Erntedank

von Volker Klüpfel 
4,3 Sterne bei429 Bewertungen
Erntedank
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Neue Kurzmeinungen

Kristin84s avatar

Der Anfang hat sich schon etwas gezogen, dafür waren aber die letzten 100 Seiten ganz gut. In meinen Augen eher ein durchwachsener Krimi.

D

Wie immer toll geschrieben

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Inhaltsangabe zu "Erntedank"

Der Allgäuer Kriminalkommissar Kluftinger traut seinen Augen nicht: Auf der Brust eines toten Mannes in einem Wald bei Kempten liegt, sorgfältig drapiert, eine tote Krähe. Im Lauf der Ermittlungen taucht der Kommissar immer tiefer in die mystische Vergangenheit des Allgäus ein, und es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Mörder, bei dem die Zeit gegen ihn arbeitet. Denn alle Zeichen sprechen dafür, dass das Morden weitergeht … Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle und deckt Abgründe auf.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492303019
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.05.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 17.02.2014 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Summerdances avatar
    Summerdancevor einem Monat
    Kurzmeinung: Auch Band 2 konnte mich überzeugen
    Zum Glück so gut wie der Erste

    Was habe ich auf dieses Buch gewartet und dem Erscheinungstermin entgegengefiebert. Die Figuren in Band 1 fand ich wunderbar charakterisiert, den Fall spannend und manche Stellen zum Totlachen. Band 2 kann da zum Glück mithalten. Die Figuren sind weiterhin toll charakterisiert, und je näher man sie kennenlernt, desto mehr Spaß hat man. Von daher ein kleiner Tipp, wer Band 1 kennt hat mehr Spaß an Band 2. Lesenswert sind auf jeden Fall beide.

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    kleeblatt2012s avatar
    kleeblatt2012vor 2 Monaten
    Erntedank

    Hauptkommissar Kluftinger hat es diesmal mit einem Serienmörder zu tun. Lag auf der ersten entdeckten Leiche noch eine Krähe, wurde bei der zweiten eine rätselhafte Botschaft gefunden. Warum bedient sich der Mörder an der Allgäuer Sagenwelt? Was will er damit bezwecken? Kluftinger taucht ein in die Märchen des Allgäus und stößt dabei auf sehr interessante Dinge. 
    Diesmal bekommt er tatkräftige Unterstützung von seinem Sohn Markus, der als Psychologie-Student einiges beisteuern kann.
    Aber auch in Kluftingers Privatleben wird es nicht langweilig, vor allem, da er, Dank eines kaputten Wasserrohrs im Bad, gerade bei Dr. Langhammer Unterschlupf finden muss.

    Kluftinger, die Zweite. Und ebenso charmant, chaotisch und witzig, wie der erste Teil. 

    Der Serienmörder hält Kluftinger auf Trab. Hat aber auch einen positiven Nebeneffekt. Denn der Kommissar kann sich näher mit seinem geliebten Allgäu beschäftigen, diesmal in märchenhafter Hinsicht. Viele Sagen und Legenden werden angesprochen und bringen einem das "alte Allgäu" noch etwas näher. 

    Kluftingers Herangehensweise an den Fall ist ungewöhnlich. So sehr er auch darauf bedacht ist, dass alles harmonisch verläuft, so sehr kann er aber auch den Chef heraushängen lassen, wenn es nicht nach seiner Nase geht. 
    Seine Kollegen kennen seine Art, doch bei den Zeugen und Tatverdächtigten führt dies eher zu Abneigungen. Aber trotzdem schafft er es immer wieder, das Ruder herumzureißen und die letzte Information aus einem herauszukitzeln.

    Fettnäpfchen, die herumstehen, nimmt er regelmäßig mit. Ungeliebte Aufgaben schiebt er auf "ungeliebte" Kollegen ab. Zollt jedoch allem Respekt und lobt für getane Arbeit.

