Volker König Die Farbe des Kraken

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Inhaltsangabe zu „Die Farbe des Kraken“ von Volker König

Eines schönen Tages wird Kurt aus seinem Leben gerissen, weil ihn jemand umlegt. Er gerät in eine ebenso skurrile wie seltsam vertraute Welt. Soll er sich mit ihr abfinden, oder ihr zu entkommen suchen?

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  • Für Satire Liebhaber

    Die Farbe des Kraken

    ShiaPhantomhive

    Das Buch ist in der Ich-Form erzählt. Wer Bücher mit viel Humor und Satire mag, kann mit dem Novelle „Die Farbe des Kraken“ nichts falsch machen. Das Buch besteht aus 101 Seiten und kostet 8,90€ Inhalt: „Eines schönen Tages wird Kurt aus seinem Leben gerissen, weil ihn jemand umlegt. Er gerät in eine ebenso skurrile wie seltsam vertraute Welt. Soll er sich mit ihr abfinden, oder ihr zu entkommen suchen?“ Wir können Kurt nach dem Tot ins Jenseits begleiten und miterleben, was für Hürden er nach dem Tot meistern muss(Z.B das Thema Religion). Da ist Volker König doch tatsächlich ein kleines Meisterwerk gelungen ;) Der Schreibstil ist wirklich angenehm, ich musste das Buch einfach in einem Ruck durchlesen und kann es nun gutem Gewissens weiterempfehlen. Mein Fazit: Es hat auf jeden Fall 5 Sterne verdient!

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  • Leserunde zu "Die Farbe des Kraken" von Volker König

    Die Farbe des Kraken

    volkerkoenig

    Hallo Sucherinnen und Sucher der Ungewöhnlichkeit, hier geht es um Vorstellungen. Es ist ein kurzer Text, eine Novelle, etwas für Sonderlinge, für Spezialisten vielleicht. Hier der Klappentext: Eines schönen Tages wird Kurt aus seinem Leben gerissen, weil ihn jemand umlegt. Er gerät in eine ebenso skrurrile wie seltsam vertraute Welt. Soll er sich mit ihr abfinden, oder ihr zu entkommen suchen? Eine Leseprobe findet ihr hier: http://www.vkoenighome.de/Kraken2.html Ich freue mich auf euch. Volker König

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    • 68
  • Und das Universum lacht sich einstweilen in eines seiner vielen Fäustchen..

    Die Farbe des Kraken

    LiberteToujours

    18. December 2013 um 14:30

    Kurts Enkel ist auf der Beerdigung seines Großvaters mehr als verwirrt. Warum sind nur alle so fröhlich, ist doch gerade jemand von ihnen gegangen? Als Antwort darauf erzählt ihm seine Großmutter eine Geschichte, denn Kurt weiß ganz genau, was ihn nach dem Sterben erwartet, war er doch schon einmal in dieser skurrilen Welt, die der unseren in so vielen Punkten ähnelt und doch grundverschieden ist.. Normalerweise gehören Novellen nicht zu meinem bevorzugten Lesestoff, bei dieser wollte ich allerdings einmal eine Ausnahme machen, machte mich die Thematik doch mehr als neugierig - bereut habe ich diesen Entschluss auf keiner Seite. Volker König beschreibt mit einem bissigen, angenehm zu lesenden Schreibstil und voller Humor ein mögliches Leben nach dem Tod. Für Satire - Liebhaber ist dieses Buch definitiv ein muss. Nicht nur die Religion wird ein wenig auf die Schippe genommen, auch die Trauerarbeit selbst, Beerdigungen, Bürokratie und vieles mehr müssen dran glauben. Ich habe mich mit diesem Buch köstlich amüsiert, mehr als einmal musste ich schmunzeln über treffend beschriebene Sachverhalte. Dieses Buch brachte mich aber auch mehr als einmal ein wenig ins Grübeln, denn es steckt doch mehr Wahrheit in den Seiten, als man es vielleicht auf den ersten Blick vermuten mag. Das eine Sternchen Abzug gibt es nur, weil mir alles ein wenig zu schnell vorbei war. Ein paar Seiten mehr hätte dieses Büchlein durchaus noch vertragen können - ansonsten war ich rundum zufrieden!

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  • Die Farbe des Kraken

    Die Farbe des Kraken

    Blacksally

    08. December 2013 um 17:27

    Es geht um Kurt, der gestorben ist. Aber nicht zum Ersten mal, er war bereits Tot und hat im Jenseits Erfahrungen gemacht, diese hat er Aufgeschrieben und davon handelt dieses Buch Es ist mein zweites Buch von Volker König, ich bin positiv überrascht. Das Buch hat Witz und es hat mir freude bereitet es zu Lesen. Leider hat es nur so wenig Seiten, ich hätte mir gerne mehr gewünscht. Das Buch ist auf jedem Fall zu empfehlen und ich gebe ihm vier Sterne :)

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  • Ob es wohl auch einen Krakengott gibt?

