Herzblut

von Volker Klüpfel und Michael Kobr
4,2 Sterne bei241 Bewertungen
Herzblut
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makamas avatar

Kluftinger - der 7. Bayrisch urig - aber kein wirklicher Krimi, zuwenig Spannung und zuviel drumrum

katanns avatar

unglaublich witzig, super spannend und wunderschön für Leser, die in der Kluft-Gegend leben

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Inhaltsangabe zu "Herzblut"

Kluftinger ist sich sicher: Bei einem anonymen Handyanruf, der ihn ausgerechnet während einer der gefürchteten Pressekonferenzen seines Chefs erreicht, wird er Zeuge eines Mordes. „Alpträume von zu viel Schweinsbraten“, tun seine Kollegen diesen Verdacht ab. Kluftinger ermittelt auf eigene Faust und findet am vermeintlichen Tatort jede Menge Blut, aber keine Leiche. Da überschlagen sich die Ereignisse: Mehrere brutale Mordfälle, anscheinend ohne Zusammenhang, erschüttern das Allgäu. Als dann doch noch der Großteil des abgängigen Toten auftaucht und Kluftinger endlich herausfindet, was all die Verbrechen verbindet, ist es fast schon zu spät.
Dabei steht er auch privat unter Druck: Seit Tagen leidet er unter heftigem Herzstechen und befürchtet sofort das Schlimmste. Eine demütigende Untersuchung bei Erzfeind Doktor Langhammer scheint das zu bestätigen. Doch der Kommissar ist entschlossen, das Ruder noch einmal herumzureißen. Aber ob fleisch- und kässpatzenarme Ernährung und ein Yogakurs da die richtigen Mittel sind?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426511831
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.05.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.02.2013 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

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    kleeblatt2012s avatar
    kleeblatt2012vor einem Monat
    Kluftinger in Bestform

    Bei einer wichtigen Pressekonferenz erhält Kluftinger einen mysteriösen Anruf. Kluftinger ist sich sicher, am Telefon Zeuge eines Mordes gewesen zu sein. Seine Ermittlungen führen ihn zu einem Krankenhaus, in welchem mit Herzpatienten Tests bezüglich eines neuen Medikamentes durchgeführt wurden. Für Kluftinger sehr interessant, konnte er doch nach einer Untersuchung durch Dr. Langhammer dessen Diagnose mithören. "Die Pumpe ist kaputt" führt ihn zu der Erkenntnis, ein gesünderes Leben zu führen. Natürlich sehr zu Erstaunen seiner Kollegen und Eltern und zur Freude seiner Frau Erika.

    Schon der Anfang ist wieder gewohnt "Kluftinger". Mitten in einer Pressekonferenz, die live im Fernsehen übertragen wird, fällt Kluftinger dadurch auf, dass sein Handy klingelt. Dies stört natürlich den kompletten Ablauf und führt zu einigen Problemen. Doch Kluftinger glaubt, einen Mord am Telefon mitbekommen zu haben und geht dem Ganzen nach.
    Klar, dass das nicht geradlinig verlässt, sondern wieder etliche abweichende Szenen auf einen warten. 

    Hinzu kommt die Diagnose von Dr. Langhammer. Kluftinger hört ihn am Telefon sagen: "Die Pumpe ist kaputt". Dies führt dazu, dass Kluftinger anfängt, sein Leben umzukrempeln. Mit gesünderem Essen fängt es an. Und führt natürlich zu witzigen Momenten mit Kollegen, Familie und Freunde.

    Außerdem kommt Bewegung in Form von Yoga ins Spiel. Kluftinger sucht sich dafür einen Kurs heraus, der zu seiner Überraschung von Dr. Langhammer geleitet wird. 

    Aber auch Gemeinsamkeiten werden gefunden. Kluftinger vertieft die (noch) nicht vorhandene Freundschaft zu seinem Kollegen Maier. 

    Aber auch die bevorstehende Hochzeit seines Sohnes Markus mit der Japanerin Yumiko drängt sich in den Vordergrund, denn nun steht die Annäherung  mit Yumikos Familie auf den Plan. Wer Kluftinger beim Skypen erleben will, kommt hier voll auf seine Kosten. Denn Kluftingers fehlendes technisches Talent wird hier voll ausgekostet. Oder gar die japanischen Gepflogenheiten, ich sage nur "Allgäu meets Japan".

