Volker Klüpfel Schutzpatron

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Inhaltsangabe zu „Schutzpatron“ von Volker Klüpfel

Endlich kehrt der prachtvolle Burgschatz mit der Reliquie von St. Magnus, dem Schutzpatron des Allgäus, nach Altusried zurück. Vor Jahrzehnten wurde unter der Burgruine Kalden der sagenhafte Schatz gefunden und ging auf weltweite Ausstellungsreise. Nun muss Kluftinger an einer Arbeitsgruppe teilnehmen, die eigens für die Sicherung der Kostbarkeiten gegründet wurde. Priml! abei hat er doch ganz andere Probleme: Er hat den Mord an einer alten Frau aufzuklären, der zunächst als natürlicher Tod eingestuft wurde. Oder hat das eine gar mit dem anderen zu tun? Kluftingers Nachforschungen werden dadurch erheblich erschwert, dass sein Auto gestohlen wird, was er aus Scham allerdings allen verschweigt – den Kollegen und sogar seiner Frau Erika. Das bringt ihn mehr als einmal in Bedrängnis. Vor allem natürlich, wenn Dr. Langhammer mit von der Partie ist ... (Quelle:'E-Buch Text/03.06.2011')

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  • Klufti VI oder Oh Schreck, oh Schreck, der Passat ist weg

    Schutzpatron

    LeseJette

    20. September 2016 um 05:47

    Das passiert: Das verträumte Altusried besitzt einen berühmten und wertvollen Burgschatz, der nach einer Tour um die gesamte Welt, nun endlich dauerhaft in Altusried ausgestellt werden soll. Damit der Schatz wirklich perfekt gesichert wird, sollen Klufti und seine Mannen dem Museum quasi als Fachberater in punkto Sicherheit hilfreich zur Seite stehen. Dass diese Entscheidung alles andere als Schmarrn ist, das muss Klufti bald erkennen. So gefällt mir der Krimi: Der sechste Krimi um den Allgäuer Kommissar Kluftinger aus der Feder des Autoren-Duos Klüpfel und Kobr, den musste ich einfach lesen. Natürlich ist jeder Krimi allein schon ein wenig anders, denn kaum ein Kapitalverbrechen gleicht dem anderen. Aber auch dieser Krimi stellt Klufti nicht nur beruflich vor neue Herausforderungen. Kluftis heißgeliebter Passat ist weg! Geklaut was sonst! Kluftis Umfeld hofft nun natürlich darauf, dass der Kommissar endlich mal ein modernes Gefährt kauft, dass auch der Stellung des Kommissars entspricht. Aber weit gefehlt, Klufti kann einfach nicht aus seiner Haut und daher wird dann auch ein ganz besonderer Smart das neue Auto der Familie Kluftinger, zum Glück aber nur für kurze Zeit. Wer denkt, dass Klufti ein Mann voller merkwürdiger Eigenarten ist, der hat dessen österreichisches Pendant Bydlinski nicht kennengelernt. Klufti muss nämlich auch im fernen Wien ermitteln und nicht nur ein mehr oder weniger strapaziöse Reise zu überstehen. Die Reihe um den schrulligen Kluftinger lese ich weniger wegen der kriminalistischen Momente, sondern eher wegen der Hauptfigur. Dennoch muss ich kritisch anmerken, dass der Schutzpatron etwa die Hälfte des Romans benötigt, um endlich in Fahrt zu kommen und richtige Spannung aufzubauen. In der Folge hält die Spannung dann auch an und den Leser gefangen. Die Autoren machen es dem Leser erneut nicht unbedingt leicht, den Täter zu entlarven.