    Die Farbe des Kraken

    angi_stumpf

    04. December 2013 um 23:02

    "Die Farbe des Kraken" von Volker König war die erste Novelle, die ich seit meiner Schulzeit gelesen habe. Das Buch erzählt die Geschichte von Kurt, der kürzlich verstorben ist und dessen Beerdigung das Leben seines Enkels nachhaltig verändert. Opa Kurt hatte vor langer Zeit ein Nahtoderlebnis, das ihn nicht nur mit seiner späteren Frau zusammenführte, sondern das ihm die Angst vor dem Jenseits genommen hat. Er hat seine Erfahrung aufgeschrieben und die Witwe liest diese Seiten nach der Beerdigung im Familienkreis vor. Die Zeilen führen zu hitzigen Diskussionen und Gefühlsausbrüchen bei den Hinterbliebenen, denn nicht alle können Kurts Ansichten teilen. Das Jenseits, das Kurt erlebte, stellt sich sehr ungewöhnlich dar: schon der Einlass ist mit bürokratischen Hindernissen verbunden. Und dann sind da weitere Hürden zu meistern, denn es stellt sich heraus, dass Kurt ein "Ausgetretener" ist... er fühlte sich also keiner Religion zugehörig, was sich nun schleunigst ändern soll. Er gerät in einen wahren Wahlkampf der Religionen und muss sich der großen Entscheidung stellen. Das Buch liest sich toll, denn der Schreibstil ist locker, schnell und der Autor bedient sich deutlicher Wörter bzw. Formulierungen. Es ist keine verträumte Geschichte, sondern eine bissig-satirische Betrachtung von Glauben, Leben, Sterben und Evolution. Bestimmt entdeckt man beim zweiten Lesen noch einige Anspielungen, die man zunächst vielleicht gar nicht so wahrgenommen hat. Die Geschichte ist klug, witzig, hintersinnig und regt auch durchaus zum Nachdenken an. Ich habe das Büchlein gern gelesen und vergebe 5 Sterne!

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  • Humor vom Feinsten

    Die Farbe des Kraken

    blutbluemchen

    04. December 2013 um 13:22

    Der Inhalt: "Eines schönen Tages wird Kurt aus seinem Leben gerissen, weil ihn jemand umlegt. Er gerät in eine ebenso skrurrile wie seltsam vertraute Welt. Soll er sich mit ihr abfinden, oder ihr zu entkommen suchen?" Meine Meinung: Der Schreibstil von Volker König ist einfach herrlich. Ich habe herzhaft gelacht. Obwohl das Thema Tod eher mit Trauer verbunden ist, ist diese Novelle wirklich amüsant. Allein die Passagen, die Regligionen in Frage stellen und auf eine witzige Art und Weise auf den Arm nehmen, sind sehr erfrischend. Anders als Novellen, die ich auch meiner Schulzeit kenne (z.B. der Schimmelreiter), ist diese wirklich so geschrieben, dass man sie nicht mehr aus der Hand legen kann. Ruckzuck taucht man in das Buch ein und steht mitten im Geschehen. Besonders der bildliche Schreibstil hat es mir angetan. Man kann sich einfach verschiedenen Personen und Orte vorstellen. Ohne überflüssige Details zu verwenden, kommt Volker König auf den Punkt. Fazit: Ich kann die Novelle nur weiterempfehlen und bin wirklich froh, dass ich diese lesen durfte. Alles in allem charmant und witzig, ohne ausschweifend zu werden. Eben eine Novelle, die kurz und knackig ist und die Bauchmuskeln strapaziert.

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  • Dieses Buch bewerte ich als Novelle, nicht als Bestsellerroman