    "Herzblut" ist in meinen Augen der bislang humorvollste Teil der Reihe. 

    Auch hier gibt es kleine Andeutungen auf Kluftingers Vornamen. Aber man muss Weiterrätseln.

    Fazit:
    Kluftinger in Bestform.

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    makamas avatar
    makamavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Kluftinger - der 7. Bayrisch urig - aber kein wirklicher Krimi, zuwenig Spannung und zuviel drumrum
    Kluftinger Kirimi

    Kluftinger, der siebte.
    Ein Zaxifahrer wure in seinem Wagen erschossen ---- warum?
    Doch das ist nicht er einzige Fall.
    Kluftinger erhält einen anomynen ANruf --- er ist sicher dass er dabei Zeuge eines Mordes geworden ist.
    Doch als er den tatort ausfindig macht - gibts da nur eine rieseige Blitlache ---- wo ist die Leiche?
    Und es gibt noch noch mehr brutale Morde.....   im idylliischen Allgäu.
    Wer steckt dahinter?
    Zudem plagen den urigen Kommissar gesundheitliche Probleme ....
    Herzschmerzen ... was ihn zu seinem Lieblingsfeind Dr. Langhammer führt.
    Der verschreibt eine strenge Diät. Schonkost statt Käsespatzen.
    Fazit und Meinung:
    ich hatte so meine Mühe mit dem Buch, Viel viel zu viel neben her, zu wenig Ermittlung und handlung und eine Kommissar mit Leichenallergie.....
    Nach meiner Meinung zu sehr bemuttert von Ehefrau Erika und der Mamma...
    Trotzdem machmal geniale Ideen - die dann ja auch zum Erfolg führen.
    War zwar nicht mein erster Kluftinger, aber wahrscheinlich der letzte.
    Mein Ding war das Buch nicht.
    Deshalb nur gerade mal 3 kleine Sternchen

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Mordsgaudi mit Klufti wie er leibt und lebt
    Eine Mordsgaudi mit Klufti

    Das Autorenduo Volker Klüpfel und Michael Kobr haben 2013 mit "Herzblut" ihren siebten Fall um Kommissar Kluftinger geschrieben. Der Kriminalroman erscheint im "Droemer Verlag".


    Kluftinger bekommt einen anonymen Anruf und glaubt, Zeuge eines Mordes gewesen zu sein. Doch am Tatort findet er nur eine riesige Blutlache. Bevor der Großteil der zugehörigen Leiche auftaucht, erschüttern weitere brutale Morde das Allgäu.
    Leider behindern heftige Herzschmerzen Kluftingers Arbeit. Intimfeind Doktor Langhammer verordnet kässpatzenarme Schonkost, positive Lebenseinstellung, Bewegung – und sogar noch einen Yogakurs.



    Auch dieses Mal haben es die Autoren geschafft, mit ihrem kauzigen Allgäuer Original Humor und gute Unterhaltung in einen kniffligen Kriminalfall einzubinden. Das kann man nur bewundern.

    Klufti fühlt sich nicht wohl, er hat Herzbeklemmungen und konsultiert Dr. Langhammer, dieser hüllt sich in Schweigen und macht lediglich Andeutungen zu Kluftis Essverhalten in Form von kohlenhydratreichen Kässpatzen und anderen deftigen Allgäuer Spezialitäten. Auch ist die "Pumpe" des Kommissars nicht gerade die jüngste.

    Klufti macht sich Sorgen um seine Gesundheit, sieht sein Lebensende nahen, schreibt sogar ein Testament und dann dreht sich im vorliegenden Fall auch noch alles um Herzen. Man kann gut mit ihm mitfühlen und sieht mit Erstaunen seine Bemühungen um seine Gesundheit. Gemüsesticks mit Quark, Wasser statt Bier und auch ein paar sportliche Yogaeinheiten gehören neuerdings zu Kluftis Gesundheitsprogramm.

    Worüber ich wieder sehr lachen musste, ist das Verhältnis zu Langhammer. Ihre Wortspielereien und ihr Aufeinandertreffen geht wie immer mit humorvollen Szenen einher.

