Volker H. Altwasser

 3.8 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Letzte Fischer, Wie ich vom Ausschneiden loskam und weiteren Büchern.
Volker H. Altwasser

Lebenslauf von Volker H. Altwasser

Volker Altwasser wurde am 31.12.1969 in Greifswald geboren. Bevor er sich der Schriftstellerei widmete, probierte Altwasser viele Beruf aus. Er arbeitete unter anderem als Matrose, Elektronikfacharbeiter, Heizer und Bürokaufmann. Von 1998 - 2001 studierte er am deutschen Literaturinstitut zu Leipzig und war im letzten Jahr dort Schüler des Autors Thomas Hürlimann. Altwasser wurde durch den Roman "Wie ich vom Ausschneiden loskam." bekannt. 2009 erschien bei Matthes&Seit Berlin der erste Teil einer Trilogie "Letzte Haut". Diesem Buch folgten "Letztes Schweigen" und "Letzte Fischer". 2009 war Altwasser in der finalen Runde zum Alfred-Döblin-Preis nominiert, 2010 für den Ingeborg-Bachmann-Preis und im Jahre 2011 ist er für den deutschen Buchpreis nominiert. Heute lebt Altwasser in Rostock.

Alle Bücher von Volker H. Altwasser

Volker H. AltwasserLetzte Fischer
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Letzte Fischer
Letzte Fischer
 (7)
Erschienen am 31.08.2011
Volker H. AltwasserWie ich vom Ausschneiden loskam
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Wie ich vom Ausschneiden loskam
Wie ich vom Ausschneiden loskam
 (3)
Erschienen am 20.02.2003
Volker H. AltwasserRostock, letzte Runde
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Rostock, letzte Runde
Rostock, letzte Runde
 (0)
Erschienen am 01.08.2015
Volker H. AltwasserRostock, letzte Wahl
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Rostock, letzte Wahl
Rostock, letzte Wahl
 (0)
Erschienen am 01.06.2017

Neue Rezensionen zu Volker H. Altwasser

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Rezension zu "Letzte Fischer" von Volker H. Altwasser

"Heutzutage glauben die Leute dem Fernseher mehr als dem Nachbarn ..."
Monsignorevor 5 Jahren

"Aufs Meer blicken, heiße immer, etwas zu erwarten" - das ist einer der vielen anrührenden und treffenden Sätze in diesem Buch. Mein Textmarker konnte sich auf den knapp 500 Seiten austoben.
Es handelt sich um den Abgesang auf eine sterbende Welt, die einst mit Heldenliedern besungen wurde, die Welt der Seefahrer, Hochseefischer und Walfänger. Eine Welt der harten Männer. Zugleich beschäftigt sich das Buch mit der heutigen Jungengeneration, die bekanntermaßen so schlecht dasteht, weil ihr geeignegte männliche Identifikationsmuster fehlen, weil das Bildungssystem jungengerechte Sozialisation verweigert und weil Mädchen im Namen des überfälligen Chancenausgleichs ab dem Kindergarten auf Kosten der Jungs gefördert werden.
Beides verarbeitet der Autor in einem langen Atemzug - und das ist die größte Schwachstelle des ansonsten packenden und mitreißenden Romans, denn beides gehört nicht zusammen.
Der gnadenlose Niedergang der jahrtausendealten Seefahrerwelt ist Thema genug und tragisch genug. Und erstmals führt ein Autor dieses Dramas den Lesern vor Augen: Walfang ist verpönt und aus heutiger Sicht eine riesige Tierquälerei, vom Stolz der mutigen Walfänger spricht niemand mehr, Greenpeace-Boote drängen sie ab und stellen sie bloß. Die Hochseefischerei befindet sich in den mafiosen Händen großer Konzerne und bemächtigt sich rücksichtslos der sensiblen Resourcen. Die moderne Piraterie greift die Hochseefischer an, weil zigtausende afrikanischer Fischer keinen anderen Ausweg mehr sehen.
Der groß angelegte Roman führt sie alle vor, die vielen Verlierer des Wandels, die Beug- und die Unbeugsamen. Etwas überzogen mag sein, dass alle männlichen Hauptpersonen des Buches am Ende tod sind.

Höchst beeindruckend sind die Szenen auf dem Trawler, einem riesigen Fang- und Verarbeitungsschiffes mit mehreren Fischfabrikhallen unter Deck, in Tag- und Nachtschichten werden zigtausende Tonnen Fisch verkaufsfähig verarbeitet. Und dann die Szenen auf dem Walfänger, die gigantische Metzelei der gewaltigen Tiere, um etwas Walöl, Amber und Glycerin zu gewinnen. Und dann das Ethos der letzten Seefahrer, gespeist durch uralte Tradition und längst verkümmert und vor dem Untergang stehend.

Ein höchst beeindruckendes, atmosphärisch dichtes Drama. Aber mit Webfehlern: Am meisten hat mich gestört, dass letztlich die Frauen den Untergang herbeiführen - der Trawler wird von somalischen Piraten unter brutalem weiblichen Befehl geentert, die Besatzung umgebracht. Und der Walfänger vor Spitzbergen hat eine paramilitärische Begleitsicherung unter weiblichem Befehl - das mehrfache Versagen der Befehlshaberin führt in die Katastrophe.

Absolut lesenswert, guter Stoff, tolle Sätze - aber keine große Literatur und mit handwerklichen Fehlern.

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Jetztkochtsies avatar

Rezension zu "Wie ich vom Ausschneiden loskam" von Volker H. Altwasser

Rezension zu "Wie ich vom Ausschneiden loskam" von Volker H. Altwasser
Jetztkochtsievor 9 Jahren

Nunja, zu Beginn war ich wirklich begeistert, grandioser irgendwie ganz anderer Stil und eine sehr interessante Art und Weise zu erzählen. Leider kam dann aber irgendwie nichts mehr an Steigerung dazu und das Ende versickerte in totaler Banalität.
Leider. Dabei hatte ich mich nach dem unsäglichen Kosmonauten Buch von Precht hier zu Beginn so gefreut, daß es eben doch Romane über die "Wende" gibt, die mich fesseln, mir nicht zu stumpf erscheinen und mich irgendwie begeistern können.
Leider konnte meine Begeisterung eben nicht bis zum Ende des Buches durchhalten, so daß es dann letztlich doch nur ganz gutes Mittelmaß wurde.
Schade eigentlich bei solch guten Ansätzen...

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Volker H. Altwasser wurde am 30. Dezember 1969 in Greifswald (Deutschland) geboren.

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