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  • Klufti ist einfach Kult

    Schutzpatron

    Igelmanu66

    17. September 2016 um 14:03

    »In unserem Fall jedenfalls hatten wir Glück, weil die Frau verbrannt werden sollte. Und da wird standardmäßig obduziert, was die meisten nicht wissen. Sonst hätte niemand entdeckt, dass die Frau keineswegs an Herzversagen … gestorben ist, wie das der Arzt vermutet hat, sondern daran.« Böhm zog das Leintuch noch ein bisschen mehr zurück, zeigte auf ihren Hals und winkte Kluftinger näher zu sich. … »Hier sind ganz klar Würgemale zu erkennen. Jedenfalls, wenn man danach sucht.« Der Kommissar stieß einen leisen Pfiff durch die Zähne aus. »Wie alt ist die Frau noch mal?« »Zweiundachtzig laut Totenschein. Ich geh mal davon aus, dass das stimmt.« »Sie ist mit zweiundachtzig noch erwürgt worden?« »Ja, und?« »Rentiert sich doch gar nimmer.« Sie sahen sich an. »Und jetzt?«, fragte der Kommissar. »Jetzt bist du dran.« Beinahe also wäre der Mord an der alten Dame gar nicht bemerkt worden. Nun aber ist Kriminalhauptkommissar Kluftinger fest entschlossen, den Täter zu finden. Sehr ärgerlich, dass sein Vorgesetzter gerade jetzt von ihm verlangt, in einer Arbeitsgruppe mitzuwirken, die sich um den Schutz einer kostbaren Reliquie kümmern soll, die in Kürze in einer neuen und aufsehenerregenden Ausstellung in Altusried gezeigt werden soll. Und als wenn er mit diesen beiden Dingen nicht schon mehr als genug zu tun hätte, wird auch noch sein heißgeliebter, „erst“ 30 Jahre alter Passat gestohlen… Der sechste Fall für Klufti. Ich mag an dieser Reihe besonders zwei Dinge: Zum einen die recht ungewöhnlichen Fälle und zum anderen natürlich Klufti selbst samt all seiner Marotten. Was den Fall angeht, steht ein raffinierter Kunstdiebstahl im Zentrum der Handlung. Sehr interessant fand ich dabei, die Planung der Aktion auf Seiten der „Bösen“ zu verfolgen. Auf der anderen Seite bemühen sich Klufti und seine Arbeitsgruppe mittels ausgefeilter Sicherheitsvorrichtungen dem befürchteten Diebstahl entgegenzuwirken. Wer letztlich die Nase vorn haben wird, bleibt bis fast zum Ende offen, das war sehr spannend! Klufti und seine diversen privaten Probleme und Eigenarten sind wie immer höchst unterhaltsam. Ob er zu Golfstunden bei Dr. Langhammer verdonnert wird, seiner angehenden Schwiegertochter gegenüber von einem Fettnapf in den nächsten springt oder versucht, seiner Erika den höchst peinlichen Diebstahl seines Autos zu verheimlichen – in jedem Fall hatte ich viel Spaß bei der Lektüre. Außerdem darf man sich auf ein Wiederlesen mit Valentin Bydlinski von der Wiener Kripo freuen, ein Vergnügen, auf das Klufti gern verzichtet hätte ;-) Fazit: Klufti ist einfach Kult. Für den Fan bleibt auch hier kein Wunsch offen.

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    • 7
  • Klufti ist Kult, aber auch eine Figur wie von Loriot

    Schutzpatron

    sommerlese

    19. June 2016 um 16:39

    "*Schutzpatron*" ist der sechste Fall für Kommissar Kluftinger des Schreiberduos "*Klüpfel/Kobr*". Der Band erschien 2011 im "*Piper Verlag*". Der Altusrieder Burgschatz mit einer Monstranz von unschätzbarem Wert, die Knochensplitter des heiligen Magnus enthält, soll nach einer weltweiten Ausstellung nun ins Allgäu zurückkehren. Kommissar Kluftinger höchstpersönlich soll für die Sicherungsmaßnahmen zuständig sein. Schmarrn!, denkt er sich, aber schneller als gedacht, hängt er durch den Mord an einer alten Frau mittendrin im Geschehen. Dabei hat er ganz andere Sorgen, sein treuer alter Passat wurde gestohlen! "Himmelarsch!" Zitat Seite 17. Es beginnt mit einem mysteriösen Prolog über eine Gruppierung von Kriminellen mit Heiligennamen, die ihren nächsten großen Coup planen. Mit dem oben genannten Zitat, einem für den Kemptener Kommissar Kluftinger typischen Ausspruch, springt die Handlung in die Gegenwart von Klufti. Es ist eine Krux, er findet keinen Parkplatz für seinen geliebten grauen Passat, der mittlerweile 390.000 km auf dem Tacho hat und von allen belächelt wird. Als das in Diebesaugen nicht gerade luxuriöse Auto gestohlen wird, verheimlicht er das vor seinen Kollegen und der Familie. Es wäre doch zu peinlich, dass gerade sein Auto geklaut wäre. Nun hält er die Augen offen nach möglichen Autodieben und muss ein wenig tricksen, um Mittel und Wege zu finden, immer einen fahrbaren Ersatz zu finden. Vom ehemaligen Verkäufer erfährt Klufti vom sagenhaften Burgschatz, der nun in seiner Allgäuer Heimat ins Museum kommen soll. Zufällig teilt sein Chef ihn genau für diesen Schatz als Leiter einer Sicherheits-Sondergruppe ein. Bei diesem Krimi habe ich wieder viel gelacht, es gibt etliche komische und sonderbar gezeichnete Charakter, allen voran natürlich Kluftinger, der von einem Fettnäpfchen ins andere tritt. Unglaublich, dass gerade dieser trottelig wirkende Mann in seinen Ermittlungen in den entscheidenden Momenten den richtigen Riecher hat und die Täter dingfest macht. Er hat außerdem das Herz am rechten Fleck und so kann ihm eigentlich niemand böse sein, wenn er mal wieder verbal über die Stränge schlägt und Gerüchte in die Welt setzt, die vorne und hinten nicht stimmen. Seine Mitarbeiter kennen das und nehmen seine Äußerungen und Ansichten Augen rollend hin. Trotz der manchmal unseriös wirkenden Ermittlungstruppe, verbinden die Autoren ihre Figuren unterhaltsam und durchaus logisch in einen Fall, der die verschiedenen Vorgänge geschickt eint. Dieser Krimi zeigt viel Allgäuer Atmosphäre, unglaublichen Humor und einen authenisch konstruierten Fall. Man hat die Personen bildhaft vor Augen und meint im Fall von Kluftis erstem Flug oder seinen Golferlebnissen, einem Sketch von Loriot zu folgen. Klüpfel und Kobr haben mal wieder ein echtes Lesevergnügen geschrieben, bei dem sich Humor und Krimihandlung großartig ergänzen. Klufti bleibt sich selbst wunderbar treu und das ist ein toller Verdienst der Autoren.