    Was mir aber die Tränen in die Augen getrieben hat, ist der Besuch auf dem Jahrmarkt und die Urlaubsplanung. Hier zeigt sich Klufti wie er leibt und lebt.

    Niemand flucht so schön wie Klufti, ist so herrlich naiv im Umgang mit Technik und hat trotz seiner kauzig sturen Art das Herz am rechten Fleck. Er ist und bleibt ein einzigartiger Ermittler, der beim Lösen von Verbrechen einfach den richtigen Riecher besitzt. Und wenn er mal wieder verbal über die Stränge schlägt, so nehmen das seine Kollegen und die Familie Augen rollend zur Kenntnis.

    Dieser Krimi ist einfach ein Knaller. Wer Kluftinger noch nicht gelesen hat, sollte das bald nachholen. Der Fall ist in sich abgeschlossen und bietet beste Unterhaltung mit einer spannenden Krimihandlung.

     

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    elmidis avatar
    elmidivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: KLuftinger ist schon ein gewichtiges Unikat - leider bleiben da die Ermittlungen in den Mordfällen etwas auf der Strecke
    Kluftinger ist ein Unikat!

    „Herzblut“ ist das 7. Buch in der berühmten Kluftinger-Krimi-Reihe des Autorenduos Volker Klüpfel und Michael Kobr. Es war mein erster „Kluftinger“ - ich hatte aber nicht den Eindruck, dass mir Informationen aus den Vorgänger-Bänden gefehlt hätten.

    Kommissar Kluftinger ist schon ein Unikat und schon allein deshalb das Zentrum des Krimis – und nicht etwa die grausigen Morde, die während des Lesens auch so passieren. Kluftinger kann so gar keine toten Leute sehen, er kennt sich nicht mit Smartphones und überhaupt Computern aus und ist eigentlich ganz und gar ein Familienmensch. Und in diesem Buch schleppt er sich die ganze Zeit mit seinen eigenen Befindlichkeiten rum, hat er doch Schmerzen in der Brust. Fast nimmt es Wunder, dass er bei alldem auch noch Zeit findet, ins Büro zu fahren und zu ermitteln. Ach ja, die Morde. Die sind schon grauselig und brutal und drehen sich auch ums Herz, ganz wörtlich. Auch eine Klinik für Herzkranke und ein Herzspezialist sind mit von der Partie – da ist der Titel des Buches bezeichnend.

    Ohne Zweifel hat mich das Buch gut unterhalten: wenn Kluftinger wider Willen in peinliche Situationen gerät, wird es schon komisch. Aber eigentlich hätten mich die Ermittlungen und die Auflösung des Kriminalfalls doch mehr interessiert. Immer wieder kamen da aber Kluftingers private Situation, seine gesundheitlichen Probleme und die ausgedehnten Frotzeleien im Kollegenkreis dazwischen. So ganz sympathisch finde ich den Kommissar trotz aller wirklich vorhandenen Komik auch nicht, ist er doch eigentlich ein konservativer, altbackener Klotz.

    Vielleicht fehlt mir ja noch ein zweites Buch aus dieser Reihe und ich hab mit diesem Band einfach den falschen Anfang erwischt. Sprachlich gut und unterhaltend geschrieben, ist da sicher noch viel Potential vorhanden. Und Kluftinger kränkelt ja bestimmt nicht in jedem Buch. Von mir solide 3 Sterne!

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    numinalas avatar
    numinalavor 2 Jahren
    'Herzblut' war ein echtes Lesevergnügen!!!

    Den eunen Fall noch nicht ganz abgeschlossen, schon geschieht der nächste Mord. Naja...zumindest hört sich der aufgezeichnete Anruf nach einem Mord an, da ist sich Kluftinger - im Gegensatz zu seinen Kollegen - ganz sicher. Nun heißt es nur noch den Tatort, das Opfer und den passenden Mörder zu finden.

    Wobei es dieses Mal an diversen Opfern nicht gerade mangeld. Und dabei wird Kluftingers 'Leichenunverträglicheit' auf eine harte Probe gestellt - ja, nicht nur ihm alleine wird hundsübel beim Anblick der Toten. Die Frage ist, ob es einen Zusammenhang zwischen den Opfern gibt und wenn ja welchen und wer könnte der/die/das Täter sein?

