Schutzpatron

von Volker Klüpfel 
4,0 Sterne bei260 Bewertungen
Schutzpatron
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (191):
CurlyPepzs avatar

Ich liebe den Klufti :-)

Kritisch (14):
twentytwos avatar

...mit zu vielen Längen und Übertreibungen und zu wenig guten Szenen.

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Inhaltsangabe zu "Schutzpatron"

Eine Arbeitsgruppe für die Sicherung des Altusrieder Burgschatzes, der im Allgäu gefunden wurde und jetzt nach einer weltweiten Ausstellungstour endlich wieder in die Heimat kommt so ein Schmarrn!, denkt sich Kommissar Kluftinger, der doch gerade den mysteriösen Mord an einer alten Frau aufklären muss. Oder hat das eine gar mit dem anderen zu tun?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492303057
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:21.05.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 17.09.2012 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

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    LeseJettevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Klufti wie er leibt und lebt. Leider steigt die Spannung erst spät, hält dann aber lange.
    Klufti VI oder Oh Schreck, oh Schreck, der Passat ist weg

    Das passiert: Das verträumte Altusried besitzt einen berühmten und wertvollen Burgschatz, der nach einer Tour um die gesamte Welt, nun endlich dauerhaft in Altusried ausgestellt werden soll. Damit der Schatz wirklich perfekt gesichert wird, sollen Klufti und seine Mannen dem Museum quasi als Fachberater in punkto Sicherheit hilfreich zur Seite stehen. Dass diese Entscheidung alles andere als Schmarrn ist, das muss Klufti bald erkennen.


    So gefällt mir der Krimi: Der sechste Krimi um den Allgäuer Kommissar Kluftinger aus der Feder des Autoren-Duos Klüpfel und Kobr, den musste ich einfach lesen. Natürlich ist jeder Krimi allein schon ein wenig anders, denn kaum ein Kapitalverbrechen gleicht dem anderen.


    Aber auch dieser Krimi stellt Klufti nicht nur beruflich vor neue Herausforderungen. Kluftis heißgeliebter Passat ist weg! Geklaut was sonst! Kluftis Umfeld hofft nun natürlich darauf, dass der Kommissar endlich mal ein modernes Gefährt kauft, dass auch der Stellung des Kommissars entspricht. Aber weit gefehlt, Klufti kann einfach nicht aus seiner Haut und daher wird dann auch ein ganz besonderer Smart das neue Auto der Familie Kluftinger, zum Glück aber nur für kurze Zeit.


    Wer denkt, dass Klufti ein Mann voller merkwürdiger Eigenarten ist, der hat dessen österreichisches Pendant Bydlinski nicht kennengelernt. Klufti muss nämlich auch im fernen Wien ermitteln und nicht nur ein mehr oder weniger strapaziöse Reise zu überstehen.


    Die Reihe um den schrulligen Kluftinger lese ich weniger wegen der kriminalistischen Momente, sondern eher wegen der Hauptfigur. Dennoch muss ich kritisch anmerken, dass der Schutzpatron etwa die Hälfte des Romans benötigt, um endlich in Fahrt zu kommen und richtige Spannung aufzubauen. In der Folge hält die Spannung dann auch an und den Leser gefangen. Die Autoren machen es dem Leser erneut nicht unbedingt leicht, den Täter zu entlarven.

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Klufti ist einfach Kult. Für den Fan bleibt auch hier kein Wunsch offen.
    Klufti ist einfach Kult

    »In unserem Fall jedenfalls hatten wir Glück, weil die Frau verbrannt werden sollte. Und da wird standardmäßig obduziert, was die meisten nicht wissen. Sonst hätte niemand entdeckt, dass die Frau keineswegs an Herzversagen … gestorben ist, wie das der Arzt vermutet hat, sondern daran.« Böhm zog das Leintuch noch ein bisschen mehr zurück, zeigte auf ihren Hals und winkte Kluftinger näher zu sich. … »Hier sind ganz klar Würgemale zu erkennen. Jedenfalls, wenn man danach sucht.«
    Der Kommissar stieß einen leisen Pfiff durch die Zähne aus. »Wie alt ist die Frau noch mal?«
    »Zweiundachtzig laut Totenschein. Ich geh mal davon aus, dass das stimmt.«
    »Sie ist mit zweiundachtzig noch erwürgt worden?«
    »Ja, und?«
    »Rentiert sich doch gar nimmer.«
    Sie sahen sich an.
    »Und jetzt?«, fragte der Kommissar.
    »Jetzt bist du dran.«

