehr verschieden und lassen sich meiner Meinung nach , nicht einem bestimmten Thema zu ordnen. Im Buch wurden sie hintereinander weg gedruckt, aber immer mit Kennzeichnung des Autors, oben rechts vor dem jeweiligen Haiku.
Im Buch befinden sich dann auch noch einige Tan-Renga. Tan-Renga ist eine Art Kettengedicht welches von 2 Autoren geschrieben wird.
Mir gefielen persönlich nicht alle Haiku und Tan-Renga im Buch, aber besonders toll finde ich das es jedes Jahr ein Haiku-Buch gedruckt wird, so kann man die Entwicklung dieser Gedichtform in Deutschland gut erkennen.
Von mir bekommt das Buch 4 Sterne und ich kann es natürlich allen Lyrikliebhabern empfehlen.
Gespräche aus der Community
Vorwort
Vor dem Haus fallen Kirschblüten ... Ich nehme sie wahr, wende mich ihnen zu, und sie entstehen neu auf dem Papier, als Skizze, als Gemälde mit Worten, als Auseinandersetzung mit dem Vergehen und der Tiefe der Welt.
Worauf ich schaue, was ich höre, womit ich mich beschäftige, sagt nicht nur etwas über mich selbst aus, es verändert mich auch.
Es verändert mich, ob ich mich Kirschblüten zuwende oder Börsennachrichten, Kriegsberichten, ziehenden Wolken, Flüchtlingselend, Gedränge in der Straßenbahn, Auslagen in der Fleischereiabteilung eines Supermarkts. Es liegt zumindest in Teilen an mir, wohin ich mich verändere, wohin ich mich verändern will. Das sind auch Entscheidungen.
Das Haiku ist so eine Entscheidung. Es hat eher mit Achtsamkeit zu tun als mit Zerstreuung, eher mit Werden und Vergehen als mit Statik, eher mit offener Wahrnehmung und Betrachtung als mit abstrakten Ideen, eher mit dem Kleinen als mit dem Großen.
Eindeutige Zuordnungen sind fast immer problematisch. Und jeder, der ein Haiku verfasst, legt damit auch etwas von sich selbst hinein, auch wenn er „objektiv“ bleiben möchte – und jeder, der ein Haiku liest, tut dies genauso.
Wie die meisten interessanten Dinge, ist ein Haiku kaum zu definieren – aber zu erleben. In unser Erleben gehen auch all unsere bisherigen Erfahrungen ein, es kann nie vorurteilsfrei sein – und doch eröffnet es die Möglichkeit, uns zu verändern, wenn wir es offen zu gestalten versuchen. Und die Texte dieser Sammlung bieten reichlich Gelegenheiten, sich auf das Haiku einzulassen, in seiner Vielgestaltigkeit, in der oft ganz unterschiedlichen Auffassung seines Konzepts.
Welches Konzept liegt diesem vierzehnten Jahrbuch des Projekts Haiku heute zu Grunde? Die Verbreitung des Haiku in der deutschsprachigen Welt soll beobachtet und dokumentiert werden. Die Vielfalt und die Breite der Ausdrucksformen ist dabei ausdrücklich erwünscht. Literarische Qualität und Inspiration sind die wichtigsten Kriterien. Natürlich stellt sich auch manchmal die Frage, was noch als Haiku gelten kann und was nicht, eine Frage, auf die eine klare Antwort nicht möglich ist.
In das Jahrbuch sind 596 Haiku von 115 Autoren und zehn Tan-Renga aufgenommen. Erstveröffentlicht wurden viele der Texte in den Monatsauswahlen von Haiku heute, im Sommergras (der Vierteljahresschrift der Deutschen Haiku-Gesellschaft), in Chrysanthemum (Halbjahres-Zeitschrift zu Haiku und Verwandtem), in den Werkstätten des Hamburger Haiku Verlags, auf VerSuch (Projekt Gendai-Haiku), auf Tageshaiku, in der Facebook-Gruppe Haiku-like. Weitere Texte wurden von den Autoren auf die Ausschreibung des Jahrbuchs hin eingereicht. Für die Aufnahme war Bedingung, dass die Texte im Jahr 2016 geschrieben oder in diesem Jahr erstveröffentlicht worden waren. Alle Texte wurden durch den Herausgeber ausgewählt und von ihm zusammengestellt, kritisch unterstützt durch Elisabeth Menrad.
Wie sich die deutschsprachige Haikuwelt weiterentwickelt, wird sich zeigen. Wir sind, als Leser wie als Autoren, bei dieser Gestaltung dabei. „Mögest du in interessanten Zeiten leben”, lautet ein chinesischer Fluch. In der Literatur interessante Zeiten können beglückend sein.
Näheres zum Projekt Haiku heute und dem Haiku-Jahrbuch:
www.haiku-heute.de
Es werden 3 Papierexemplare verlost. Alle Interessenten bekommen eine pdf-Datei mit dem vollständigen Buch zur Verfügung gestellt. Diese ist jetzt schon unter der oberen Netzseite ladbar.