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    • 2
  • Kluftis heißgeliebter Passat ist weg.............

    Schutzpatron

    Zitronenfalter

    21. February 2016 um 13:35

    Der Schutzpatron ein gewiefter und sehr genauer Gauner ist der Helfer der kleinen und erfolglosen Verbrecher. Spezialisiert auf Kirchenschätze und Kunstschätze. Und der tüftelt einen raffinierten Plan aus wie er den millionenschweren Schatz aus dem neuen hochtechnisierten abgesicherten Museum  von Kempten klauen kann. Kluftinger der vom Lodenbacher verdonnert wird den Museumsbau und die Sicherung des Schatzes zu überwachen ist nicht gerade begeistert von diesem Auftrag. Und dann wird auch noch eine alte Frau ermordet. Und sein Passat Passat wird geklaut! Und er muss nach Wien mit dem Maier zu diesem schrecklichen Kollegen Bydlinsky.

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  • Nicht so überzeugend

    Schutzpatron

    fraukugelfisch

    13. February 2016 um 12:52

    Ach ach ach! Ich liebe die Provinzkrimis um den schrulligen Kommissar Kluftinger eigentlich sehr. Die ersten fünf Bände habe ich förmlich verschlungen und haben von mir allesamt Top-Bewertungen erhalten. Aber leider ist es nun so: In diesem Band ist mir Kluftinger leider das erste Mal SO RICHTIG auf die Nerven gegangen. Seine liebenswürdige Schrulligkeit, so empfand ich das wenigstens in den bisherigen Bänden so, wurde einfach nur anstrengend. Zum Beispiel die Szenen im Flugzeug und am Flughafen (meiner Meinung nach zu viel Klamauk) oder die ganze Geschichte mit dem Autodiebstahl. Wieso erzählt er NIEMANDEM dass sein Auto gestohlen wurde? Wieso nicht?? Ich verstehe es einfach nicht. Es war irgendwie einfach zu viel. Was vorher an seinem Charakter noch irgendwie glaubwürdig war (sehr schrullig und seltsam, aber doch noch glaubhaft), rutschte in diesem Buch irgendwie total ins unglaubwürdige und bizarre ab. Ich habe auch viel weniger gelacht bei der Lektüre dieses Buches als in den vorherigen Bänden. Ich kann aber auch nicht genau sagen ob es wirklich nur an dem anstrengenden Protagonisten gelegen hat, oder ob es noch kleinere andere Gründe gab. Die Geschichte war wieder gut, die hat mir gut gefallen, aber so richtig vom Hocker gerissen hat sie mich auch nicht. Solide, aber mehr auch nicht. Ich erwarte mir von den weiteren Bänden durchaus wieder mehr und hoffe, dass es sich bei diesem Buch nur um einen kurzen Taucher handelt, den die Autoren in den folgenden Bänden wieder wettmachen werden.

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  • ...langatmig und platt

    Schutzpatron

    twentytwo

    05. December 2015 um 20:17

    Rezension Aus dem Tod einer alten Frau entwickelt sich aufgrund eines aufmerksamen Pathologen nach und nach eine mehr als merkwürdige Geschichte. Das der Tod der alten Frau, entgegen der vom Hausarzt dokumentierten Todesursache „natürlicher Tod“, ein Mord oder zumindest Todschlag gewesen sein muss, steht schnell fest. Wer die Tat begangen hat und vor allem warum die alte Frau sterben musste, ist das große Rätsel mit dem Kluftinger sich in seinem nunmehr sechsten Fall auseinandersetzen muss. Die Ermittlungsarbeiten stehen zunächst unter einem eher ungünstigen Stern, denn es findet sich kein greifbarer Ansatzpunkt oder Hinweis auf Täter und Motiv. So stehen Kluftinger und seine Mannschaft vor einem nahezu unlösbaren Problem. Damit dies nicht so auffällt, rettet sich das Ermittlungsteam mit ziemlich platten Frotzeleien über die Runden, bis es Dank guten grenzübergreifenden Verbindungen zu einem entscheidenden Hinweis aus Wien kommt. Kluftinger, der über seinen eigenen Schatten springend, dazu sogar eine Flug nach Wien auf sich nimmt, ahnt zum Glück nicht, dass nach dieser überstandenen Pein noch viel schlimmere Prüfungen auf ihn zukommen. Dass er später auch noch in eine rollende Keksdose steigen muss, ist dann schon fast zu viel des Guten, zumal die Story insgesamt an ziemlichen Durchhängern leidet und man sehnsüchtig auf einen der wenigen gelungenen Dialoge wartet. Fazit Für eingefleischte Kluftingerfans bestimmt ein Leckerbissen, bei dem man gerne über das ein oder andere hinwegsieht, für 'Neueinsteiger' eher eine Enttäuschung.