     

    Beinahe also wäre der Mord an der alten Dame gar nicht bemerkt worden. Nun aber ist Kriminalhauptkommissar Kluftinger fest entschlossen, den Täter zu finden. Sehr ärgerlich, dass sein Vorgesetzter gerade jetzt von ihm verlangt, in einer Arbeitsgruppe mitzuwirken, die sich um den Schutz einer kostbaren Reliquie kümmern soll, die in Kürze in einer neuen und aufsehenerregenden Ausstellung in Altusried gezeigt werden soll. Und als wenn er mit diesen beiden Dingen nicht schon mehr als genug zu tun hätte, wird auch noch sein heißgeliebter, „erst“ 30 Jahre alter Passat gestohlen…

     

    Der sechste Fall für Klufti. Ich mag an dieser Reihe besonders zwei Dinge: Zum einen die recht ungewöhnlichen Fälle und zum anderen natürlich Klufti selbst samt all seiner Marotten. Was den Fall angeht, steht ein raffinierter Kunstdiebstahl im Zentrum der Handlung. Sehr interessant fand ich dabei, die Planung der Aktion auf Seiten der „Bösen“ zu verfolgen. Auf der anderen Seite bemühen sich Klufti und seine Arbeitsgruppe mittels ausgefeilter Sicherheitsvorrichtungen dem befürchteten Diebstahl entgegenzuwirken. Wer letztlich die Nase vorn haben wird, bleibt bis fast zum Ende offen, das war sehr spannend!

     

    Klufti und seine diversen privaten Probleme und Eigenarten sind wie immer höchst unterhaltsam. Ob er zu Golfstunden bei Dr. Langhammer verdonnert wird, seiner angehenden Schwiegertochter gegenüber von einem Fettnapf in den nächsten springt oder versucht, seiner Erika den höchst peinlichen Diebstahl seines Autos zu verheimlichen – in jedem Fall hatte ich viel Spaß bei der Lektüre. Außerdem darf man sich auf ein Wiederlesen mit Valentin Bydlinski von der Wiener Kripo freuen, ein Vergnügen, auf das Klufti gern verzichtet hätte ;-)

     

    Fazit: Klufti ist einfach Kult. Für den Fan bleibt auch hier kein Wunsch offen.

    Kommentare: 6
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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein herrlich gelungener Krimi mit einem trottelig wirkenden Klufti, der aber in den entscheidenden Momenten immer den Durchblick hat!
    Klufti ist Kult, aber auch eine Figur wie von Loriot

    "*Schutzpatron*" ist der sechste Fall für Kommissar Kluftinger des Schreiberduos "*Klüpfel/Kobr*". Der Band erschien 2011 im "*Piper Verlag*".

    Der Altusrieder Burgschatz mit einer Monstranz von unschätzbarem Wert, die Knochensplitter des heiligen Magnus enthält, soll nach einer weltweiten Ausstellung nun ins Allgäu zurückkehren. Kommissar Kluftinger höchstpersönlich soll für die Sicherungsmaßnahmen zuständig sein. Schmarrn!, denkt er sich, aber schneller als gedacht, hängt er durch den Mord an einer alten Frau mittendrin im Geschehen. Dabei hat er ganz andere Sorgen, sein treuer alter Passat wurde gestohlen!

    "Himmelarsch!" Zitat Seite 17.

