Seegrund

von Volker Klüpfel 
4,2 Sterne bei426 Bewertungen
Seegrund
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (342):
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Erneut ein toller Regionalkrimi mit einem richtigen Ermittler-Original.

Kritisch (13):
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Leider eine echte Enttäuschung

Alle 426 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Seegrund"

Am Alatsee bei Füssen macht der Allgäuer Kommissar Kluftinger eine schreckliche Entdeckung – am Ufer liegt ein Taucher in einer riesigen roten Lache. Was zunächst aussieht wie Blut, entpuppt sich als eine seltene organische Substanz aus dem Bergsee. Kluftinger, der diesmal bei den Ermittlungen sehr zu seinem Missfallen weibliche Unterstützung erhält, tappt lange im Dunklen. Der Schlüssel zur Lösung des Falles muss tief auf dem Grund des sagenumwobenen Sees liegen … Kluftingers dritter Fall von dem erfolgreichen Allgäuer Autoren-Duo Volker Klüpfel und Michael Kobr.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492303026
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.05.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 17.09.2013 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Summerdances avatar
    Summerdancevor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Kann mit den Vorgängern leider nicht mithalten
    Schwächelt leider

    Die Vorgängerbände habe ich verschlungen und geliebt. Leider kann dieser hier nicht mithalten. Was bei den Vorgängern noch lustig war wird hier leider zu sehr überspitzt, Kluftinger wird in manchen Szenen als ziemlich trottelig dargestellt. Ich hoffe beim Nachfolger wird dies wieder besser und eher wie bei den Vorgängern.

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    kleeblatt2012s avatar
    kleeblatt2012vor 2 Monaten
    Seegrund

    Bei einem Spaziergang am Alatsee findet Kluftinger mit seiner Familie einen verletzten Taucher. Dieser ist bewusstlos und liegt in einer Lache aus rotem Blut. Wie sich herausstellt, ist es jedoch kein Blut, sondern Bakterien aus dem See. Als Kluftinger weiter recherchiert, stößt er auf viele Ungereimtheiten. Wer ist der Verletzte? Warum ist er am Alatsee getaucht, wo es doch heißt, dass Tauchen hier sehr gefährlich ist? Und was hat er gesucht? Die Hinweise führen zu längst vergangenen Tagen aus dem Zweiten Weltkrieg.
    Gleichzeitig ist auch die Freundin von Kluftingers Sohn Markus bei den Kluftingers zu Gast, um mit ihnen gemeinsam Weihnachten zu feiern. Yumiko ist Japanerin und stellt damit Kluftingers Weltbild auf den Kopf. Vor allem, weil er sie sehr sympathisch findet und - um ihr alles recht zu machen - wieder jedes Fettnäpfchen mitnimmt, dass sich ihm in den Weg stellt.

    Kluftinger, wie er leibt und lebt. Was witzig beginnt - die Ankunft Yumikos und die Suche nach einem Restaurant zum Essen - endet in einem dramatischen Wettlauf mit der Zeit. Der verletzte Taucher am Alatsee wirft unendlich viele Fragen auf, die Kluftinger und seine Kollegen eine zeitlang beschäftigten. Und je mehr man von dem Fall erfährt, umso weiter reist man zurück in die Vergangenheit bis hin zum Zweiten Weltkrieg.

    Im Vorwort schreiben die Autoren, dass in dem Buch Wahrheiten verarbeitet sind und googelt man nach "Alatsee" bekommt man so einige Verschwörungstheorien vorgeworfen. Für mich immer wieder interessant, weil ich wahre Begebenheiten in einem Roman gerne weiterverfolge und mir so weiteres Hintergrundwissen aneignen kann.