    Erschwerend kommt hinzu, dass es Kluftinger nicht gerade gut geht. Er leidet unter Schmerzen in der Brust... heftige, stechende Schmerzen... ausgerechnet jetzt... er ist doch eigentlich noch zu jung, um... und was soll dann aus seiner Erika werden?... Und was aus seinem Sohn?... Er hat doch eigentlich noch so viel vor....

    Aber Klufti nimmt den Kampf auf - so leicht gibt er sich nicht geschlagen. Die Ernährung wird umgestellt, Yoga wird ausprobiert und den Mörder ... den wird er auch noch dingfest machen!

    Fazit

    Dieses ist der siebte Kluftinger-Fall und ich habe sie alle gelesen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich zwischen dem sechsten und dem siebten Fall eine recht große Pause eingelegt habe. Das Problem, das ich hatte, war die Scham... also mehr der Fremdscham. Der Klufti ist schon recht....speziell. Also eigentlich ist er ein Spitzenermittler, der durchaus eine niedlich-tüffelig-charmante Art hat, aber manchmal.... uff.... da kann man sich für ihn, seine Art, sein Verhalten einfach nur in Grund und Boden schämen.

    Seine Frau Erika hat es wirklich nicht immer leicht mit ihrem Butzele und seinen Sohn Markus kann ich manchmal gut verstehen, wenn der Vatter da schon mal aneckt. Allerdings ist der Ehemann von Erikas bester Freundin Annegret ein rotes Tuch für den Kluftinger - Doktor Langhammer!!! Und bei dem gehen im schon mal mehr als nur die Pferde durch....

    Die Bücher spielen im Allgäu - der Kommissar arbeitet bei der Kripo Kempten - und da ich dort schon öfter im Urlaub war, fühl ich mich beim Lesen fast daheim. Der Schreibstil ist flüssig, die Charaktere sympathisch, manche etwas skurril *hüstel*, die Handlung ist gut durchdacht und richtig spannend und für einen Grinser und ein Lachen ist immer wieder Platz.

    'Herzblut' war ein echtes Lesevergnügen und das Gute daran ist, das 'Grimmbart' schon zum Lesen bereitliegt. Wenn Ihr Spannend mit Skurril-Witzig mögt, dann dürfte diese Reihe das Richtige für Euch sein - ich würde allerdings bei 'Milchgeld' anfangen, damit man nichts verpasst :0) 

    Viele Grüße von der Numi

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Klufti ist einfach einmalig, das stellt er hier erneut unter Beweis.
    Was hatte ich einen Spaß!

    »Aber wenn du es mit deinen Maschinen da …«, Kluftinger zeigte vage in den Raum, »… also verarbeitest oder so, dann müsstest du doch noch mehr hören, oder?« …
    Zint nickte. »Also, von mir aus. … Gib mir mal dein Sync-Kabel.«
    »Hm?«
    Zint stieß hörbar die Luft aus. »Dann mail mir das Audiofile.«
    »Hm?«
    »Hättest du dann die Güte, es mir als Datei per MMS zu schicken?«
    Die beiden taxierten sich ein paar Sekunden, dann sagte Kluftinger: »Was hältst du davon, wenn ich’s dir einfach in die Hand gebe?«

     

    Anfangs ist Kluftinger der einzige, der davon überzeugt ist, dass die Aufzeichnung dieses eigenartigen, anonymen Anrufs nicht weniger hören lässt, als einen soeben begangenen Mord. Aber als er kurz darauf vor den Beweisen seiner Annahme steht, wünscht er sich, er hätte sich geirrt. Zumal es nicht bei einem Mord bleibt und Klufti und seine Kollegen erkennen müssen, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben, dessen Taten überaus grausam und blutig sind. Dieser Fall erfordert vollen Einsatz – nur leider erfreut sich Klufti nicht wie sonst bester Gesundheit. Viele Jahre voller Kässpatzen rächen sich nun und der von Herzbeschwerden geplagte Kommissar muss sein Leben umstellen: Gesundes Essen, kein Alkohol, weniger Geschimpfe – und Yoga…

     

    Was hatte ich einen Spaß beim Lesen! Wobei man den Krimi nicht unterschätzen darf, dieser Klufti-Krimi wird richtig blutig. Außerdem bleibt es spannend bis zum Schluss, die chronische Leichenunverträglichkeit unseres Protagonisten wird immer wieder herausgefordert. Es gibt reichlich Stoff zum Mitermitteln und am Ende löste sich alles logisch und von der Motivlage her nachvollziehbar auf.