    Es beginnt mit einem mysteriösen Prolog über eine Gruppierung von Kriminellen mit Heiligennamen, die ihren nächsten großen Coup planen.
    Mit dem oben genannten Zitat, einem für den Kemptener Kommissar Kluftinger typischen Ausspruch, springt die Handlung in die Gegenwart von Klufti. Es ist eine Krux, er findet keinen Parkplatz für seinen geliebten grauen Passat, der mittlerweile 390.000 km auf dem Tacho hat und von allen belächelt wird. Als das in Diebesaugen nicht gerade luxuriöse Auto gestohlen wird, verheimlicht er das vor seinen Kollegen und der Familie. Es wäre doch zu peinlich, dass gerade sein Auto geklaut wäre. Nun hält er die Augen offen nach möglichen Autodieben und muss ein wenig tricksen, um Mittel und Wege zu finden, immer einen fahrbaren Ersatz zu finden.
    Vom ehemaligen Verkäufer erfährt Klufti vom sagenhaften Burgschatz, der nun in seiner Allgäuer Heimat ins Museum kommen soll.
    Zufällig teilt sein Chef ihn genau für diesen Schatz als Leiter einer Sicherheits-Sondergruppe ein.

    Bei diesem Krimi habe ich wieder viel gelacht, es gibt etliche komische und sonderbar gezeichnete Charakter, allen voran natürlich Kluftinger, der von einem Fettnäpfchen ins andere tritt. Unglaublich, dass gerade dieser trottelig wirkende Mann in seinen Ermittlungen in den entscheidenden Momenten den richtigen Riecher hat und die Täter dingfest macht. Er hat außerdem das Herz am rechten Fleck und so kann ihm eigentlich niemand böse sein, wenn er mal wieder verbal über die Stränge schlägt und Gerüchte in die Welt setzt, die vorne und hinten nicht stimmen.
    Seine Mitarbeiter kennen das und nehmen seine Äußerungen und Ansichten Augen rollend hin.

    Trotz der manchmal unseriös wirkenden Ermittlungstruppe, verbinden die Autoren ihre Figuren unterhaltsam und durchaus logisch in einen Fall, der die verschiedenen Vorgänge geschickt eint.
     

    Dieser Krimi zeigt viel Allgäuer Atmosphäre, unglaublichen Humor und einen authenisch konstruierten Fall. Man hat die Personen bildhaft vor Augen und meint im Fall von Kluftis erstem Flug oder seinen Golferlebnissen, einem Sketch von Loriot zu folgen. 
     

    Klüpfel und Kobr haben mal wieder ein echtes Lesevergnügen geschrieben, bei dem sich Humor und Krimihandlung großartig  ergänzen. Klufti bleibt sich selbst wunderbar treu und das ist ein toller Verdienst der Autoren.

    Kommentare: 1
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    Zitronenfalters avatar
    Zitronenfaltervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ich wurde bestens unterhalten.
    Kluftis heißgeliebter Passat ist weg.............

    Der Schutzpatron ein gewiefter und sehr genauer Gauner ist der Helfer der kleinen und erfolglosen Verbrecher. Spezialisiert auf Kirchenschätze und Kunstschätze. Und der tüftelt einen raffinierten Plan aus wie er den millionenschweren Schatz aus dem neuen hochtechnisierten abgesicherten Museum  von Kempten klauen kann. Kluftinger der vom Lodenbacher verdonnert wird den Museumsbau und die Sicherung des Schatzes zu überwachen ist nicht gerade begeistert von diesem Auftrag. Und dann wird auch noch eine alte Frau ermordet. Und sein Passat Passat wird geklaut! Und er muss nach Wien mit dem Maier zu diesem schrecklichen Kollegen Bydlinsky.

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    F
    fraukugelfischvor 3 Jahren
    Nicht so überzeugend

    Ach ach ach! Ich liebe die Provinzkrimis um den schrulligen Kommissar Kluftinger eigentlich sehr. Die ersten fünf Bände habe ich förmlich verschlungen und haben von mir allesamt Top-Bewertungen erhalten. Aber leider ist es nun so: In diesem Band ist mir Kluftinger leider das erste Mal SO RICHTIG auf die Nerven gegangen. Seine liebenswürdige Schrulligkeit, so empfand ich das wenigstens in den bisherigen Bänden so, wurde einfach nur anstrengend. Zum Beispiel die Szenen im Flugzeug und am Flughafen (meiner Meinung nach zu viel Klamauk) oder die ganze Geschichte mit dem Autodiebstahl. Wieso erzählt er NIEMANDEM dass sein Auto gestohlen wurde? Wieso nicht?? Ich verstehe es einfach nicht. Es war irgendwie einfach zu viel. Was vorher an seinem Charakter noch irgendwie glaubwürdig war (sehr schrullig und seltsam, aber doch noch glaubhaft), rutschte in diesem Buch irgendwie total ins unglaubwürdige und bizarre ab.