    Die Autoren haben sich nun von den Gerüchten rund um den See inspirieren lassen und einen weiteren Allgäu-Krimi mit Kommissar Kluftinger geschaffen. Der schrullige Kommissar hat wieder seine ganz eigene Methode, um den Fall zu knacken. Diesmal bekommt er Hilfe von einer ebenso schrulligen Kommissarin namens Friedel Marx. Die zigarillorauchende Frau, die eher ein Mann hätte abgeben sollen, ist Kluftinger zwar keine sehr große Hilfe - meint er zumindest -, doch schleicht sie sich schon ein bisschen mit ihrer nicht normalen Art in sein Herz.

    Auch dem Charme Yumikos, einer junge Japanerin, die zusammen mit Kluftingers Sohn Markus den heimischen Frieden auf den Kopf stellt, kann sich Kluftinger nicht entziehen. 

    Und so ergibt sich wieder eine Geschichte der anderen Art.

    Auf der einen Seite steht natürlich das Ernste, der Fall des verletzten Tauchers. Auf der anderen die heitere Version des Privatlebens des Kommissars.
    Beides bringt Kluftinger eigentlich in guten Einklang, muss aber wieder so einiges einstecken, beruflich wie privat.

    Dies führt zu einer gelungenen Mischung aus Komödie und Krimi und lässt einem gebannt weiterlesen. 
    Aber auch Kluftingers Kollegen kommen nicht zu kurz und arbeiten kräftig mit. Ebenso die Familie, die immer für einen Lacher gut ist.

    Fazit:
    Das Allgäu, ein ungelöster Fall und Kommissar Kluftinger in seinem Element. 

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    B
    Bibi1999vor 6 Monaten
    Kluftingers dritter Fall

    Kommissar Kluftinger entdeckt am Ufer des Alatsee einen bewusstlossen Taucher in einer roten Lache. Es sieht zunächst nach Blut aus, jeodoch entpuppt es sich als eine organische Substanz aus dem See. Der Schlüssel des Falls scheint auf dem Grund des Sees zu liegen. Doch überall dort, wo Kluftinger nachhakt, scheint er auf eine Mauer des Schweigens zu stoßen.


    Das Buch umfasst 341 Seiten. Es ist sehr flüssig geschrieben. Die Perspektivenwechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit ist sehr anschaulich und hilft dem Leser, den Inhalt besser zu verstehen. Die Vergangenheitsrückblicke sind vom übrigen Text sehr gut abgesetzt, sodass man die verschiedenen Teile gut unterscheiden kann. 

    Gleich zu Beginn findet Kluftinger mit seiner Familie den verunglückten Taucher. Da der Alatsee jedoch im Bezirk der Füssener Polizei liegt, ermittelt Kommissar Kluftinger in diesem Fall zusammen mit seiner Füssener Kollegin, Friedel Marx. Man hat während des Lesens zwar Vermutungen, wer hinter dem Anschlag auf den Taucher stecken könnte. Jedoch kann man den Unfall mit dem Taucher nicht sofort mit den Vergangenheitsrückblicken in Verbindung bringen. Zum Ende hin ergeben sich die Puzzelstücke zu einem Gesamtbild.

    Seegrund ist wieder ein toller Kluftingerkrimi, der diesmal die Vergangenheit und die Geschichte Deutschlands beinhaltet. Ein toller Krimi mit der richtigen Mischung aus Spannung und Humor, der auch Kluftingers Privatleben nicht außen hervor lässt. Für alle Kluftingerliebhaber ein unbedingtes Muss.

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    Nelly87s avatar
    Nelly87vor 2 Jahren
    Seegrund // Volker Klüpfel & Michael Kobr

    Puh, manche Rezensionen fallen einem leichter als andere. Und komischerweise findet man immer mehr und deutlichere Worte, wenn man ein Buch in der Luft zerreißt, als wenn man versucht, es in den Himmel zu loben. Daher ist es mir unglaublich leicht gefallen, meine Meinung zu Seegrund niederzuschreiben. Schade eigentlich…

    Beim Familienausflug in der winterlichen allgäuer Idylle macht der Kultkommissar dieses Mal selbst eine schaurige Entdeckung. Am Ufer eines Sees findet er einen Mann in einer roten Lache liegen. Wo Kluftinger zunächst eine Leiche vermutet, stellt sich schnell heraus, dass der Mann noch lebt und dass die rote Flüssigkeit um ihn herum gar kein Blut ist. Hinzu kommt, dass der Mann im Taucheranzug gefunden wird und daher höchstwahrscheinlich kurz zuvor im See war. Einem See, in dem das Tauchen doch eigentlich verboten ist. Das kleine Manko, dass der Mann lange Zeit unbekannt bleibt, hilft dem Ermittlungsteam aus dem Allgäu daher auch nicht weiter.