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  • Kopfkino vom Feinsten: Kluftinger im rosa Manner-Waffel-Smart.

    Schutzpatron

    djojo

    04. June 2014 um 19:35

    Vor vielen Jahren war Kluftinger war gerade mal kurze Zeit im Dienst, als der Burgschatz mit der wertvollen Reliquien-Monstranz von St. Magnus gefunden und bei ihm auf dem Revier abgegeben wurde. Nach einer langen Reise über viele Jahre und Museen kehrt der Schatz nun zurück nach Altusried. In das eigens für den Schatz gebaute Museum. Auf einmal mehren sich aber die Anzeichen, dass ein Verbrechen geplant wird, welches unmittelbar mit diesem Schatz zusammenhängt. Das Team um Kommissar Kluftinger wird zum Mord einer alten Frau gerufen. Motive für diesen Mord gibt es im persönlichen Umfeld scheinbar genügend, den Mörder finden sie allerdings nicht. Die Frau hat ihre alte Werkstatt jedoch an zwielichte Gestalten vermietet, deren Ziel und Identität keiner kennt. Sind diese Mieter für den Tod der alten Frau verantwortlich? Und natürlich ist da noch die Familie. Kluftingers Sohn Markus und seine Freundin Yumiko tauchen auf und eröffnen, dass sie inzwischen verlobt sind. Da gilt es natürlich gleich wieder in die Fettnäpfchen zu treten, die sich durch die Beziehung zur neu gewonnenen zukünftigen Schwiegertochter auftun. Auch Langhammer darf nicht fehlen, der sich dieses Mal sportlich mit Kluftinger herumschlägt: auf dem Golfplatz. „»Zwischen Klinik und Friedhof, dass nenn ich mal das Prinzip der kurzen Wege«, merkte Kluftinger an, als Strobl auf den Parkplatz vor dem wuchtigen Bau einbog, einem der größten Altersheime in Kempten.“ (S. 159) Einen Kluftinger liest man nicht des Krimis willen. Nein, es geht viel mehr darum die Situationskomik des gemütlichen, hochintelligenten aber hinterwäldlerischen Allgäuer Kommissars zu genießen. Deshalb macht es auch überhaupt nichts aus, dass es durchaus etwas länger dauert, ja fast bis zur Mitte des Buches, bis sich die Spannung des kriminalistischen Hintergrunds aufgebaut hat. Die Autoren verstehen es hervorragend alltägliche Situationen so in das Leben Kluftingers einzubauen, dass man einfach nur den Kopf schüttelt und grinsen muss. Zwischendurch muss man sogar laut lachen, das passiert mir beim Lesen sonst eher selten. Die Personen haben alle ihre Macken, wer die vorherigen Bücher kennt wird sich sofort wieder einfinden und mit der Rahmenhandlung zurechtkommen. Besonders begeistert hat mich in diesem Fall von Kommissar Kluftinger die authentische Darstellung des österreichischen Kollegen Bydlinski. Seinen breiten österreichischen Dialekt habe ich während des Lesens nahezu realistisch vor Augen, bzw. in den Ohren gehabt. Dieses Kopfkino macht einfach Spaß!

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  • Kluftinger und Der Altusrieder Burgschatz

    Schutzpatron

    odenwaldcollies

    07. February 2014 um 14:21

    Der berühmte Altusrieder Burgschatz kommt in die Heimat zurück und um seine Sicherheit zu gewährleisten, wird Kluftinger von seinem Chef einer Arbeitsgruppe rund um den Burgschatz zugeteilt. Kluftingers Begeisterung hält sich in Grenzen, da er momentan einen Mord an einer alten Frau aufzuklären hat. Bald mehren sich jedoch die Hinweise, daß der Mord mit dem Burgschatz zusammenhängen könnte. Von den bisher sechs Fällen des urigen Allgäuer Kommissars Kluftinger ist „Schutzpatron“ für mich das schwächste Buch. Die Idee des Kunstraubs gefällt mir zwar gut und hebt sich auch von den Motiven der Vorgänger ab, aber leider nimmt der Fall für meinen Geschmack zu wenig Raum ein. Besonders die Auflösung des Falls fand ich etwas lieblos und zu schnell abgehandelt, dabei bietet das Ende noch Potential für einen weiteren Fall für Klufti. Die Nebenhandlung mit Klufingers gestohlenem Passat hat mir zu viel Raum eingenommen, ebenso sein Bemühen, den Diebstahl vor seiner Familie und Kollegen geheimhalten zu wollen. Mir waren es diesmal ein paar Fettnäpfchen zuviel, in die Kluftinger getreten ist, bei zu wenig Krimihandlung, in der Kluftingers Fähigkeit, auch knifflige Fälle zu lösen, zu kurz kam.