     

    Bei einem Klufti-Krimi hat die Nebenhandlung regelmäßig einen hohen Stellenwert. Diesmal muss Kluftinger versuchen, sein Leben umzustellen. Wer ihn kennt, der ahnt, dass dies kein leichtes Unterfangen wird. Zumal wenn Lieblingsfeind Dr. Langhammer nicht nur als sein Arzt, sondern auch noch als sein Yogalehrer auftritt.

     

    Daneben erfreut Kluftinger den Leser mit seinem absolut perfekten Unverständnis moderner Technik und Medien und mit der Zielgenauigkeit, mit der er von einem Fettnapf in den nächsten springt, beispielsweise im Gespräch mit dem Vater seiner angehenden japanischen Schwiegertochter. Großartig auch seine Yogaeinheit auf der Bürotoilette! Und sein Mantra erst… ;-)

     

    Fazit: Was hatte ich wieder einen Spaß! Klufti ist einfach einmalig, das stellt er hier erneut unter Beweis.

     

    »Verstehe. Und wer sind dann Sie?« …
    »Ich bin sein Freund. Marius Kreißler.«
    »Ach so. War [er] denn nicht verheiratet?«
    Die Augen des Mannes funkelten ihn feindselig an: »Wie gesagt: Ich bin … war … sein Freund.«
    »Ja, ist ja gut, ich hab’s verstanden. Dann wissen Sie doch bestimmt, ob [er] eine Frau … Freundin oder so…«
    »Ich war seine Freundin.«
    Erstaunt blickte Kluftinger zu Maier, der ihn bereits viesagend angrinste. Dann verstand auch er. »Ach … so. Jetzat, ja freilich. Mei, dann…«

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    L
    LeseJettevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gelungener Klufti, der sehr spannend ist und wieder mehr über das Privatleben des Kommissars verrät.
    Klufti VII oder Klufti macht sein Testament

    Das passiert: Während einer Pressekonferenz zu einem schon geklärten Mord, klingelt Kluftis Handy. Als er den Anruf annimmt, hört er lediglich merkwürdige Geräusche. Doch Klufti wäre nicht Klufti, wenn er nicht mehr hinter diesen Geräuschen vermuten würde. Um genau zu sein: einen Mord. Nur kurze Zeit später stellt sich heraus, dass Kluftis Gespür richtig war – es handelt sich um einen Mord, der Teil einer ganzen Mordserie ist. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...


    Einen Wettlauf mit der Zeit startet Klufti aber auch, um seine irdischen Angelegenheiten zu regeln. Wähnt sich der Kommissar doch schwer krank und selbst Langhammer scheint ihn in dieser Annahme zu bestätigen.


    So gefällt mir der Krimi: Wie die bisherigen Fälle auch, nimmt auch der siebte Fall des kultigen Kluftinger seinen Ausgangspunkt im beschaulichen Kempten, nur wenige Male muss Kluftinger dieses Mal auch etwas weiter weg ermitteln, zum Glück ist aber alles mit dem Auto zu erledigen. Lindau am Bodensee und Augsburg sind zwei Stationen, an denen er zumindest kurz tätig ist.


    Der Kommissar beweist einmal mehr seinen untrüglichen Riecher für Verbrechen, das fängt schon an, bei dem ersten Mord, der ohne die Annahme des Anrufs und dessen Aufzeichnung wohl unentdeckt geblieben wäre. Auch der Gedankenblitz, der dafür sorgt, dass Kommissar Kluftinger das verbindende Element der Morde entdeckt, stehen für seine Intuition. So wird auch schnell klar, warum Klufti leitender Ermittler ist – obwohl er doch so manches Mal extrem konservativ agiert.