    Und auch privat ist der Kluftinger wieder total eingespannt. Denn der Sohnemann kommt zu Besuch über Weihnachten und bringt seine neue Freundin mit. Die passt mit ihrem asiatischen Aussehen aber so gar nicht in die verschneite Bergwelt. Doch den Kulturschock bekommt der alteingesessene Ermittler erst, als ihm die Kässpätzle vorenthalten werden und er dafür in ein Sushilokal geschleppt wird.

    Meiner Meinung nach war die Idee hinter diesem „Krimi“ schon irgendwie lasch. Warum die Anführungszeichen? So eine richtige Kriminalgeschichte sucht man in Seegrund vergeblich. Denn der Weg zur Lösung des Falls und die Auflösung selbst waren unglaublich flach. Spannung kam gar nicht auf und so richtig durchdacht kam einem die ganze Sache auch nicht vor. Über lange Abschnitte war der Überfall auf den Taucher auch überhaupt nicht Thema.

    Dieses Mal konzentrierten die Autoren sich nämlich vor allem auf ihren schrulligen Ermittler. Doch der hat zahlreiche Macken, die absolut überspitzt sind. Und leider absolut unglaubwürdig. Und zum Schämen. Da wurde selbst ich als Leser bei der Lektüre knallrot, weil Fremdschämen vom Feinsten angesagt war. Wahrscheinlich sollten die Arschbombem in die Fettnäpfchen, die Kluftinger da in schöner Regelmäßigkeit hinlegt, witzig sein, aber eigentlich waren sie nur peinlich. Da könnte man doch glatt den Eindruck bekommen, dass alle Menschen in ländlicher Umgebung hirnlose Bauerntölpel sind, die nur gerade aus laufen können, weil sei eine Hirnzelle mehr wie jeder Fisch haben.

    Man könnte jetzt den Eindruck gewinnen, ich hätte was gegen einen Kommissar in Provinzkrimis, der mit eigenen Charakterzügen daher kommt. Aber eigentlich bin ich ein großer Fan von so etwas. Doch Kluftinger wird nicht als etwas schrulligen Polizisten hingestellt, sondern einfach nur als dämlich.

    Hinzu kommt, dass der Kriminalfall einfach grausig war, da einfach nicht ausgearbeitet. Man bekam schnell den Eindruck, als würde da keine Polizeiarbeit geleistet, sondern als würde das Ermittlungsteam bei jeder sich bietenden Gelegenheit über einen weiteren Hinweis stolpern. Damit empfand ich die Story als sehr unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen.

    Beim Hörbuch kamen wieder beide Autoren zu Wort. Schon bei den ersten beiden Teilen wusste ich nicht recht, was ich von dieser abwechselnden Erzählstimme halten soll. Dieses Mal allerdings war ich mir darüber im klaren, dass dieses ewige Hin-und Hergewechsel einfach nur anstrengend ist, wobei die verworrene Geschichte dazu auch beigetragen hat.

    Seegrund war weder ein spannender Krimi, noch war das Buch auch nur annährend witzig. Nach einem etwas holprigen Start und einem ganz soliden zweiten Teil stürzt die Kluftinger-Reihe mit ihrem dritten Teil ins Bodenlose. Der Story ließ sich einfach nichts Positives mehr abgewinnen. Band 4, mit dem Titel Laienspiel steht zwar bereits in meinem Regal, wird aber höchstwahrscheinlich nicht so schnell eine Chance bekommen.