    Die Ausflüge ins Privatleben machen die Geschichte dann noch liebenswerter. Kluftingers Ehefrau Erika ist ganz in ihrem Element. Sie liebt ihren Mann, wäre jedoch froh, wenn ab und zu ein bisschen Abwechslung in ihr Eheleben eintreten würde. Andere Leidenschaften wie Hausmannskost oder jeden Abend vor dem Fernseher einschlafen, stattdessen Spieleabende oder mal ausländisches Essen probieren. Gut, dass da die Langhammers sind.
    Schlecht, dass Kluftinger Langhammer nicht leiden kann. 

    Doch wieder gut für uns, denn so kommt es zu Szenen, die einem zum Schmunzeln bringen. Man steht immer wieder auf der Seite Kluftingers, der mit seinem tollpatschigen, naiven und alteingesessenem Verhalten für viele Lacher sorgt.

    Der Running Gag des nicht genannten Vornamens Kluftingers bleibt erhalten. Ich bin gespannt, wann sich dies auflöst.

    Der Schreibstil des Autorenduos ist flüssig lesbar. Die Geschichte ist spannend, wird an den richtigen Stellen in Szene gesetzt und es kommen keine unnötigen Pausen auf.

    Fazit:
    Erntedank mal anders.

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    supersusis avatar
    supersusivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Bedächtig, gemütlich und beharrlich ans Ziel kommend. Das Ganze noch mit einem Schuß Humor gewürzt. Gerne mehr davon.
    Langatmig, aber mit Humor

    Wieso hat der Mörder dem Opfer eine tote Krähe auf die Brust gelegt ? Kommissar Kluftinger graust es bei dem Anblick, aber das ist nicht das einzige Gruselige an dem Leichnam.

    Ein netter, wenn auch bedächtiger Krimi. Spannend war er auch, jedoch nicht so fesselnd, wie z.B. ein Krimi von Tess Gerritsen. Ich fand die Handlung sehr weitschweifig und sehr auf Kluftingers Privatleben fokussiert. Das Buch ist so langatmig, wie die von Nele Neuhaus, aber dieser Krimi hat viel mehr Humor.  

    Es war amüsant zu lesen, wie der Kommissar unter einem erzwungenen Spieleabend litt und auch die Tortur und die Gedanken beim Schwimmausflug konnte ich so gut nachempfinden. Bei seinen Gedanken zum Teleshopping, mußte ich laut lachen. Die Mundart seines Chefs habe ich nicht immer verstanden, aber da es sich meist um ein oder zwei Sätze handelte, war das nicht ganz so nervig.

    Alles in Allem ein gelungener Krimi, der genauso ist, wie man sich Kluftinger selbst vorstellt :                                                                                                                                                        

    Wieso hat der Mörder dem Opfer eine tote Krähe auf die Brust gelegt ? Kommissar Kluftinger graust es bei dem Anblick, aber das ist nicht das einzige Gruselige an dem Leichnam.

    Ein netter, wenn auch bedächtiger Krimi. Spannend war er auch, jedoch nicht so fesselnd, wie z.B. ein Krimi von Tess Gerritsen. Ich fand die Handlung sehr weitschweifig und sehr auf Kluftingers Privatleben fokussiert. Das Buch ist so langatmig, wie die von Nele Neuhaus, aber dieser Krimi hat viel mehr Humor.  

    Es war amüsant zu lesen, wie der Kommissar unter einem erzwungenen Spieleabend litt und auch die Tortur und die Gedanken beim Schwimmausflug konnte ich so gut nachempfinden. Bei seinen Gedanken zum Teleshopping, mußte ich laut lachen. Die Mundart seines Chefs habe ich nicht immer verstanden, aber da es sich meist um ein oder zwei Sätze handelte, war das nicht ganz so nervig.

    Alles in Allem ein gelungener Krimi, der genauso ist, wie man sich Kluftinger selbst vorstellt :                                                                                                                                                         bedächtig, gemütlich und beharrlich ans Ziel kommend. Das Ganze noch mit einem Schuß Humor gewürzt. Gerne mehr davon.


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    Bibi1999vor 9 Monaten
    Erntedank

    Der Allgäuer Kommissar hat einen neuen Fall. Auf der Brust einer Leiche liegt eine tote Krähe. Im Laufe seiner Ermittlungen taucht er in die Allgäuer Vergangenheit mit ihren Sagen ein.