    Die Farbe des Kraken

    Floh

    04. December 2013 um 04:04

    Eine etwas andere Novelle, als man sie aus Schulzeiten kennt. Ein Blick in das Büchlein lohnt sich und schon ist man in den 101 Seiten gefangen (wie in den Tentakeln des Kraken)! Zum Inhalt: "Eines schönen Tages wird Kurt aus seinem Leben gerissen, weil ihn jemand umlegt. Er gerät in eine ebenso skurrile wie seltsam vertraute Welt. Soll er sich mit ihr abfinden, oder ihr zu entkommen suchen?" Zum Schreibstil: Lustig, skurril, sarkastisch...Autor Volker König besticht in dieser Novelle mit einem amüsanten lockeren Schreibstil, der die Lachmuskeln des Lesers trainiert, wenn beide denn den gleichen Humor teilen (war bei mir definitiv der Fall). Dieses Buch lässt sich aufgrund seiner lockeren Art und des gängigen Satzbaus in überwiegender Ich-Perspektive sehr leicht lesen. Man findet Spaß durch die Seiten zu gleiten. Meinung: Dieses Buch ist wahrhaftig kein Bestsellerroman, aber eine ausgesprochen gut und selten da gewesene Novelle. So möchte ich dieses Buch auch bewerten. Es war ein kleiner humorvoller Ausflug im Alltag. Schwierigkeiten hatte ich lediglich mit dem Wechsel ins Diesseits und Jenseits und des entsprechenden Kurt, der hier gerade agiert. Viele lustige Passagen, eine Wasserpfeife rauchende Oma, Jesus als Handpuppe, der Papst auf dem Markt und vieles mehr.... Was der Kern des Buches ist, fragt man sich fast bis zur letzten Seite und darf mit Spannung das Ende und des Titels Lösung erwarten! Fazit: wer Novellen mag, wird diese lieben. 4Sterne für dieses gelungene Werk. Einen Abzug gibt es von mir aufgrund der etwas wirren Zuordnung der Spheren und Kurts!

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  • Göttlich

    Die Farbe des Kraken

    SchwarzeRose

    03. December 2013 um 20:33

    Ich muss sagen, ich war sehr überrascht über das Buch "Die Farbe des Kraken". Mit Humor, und Witz wird über die Nahtoderfahrung geschrieben. Opa Kurt ist gestorben, und die Trauerfeier verläuft völlig anders, als wie man es erwartet. Man sieht lächelnde Gesichter, aber keine traurigen. Es hat mir wirklich Spaß gemacht "Die Farbe des Kraken" zu lesen.

