"Alte Eltern" von Volker Kitz als Taschenbuch erschienen am 11.06.2026 beim Verlag Kiepenheuer & Witsch , 230 Seiten
Es ist fakt: In Deutschland leben derzeit etwa 1,84 Mio Menschen mit Demenz - Tendenz steigend. Außerdem werden wir immer älter, die Einrichtungen sind überlaufen, es gibt lange Wartelisten und wir haben einen Pflegenotstand.
In diesem bewegenden Essay beschreibt Volker Kitz die Demenzerkrankung seines Vaters und die damit einhergehende Veränderung des Verhältnisses zwischen Vater und Sohn. Er erzählt mit großer Offenheit über die Entwicklung des erkrankten Vaters und seinen Umgang damit - über seine Gefühle und seine Sorgen. Darüber hinaus bedient er sich immer wieder wissenschaftlichen Erkenntnissen und setzt diese in den Kontext mit seiner aktuellen Situation.
Mein Interesse an diesem Buch bestand zum einen privater Natur (meine Eltern sind auch alt), zum anderen aus beruflichen Gründen. Ich leite die Verwaltung eines Seniorenheims und habe täglich mit Bewohnern (auch mit Demenz) und vor allem mit den Angehörigen zu tun. Ich kenne die Ängste und Nöte der Menschen, die ihre liebsten Familienangehörigen in eine Einrichtung geben müssen, weil es anders leider nicht mehr geht. Für die meisten (tatsächlich nicht alle) gibt es fast nichts schlimmeres. Sie fühlen sich Hilflos, Schuldig und sind traurig. Es erfordert täglich viel Einfühlungsvermögen und Vertrauen; da ist eine solche Lektüre mit guten Sätzen, Vergleichen und Anregungen wirklich ganz besonders.
Der NDR Kultur sagt, "Volker Kitz’ bewegendes Buch trifft die Gedanken- und Gefühlswelt einer ganzen Generation." So ist es! Daher empfehle ich es allen, die alte Eltern haben. Konkret werde ich es unseren (neuen) Angehörigen wärmstens an Herz legen!
Volker Kitz
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Volker Kitz
Alte Eltern
Psycho? Logisch!
Feierabend! - Warum man für seinen Job nicht brennen muss
Das Frustjobkillerbuch
Meinungsfreiheit!
Ich will so werden, wie ich bin (Sonderausgabe)
Ich bin, was ich darf
Warum uns das Denken nicht in den Kopf will
Neue Rezensionen zu Volker Kitz
Eine wahnsinnig gute Lektüre über die Begleitung und den Verlust eines dementen Vaters:
@volkerkitz: Alte Eltern, @kiwi_verlag
Volker Kitz erzählt offen, ehrlich und in einer ausnahmslos Direktheit über sein Verhältnis zu seinem geistig schwindenden Vater.
Anfangs noch zuversichtlich und immer auf der Suche nach Lösungen, um dem Vater seinen Lebensabend im eigenen Haus zu ermöglichen, holt die Realität den Sohn ein und er findet für den Vater einen Platz in einem Pflegeheim am Wohnort des Autors. Volker Kitz teilt hier offen seine Gefühle.
Schlechtes Gewissen, Überforderung, Freude, Hoffnung, Verzweiflung- all diese Emotionen spiegeln sich in diesem sehr schlau geschriebenen, sprachlich wunderbaren Buch wieder.
„Du denkst, das wird dir niemals passieren, das kann dir niemals passieren, …“
Ich habe das Buch eigentlich wegen meiner dementen Grossmutter lesen wollen, damit ich sie und ihre Handlungen besser verstehen kann.
Und ich bin nun definitiv schlauer als vorher. Volker Kitz erzählt mit Emotionen und bringt viele Studien sowie zahlreiche Bespiele mit seinem Vater ein.
Dies hat geholfen, die Handlungen zu verstehen und die Situationen nachzuvollziehen.
Ich habe das Buch gemeinsam mit meiner Mutter gelesen und wir sind beide sehr überzeugt von diesem Buch!
Der Autor hat nicht nur persönliche Errfahrung eingebracht sondern viel rechechiertes Wissen zum Thema Erinnerung.
Ein gelungenes Sachbuch, nicht nur für Angehörige sondern auch für Leute, die sich für die Erinnerungen eines Menschen interessierren und wie diese abgespeichert werden.