    © Nellys Leseecke - Lesen bedeutet durch fremde Hand träumen

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    mixtapemaedchens avatar
    mixtapemaedchenvor 2 Jahren
    Klufti ist einfach liebenswert ;-)

    Im Gegensatz zu vielen anderen, habe ich mit der Klufti-Reihe erst spät angefangen. Leider. Auch in diesem Krimi kommt wieder der typische Klufti zum Zuge und damit die gewohnte humorvolle Unterhaltung. Brummelig, knauzig und etwas schrullig geht er in die Weihnachtstage, kauft Geschenke und versucht zu der neuen japanischen Freundin seines Sohnes einfach nur nett zu sein. Das gelingt ihm mal wieder nur bedingt, was ja nicht weiter verwundert. Wie gewohnt tritt Kluftinger in jedes Fettnäpfchen, das sich ihm anbietet. Wie es die Autoren immer wieder schaffen, mit diesem Allgäuer Original Humor und gute Unterhaltung zu Papier zu bringen, bewundere ich in vollem Maße.

    Nebenbei gibt es wieder einen spannenden Fall, der Wissenschaftlern Rätsel aufgibt und zu einer Spur in die Nazizeit zurückführt. Wurden hier Schätze auf dem Grund des Sees versenkt? Kluftinger hat eine neue Kollegin aus Füssen an seiner Seite, die mit männlicher Stimme und ordentlich Tatkraft den Fall gut unterstützt. Eigentlich ist sie Klufti ein ebenbürtiger Partner und seine zynischen Bemerkungen ihr gegenüber verwundern kaum, lassen aber den Leser schmunzeln.

    Die sprachlichen Fähigkeiten der Autoren kommen nicht nur in den Dialogen und dem regionalen Sprachgegebenheiten zum Tragen, dieses Mal gibt es auch wissenschaftliche Informationen rund um das Forschungsteam und Einschübe in die Zeit der NS. Das die Thematik nicht zu kritisch wird, dafür sorgt schon Kluftingers Alltagsleben und seine Ermittlungen. Sein Ski-Ausflug mit der Familie ist lesenswert und die Erfahrungen beim Sushi kann man sich denken. Ich habe mich wieder gut unterhalten, den Fall neugierig verfolgt und tappte lange Zeit im Dunkeln, welche Schätze denn nur so zu finden sind.

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    Igelmanu66vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Erneut ein toller Regionalkrimi mit einem richtigen Ermittler-Original.
    Kultiger Kommissar und faszinierender Fall

    »Mit einem Schlag schien es kälter als zuvor. Sein Blick wurde ebenso starr wie der von Yumiko. Er schluckte, schloss für einen Moment die Augen, öffnete sie wieder - was er sah, war real: Etwa zehn Meter entfernt, nur wenige Schritte vom Seeufer, lag ein Mann im Schnee. Er steckte in einem eng anliegenden schwarzen Anzug und lag auf dem Bauch, die Arme weit vom Körper weggestreckt. Er war nicht besonders groß, wirkte aber muskulös. Der Kopf lag so, dass der Kommissar das Gesicht nicht sehen konnte. Dunkelblondes Haar klebte nass am Schädel des jungen Mannes. Doch Kluftigers und Yumikos Aufmerksamkeit wurde von einem anderen Detail gefangen genommen: In einem Radius von beinahe zwei Metern um den Körper hatte sich der Schnee dunkelrot verfärbt. Offensichtlich lag der Mann in einer unvorstellbar großen Blutlache.«



    Eigentlich sollte der Familienausflug der Kluftingers nach Neuschwanstein gehen, doch Kluftinger, den es vor den Touristenscharen dort grauste, überredete Frau, Sohn und dessen neue Freundin, doch stattdessen zum malerischen Alatsee zu fahren. Natürlich konnte er nicht ahnen, welche schockierende Entdeckung dort auf sie warten würde...