    So steht Klufti mit der modernen Technik immer noch auf Kriegsfuß, bemüht sich doch aber sehr, diese einzusetzen. Und das führt sogar zu Erfolgen, wenn auch so manches Mal Kommissar Zufall erheblich mitmischt. Die versehentliche Aufzeichnung macht die Analyse des Anrufs schließlich erst möglich. Skype nutzt Klufti ja eigentlich auch nur, weil sein Sohn ihn damit überrumpelt, aber immerhin kann er so bei seinen Kollegen punkten.


    Erneut spielt auch in diesem Klufti-Krimi das Privatleben des Allgäuer Kommissars eine große Rolle. Immerhin glaubt Kluftinger dieses Mal unheilbar erkrankt zu sein und hofft, durch eine Änderung seines Lebensstils Gevatter Tod noch einmal von der Schippe springen zu können. Dabei kann Klufti aber nicht immer über seinen Schatten springen, was für komische Momente sorgt. Trotz aller Komik sind viele Verhaltensweisen irgendwie anrührend und führen umso mehr dazu, dass man den kauzigen Kommissar einfach mögen muss.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Herzergreifend

    Ich habe diesen Roman mit großer Freude gelesen und fand ihn mal wieder sehr spannend.

    Es werden insgesamt 4 Leichen gefunden, denen jeweils das Herz entnommen wurde und z.B. im Froster oder eingewickelt im Papierkorb aufbewahrt wurden. Ich fand es schon etwas makaber, aber sowas sorgt eben für Spannung. Bei jedem Mord wurde ebenfalls ein Heftchen mit Streichhölzern gefunden. Anfangs waren es 5, allerdings wurden diese bei jeder Leiche weniger. Diesen „Countdown“ fand ich wirklich gelungen und er hielt meines Erachtens die Spannung aufrecht. Das letzte Streichholz gilt übrigens einem von Kluftingers Kollegen…

    Wenn Kommissar Kluftinger nicht gerade mit dem Mordfall beschäftigt ist, bereitet ihm seine Gesundheit Sorgen. Ständig verspürt er ein Stechen im Brustkorb und als er widerwillig bei Dr. Langhammer in die Sprechstunde geht, wird er Zeuge eines Telefongesprächs des Arztes. Kluftinger denkt, dass es sich hierbei um eine Konversation mit einem Facharzt für Herzprobleme handelt und dass es um des Kommissars‘ Gesundheit alles andere als gut steht.

    Daraufhin stellt Kluftinger seine Ernährung um…Kässpatzen ade. Es folgen zudem viele sentimentale Momente, in denen er sich fragt, was wohl Erika und sein Sohn Markus ohne ihn machen werden. Sogar ein Testament setzt Kluftinger auf, welches er am Ende aber wieder vernichtet, da sich diese ganze Herzsache nur als Irrtum herausstellt.

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Roman wirklich sehr spannend war. Wie bereits oben genannt, war dieser „Countdown“ sehr gelungen und Kluftingers Herzensangelegenheiten sorgten für den nötigen Humor.

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    gaby2707s avatar
    gaby2707vor 4 Jahren
    Kluftis Herzschmerz

    Der Mord an einem Taxifahrer scheint aufgeklärt und die Pressekonferenz dazu läuft gerade, als ein anonymer Anruf Kommissar Kluftinger aufschreckt. Er ist sich sicher, gerade telefonischer Zeuge eines Mordes geworden zu sein. Emsige Recherchen führen ihn zum Tatort - ohne Leiche, nur mit einer riesigen Blutlache. In einer solchen wird auch das nächste Mordopfer gefunden. Kluftinger selbst geht es im Moment gesundheitlich auch nicht gut. Schmerzen in der. Rist lassen ihn auf ein krankes Herz schließen. Mit Quark, Gemüse und Wasser statt Leberkäs, Kasspatzen und Dunkelbier rückt er dem Übel, sehr zum Leidwesen seiner Kollegen, auf den Pelz. Sogar einen Yogakurs unter Leitung seines Intimfeindes Dr. Langhammer besucht er...