  • Spannend, satirisch und himmlisch lustig

    Die Farbe des Kraken

    esposa1969

    02. December 2013 um 21:58

    Hallo meine liebe Leser, Freunde und Bewerter, ich hatte hier bei lovelybooks das große Vergnügen an einer Leserunde mit dem Autor dieses Buches teilzunehmen: == Die Farbe des Kraken [Taschenbuch] == welches ich freundlicherweise direkt hier vom Autor Volker König zur Verfügung gestellt bekommen habe. . == Über den Autor: == Lebenslauf von Volker König "Natürlich schreibe ich nicht seit 1965. Als ich aber später genug Sätze gefunden hatte, begann ich zu schreiben. Thematisch und formal will ich mich nicht festlegen, aber ich fasse mich dem Himmel sei Dank gern kurz." (quelle: lovelybooks.de) . == Produktinformation: == * Taschenbuch: 104 Seiten * Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (6. April 2009) * Sprache: Deutsch * ISBN-10: 3837077705 * ISBN-13: 978-3837077704 * Größe : 0,6 x 12,5 x 20 cm . == Buchrückentext: == Eines schönen Tages wird Kurt aus seinem Leben gerissen, weil ihn jemand umlegt. Er gerät in eine ebenso skurrile wie seltsam vertraute Welt. Soll er sich mit ihr abfinden, oder ihr zu entkommen suchen? . == Preis: == Das Taschenbuch kostet 8,90 Euro [D] und ist in den meisten On- und Offline Buchhandlungen erhältlich. . == Leseprobe: == ... Der seltsamste Tag meiner Kindheit kündigte sich an, als meine Mutter in der Tür meines Zimmers erschien, an den Türrahmen gelehnt, mit vor der Brust verschränkten Armen und einem Lächeln, als habe sie fragen wollen: „Rate mal, wer heute zu Besuch kommt?“  Stattdessen fragte sie: „Rate mal, wer heute gestorben ist?“  Ich weiß noch, als es den Opa meiner Sandkastenfreundin Angelika erwischt und wie sie mit rotverheulten Augen vor mir gestanden hatte. Und nun war mir selbst auch zum Heulen zumute, als ich vom Tod meines Opas Kurt erfuhr. Immerhin war mir nur dieser Opa geblieben.   Der andere, der Vater meines Vaters, war in Amerika zur Welt gekommen, denn seine Eltern hatten vor den Nazis fliehen können. Als dann Jahre später die Südvietnamesen von ihren Nachbarn überfallen wurden, stieg in ihm der Zorn gegen alles Unmenschliche auf, und er beschloss als befehlshabender Offizier, den Angreifern eine Lektion zu erteilen. Schwer zu sagen, wer von wem was gelernt hat. Die nordvietnamesischen Angreifer lernten zumindest seine harte Hand kennen, verpassten ihm dafür aber eine Kugel in die Schulter, die seinen rechten Arm völlig lähmte. Später erlag er zu Hause in Amerika einer schlimmen Krankheit, weil ihn nämlich während jener irrsinnigen Kämpfe eine Mücke überfallen hatte, die er zwar wieder hatte abschütteln können, der er aber soviel Zeit gelassen hatte, dass sie etwas noch viel Winzigeres in ihm hatte deponieren können. Dieses Winzige war ihm tief ins Blut gekrochen, um dort Verwüstung anzurichten. In einem Taxi - vielleicht der Ort, wo es mehr Helden ereilt, als wir erwarten - hatte der Winzling sein Werk soweit vorangetrieben, dass mein amerikanischer Opa seine Lebenszeit hatte segnen lassen können. Ich habe diesen Opa daher nie kennengelernt.  Mir stand jedenfalls reichlich Wasser bis Oberkante Unterlid, weil ich Opa Kurt so gern hatte. Meine Mutter wusste natürlich darum, und so erkläre ich mir ihr Lächeln heute damit, dass sie mich auf eine andere Spur hatte bringen wollte. Sie selbst hatte diese Spur bereits damals verfolgt.  ... . == Mein Lesererlebnis: == Auch ich hatte ja ewig keine Novelle mehr gelesen. Ich glaube die Reclam Büchlein aus meiner Schulzeit waren so mehr oder weniger vor etwa 30 Jahren meine letzten Novellen gewesen. Eine Novelle ist eine kurze Erzählung  in Prosaform. Das Cover finde ich macht sehr neugierig, weil man sich aufgrund des Covers (und des Titels) ja erst einmal überhaupt nicht vorstellen kann, um was es überhaupt gehen könnte in dieser Novelle - es sei denn man liest den Buchrückentext. Zu Beginn merken wir, dass hier jemand gestorben ist und wir uns gleich mitten auf einer Beerdigungsfeier befinden werden.  Und auch erfahren wir, wie Gerda und Opa Kurt sich kennen gelernt haben. Das gefiel mir wunderschön und rührend und so eben ist die Liebe: Liebe auf den ersten Blicke, auf den letzten Blick, jeden Blick. (stammt aus Nabokovs "Lolita") Hier eben Liebe auf den ersten Handdruck, Liebe auf den letzten Handdruck, Liebe eben auf jeden Handdruck. Denn Kurt wurde mit einer Kugel in der Brust in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem gerat arbeitet und er hielt ihre Hand den gesamten Aufenthalt über. Die Novelle wird in der Ich-Form erzählt, was ich als sehr angenehm empfinde, da man sich in die Rolle des Protagonisten gut reinversetzen kann. Das Alter erfährt man anfangs  nicht, dennoch muss es sich um einen recht jungen Menschen handeln, da er ja "Junge" genannt wird. Ausserdem "bessert er ja neben dem Studium sein Geld auf" und ein Student ist ja eher jung Diese nicht ganz legale Geldaufbessern bringt ihm eben einen Schuss im Herzen ein, woraufhin er dann im Jenseits aufwacht. Der Schreibstil gefällt mir und auch der Vergleich, dass