    Ein wirklich sehr spannendes Buch, dass auch Humor hat. Komissar Kluftinger stößt ziemlich am Anfang des Buches auf die Leiche, was mir sehr gut gefallen hat. Die abwechslungsreichen Szenen der Ermittlungen und aus dem privaten Leben haben mir sehr gut gefallen. Besonders amüsant fande ich, wenn Kluftinger auf die Langhammers getroffen ist. Denoch bleibt der Spannungsgehalt erhalten. 
    Besonders gut fande ich, dass man den Mörder im Laufe der Ermittlungen kennenlernt, aber nicht darauf kommt, dass genau diese Person der Mörder ist. Allen in allem ein sehr gutes Buch.

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    EvchenLous avatar
    EvchenLouvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine toller Krimi. Durch die Sagen war es mal was ganz anderes. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
    Toller Krimi


    Da ich aus der Nähe von Allgäu komme, freute ich mich um so mehr einen Krimi der dort spielt, zu lesen. 
    Erntedank laß ich auf Empfehlung eines Bekannten und war sofort gefesselt von der wundervollen Geschichte. 
    Ein tollter Krimi, der witzig erzählt ist und sehr Detail getreu. 



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    EvchenLous avatar
    EvchenLouvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine toller Krimi. Durch die Sagen war es mal was ganz anderes. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
    Kluftinger's zweiter Fall



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    L
    Lesebegeistertevor einem Jahr
    ...lustig...

    Der liebenswerte Kommissar Kluftinger wird zu einem toten Mann in einem Wald bei Kempten gerufen, auf dessen Brust eine tote Krähe liegt. Klufti beginnt zu ermitteln. Sehr lustig finde ich auch immer wieder, dass seine Frau Erika ihn fest im Griff hat, was sehr erheiternd zu lesen ist.

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    Nelly87s avatar
    Nelly87vor 2 Jahren
    Erntedank // Volker Klüpfel & Michael Kobr

    Der Auftaktband der Kluftinger-Reihe, der da heißt Milchgeld, war noch ein wenig lasch. Daher war die Hoffnung wirklich groß, dass der zweite Teil nur besser werden kann. Irgendwie fehlte dem ersten Teil nämlich noch der Pfiff und das Einzigartige. Mit Erntedank beweist das Autoren-Duo, dass sie allerdings wirklich was auf dem Kasten haben, wenn sie denn wollen.

    Im Kempter Wald wird eine männliche Leiche gefunden. Das wäre ja schon ungewöhnlich genug, doch es wird richtig skurril. Auf der Brust des Mannes ist eine tote Krähe ausgebreitet, mit der wohl dem Opfer auch die Augen ausgehackt wurden. So nach dem Motto: „da hackt die eine Krähe der anderen kein Auge aus“. Doch bei dem einen toten Mann bleibt es nicht. Bald wird eine weitere Leiche gefunden, ebenfalls unter ganz mysteriösen Umständen. Da muss der Kluftinger schon einmal ordentlich ermitteln.

    Nach ein wenig Recherchearbeit fällt auf, dass die Opfer, die auf den ersten Blick so unterschiedlich erscheinen, sich gar nicht so unähnlich sind, wie man denken mag. Doch trotzdem ist das große Rätsel zum einen, wie der Mörder sich seine Opfer aussucht und wie er auf die Verbindungen gekommen ist. Die dem Buch zugrunde gelegte Idee hat mir daher um einiges besser gefallen als noch der Vorgänger.

    Es dauert ein wenig, doch dann entdecken Kluftinger und seine Kollegen, dass jedem Mordfall eine alte örtliche Sage zugrunde liegt. In dieser Sage werden zumeist Menschen bestraft, die sich in irgendeiner Weise etwas zu Schulde kommen ließen. Und mit ein wenig Interpretationskraft lassen sich die Mordfälle damit ganz gut in Einklang bringen. Sowas ist doch immer ganz nett. Eine wirklich tiefgründige Geschichte macht doch mehr Spaß als der tausendste Serienmörder, der aus reiner Selbstüberschätzung und Blutgier tötet.