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  • Witzig geschrieben, etwas realitätsfern, aber gute Unterhaltung

    Schutzpatron

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. January 2014 um 17:35

    Mein erster Kluftinger, daher kann ich ihn nicht mit anderen Bänden vergleichen, sondern nur mit anderen Regionalkrimis.  Eine alte Frau wird erwürgt in einer alten Autowerkstatt ihres Mannes gefunden. Die Garage war an eine Gruppe Männer vermietet worden, die dort anscheinend geheime Dinge taten. Wozu sonst sollte eine seltsame Madonnenfigur mit Bindfäden umgeben auf einem Sockel mitten im Raum stehen? Und was hat das Ganze mit einem vor 30 Jahren in einer Burgruine gefundenen Schatz zu tun? Kommissar Kluftinger, ein kauziger, verpeilter, altmodischer, etwas chauvinistischer gesetzter älterer Herr, übernimmt die Ermittlungen. Diese stehen dann auch gar nicht so sehr im Vordergrund, sondern der Kommissar, seine Schrullen, seine Probleme mit seinen Vorgesetzten und Mitarbeitern und seiner Familie, etc.  Wenn man einen spannenden Krimi oder blutigen Thriller erwartet, ist es eher nicht geeignet. Stattdessen ist es eine Art Sozialstudie über einen bayrischen Kommissar und seinen Mitmenschen. Das letztere ist sehr gut gelungen. Die Krimihandlung an sich ist etwas unrealistisch, vor allem die Motivation der "Bösen", das finde ich aber nicht so schlimm, eben, weil es nicht im Vordergrund steht.  Der Schreibstil ist angenehm und witzig. Die Figuren und ihre Ansichten werden so richtig schön aufs Korn genommen. Es macht Spaß, es zu lesen. Das wird auf jeden Fall nicht mein letzter Kluftinger sein (Milchgeld hab ich schon bestellt, die Rezension folgt dann später). :-)

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  • Krimi mit Werbung?

    Schutzpatron

    Ritja

    08. October 2013 um 17:29

    Sehr geehrter Herr Kluftinger, Sie haben es nicht leicht. Alle wollen sie etwas von Ihnen und keiner denkt mal an Ihre Bedürfnisse nach Ruhe und dem nahenden Ruhestand. Da arbeiten Sie nun schon in einer Provinz und trotzdem passieren stets vor Ihrer Tür die Morde und andere Straftaten. Und zu Hause? Die Erika! Nein, denkt sie wirklich, dass ausgerechnet Sie eine Affäre haben? Sie, der eigentlich froh ist, wenn er abends seine Füße unter den Tisch schieben kann? Warum nur kommt sie auf diesen Blödsinn? Und was haben Sie sich diesmal für einen Fall an Land gezogen? Eine tote alte Frau - es könnte so einfach sein, wenn es natürlich gewesen wäre - stellt sie vor Rätsel. Was war in der Werkstatt wirklich passiert und in welchem Zusammenhang steht dies mit dem Burgschatz von Altusried? Und dann wieder der Dr. Langhammer. Nein, Sie tun mir scho etwas leid. Immer der, mit seinem Einmischen und Rumschnüffeln. Priml, jetzt müssen Sie wegen dem noch das Golfen lernen. Entschuldigen Sie bitte mein kurzes breites Grinsen. Kann schon mal passieren. Am meisten hat mich, ich muss es zugeben, Ihr Fahrzeuggeschmack schockiert. Ja, völlig aus der Bahn hats mich geworfen. Ich konnte es nicht fassen, Sie und dieses Vehikel? Wo ist Ihr Stolz, Ihre Ehre und was ist mit dem Passat? Lieber Kluftinger, an diesem sechsten Fall, muss ich diesmal doch etwas meckern. Ja, auch das noch. Wo Sie doch so viel um die Ohren haben. Erstens Sie werden, verzeihen Sie es mir, langsamer und manchmal für mich zu langsam und zu weitschweifend. Fassen Sie sich kurz - wie bei Ihren Komplimenten an Frau Henske. Und was sollte das mit der Schleichwerbung? Nee, immer wieder wurde die Marke erwähnt. Das nimmt Ihnen Ihren Charme und die Glaubwürdigkeit. Okay, auch der Passat wurde immer wieder erwähnt, aber das ganz alte Modell und nun das. Bitte lassen Sie es, wenn ich Werbung möchte, schalte ich den Fernseher ein. Gut nun, ich werde mich auf den Weg machen zu Ihrem siebten Fall und hoffe auf etwas mehr Würze und alten "Klufti" ohne Schnickschnack und Werbepause! Bis dahin...