    Ich habe auch viel weniger gelacht bei der Lektüre dieses Buches als in den vorherigen Bänden. Ich kann aber auch nicht genau sagen ob es wirklich nur an dem anstrengenden Protagonisten gelegen hat, oder ob es noch kleinere andere Gründe gab.

    Die Geschichte war wieder gut, die hat mir gut gefallen, aber so richtig vom Hocker gerissen hat sie mich auch nicht. Solide, aber mehr auch nicht.

    Ich erwarte mir von den weiteren Bänden durchaus wieder mehr und hoffe, dass es sich bei diesem Buch nur um einen kurzen Taucher handelt, den die Autoren in den folgenden Bänden wieder wettmachen werden.

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    twentytwos avatar
    twentytwovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: ...mit zu vielen Längen und Übertreibungen und zu wenig guten Szenen.
    ...langatmig und platt

    Rezension
    Aus dem Tod einer alten Frau entwickelt sich aufgrund eines aufmerksamen Pathologen nach und nach eine mehr als merkwürdige Geschichte. Das der Tod der alten Frau, entgegen der vom Hausarzt dokumentierten Todesursache „natürlicher Tod“, ein Mord oder zumindest Todschlag gewesen sein muss, steht schnell fest. Wer die Tat begangen hat und vor allem warum die alte Frau sterben musste, ist das große Rätsel mit dem Kluftinger sich in seinem nunmehr sechsten Fall auseinandersetzen muss.

    Die Ermittlungsarbeiten stehen zunächst unter einem eher ungünstigen Stern, denn es findet sich kein greifbarer Ansatzpunkt oder Hinweis auf Täter und Motiv. So stehen Kluftinger und seine Mannschaft vor einem nahezu unlösbaren Problem. Damit dies nicht so auffällt, rettet sich das Ermittlungsteam mit ziemlich platten Frotzeleien über die Runden, bis es Dank guten grenzübergreifenden Verbindungen zu einem entscheidenden Hinweis aus Wien kommt.

    Kluftinger, der über seinen eigenen Schatten springend, dazu sogar eine Flug nach Wien auf sich nimmt, ahnt zum Glück nicht, dass nach dieser überstandenen Pein noch viel schlimmere Prüfungen auf ihn zukommen. Dass er später auch noch in eine rollende Keksdose steigen muss, ist dann schon fast zu viel des Guten, zumal die Story insgesamt an ziemlichen Durchhängern leidet und man sehnsüchtig auf einen der wenigen gelungenen Dialoge wartet.

    Fazit
    Für eingefleischte Kluftingerfans bestimmt ein Leckerbissen, bei dem man gerne über das ein oder andere hinwegsieht, für 'Neueinsteiger' eher eine Enttäuschung.

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    djojos avatar
    djojovor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Kopfkino vom Feinsten: Kluftinger im rosa Manner-Waffel-Smart. Das hat Spaß gemacht.
    Kopfkino vom Feinsten: Kluftinger im rosa Manner-Waffel-Smart.

    Vor vielen Jahren war Kluftinger war gerade mal kurze Zeit im Dienst, als der Burgschatz mit der wertvollen Reliquien-Monstranz von St. Magnus gefunden und bei ihm auf dem Revier abgegeben wurde. Nach einer langen Reise über viele Jahre und Museen kehrt der Schatz nun zurück nach Altusried. In das eigens für den Schatz gebaute Museum. Auf einmal mehren sich aber die Anzeichen, dass ein Verbrechen geplant wird, welches unmittelbar mit diesem Schatz zusammenhängt. 


    Das Team um Kommissar Kluftinger wird zum Mord einer alten Frau gerufen. Motive für diesen Mord gibt es im persönlichen Umfeld scheinbar genügend, den Mörder finden sie allerdings nicht. Die Frau hat ihre alte Werkstatt jedoch an zwielichte Gestalten vermietet, deren Ziel und Identität keiner kennt. Sind diese Mieter für den Tod der alten Frau verantwortlich?