    Unversehens hat Klufti also wieder einen verzwickten Fall zu lösen. Dabei spielen die ökologischen Besonderheiten des Alatsees eine große Rolle und Klufti muss bei seinen Ermittlungen zudem weit in der Vergangenheit forschen. Und als wenn das noch nicht schwer genug wäre, plagt er sich mit einer schweren Erkältung rum und muss mit einer Kollegin aus Füssen zusammenarbeiten. Und diese Kollegin ist noch mal ein Charakter für sich!

     

    Auch dieser Klufti-Krimi gefiel mir sehr! Wie schon in den Vorgängerbänden (Milchgeld, Erntedank) wird reichlich Lokalkolorit geboten und Kluftinger brilliert als Allgäuer Original. Faszinierend fand ich zudem die Infos rund um den Alatsee, von dem ich noch nie zuvor gehört hatte, der jetzt aber auf der Liste der Orte steht, die ich unbedingt noch bereisen möchte. Einiges an geschichtlichen Ereignissen und Mythen rankt sich zudem um den See, was im Buch in einer spannenden Handlung umgesetzt wird. Beim Krimi selbst stimmt auch alles, es wird logisch ermittelt, die Auflösung ist schlüssig und die sich durchs Buch ziehenden Rückblenden, die sich chronologisch immer mehr in die Vergangenheit bewegen, machen neugierig und erhöhen die Spannung.

     

    Normalerweise ist mir bei einem Krimi immer wichtig, dass nicht zuviel Privates rund um die Ermittler präsentiert wird. Ich gestehe, dass es mir bei Kluftinger anders geht und ich jeden Abschnitt, in dem er eins seiner ewigen Duelle mit seinem schnieken und intellektuellen Nachbarn ausficht, genieße. Wenn er sich dann noch der Freundin seines Sohnes zuliebe in ein japanisches Restaurant wagt oder an seiner "chronischen Leichenunverträglichkeit" laboriert, hab ich beim Lesen ein breites Grinsen im Gesicht. Eine Zeitung bezeichnete Kluftinger mal als „den Columbo von Altusried“ – dem mag ich mir nur anschließen.

     

    Fazit: Erneut ein toller Regionalkrimi mit einem richtigen Ermittler-Original.


    »Hm, wieder so ein Rätsel«, knurrte der Kommissar. »Wär ich an diesem Sonntag doch bloß nach Neuschwanstein gegangen ... Kruzifix!«

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kluftinger auf Schatzsuche

    Der Tatort dieses Romans ist ja der Alatsee, der bekannt ist für seine blutrote Farbe. Trotz des wegen des niedrigen Sauerstoffgehalts des Sees verhängten Verbotes gehen dort viele Taucher auf die Suche nach einem in der Zeit des 3. Reiches versenkten Schatz.

    Gerade die Tatsache, dass es sich in "Seegrund" um einen verschollenen Schatz dreht hat mich sehr an dieses Buch gefesselt. Ich konnte es kaum weglegen, weil ich immer wissen wollte, wie es weitergeht.
    Da das Autorenduo Klüpfel/ Kobr stets sehr detailiert die Orte der Handlung darstellt, reizt es mich sehr, diesen See einmal persönlich aufzusuchen. Ich plane mittlerweile einen Wochenend-Aufenthalt in dieser Gegend.

    In diesem Roman ist Kluftinger gezwungen mit der Kollegin Friedel Marx zusammenzuarbeiten. Immer wenn Marx erwähnt wird, musste ich an Katy Karrenbauer denken :D Ich finde, dass aber gerade dieser Charakter den Roman den gewissen Humor verliehen hat.

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass es mir mal wieder großen Spaß bereitet hat, diesen Fall zu lesen. Außerdem hat mich "Seegrund" zu einer kleinen Reise an den Alatsee angestachelt :D

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    sommerlesevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Rätselhafte Entdeckungen am Alatsee, perfekt aufgelockert durch Kluftis kauzige Art!
    Japanischer Besuch nicht nur auf Schloss Neuschwanstein

    Das Autorenduo "*Volker Klüpfel und Michael Kobr*" haben 2008 mit "*Seegrund*" ihren dritten Fall um Kommissar Kluftinger geschrieben.  Der Kriminalroman erscheint im "*Piper Verlag*".