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  • Mehr als enttäuschend

    Schutzpatron

    maxibiene

    30. August 2013 um 20:54

    Als hätte Kriminalhauptkommissar Kluftinger nicht schon genug mit seiner Ermordeten zu tun, drückt ihn Polizeipräsident Lodenbacher auch noch eine Sonderaufgabe auf. Und zu Hause gibt es auch Probleme. Neuerdings macht ihm seine Erika kleine Eifersuchtsszenen und Markus, sein Sohn, will auch noch diese Japanerin Yumiko heiraten. Auch im sechsten Fall mit Kommissar Kluftinger geht es – nach seinen Verhältnissen gesehen – wieder heiß her. Zwei Fälle auf einmal sind zu lösen und sein Team hat alle Hände voll zu tun. Das Autorenduo hat seine Geschichte auf zwei Handlungssträngen aufgebaut. Während Kluftinger versucht den Mordfall aufzuklären, erfährt der Leser, was sich Monate und Wochen vor einem großen Clou abgespielt hat. Die Handlung selbst zog sich seitenweise hin, in dem Alltäglichkeiten in großem Stil ausgeschmückt worden sind. Nebenbei kann der Leser noch einen Sprachkurs auf bayerisch belegen. Wie schon bei den Vorgängerbüchern habe ich gehofft, dass doch noch etwas Tiefe und vielleicht auch etwas Spannung, denn es handelt sich ja um einen Krimi, aufkommen würde, doch diese blieb aus. Meine Enttäuschung hielt sich dieses Mal in Grenzen, da ich ja bereits von den flachen Inhalten der letzten Bücher Kenntnis hatte.

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  • Mit Schwächen

    Schutzpatron

    pelznase

    25. March 2013 um 20:22

    Man könnte fast meinen, das so beschauliche Allgäu sei ein wahrer Sumpf des Verbrechens. Schon wieder hält ein Mord Kluftinger und Kollegen in Atem. Und dabei ist der noch ein vergleichsweise “harmloser” Aufhänger zu dem Fall, der sich dahinter noch verbirgt. Wie schon häufiger haben sich Klüpfel und Kobr auch für den neuen Fall des Kommissars am (Volks)glauben bedient. So bezeichnet sich ihr Widersacher als den “Schutzpatron” und benennt seine kriminellen Helfershelfer je nach Talent nach verschiedenen Schutzheiligen. So werden die recht gläubigen Allgäuer – Kluftinger eingeschlossen- zum Einen ganz ordentlich verspottet, zum Anderen verleiht es dem Fall aber auch das gewisse Etwas. Es ist schon eine außergewöhnliche Idee, die mir gut gefallen hat. Weniger gefallen hat mich dagegen die Aufteilung der Geschichte. Denn nicht bei jedem Kapitel begleitet man Kluftinger und Co.  Immer wieder ist man auch dabei, wenn der Schutzpatron und die Seinen ihre kriminellen Pläne schmieden und Unternehmungen angehen. Allerdings finden diese Kapitel zeitversetzt statt, z.B. “5 Tage vorher” (vor dem, was man im vorigen Kapitel von Kluftinger gelesen hat). Das hat mich schnell verwirrt. Da muss man die Gedanken schon gut zusammenhalten und sich konzentrieren um beide zeitlichen Verläufe im Überblick zu behalten und zu einander ins Verhältnis zu bringen. Mir persönlich war das bald zu anstrengend und ich habe die Zeitangaben dann ausser Acht gelassen. Glücklicherweise funktioniert der Krimi trotzdem, bleibt interessant und büßt auch an Spannung nichts ein. Einen großen Teil der Geschichte nimmt natürlich auch wieder Kluftingers Privatleben ein. Dabei geht es noch eine Spur turbulenter zu als in den vorigen Büchern. Für mich sind diese Passagen nachwievor die Würze der Kluftinger-Krimis. Zum Totlachen komisch und dabei immer so menschlich und authentisch, dass einem der Komissar und die Seinen mit jedem Buch vertrauter und sympathischer werden. Ich habe mir für “Schutzpatron” Zeit genommen, da ich die Kluftinger-Krimis immer wortwörtlich genießen möchte. Es ist aber auch -genau wie die Vorgänger- keine Geschichte, die sich innerhalb kurzer Zeit einfach so herunterlesen lässt. Trotz allen Humors ist sie nicht so flapsig-schnodderig geschrieben, dass sie sich als Nebenbei-Lektüre eignet. Mir gefällt diese Ernsthaftigkeit immer wieder gut, da sie zum Humor einen guten Kontrast bildet und quasi aufzeigt, dass es sich schon um einen “echten” Krimi handelt. Zudem laden die Kapitel förmlich dazu ein, sich das Buch einzuteilen. Ein Verkehrsschild (leicht abgewandelt). Natürlich. Was sonst? Das gehört sich für die Cover der Kluftinger-Krimis einfach so! Es verblüfft mich immer wieder, wie sich passige Schilder zu den Geschichten finden. So erkennt man die Reihe auch sofort im Regal wieder. Fazit:  Diese verschiedenen Zeitebenen hätte ich nicht haben müssen, das habe ich als verwirrend empfunden. Da der Krimi aber auch ohne diese Angaben einwandfrei funktioniert, habe ich ihn trotzdem genauso genießen können wie die “Kluftingers” bisher. Ein spannender Krimi mit dem gewissen Etwas, der mich sehr gut unterhalten hat. Ich freue mich auf den nächsten Fall für den kauzigen Kommissar.