    Das bemängelte Fehlen des Allgäu-Touch aus dem ersten Band zieht sich allerdings doch noch ein wenig auch durch Teil 2. Kluftinger hätte diesen Fall wahrscheinlich auch wunderbar in der französischen Provenz oder am norddeutschen Wattmeer lösen können. Aber ich hab im Sinne einer vollständigen Rezension natürlich auch mal ins Hörbuch reingeschnuppert. Und was soll ich sagen? Da war es: Lokalkolorit und Dialekt. Sowas ist schriftlich wahrscheinlich einfach nicht so gut umsetzbar.

    Für mich als Urschwaben tat allerdings der Dialekt die ersten paar Minuten in den Ohren weh. Es klang etwas sehr gewollt. Sehr gut gefallen hat mir allerdings, dass die Autoren selbst sich die Ehre gegeben haben. Das ist doch mal etwas anderes und zeigt einem doch, wie sehr das Duo hinter ihrem Ermittler und seinen Geschichten steht. Nachdem man sich an den Erzählstil gewöhnt hat, kam man aber ganz gut in die Erzählung rein.

    Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist allerdings der ständige Wechsel zwischen Volker Klüpfel und Michael Kobr. Der eine spricht den Kommissar und alles drum herum. Der andere übernimmt sämtliche anderen Rollen. Bei einem wechselhaften Dialog kann einen das als Hörer schon etwas durcheinanderbringen, zumal es auch sehr anstrengend sein konnte. Daher war die Erzählung ein ewiges Auf und Ab.

    Erntedank schlägt seinen Vorgänger um Längen. Mit dem zweiten Teil der Serie warten die Autoren mit einer gut durchdachten Story auf, die sich kontinuierlich aufbaut. Die Mordfälle in Verbindung mit den örtlichen Sagen machen eine spannende Geschichte, die den Leser gut unterhalten kann. Auch das Hörbuch ist einen „Blick“ wert. Wenn man sich erst einmal mit der einzigartigen Erzählweise angefreundet hat, kann man auch hier viel Spaß haben. Damit ist die Hoffnung für diese Buchreihe wieder aufgekeimt.


    © Nellys Leseecke - Lesen bedeutet durch fremde Hand träumen

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    KiraNears avatar
    KiraNearvor 2 Jahren
    [Rezension] Erntedank von Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Name: Erntedank
    Autor: Volker Klüpfel, Michael Kobr
    Genre: Krimi, Humor, Heimat/Regionales
    Preis: 8,95€ [D] | 9,20€ [A]
    Seiten: 376
    Sprache: Deutsch

    Rückentext:
    Der Allgäuer Kriminalkommissar Kluftinger traut seinen Augen nicht: Auf der Brust eines ermordeten Mannes liegt, sorgfältig drapiert, eine tote Krähe. Im Lauf der Ermittlungen taucht der Kommissar immer tiefer in die mystische Vergangenheit des Allgäus ein, und es beginnt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel ... Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle und deckt Abgründe auf.


    Meinung (Achtung, eventuell Spoiler):
    Uff, wo fange ich am besten an. Das Buch lag etwa ein Jahr auf der Fensterbank meines Freundes, ich hatte es längst wieder vergessen, bis mein Freund mich darauf aufmerksam machte. Da ich sowieso am Überlegen war, was ich als nächstes lesen soll, kam es mir ganz recht.
    Doch das war nicht das Einzige, über das ich nachgedacht habe. Die ganze Zeit beim Lesen habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich das Buch nun finde, ob ich es mag oder nicht. Und jetzt, wo ich durch bin, muss ich sagen: Leider eher nicht.

    Ich habe mir vor dem Lesen nicht nochmal den Rückentext angesehen, daher war ich angenehm überrascht, als ich merkte, dass es im Allgäu spielt. So oft, wie ich ins Allgäu fahre, ist es quasi meine zweite Heimatgegend, daher fand ich es ziemlich auffregend, ein Buch zu lesen, dass in dieser Gegend spielt. Dass mir nicht alle Ortsnamen etwas gesagt, find und fand ich jetzt nicht so schlimm. Was mich eher stutzig werden ließ und auch die Hauptgründe sind, weshalb mir das Buch leider weniger gefällt, sind 1. der Kommissar und 2. der Fall und die Nebenhandlung.