    Und natürlich ist da noch die Familie. Kluftingers Sohn Markus und seine Freundin Yumiko tauchen auf und eröffnen, dass sie inzwischen verlobt sind. Da gilt es natürlich gleich wieder in die Fettnäpfchen zu treten, die sich durch die Beziehung zur neu gewonnenen zukünftigen Schwiegertochter auftun. Auch Langhammer darf nicht fehlen, der sich dieses Mal sportlich mit Kluftinger herumschlägt: auf dem Golfplatz.

    „»Zwischen Klinik und Friedhof, dass nenn ich mal das Prinzip der kurzen Wege«, merkte Kluftinger an, als Strobl auf den Parkplatz vor dem wuchtigen Bau einbog, einem der größten Altersheime in Kempten.“ (S. 159)

    Einen Kluftinger liest man nicht des Krimis willen. Nein, es geht viel mehr darum die Situationskomik des gemütlichen, hochintelligenten aber hinterwäldlerischen Allgäuer Kommissars zu genießen. Deshalb macht es auch überhaupt nichts aus, dass es durchaus etwas länger dauert, ja fast bis zur Mitte des Buches, bis sich die Spannung des kriminalistischen Hintergrunds aufgebaut hat.

    Die Autoren verstehen es hervorragend alltägliche Situationen so in das Leben Kluftingers einzubauen, dass man einfach nur den Kopf schüttelt und grinsen muss. Zwischendurch muss man sogar laut lachen, das passiert mir beim Lesen sonst eher selten.

    Die Personen haben alle ihre Macken, wer die vorherigen Bücher kennt wird sich sofort wieder einfinden und mit der Rahmenhandlung zurechtkommen. Besonders begeistert hat mich in diesem Fall von Kommissar Kluftinger die authentische Darstellung des österreichischen Kollegen Bydlinski. Seinen breiten österreichischen Dialekt habe ich während des Lesens nahezu realistisch vor Augen, bzw. in den Ohren gehabt. Dieses Kopfkino macht einfach Spaß!

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    odenwaldcolliess avatar
    odenwaldcolliesvor 5 Jahren
    Kluftinger und Der Altusrieder Burgschatz

    Der berühmte Altusrieder Burgschatz kommt in die Heimat zurück und um seine Sicherheit zu gewährleisten, wird Kluftinger von seinem Chef einer Arbeitsgruppe rund um den Burgschatz zugeteilt. Kluftingers Begeisterung hält sich in Grenzen, da er momentan einen Mord an einer alten Frau aufzuklären hat. Bald mehren sich jedoch die Hinweise, daß der Mord mit dem Burgschatz zusammenhängen könnte.

    Von den bisher sechs Fällen des urigen Allgäuer Kommissars Kluftinger ist „Schutzpatron“ für mich das schwächste Buch. Die Idee des Kunstraubs gefällt mir zwar gut und hebt sich auch von den Motiven der Vorgänger ab, aber leider nimmt der Fall für meinen Geschmack zu wenig Raum ein. Besonders die Auflösung des Falls fand ich etwas lieblos und zu schnell abgehandelt, dabei bietet das Ende noch Potential für einen weiteren Fall für Klufti.

    Die Nebenhandlung mit Klufingers gestohlenem Passat hat mir zu viel Raum eingenommen, ebenso sein Bemühen, den Diebstahl vor seiner Familie und Kollegen geheimhalten zu wollen. Mir waren es diesmal ein paar Fettnäpfchen zuviel, in die Kluftinger getreten ist, bei zu wenig Krimihandlung, in der Kluftingers Fähigkeit, auch knifflige Fälle zu lösen, zu kurz kam.



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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Witzig geschrieben, etwas realitätsfern, aber gute Unterhaltung

    Mein erster Kluftinger, daher kann ich ihn nicht mit anderen Bänden vergleichen, sondern nur mit anderen Regionalkrimis. 

    Eine alte Frau wird erwürgt in einer alten Autowerkstatt ihres Mannes gefunden. Die Garage war an eine Gruppe Männer vermietet worden, die dort anscheinend geheime Dinge taten. Wozu sonst sollte eine seltsame Madonnenfigur mit Bindfäden umgeben auf einem Sockel mitten im Raum stehen? Und was hat das Ganze mit einem vor 30 Jahren in einer Burgruine gefundenen Schatz zu tun?