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  • Rezension zu "Schutzpatron" von Volker Klüpfel

    Schutzpatron

    Bellexr

    25. January 2013 um 12:57

    Der Heilige Magnus . Durch Zufall stellt die Gerichtsmedizin bei einer alten Dame fest, dass sie nicht an einem Herzinfarkt gestorben ist, sondern erdrosselt wurde. Spuren lassen sich am Tatort jedoch so gut wie keine mehr feststellen, ein Motiv gebe es da schon eher, denn Frau Zahn war nicht gerade beliebt, galt als extrem streitsüchtig, geldgierig und neugierig. Kluftinger und sein Team fischen bei den Ermittlungen anfangs ziemlich im Trüben. Frau Zahn hatte die Autowerkstatt ihres Mannes an etwas zwielichtige Gesellen vermietet, vieles deutet auf eine Autoschieberbande hin und so konzentrieren sich erst einmal die Ermittlungen in diese Richtung, was Klufti auch nicht gerade ungelegen kommt, ist doch sein heißgeliebter 30 Jahre alter Passat anscheinend gestohlen worden. Doch neben dieser Mordsache muss sich der Kommissar auch noch ziemlich widerwillig einer Arbeitsgruppe anschließen. Nach Jahren kehrt der Burgschatz nach Altusried zurück, für den extra ein Museum gebaut wurde und die Arbeitsgruppe organisiert hierbei die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen. Doch was noch keiner ahnt, eine Diebesbande hat es genau auf diese kostbare Reliquie von St. Magnus, dem Schutzpatron des Allgäus, abgesehen. . Der Krimi startet rund 30 Jahre vorher, als ein Autohändler in der Burgruine Kalden den legendären Burgschatz entdeckt und der Polizei meldet. Und natürlich ist der Polizist damals Kluftinger gewesen, der genau von diesem Autohändler anschließend seinen geliebten Passat kaufte, der ihm leider nun abhandengekommen ist. Doch Klufti kann ja schlecht das Auto als gestohlen melden, schließlich ist er ja selbst die Polizei und die Witze seiner Kollegen müsste er sich wahrscheinlich bis Weihnachten anhören, also verheimlicht der Kommissar dies lieber und verstrickt sich hierdurch immer mehr in Ausflüchte. Selbst seine Frau Erika wird bald misstrauisch und vermutet eine Freundin. . Der Krimi ist einzig und allein auf seine Hauptfigur ausgelegt. Wer den schrullig kauzigen Kommissar nicht mögen sollte, wird nicht viel Spaß mit dem Buch haben. Wer jedoch diesen verschrobenen, eigenbrötlerischen Kluftinger mag, der wirklich kein auch noch so kleines Fettnäpfchen auslässt, besonders bei seiner Sekretärin Sandy, wird mit viel Lesespaß belohnt. Wobei die Krimihandlung hier anfangs eher im Hintergrund steht und erst zur Mitte hin mehr in den Vordergrund rückt. . Neben dem Handlungsstrang rund um Kluftinger hat das Autorenduo Kobr/Klüpfel einen weiteren Erzählstrang in ihren Krimi eingebaut, bei dem man den Schutzpatron kennenlernt. Dieser plant zusammen mit seinem Team den Diebstahl der Reliquie von St. Magnus und so ist schnell klar, dass der Mord an Frau Zahn in Zusammenhang mit dem Raub des Burgschatzes steht. Auch Kluftinger und sein Team stellen bald schon einen Zusammenhang her und dummerweise führen die laufenden Ermittlungen Kluftinger und Richie Maier bald schon nach Wien. Da jedoch für die Dienstreise Eile geboten ist, muss der Allgäuer Kommissar das erste Mal in seinem Leben fliegen, was natürlich auch nicht reibungslos verläuft. Es fängt schon am Flughafen mit der Begrenzung des Gepäckgewichts an, setzt sich fort bei den Sicherheitskontrollen und geht nahtlos im Flieger weiter, als Klufti allen Ernstes genauestens die Sicherheitsvorkehrungen notiert und der Flugbegleiterin entsprechende Fragen stellt. Klar, dass diese sich veräppelt fühlt, zumal dies auch nicht der letzte Fauxpas ist, den sich der Kommissar auf diesem Flug leistet. . Der Schreibstil des Autorenduos ist durchweg sehr flüssig, äußerst unterhaltsam und steckt voller Wortwitz, wobei manche Szenen schon etwas überspitzt dargestellt sind oder übertrieben wirken. Jedoch zeigen manche davon auch, wie schnell Gerüchte entstehen können oder Vorurteile nach wie vor vorherrschen. Also auch irgendwie ein kleiner Spiegel, der einem vorgehalten wird, allerdings auf sehr augenzwinkernder Art und Weise. Zudem ist die ganze Geschichte durchsetzt mit viel Wissenswertes über St. Magnus, der als Schutzpatron des Allgäus gilt und dort im 8. Jahrhundert lebte. Durch die anschaulichen, bildhaften Beschreibungen der Gegend rund um Altusried und den wie nebenbei mit eingearbeiteten Informationen um den Schutzheiligen ist der Krimi wieder mit viel Lokalkolorit versehen und natürlich dürfen auch mit Dialekt versehene Dialoge nicht fehlen, welche zumeist dem Polizeipräsidenten in den Mund gelegt werden. . Fazit: Ein äußerst unterhaltsamer, witziger Krimi, der sich voll auf seine herrlich schrullige Hauptfigur konzentriert, zudem mit einer interessanten und gut durchachten Story aufwarten kann und zum Ende hin auch richtig spannend wird.

