Volker H. Altwasser Letzte Fischer

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Inhaltsangabe zu „Letzte Fischer“ von Volker H. Altwasser

Volker Altwassers ›Letzte Fischer‹ ist eine Hommage an das Leben auf den Meeren, ein Abgesang auf eine Männerwelt, die mit ihren Ritualen und Traditionen wie aus der Zeit gefallen wirkt. Neben furiosen Beschreibungen der Waljagd und der Walverarbeitung und mitreißenden Schiffsmanövern auf der ungebändigten See entspinnt sich eine zärtliche Geschichte, die von tiefer Melancholie und Wehmut durchzogen ist. Ein großes Hochseeepos, das vom Meer und immer auch von der Literatur über das Meer erzählt.

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    Letzte Fischer
    Monsignore

    Monsignore

    20. July 2013 um 23:40

    "Aufs Meer blicken, heiße immer, etwas zu erwarten" - das ist einer der vielen anrührenden und treffenden Sätze in diesem Buch. Mein Textmarker konnte sich auf den knapp 500 Seiten austoben. Es handelt sich um den Abgesang auf eine sterbende Welt, die einst mit Heldenliedern besungen wurde, die Welt der Seefahrer, Hochseefischer und Walfänger. Eine Welt der harten Männer. Zugleich beschäftigt sich das Buch mit der heutigen Jungengeneration, die bekanntermaßen so schlecht dasteht, weil ihr geeignegte männliche Identifikationsmuster fehlen, weil das Bildungssystem jungengerechte Sozialisation verweigert und weil Mädchen im Namen des überfälligen Chancenausgleichs ab dem Kindergarten auf Kosten der Jungs gefördert werden. Beides verarbeitet der Autor in einem langen Atemzug - und das ist die größte Schwachstelle des ansonsten packenden und mitreißenden Romans, denn beides gehört nicht zusammen. Der gnadenlose Niedergang der jahrtausendealten Seefahrerwelt ist Thema genug und tragisch genug. Und erstmals führt ein Autor dieses Dramas den Lesern vor Augen: Walfang ist verpönt und aus heutiger Sicht eine riesige Tierquälerei, vom Stolz der mutigen Walfänger spricht niemand mehr, Greenpeace-Boote drängen sie ab und stellen sie bloß. Die Hochseefischerei befindet sich in den mafiosen Händen großer Konzerne und bemächtigt sich rücksichtslos der sensiblen Resourcen. Die moderne Piraterie greift die Hochseefischer an, weil zigtausende afrikanischer Fischer keinen anderen Ausweg mehr sehen. Der groß angelegte Roman führt sie alle vor, die vielen Verlierer des Wandels, die Beug- und die Unbeugsamen. Etwas überzogen mag sein, dass alle männlichen Hauptpersonen des Buches am Ende tod sind. Höchst beeindruckend sind die Szenen auf dem Trawler, einem riesigen Fang- und Verarbeitungsschiffes mit mehreren Fischfabrikhallen unter Deck, in Tag- und Nachtschichten werden zigtausende Tonnen Fisch verkaufsfähig verarbeitet. Und dann die Szenen auf dem Walfänger, die gigantische Metzelei der gewaltigen Tiere, um etwas Walöl, Amber und Glycerin zu gewinnen. Und dann das Ethos der letzten Seefahrer, gespeist durch uralte Tradition und längst verkümmert und vor dem Untergang stehend. Ein höchst beeindruckendes, atmosphärisch dichtes Drama. Aber mit Webfehlern: Am meisten hat mich gestört, dass letztlich die Frauen den Untergang herbeiführen - der Trawler wird von somalischen Piraten unter brutalem weiblichen Befehl geentert, die Besatzung umgebracht. Und der Walfänger vor Spitzbergen hat eine paramilitärische Begleitsicherung unter weiblichem Befehl - das mehrfache Versagen der Befehlshaberin führt in die Katastrophe. Absolut lesenswert, guter Stoff, tolle Sätze - aber keine große Literatur und mit handwerklichen Fehlern.

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