Volker Hage

 3.8 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Die freie Liebe, Auf den Spuren der Dichtung und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Volker Hage

Volker Hage wurde am 9. September 1949 in Hamburg geboren. Seit vielen Jahren ist er als Journalist tätig; als solcher schrieb er unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Die Zeit und war Kulturredakteur beim SPIEGEL. Als Autor ist er vor allem für seine Biographien bekannt, zum Beispiel über Max Frisch und Reich-Ranicki. Volker Hage war Mitglied in der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises sowie des Deutschen Buchpreises und gehört heute zu den wichtigsten deutschsprachigen Literaturkritikern.

Neue Bücher

Des Lebens fünfter Akt

Neu erschienen am 08.10.2018 als Hardcover bei Luchterhand.

Alle Bücher von Volker Hage

Sortieren:
Buchformat:
Die freie Liebe

Die freie Liebe

 (6)
Erschienen am 12.12.2016
John Updike

John Updike

 (3)
Erschienen am 02.09.2013
Max Frisch

Max Frisch

 (3)
Erschienen am 01.04.2011
Kritik für Leser

Kritik für Leser

 (2)
Erschienen am 21.09.2009
Philip Roth

Philip Roth

 (1)
Erschienen am 08.03.2008
Marcel Reich-Ranicki

Marcel Reich-Ranicki

 (2)
Erschienen am 01.10.1997
Eine Liebe fürs Leben

Eine Liebe fürs Leben

 (1)
Erschienen am 31.03.2016
Letzte Tänze, erste Schritte

Letzte Tänze, erste Schritte

 (1)
Erschienen am 07.06.2010

Neue Rezensionen zu Volker Hage

Neu
Duffys avatar

Rezension zu "Kritik für Leser" von Volker Hage

Ausführliches Feature über Literaturkritik
Duffyvor 4 Monaten

Das ist doch mal interessant, gerade auch für die vielen Rezensenten, die zum Beispiel auch hier tätig sind, wenn ein Profi wie Volker Hage ein Buch über die Kunst der Kritik schreibt. Denn so einfach wie für uns ist es natürlich im Tagesgeschäft des Kritikers nicht. Es gibt einiges zu beachten und auch verschiedene Bereiche, in denen ein Literaturkritiker und Kommentator tätig ist. Die sind hier in diesem Buch sehr ausführlich und mit Beispielen dargestellt, und das keinesfalls langweilig, denn Hage bedient sich aus einem großen Fundus seiner Arbeit, die über "Zeit", "Spiegel" und anderen Publikationsorganen verbreitet wurde. Das ist nicht nur von der Methodik interessant, denn die vielen Begegnungen mit Autoren geben auch von diesen noch eine Menge Informationen preis, die man nicht auf den Buchdeckeln findet.
Ein interessantes, gut lesbares Buch, das zeigt, dass es wahrscheinlich schwieriger ist, gut über Literatur zu schreiben, als manche Literatur selbst, die einfach so zusammengestoppelt wurde. In jedem Fall eine Fundgrube für die, die schon immer mal wissen wollten, wie das Handwerkszeug eines "richtigen" Rezensenten aussieht.

Kommentieren0
12
Teilen
skywatchers avatar

Rezension zu "Die freie Liebe" von Volker Hage

"So ist das heute: Erst schläft man zusammen, danach lernt man sich richtig kennen."
skywatchervor 3 Jahren

Volker Hage war mir vorher unbekannt und das Buch hat mich zunächst nur wegen des Titels angesprochen. Dass freie Liebe nicht nur in den 70er Jahren ein brisantes Thema war, sondern vor allem heute, spiegelt sich zum Beispiel in Berlin wieder, wo oft von Polyamorie, offenen Beziehungen und Sexclubs die Rede ist.