    Zu Punkt 1: Der Kommissar ist etwas, was wir wohl als stumpfsinnigen, alten Dickkopf bezeichnen würden. Er lehnt vieles ab, was nicht nach seiner Meinung oder Richtung läuft, hat so seine Probleme mit modernen Dingen (er kann z.B. keine E-Mail oder Anhänge öffnen) und schämt sich viel zu schnell für Dinge, obwohl man in dem Alter eigentlich über alles stehen sollte. Auch verstehe ich nicht, warum er als Polizist, gar sogar Leiter eines Teams, Probleme hat seinen eigenen PC zu bedienen. Jedenfalls fällt es mir schwer, dass Polizisten damit nicht umgehen können ... was ich ebenfalls nicht verstehe, sind seine Kommentare bzgl des Studienwunsch seines Sohnes (er würde sich schämen, dass sein Sohn sowas "Brotloses" wie Psychologie studieren will und ist entsetzt, als dieser ihm eröffnet, dass er dann bei der Polizei arbeiten möchte) und warum er aufgrund eines Gerüchts ein Problem mit einem Staatsanwalt hat. Einzig bei einem entfernten Bekannten kann ich seine Gedanken und Reaktionen ein Stück weit verstehen, auch wenn er mir selbst da ein wenig zu eigenbrötlerisch erscheint. Klar ist es gut, wenn ein Hauptcharakter Ecken, Schwächen und Kanten hat. Aber das kommt einem doch eher unsympathisch vor, da er gefühlt jede fünfte Seite etwas findet, über dass er sich beschweren kann.

    Zu Punkt 2: Es kommt leider kaum Spannung auf. Auch kommt einem die Lösung des Falles etwas zu flott vor, das Ganze wirkt am Ende etwas angefrühstückt und zu abgehetzt. Erst tappt er ewig im Dunkeln und dann kommt er Schlag auf Schlag dem Täter auf die Spur. Zwar findet er hier und da Hinweise, dennoch kommt es einem zu abrupt vor. Was dagegen meine Neugierde ein wenig geweckt hat, sind die Sagen, die es über/im Allgäu gibt, da werde ich mir irgendwann mal ein paar Bücher dazu ausleihen und lesen. Zwar hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen, aber irgendwie kam es mir dann doch etwas fade vor. Was ich ein wenig schade finde.

    Das mit dem Straßenschild auf dem Titelbild finde ich interessant und kreativ, schade, dass sie es bei den neueren Büchern nicht beibehalten haben. Manche haben auf Amazon den Schreibstil bemängelt, ich fand ihn dagegen ganz in Ordnung.

    Der Rückentext gehört allerdings in die Kategorie: Irreführend / Verspricht zu viel und hält nicht so viel davon.


    Leseprobe (die ersten 5 Sätze):
    Als er an diesem kühlen Herbstmorgen die Haustüre öffnete und nach draußen trat, blieb er für einen Augenblick auf der Schwelle stehen. Wie ein ausgewachsenes Leintuch spannte sich der Nebel über die Felder, eine Decke, die die Erde noch nicht dem Tag preisgeben wollte. Er legte den Kopf in den Nacken und blickte in den dämmrigen, von grauen Wolkenfetzen übersäten Himmel. Durch die Nase sog er die frische Morgenluft in seine Lungen, streckte sich und entblößte seine verfaulten Zähne. Dann knöpfte er den obersten Knopf seiner groben Filzjacke zu, zog sich seinen speckigen, zerschlissenen Hut tief ins Gesicht, griff sich die Axt, die in einem Baumstamm gleich neben der Eingangstür steckte, und stapfte los.
    Es war kalt, aber er ging schnell, und schon bald hatten sich kleine Schweißtropfen auf der Stirn des stämmigen, breitschultrigen Mannes gebildet.