    Der 7. Fall für Kommissar Kluftinger und seine Kollegen Hefele, Strobl und Maier ist wieder ganz nach meinem Geschmack. Der Fall wird nach vielen Wirrungen und Wendungen wie immer absolut nachvollziehbar gelöst. Seine Schmerzen lösen sich auch auf, so dass er sogar Urlaubsplänen nicht ganz abgeneigt ist. Wie immer hat das Privatleben meines Kommissars einen gleich hohen Anteil an der Geschichte, wie der Kriminalfall selbst. Und ich liebe die kleinen Fettnäpfchen, in die Kluftinger immer wieder tapst.

    Wer Kommissar Kluftinger lieben gelernt hat und einen gut ausgefeilten Kriminalfall zu schätzen weiß, für den heißt es hier: zugreifen.

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    M
    michael_lehmann-papevor 4 Jahren
    Brutale Morde und gesundheitliche Risiken

    Brutale Morde und gesundheitliche Risiken

    „Sein Atem ging schwer. Es war, als könnte er auf einmal tief in sich hinein hören. Es half nichts. Er brauchte einen Arzt“.

    Ist es das Alter? Das Gewicht? Das viele Fleisch? Das Herz?
    Kluftinger ist besorgt. So sehr besorgt, dass er seiner Erika gar nicht gram ist, als diese tatsächlich einen Termin beim Arzt für ihn macht.

    Dass Kluftinger bei diesem Termin ein Telefonat falsch versteht, das allerdings löst eine Welle der Besorgnis und, vor allen Dingen, ein radikales Umdenken in Ernährungsfragen und gesundem Essen (Backfisch eben, soll ja gesund sein, Fisch) bei Kluftinger aus.

    Sehr zu Irritation seines Teams, aber das hält einen Kluftinger nicht ab.

    Da trifft es sich gut, dass ein Teil des neuen Falles ihn in eine der bekanntesten Herzkurkliniken der Gegend führen wird. Mittels seiner bekannten Art, um alle möglichen Ecken herum zu denken, hat Kluftinger einen vermeintlichen Tatort am „Teufelssee“ gefunden,
    Zwar ohne Leiche, aber mit jeder Menge Blut. Und kann ja nun das berufliche mit dem persönlichen verbinden.
    Wobei, ob Joga wirklich der richtige Ansatz ist, den grummeligen und dem modernen Leben leicht (bis schwer) fremden Kommissar zu beglücken?
    Das sollte der Leser dann selber in dieser humorvoll gestalteten Sequenz der „Joga-Stunde“ sich zu Gemüte führen.

    All das lässt zunächst den brutalen Taxifahrer Mord vom Beginn des Buches fast an den Rand der Ermittlungen rücken.

    Doch diese Häufung brutaler Verbrechen….
    Wer Kluftinger kennt weiß, dass der Mann zwar digital völlig unfähig ist, aber eine ausgeprägte Spürnase besitzt und ganz eigene intuitive Ermittlungsmethoden verfolgt. Und sei es auch in seiner lilafarbenen Schlafanzughose morgens gegen halb fünf, nichts hält den Sturkopf ab, wenn er einmal Witterung aufgenommen hat.

    Neben der eigenen Gesundheit und den obskuren und blutigen Morden muss Kluftinger dabei nebenbei auch noch endlich Bekanntschaft mit dem Vater der japanischen Braut seines Sohnes schließen (wobei diese „Skype-Sequenz“ im Buch zwar mit Slapstickelementen gewürzt ist, doch dennoch eher zu den schwächeren Teilen des Buches ob ihrer massiven Unglaubwürdigkeit gehört).

    Aktion an allen Fronten, sozusagen. Bis dann mehr und mehr der Fall und die Fälle in den Mittelpunkt der Betrachtungen rücken werden und Kluftinger immer wieder vor überraschenden Wendungen stehen wird.

    Durchaus interessant ist dieser Fall im Buch aufgebaut. Zusammen mit der liebevollen Zeichnung der Figuren und der (teils zu brachialen) Ausweitung auf die (vielen) Eigenarten der Hauptfigur, ergibt sich eine flüssige, humorvolle und in Teilen auch spannende Lektüre, die auch im Blick auf die liebevollen Details um die Personen im Team und im privaten Umfeld Kluftingers herum gut unterhält.

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    TanjaMaFis avatar
     

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