Volker Kitz Ich bin, was ich darf

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Inhaltsangabe zu „Ich bin, was ich darf“ von Volker Kitz

Eine strenggläubige Mutter bringt ihr krankes Kind nicht zum Arzt. Sie will es gesundbeten. Das Kind stirbt, die Mutter kommt vor Gericht. Der Richter muss über ein menschliches Schicksal entscheiden und über die Frage: Was ist wichtiger, Lebensschutz oder Religionsfreiheit? In unsere Gesetze fl ießen gesellschaftliche Diskussionen und Moralvorstellungen ebenso ein wie wissenschaftliche Erkenntnisse. Daraus entsteht das Recht, nach dem wir leben. In spannenden wahren Fallgeschichten führt Volker Kitz in die großen Rechtsfragen unserer Zeit ein: Darf mir der Staat verbieten, zu rauchen? Muss er mich vor Handystrahlen schützen? Kann ich kontrollieren, was über mich im Internet steht? Muss ich gegen meinen Willen leben? Dabei zeigt er, wie wir unsere Freiheit täglich neu verantworten – und welche Macht wir haben, die Regeln zu ändern

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  • eBook Kommentar zu Ich bin, was ich darf von Volker Kitz

    Ich bin, was ich darf
    Martin Stöckigt

    Martin Stöckigt

    08. June 2017 um 08:30 via eBook 'Ich bin, was ich darf'

    Wenn ich bei der onleihe in der Stadtbücherei Stuttgart nach Fitzek suche, komme ich u. a. auf dieses Buch. Hochspannend und auch oder gerade für Nicht-Juristen unterhaltsam und lehrreich. Den Autoren merke ich mir.

  • Wahre Fälle zeigen wie schwer das mit dem Recht eigentlich ist

    Ich bin, was ich darf
    dominona

    dominona

    26. July 2016 um 09:11

    Was in der Theorie so simpel klingt, ist in der Praxis oft problematisch.  Recht ist nicht starr, sondern muss je nach gesellschaftlicher Entwicklung angepasst werden und das zeigt dieses Buch eindrucksvoll. Überrascht hat mich der Umstand, dass viele Gerichtsurteile recht neu sind und Dinge, die ich heute für klar halte vor 50 Jahren noch vollkommen anders geregelt waren. Das war mir in dem Sinn vorher nicht klar. Glücklicherweise ist das Buch, trotz des komplizierten Stoffs, leicht verständlich geschrieben und gibt zum Teil Anregungen zum Nachdenken.

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  • Der Rechtsstaat als unpolitische Fiktion

    Ich bin, was ich darf
    R_Manthey

    R_Manthey

    24. February 2016 um 11:21

    Manchmal ist das Timing wirklich schlecht. Ausgerechnet in der tiefsten Krise des sogenannten deutschen Rechtsstaates erscheint dieses sehr gute Buch zum Thema "Wie die Gerechtigkeit ins Recht kommt und was Sie damit zu tun haben", wie es so schön im Untertitel heißt. Glaubt man Umfragen, dann hat ein erheblicher Teil der deutschen Bevölkerung gerade sein Vertrauen in den deutschen Rechtsstaat verloren. Das hängt weniger mit den gravierenden Fehlurteilen zusammen, die in jüngster Zeit in der deutschen Rechtssprechung öffentlich wurden, sondern vor allem mit der Tatsache, dass es offenbar zweierlei Recht auf deutschem Boden gibt und die Regierung folgenlos das Grundgesetz missachten und geschlossene Verträge brechen kann. Aber darum geht es in diesem Buch nicht. Vielmehr trägt der Autor den Rechtsstaat wie eine Monstranz vor sich her, die so unpolitisch wie Mathematik ist und irgendwie auch so ähnlich erklärbar. Dass dem nicht so ist, zeigt das Handeln der polnischen Regierung, die einfach einmal die von der alten Regierung installierten Verfassungsrichter nicht vereidigte und neue einsetzte. In Deutschland laufen solche Prozesse nicht so rabiat ab, aber im Grunde doch ähnlich. Recht wird von Menschen gesprochen, und Recht ist eine Frage der Interpretation von Gesetzen, die wiederum von der Geisteshaltung derjenigen abhängt, die sie anwenden müssen. Leider spielt das in diesem Buch überhaupt keine Rolle. Natürlich kann man den Autor verstehen. Hätte er diesen rutschigen Untergrund erst einmal betreten, wären seine ganzen Erklärungen ebenfalls ins Rutschen geraten. Er beschreibt die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts als eine Suche nach Kompromissen, als einen Weg zwischen den verschiedenen Ecken, die das Grundgesetz besitzt. Am Beispiel des Urteils über das sogenannte Schächten, also das Halsaufschneiden eines Tieres bei vollem Bewusstsein, das in der islamischen Tradition steht, kann man das gut nachvollziehen. Schächten widerspricht ganz eindeutig dem Tierschutz, ist aber nach Auffassung des BVG durch die Religionsfreiheit geschützt. Das BVG löst diesen Widerspruch dadurch, dass es nur noch geprüfte Tierquäler zulässt, und sieht damit das Grundgesetz nicht verletzt. Dass dies eine zutiefst politische Entscheidung ist, will der Autor nicht wahrhaben. An anderen Stellen versteckt er sich hinter dem Zeitgeist oder den Wissenschaften. Gemeint sind damit immer die Sozialwissenschaften, die selbstverständlich ebenso eine politische Komponente besitzen. Vom Zeitgeist ganz zu schweigen. Sieht man einmal von der völligen Ignoranz des politischen Einflusses auf die Rechtssprechung des BVG ab, dann erhält der Leser dieses Buches einen hervorragenden Einblick in die Entstehung von grundsätzlichem Recht. Der Autor zitiert, erklärt und kommentiert viele grundsätzliche Fälle, die letztlich eine neue Situation im deutschen Recht geschaffen haben. Dabei benutzt er einen sehr eingängigen und leicht verständlichen Schreibstil ohne juristisches Kauderwelsch. Der Text liest auch schon allein deshalb gut, weil sein Autor keinen der zahlreichen provokanten und umstrittenen Fälle auslässt. Haben wir ein Recht auf unseren ganz persönlichen Rausch? Ist eine Blockade Gewalt? Durften die DDR-Grenzer auf Flüchtige schießen? Was ist eine Vaterschaft, ein Geschlecht? Was bedeutet Gleichheit? Wie weit geht die Meinungsfreiheit? Was ist Kunst, und was darf sie? Was ist eine Ehe, und was darf der Staat unseren Kinder in der Schule beibringen? Darf man unter gewissen Umständen foltern oder beim Sterben helfen? Was ist eine gerechte Strafe? Darf der Staat Passagierflugzeuge in höherem Interesse abschießen? Viele dieser Fragen, auf die das BVG zu antworten hatte, werden in der Gesellschaft polarisierend diskutiert. Die Antworten des BVG sind ähnlich umstritten. Wer sich also für die Rechtsfindung dieses Gerichts interessiert, wird hier alle Antworten finden, die es zurzeit dafür gibt. Viele von ihnen sind immer noch höchst umstritten, aber eben auch Teil der juristischen Realität in diesem Land. In diesem Sinne ist das Buch von Volker Kitz sehr informativ.

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