    Fazit:

    Leider, leider muss ich sagen, auch das hier ist kein Buch, dass man gerne lesen kann, aber nicht unbedingt lesen muss. Auf der einen Seite steht nun mal die doch interessante Geschichte und die Tatsache, dass es im Allgäu spielt. Aber auf der anderen Seite stehen die oben genannten negativen Seiten und die überwiegen mit gefühlten 51% zu 49% doch ein klein wenig. Irgendwann will ich mir auch mal die restlichen Bände der Reihe ansehen bzw sie mal lesen, allerdings werde ich schauen, dass ich sie mir in der Bibliothek ausleihen kann. Auf jeden Fall habe ich jetzt weiterhin mehr Lust auf Bücher, die im Allgäu spielen und wer weiß, vllt erwische ich das nächste Mal ein Buch, dass mich wirklich vom Hocker haut?
    Insgesamt kann ich dem Buch also leider nur drei Rubies geben.

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Nicht der beste Krimi um Klufti, aber er unterhält wieder mit seinem typischen Charme und Humor!
    Klufti ist Kult

    Der Kriminalroman "*Erntedank*" ist der zweite Teil der Reihe um den Allgäuer Kommissar Kluftinger des Autorenduos "*Klüpfel & Kobr*" aus dem Jahr 2006. Das Buch erscheint im "*Piper Verlag*".


    Kluftinger und sein Team werden zu einem Leichenfundort gerufen und was sie erwartet, lässt selbst hartgesottene Polizisten erstarren. Dem Mann wurde die Kehle durchgeschnitten und auf seinem Körper liegt eine tote Krähe. Ein weiterer Mord zeigt bald an, dass die Taten in die mysteriöse Sagenwelt des Allgäu weisen.  Aber auch privat hat Kluftinger Probleme: ein Wasserrohrbruch macht das Wohnen Zuhause unmöglich und so quartiert ihn seine Frau Erika kurzerhand bei Ehepaar Langhammer ein. Da sind gegenseitige Hahnenkämpfe ja schon vorprommiert. 


    Auch dieser Krimi hat mich wieder gut unterhalten und ich hatte viel Spaß mit der originellen Person Klufti. Er hat keine Ahnung von Computern und moderner Technik, ist vergesslich und konfus und macht ob mit Badehose oder Kniebundhose einfach keine gute Figur: aber gerade das macht ihn so herrlich normal und sympathisch.

    Man muss ihn einfach gern haben und geniesst die lustigen Szenen des unkonventionellen Ermittlers, der im entscheidenden Moment immer noch den klaren Durchblick hat und seine Kriminalfälle auflöst.

    Gerade die Kapitel, in denen Klufti bei den Langhammers einen Spieleabend mitmacht und den Besuch im Spaßbad habe ich besonders genossen. Es sind die totalen Gegensätze dieser Person, die ihn zu einer einzigartigen Figur machen. Einerseits schlägt er sich als Chef seiner Truppe, der Soko Erntedank, mit der Suche nach einem grausamen Mörder herum, andererseits aber ist er privat ein Hasenfuß, der sogar Angst vor dem Fliegen und Schwimmen hat. Von seinem Geiz und seiner Unsicherheit beim Saunabesuch ganz zu schweigen. Doch er ist wie er ist, und das ist auch gut so! Solche Unikate liest man gern!


    Die Handlung ist wie immer mit bayrischem Lokalkolorit gespickt. Dabei wir die mysteriöse Allgäuer Sagenwelt genauer beleuchtet, es gibt landestypische Leberkässemmeln und Kässpatzn und es wird in tiefstem Dialekt geredet. Schön ist aber auch der sächselnde Ton von Sekretärin Sandy, die es von Dresden ins Allgäu verschlagen hat. 

    Die Aufklärung an sich ist mir in diesem Fall etwas zu umständlich angelegt und recht langwierig, nur sehr schwer kommt man bei diesen Morden dem Täter auf die Spur. Die Sagenwelt ist auch nicht gerade mein Lieblingsthema. Aber das macht Klufti mit seiner Art als unterhaltsames Original wieder wett und er zeigt sogar echten Körpereinsatz und fängt den Täter.


    Klufti muss man gelesen haben! Ein Kommissar mit dem Herz auf dem rechten Fleck! Herrlich!

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