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  • Rezension zu "Schutzpatron" von Volker Klüpfel

    Schutzpatron

    AnnaChi

    01. November 2012 um 14:18

    Nach der Hälfte der Lektüre habe ich das Buch aus der Hand gelegt, weil keine Lesefreude aufkommen wollte, obgleich ich mich so lange durchgequält hatte. Während ich in den ersten Kluftinger-Bänden noch über den kauzigen Kommissar schmunzeln konnte, ging er mir jetzt mit seiner Lahmarschigkeit und Spießigkeit auf die Nerven. Die Auseinandersetzungen mit seinem ewigen Widersacher Langhammer werden durch immer neues Aufwärmen auch nicht schmackhafter. Das gesamte Figurenensemble des Buches erschien mir starr und langweilig. Auch das "kriminalistische" Thema (drohender Raub des Altusrieder Burgschatzes) konnte mich nicht vom Hocker reißen.

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  • Rezension zu "Schutzpatron" von Volker Klüpfel

    Schutzpatron

    Stephanus

    Mit diesem Buch wird Kommissar Kluftinger und sein Team bereits in seinen sechsten Fall geschickt. Der Mordfall kommt hier wie aus dem Nichts und wird erst von der Gerichtsmedizin entdeckt, um dann auch ganz hinter den Raubüberfall des Magnus-Schatzes zurückzutreten, der mit dem Mord in Verbindung steht und von Kluftinger und seinem altbewährten Team aufgedeckt wird. Die Handlung selbst ist für meinen Geschmack, d.h. einen Leser, der auch die fünf anderen Bücher mit Kluftinger gelesen hat, in Ordnung aber nicht überragend. Wer ohnehin eine stringente Handlung mit viel Spannung sucht ist bei Kommissar Kluftinger völlig an der falschen Stelle. Gewohnt routiniert entwickeln die beiden Autoren den Fall. Der erstmals angewendete ständige Wechsel (auch im Schriftbild des Buches erkennbar) zwischen der Erzählperspektive Ermittler und Räuber ist m.E. gelungen und belebt das Buch. Der große Schwachpunkt des letzten Bandes (Rauhnacht), die viel zu dominante Rolle von Dr. Langhammer, die unheimlich nervte, wird nun wieder reduziert und die Figur Dr. Langhammer wohl dosiert in die Handlung eingeflochten. Die typischen, zahlreichen Anspielungen im Krimi auf das Allgäu und die Eigenarten seiner Bewohner sind wohl nur für Einheimische vollständig verständlich. Diese Begebenheiten zum Schmunzeln/Lachen (z.B. Besuch v. Markus mit japanischer Freundin; Flug Kluftingers nach Wien vom Allgäu Airport; Dienstreise bzw. Gegenbesuch in Wien bei Kommissar Bydlinski (aus dem 4. Buch bereits bekannt); Golfspiel etc.) sind dieses mal durchdachter (als bei den beiden Bänden davor) und mit mehr Esprit. Leider wird aber an der ein oder anderen Stelle von den Autoren viel zu dick aufgetragen und Kommissar Kluftinger regelrecht als Trottel dargestellt, was insbesondere beim "Verlust" des geliebten Passats, der Fall ist. Fazit: Nicht der beste Kluftinger-Fall, aber eine deutliche Steigerung zu den beiden letzten Bänden (Laienspiel und Rauhnacht). Der absolute Tiefpunkt der Reihe, der von den Autoren mit "Rauhnacht" vorgelegt wurde, scheint überwunden und nun geht es wieder bergauf. Für Kluftinger-Fans unbedingt zu lesen. Für alle anderen, die den Kommissar Kluftinger kennenlernen möchten nur bedingt empfehlenswert. Diese sollten lieber zunächst mit "Erntedank", "Seegrund" oder "Milchgeld" beginnen.

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