    Kommissar Kluftinger, ein kauziger, verpeilter, altmodischer, etwas chauvinistischer gesetzter älterer Herr, übernimmt die Ermittlungen. Diese stehen dann auch gar nicht so sehr im Vordergrund, sondern der Kommissar, seine Schrullen, seine Probleme mit seinen Vorgesetzten und Mitarbeitern und seiner Familie, etc. 

    Wenn man einen spannenden Krimi oder blutigen Thriller erwartet, ist es eher nicht geeignet. Stattdessen ist es eine Art Sozialstudie über einen bayrischen Kommissar und seinen Mitmenschen. Das letztere ist sehr gut gelungen. Die Krimihandlung an sich ist etwas unrealistisch, vor allem die Motivation der "Bösen", das finde ich aber nicht so schlimm, eben, weil es nicht im Vordergrund steht. 

    Der Schreibstil ist angenehm und witzig. Die Figuren und ihre Ansichten werden so richtig schön aufs Korn genommen. Es macht Spaß, es zu lesen. Das wird auf jeden Fall nicht mein letzter Kluftinger sein (Milchgeld hab ich schon bestellt, die Rezension folgt dann später). :-)

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    Ritjas avatar
    Ritjavor 5 Jahren
    Krimi mit Werbung?

    Sehr geehrter Herr Kluftinger,

    Sie haben es nicht leicht. Alle wollen sie etwas von Ihnen und keiner denkt mal an Ihre Bedürfnisse nach Ruhe und dem nahenden Ruhestand. Da arbeiten Sie nun schon in einer Provinz und trotzdem passieren stets vor Ihrer Tür die Morde und andere Straftaten. 

    Und zu Hause? 

    Die Erika! Nein, denkt sie wirklich, dass ausgerechnet Sie eine Affäre haben? Sie, der eigentlich froh ist, wenn er abends seine Füße unter den Tisch schieben kann? Warum nur kommt sie auf diesen Blödsinn? 

    Und was haben Sie sich diesmal für einen Fall an Land gezogen? Eine tote alte Frau - es könnte so einfach sein, wenn es natürlich gewesen wäre - stellt sie vor Rätsel. Was war in der Werkstatt wirklich passiert und in welchem Zusammenhang steht dies mit dem Burgschatz von Altusried? 

    Und dann wieder der Dr. Langhammer. Nein, Sie tun mir scho etwas leid. Immer der, mit seinem Einmischen und Rumschnüffeln. Priml, jetzt müssen Sie wegen dem noch das Golfen lernen. Entschuldigen Sie bitte mein kurzes breites Grinsen. Kann schon mal passieren. 

    Am meisten hat mich, ich muss es zugeben, Ihr Fahrzeuggeschmack schockiert. Ja, völlig aus der Bahn hats mich geworfen. Ich konnte es nicht fassen, Sie und dieses Vehikel? Wo ist Ihr Stolz, Ihre Ehre und was ist mit dem Passat? 

     Lieber Kluftinger, an diesem sechsten Fall, muss ich diesmal doch etwas meckern. Ja, auch das noch. Wo Sie doch so viel um die Ohren haben. Erstens Sie werden, verzeihen Sie es mir, langsamer und manchmal für mich zu langsam und zu weitschweifend. 

    Fassen Sie sich kurz - wie bei Ihren Komplimenten an Frau Henske. 

    Und was sollte das mit der Schleichwerbung? Nee, immer wieder wurde die Marke erwähnt. Das nimmt Ihnen Ihren Charme und die Glaubwürdigkeit. Okay, auch der Passat wurde immer wieder erwähnt, aber das ganz alte Modell und nun das. Bitte lassen Sie es, wenn ich Werbung möchte, schalte ich den Fernseher ein.

    Gut nun, ich werde mich auf den Weg machen zu Ihrem siebten Fall und hoffe auf etwas mehr Würze und alten "Klufti" ohne Schnickschnack und Werbepause!

    Bis dahin...

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