    Kluftingers Sohn besucht mit seiner neuen Freundin Yumiko seine Eltern in der Vorweihnachtszeit. Natürlich soll auch das Schloss Neuschwanstein auf dem Besuchsprogramm stehen. Aufgrund der Fülle von Besuchern entschliessen sie sich, den Alatsee bei Füssen anzusteuern. Doch dort entdecken sie am Ufer einen Taucher in einer riesigen roten Lache. Was wie Blut aussieht, entpuppt sich als eine organische Substanz aus dem Bergsee. Schon ist Kluftinger in einen neuen Fall verwickelt.

    Auch in diesem Krimi kommt wieder der typische Klufti zum Zuge und damit die gewohnte humorvolle Unterhaltung. Brummelig wie immer und etwas schrullig geht er in die Weihnachtstage, kauft Geschenke und versucht zu der japanischen Freundin seines Sohnes einfach nur nett zu sein. Das gelingt ihm mal wieder nur bedingt, was ja nicht weiter verwundert. Wie es die Autoren immer wieder schaffen, mit diesem Allgäuer Original Humor und gute Unterhaltung zu Papier zu bringen, bewundere ich in vollem Maße.

    Nebenbei gibt es wieder einen spannenden Fall, der Wissenschaftlern Rätsel aufgibt und zu einer Spur in die Nazizeit zurückführt. Wurden hier Schätze auf dem Grund des Sees versenkt? Kluftinger hat eine neue Kollegin aus Füssen an seiner
    Seite, die mit männlicher Stimme und ordentlich Tatkraft den Fall gut unterstützt. Eigentlich ist sie Klufti ein ebenbürtiger Partner und seine zynischen Bemerkungen ihr gegenüber verwundern kaum, lassen aber den Leser schmunzeln.
     
    Die sprachlichen Fähigkeiten der Autoren kommen nicht nur in den Dialogen und dem regionalen Sprachgegebenheiten zum Tragen, dieses Mal gibt es auch wissenschaftliche Informationen rund um das Forschungsteam und Einschübe in die Zeit der NS. Das die Thematik nicht zu kritisch wird, dafür sorgt schon Kluftingers Alltagsleben und seine Ermittlungen. Sein Ski-Ausflug mit der Familie ist lesenswert und die Erfahrungen beim Sushi kann man sich denken. Ich habe mich wieder gut unterhalten, den Fall neugierig verfolgt und tappte lange Zeit im Dunkeln, welche Schätze denn nur so zu finden sind. 

    Dieser Krimi ist einfach ein Knaller. Wer Kluftinger noch nicht gelesen hat, sollte das bald nachholen. Der Fall ist in sich abgeschlossen und bietet beste Unterhaltung mit einer spannenden Krimihandlung.
     

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    Ingrid-Konrads avatar
    Ingrid-Konradvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Unheimlich und Spannend.
    Hilfe, Hilfe, wie unheimlich!

    Diesmal gibt es mehr Ernst im Ermittlerleben des Kommissars. Und Unheimliches aus dem Dritten Reich wirft dunkle Schatten bis in Kluftingers heile Allgäuer Berge und Seen. Die Autoren lassen aber auch kein bisschen nach...

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    kurzweilige Krimiunterhaltung

    Es ist Winter im Allgäu, um genauer zu sein: Vorweihnachtszeit. Mit Schnee und allem was dazugehört, für Kommissar Kluftinger natürlich auch ein spannender neuer Fall.

    Nachdem der zweite Teil der Serie, meiner Meinung nach, ganz schön geschwächelt hat, kann der dritte Teil wieder eine spannende Krimigeschichte mit netten Nebenanekdoten aus dem Privatleben des schrulligen Komissars bieten.

    Bin schon auf den nächsten Band gespannt!

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