er so unschuldig aussah wie ein Jesuskind, ich mag solche Wortspielereien. Auch der Titel des 2. Kapitels "Beim Metzger". Die Warteschlange für ins Tor zum Jenseits mit dem Nummern ziehen hatte mich auch spontan daran erinnert, wie ich beim real-Markt meine Nummernkarte beim Metzger ziehen muss. Auch wie er zu verhandeln versucht mit Pepe, einen Oberen im Jenseits: "Du bist ein vorschriftsmäßig Verblichener!" Und er versucht wirklich immer noch zu dealen, ob er nicht doch eben kein Verblichener sein darf. Jedenfalls ist es so, dass der  Ich-Erzähler im 1. Kapitel der Enkel von Opa Kurt ist und in den "Zwischenkapiteln, die Intermezzo genannt werden, finden wir uns immer wieder auf der Beerdigung von Kurt wider. Später dann aber die aufgeschriebene Geschichte von Opa-Kurt auch wieder in der Ich-Form erzählt wird, aber eben von einem anderen Kurt, nämlich nicht dem Enkel, der auf der Beerdigung befindlich ist, sondern der Verblichene, um den es auf dieser Beerdigung ja geht. Also einmal erzählt Kurt´s Enkel und dann wieder Kurt selbst. Was ja das Intermezzo wieder verdeutlicht, wo eben der erste Ich-Erzähler über das gerade Gehörte vom 2. Ich-Erzähler nachdenkt. Busserl kompliziert, aber beim Lesen versteht man es. Die Geschichte, die nicht auf der Beerdigung passiert, also nicht das Intermezzo, ist aus der Sicht des Verstorbene beschrieben und wird auf dessen Beerdigung zum besten gegeben. Was ich nicht ganz verstanden habe, ob er wieder reanimiert wurde und das Erlebte aufgeschrieben hat und dann erneut verstorben ist oder wie man so den Erkenntnissen seiner Erlebnisse kam. Aber das ist ja gerade undurchschaubare Geschehen, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft alles ineinander verläuft. Und da wir ja in unseren Nachkommen weiterleben, sind wir ja sowieso mehr oder weniger immer ein- und dieselbe Person. Ausserdem hat mich gleich das 1. Kapitel nachdenklich gemacht, weil es ja tatsächlich so ist: Stirbt jemand, dann denkt man nicht nur an den Tod des gerade Verstorbenen, sondern auch den irgendwann einmal selbst eintreffenden und trauert quasi im Vorfeld auch schon um sich seiner eigenen armen Seele Willen. Das Buch ist dermaßen satirisch und ironisch verfasst, dass man beim Lesen fast gar keine Angst mehr vor dem Jenseits bekommt, wenn es denn so werden würde wie der Schildere es "erlebt" hat. So witzig kenne ich das Jenseits nur vom "Münchner im Himmel" der ja auch nach einem Bier verlangt und (hier ist es Ambrosia!), sondern höchstens Manna bekommt. Halleluja. Irgendwann erfahren wir auch wie alt der Erzählende ist. Nicht - wie ich zuerst getippt hatte ein Anfang-Zwanziger, sondern ein Mittdreißiger. Obwohl er im Jenseits zwar sein Alter wählen darf und sich gegen eher 16 J. zu eher seinem Alter entscheiden, in dem er auch tatsächlich verblichen ist. Natürlich kurz bevor er erschossen wurde, damit das hässliche Loch in seiner Brust verschwindet. (Haha) Habe mich gekringelt darüber. Ebenso auf S. 49: "Jesus, halt die Klappe" total zum Kringeln. Jesus, der als Handpuppe seinen Auftritt hat!! Ja und das sei keine Blasphemie, weil er ja eh immer täte, was sein Vater sagt und somit sei er ja von einer Handpuppe nicht weit entfernt. ( Kreisch!) Und auch wie Gott, Allah und Jahwe miteinander diskutieren ist zum Piepen. Und noch besser: Ob die 3 sich auch um die Bewohner andere Planeten kümmern würden... (Schrei) Auch das hat mich amüsiert, dass der Papst als Marktschreier im jenseits auftritt und sein Gefolge als Hütchenspieler. Er durchlebt im Jenseits - obwohl der Begrifft "lebt" ja gar nicht mehr so recht passt, sämtliche Stationen, lernt alle möglichen Gottheiten von Manitu bis eben Gott kennen, verhandelt und reklamiert, ja und nimmt sie eine winzige Gottheit ohne Namen sogar als Geisel. Erinnert mich fast ein wenig - vom Schreibstil her und von der Wahl der Sprache - an ein modernes Märchen. Mit den genau 100 Seiten kam ich schnell durch und wurde in 2 Leseabschnitten schnell fertig und muss sagen, das war wirklich ein Meisterwerk. "Keine Blumen" würde die im 102. Lebensjahr verstorbene Oma meines Mannes sagen (Die Erde sei ihr leicht!), die niemals Komplimente nur einfach so vergab, sondern nur wenn es wirklich einem zustand. Ich habe selten so gelacht, fand die Schreibweise herrlich erfrischend. Die Intermezzo-Seiten im Konjunktiv verfasst und die Kapitel-Überschriften ( Bsp. Dictyostelium!! HAHA!!) perfekt gewählt.  Beim Ende war ich mir nicht sicher: Der Kurt im Aquarium war der zuvor kleine Kurt mit seinem Enkel (also Ur-Ur-Enkel vom Loch-im-Körper-Kurt???) oder war das gar der Ur-Kurt?? Wobei der die Beerdigung ja nicht vollsten Bewusstseins miterlebt hätte haben können. (hätte haben können - da heben wir wieder den Konjunktiv!) Mehr verrate ich zum Ende aber auch nicht, weil sonst wäre es ja nicht mehr spannend!! Wie das Buch mit seinem Titel zusammenhängt, das werdet ihr gegen Schluss erfahren und verstehen!!! Vielen Dank für´s Lesen, Bewerten und Kommentieren! by esposa1969  

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