Die Dreiecksgeschichte um Lissa, Andreas und Wolf klingt zunächst nicht neu und ist bestimmt in der Konstellation schon mehrmals erzählt worden. Doch weshalb die Geschichte mich berührt hat, sind die Gefühle drumherum, das Ausziehen aus dem Elternhaus und Ankommen in einer Großstadt (München), die Abnabelung von (getrennten) Eltern, die Enttäuschung der Eltern, wenn sie nicht oft genug besucht werden und dann auch noch in der falschen Kleidung und der falschen Laune. Die erste Beziehung, heftiges Verlieben, das Leiden über die Liebe, die Liebe zur Qual und ein großer Sexdrang. Die Frage, ob man nicht mehrere Menschen gleichzeitig lieben kann, warum man nur mit einer Person "eine Geschichte machen" darf und wieso der Ehebruch eigentlich Ehebruch heißt.

Das Gefühlsleben eines Anfang 20jährigen jungen Mannes, der Drehbuchautor werden will und in dem Studium seine Erfüllung sucht, wird sehr realistisch in seinen Tagebucheinträgen geschildert und ich habe oft schmunzeln müssen, hat es mich doch an die eigene Zeit nach der Schule erinnert. Eingebettet ist die Geschichte ebenso in einige historische Ereignisse wie die Geiselnahme bei den Olympischen Spielen in München 1972 und ganz allgemein in eine Zeit, in der es keine Smartphones oder Internet gab und man auf dem WG-Festnetztelefon anrufen musste, um sich mit einem Mitbewohner zu treffen.
Der Roman lässt einen mitfiebern, mitleiden und man möchte sich manchmal die Hände über den Kopf schlagen und Wolf endlich wachrütteln, um ihn aus seinem 'sinnlosen' Liebeswahn zu befreien.

Sehr lesenswert ebenso dank vieler Literaturtipps (Updikes' "Eheleute", Millers "Stille Tage") und Zitate von Thomas Mann, Goethe, Philip Roth u.a.

Kommentieren0
0
Teilen
W

Rezension zu "Die freie Liebe" von Volker Hage

Reich-Ranicki wusste schon genau, warum er keine Romane schrieb
WinfriedStanzickvor 3 Jahren



Nun hat sich auch Volker Hage, der ehemalige Kultur-Chef des „Spiegel“ unter die Romanautoren gewagt, In "Die freie Liebe" erzählt er die Geschichte einer Dreiecksbeziehung in den 70ern. Zwischen Umsturz und Revolution probieren eine junge Frau und zwei Männer in Sachen Erotik alles Mögliche aus.

In einer Rahmenhandlung treffen sich nach 40 Jahren zwei Männer wieder. Sie lebten in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in München zusammen mit einer Frau in einer WG. Sie tauschen die eine oder andere Erinnerung aus, wollen sich auch wiedersehen, doch zu sagen haben sie sich nicht viel.

Kurze Zeit später findet der Ich-Erzähler in der Wohnung seiner verstorbenen Mutter sein altes Tagebuch aus dieser Zeit. Dieses Tagebuch macht den größten  Teil des Romans aus.

Es handelt von einer Zeit, in der alles Mögliche ausprobiert wurde, freie Sexualität, Umsturz, Revolution – doch viel merkt man davon nicht. Die Zeitumstände werden nur kurz angerissen, hauptsächlich geht es im Stile eines Softpornos ("So etwas Schönes hatte ich noch nie gesehen, ihre dunkle Haut, ihr schmaler Körper, große Brüste, pechschwarzes Schamhaar. Alles im Kerzenlicht.") um eine Dreiecksbeziehung.

Vergleiche des jungen Tagebuchschreibers mit Goethes Stella, mit Max Frisch, aber auch Philip Roth und John Updike werden erwähnt, zeigen meiner Meinung nach, in welcher literarischen Klasse sich Volker Hage selbst ansiedelt. Ob er da hingehört? Reich-Ranicki wusste schon genau, warum er keine Romane schrieb.



Kommentieren0
13
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Volker Hage wurde am 09. September 1949 in Hamburg (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 46 Bibliotheken

auf 4 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks