Volker Kutscher

 4,3 Sterne bei 1.663 Bewertungen
Autorenbild von Volker Kutscher (©)

Lebenslauf

Krimis aus der Nazizeit: Der 1962 geborene Autor hat nach seinem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte als Tageszeitungsredakteur gearbeitet. Seine schriftstellerische Karriere begann 1996 mit seinem Debütroman „Bullenmord“. Es folgten weitere Regionalkrimis wie „Vater unser“ (1998) oder „Der schwarze Jakobiner“ (2001) bevor er 2007 die erfolgreiche Buchreihe um den Kriminalkommissar Gereon Rath mit „Der nasse Fisch“ ins Leben rief. Die Ermittlungen finden im Berlin der 30er Jahre statt. Der Schriftsteller veröffentlichte in Zeitschriften und Anthologien auch einige Kurzgeschichten, die im Gereon-Rath-Kosmos angesiedelt sind. Die Rath-Romane bescherten ihm mehrere Auszeichungen wie den Berliner Krimipreis Reinickendorfer Krimifuchs, den Burgdorfer Krimipreis und den Publikumspreis des Online-Magazins Krimi-Couch und wurden 2017 als Serie verfilmt. In „Babylon Berlin“ ermittelt Volker Bruch als Gereon Rath. Volker Kutscher lebt mit seiner Familie in Köln.

Alle Bücher von Volker Kutscher

Cover des Buches Der stumme Tod (ISBN: 9783492316118)

Der stumme Tod

 (231)
Erschienen am 04.05.2020
Cover des Buches Goldstein (ISBN: 9783462043235)

Goldstein

 (203)
Erschienen am 10.10.2011
Cover des Buches Die Akte Vaterland (ISBN: 9783462046465)

Die Akte Vaterland

 (139)
Erschienen am 08.03.2014
Cover des Buches Märzgefallene (ISBN: 9783462049039)

Märzgefallene

 (102)
Erschienen am 10.03.2016
Cover des Buches Lunapark (ISBN: 9783462051612)

Lunapark

 (82)
Erschienen am 09.05.2018
Cover des Buches Marlow (ISBN: 9783492316811)

Marlow

 (73)
Erschienen am 05.10.2020
Cover des Buches Olympia (ISBN: 9783492318570)

Olympia

 (64)
Erschienen am 30.09.2021

Neue Rezensionen zu Volker Kutscher

Cover des Buches Transatlantik (ISBN: 9783492319874)
Ron_Robert_Rosenbergs avatar

Rezension zu "Transatlantik" von Volker Kutscher

Neunte Strophe der Gangsterballade in Berlins Dreißigern
Ron_Robert_Rosenbergvor 11 Tagen

"Transatlantik" ist die neunte Folge aus der Gereon-Rath-Reihe, dem Kommissar aus dem umstürzlerischen Berlin der 1930er Jahre. Was in dieser Zeit unmöglich erscheint und möglich ist, veranschaulicht auch die Verfilmung mit dem Titel „Babylon Berlin“, die eine eigene Erfolgsgeschichte schrieb, obwohl sie sich nur einiger Figuren- und Plotelemente bedient. Im neunten Roman spitzen sich die Ereignisse aus den Vorgängerromanen weiter zu, auch wenn man diese nicht unbedingt gelesen haben muss. Volker Kutscher gelingt es erneut, sowohl Stimmung als auch logische Beziehungen von Geschichte und Fiktion virtuos in einen Gesamtzusammenhang zu bringen.

Gereon Rath gerät abermals in den Konflikt mit Nazis, Gangstern und dem Schicksal, so dass er als tot gelten muss, um seine Haut zu retten. Aus Furcht vor Vergeltung an seinen Lieben und ihm selbst, flüchtet er nach Amerika, wo auch sein Erzrivale Marlow sein Unwesen treibt. Charly ist daher diesmal in ihrem neuen Lebensabschnitt auf sich allein gestellt. Doch die Geister der Vergangenheit lassen auch sie nicht ruhen. Bald werden ihre Instinkte als ehemalige Polizistin geweckt, als ihre beste Freundin Greta spurlos verschwindet und deren Liebhaber vermutlich ermordet im Garagen-Palast entdeckt wird. Ihr vielen Männerbekanntschaften lassen sie immer wieder zweifeln, wer es gut mit ihr meint, und wer vielleicht Böses im Schilde führt. Eine weitere Mission leitet sie zu ihrem Pflegekind Fritze, der bei der mustergültigen Familie Rademann Schlimmstes erdulden muss. Am liebsten würde sie ihn, zusammen mit dessen Freundin Hannah, aus Nazi-Deutschland befreien und nach Prag flüchten. Aber eine Gesetzmäßigkeit gilt auch hier: Kein Plan führt auf direktem Wege zum Ziel, sei er noch so schön ausgeheckt.

Transatlantik knüpft unmittelbar an die Geschehnisse von Olympia, dem achten Roman, an. Auf fast 600 engbeschriebenen Taschenbuchseiten nimmt Kutscher sich sehr viel Zeit, für die Figurenentwicklung, für Dialoge, manche Anekdoten und Veranschaulichungen der geschichtlichen Ereignisse wie die Verdunkelungsübung der Nationalsozialisten zur Vorbereitung auf den 2. Weltkrieg. Stellenweise hätte eine Straffung dieser charmanten, aber langatmigen Passagen dem Spannungsbogen gutgetan. Aber Kutscher kann sich das nach dem beachtlichen Erfolg erlauben. Und sein lakonischer, pfiffiger Schreibstil gibt ihm in gewisser Weise recht. Echte Langeweile kommt dabei nicht auf. Da die Reihe wohl auf 10 Bände begrenzt werden soll, ist das Bemühen zu erkennen, die teils abenteuerlichen Konstruktionen der Handlungsstränge und der Figuren (von jüdischen Gangstern über korrupte, kriegstreibende Nazis bis hin zu Geschöpfen der Glamourwelt des swingenden Berlins) allmählich zu einem logischen und versöhnlichen Abschluss zu bringen. Dies ist unterm Strich gelungen. Gleichwohl erscheint mir manche Passage als zu unglaublich, als dass sie den Lesefluss ungetrübt beließe (z. B. die logischen Schwächen bei dem Kunststück, als der Attentäter Lembeck mitten in der Menschenansammlung angeblich unbemerkt einen Aufseher mit einem unhandlichen Eigenbau-Elektroschocker von 1937 außer Gefecht setzt, um Charly zu verfolgen oder bei Charlys unbedingt persönlicher Verfolgung in Görings Domizil Carinhall, als gäbe es keine andere Methode für eine Warnung vor einem Attentat, die dann dazu führt, dass sie komödienhaft nacheinander mehrere Wachleute übertölpelt bzw. übertölpeln muss). Dies führt dann auch – trotz sehr guter Unterhaltung – zu einem Stern Abzug. Band 10 dürfte das furiose Ende bilden.

Cover des Buches Transatlantik (ISBN: 9783492319874)
MarioBekeschuss avatar

Rezension zu "Transatlantik" von Volker Kutscher

Auch der 9. Fall für Gereon Rath überzeugt
MarioBekeschusvor 14 Tagen

Es ist kein klassischer Rath-Krimi, denn der Protagonist weilt in Übersee und tritt eher als Nebenfigur in Erscheinung. Dafür ist der Fall, der sich zwischen den USA und Berlin abspielt, nicht minder spannend und ich fand es großartig, dass dieses Mal vor allem Charly die große Bühne gehört. Zum Ende hin dachte ich, dass es der runde Abschluss der Reihe sein könnte, aber die letzten Seiten lassen mich dann doch rätselnd zurück. Ich hätte mit beidem leben: Dem endgültigen Ende (denn es wäre rund) und mit der finalen Fortsetzung, die es tatsächlich geben soll.

Cover des Buches Der nasse Fisch (Die Gereon-Rath-Romane 1) (ISBN: 9783844932683)
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Rezension zu "Der nasse Fisch (Die Gereon-Rath-Romane 1)" von Volker Kutscher

Gelungener erster Teil der Krimireihe
angies_büchervor 20 Tagen

Da ich ein großer David Nathan Fan bin,habe ich mich sehr gefreut,als ich gesehen habe, dass er die Krimireihe um den Ermittler Gereon Rath liest. Dieser ermittelt im Jahr 1929 und man bekommt neben dem spannenden Fall einen interessanten Einblick in die damalige Zeit. Gereon Rath ist ein sehr außergewöhnlicher Charakter, der einige Ecken und Kanten hat und man mehr als einmal über sein Verhalten und auch über seine eigenwilligen Ermittlungen stolpert. 

Ich fand es zwischendurch etwas verwirrend, da sehr viele Personen vorkommen und man längere Zeit nicht genau unterscheiden kann, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Zwischendurch fand ich es auch etwas zäh, wodurch einen David Nathan mit seiner tollen Art zu lesen aber sehr gut trägt. 

Insgesamt wurde ich sehr gut unterhalten und freue mich auf Teil 2. 

Gespräche aus der Community

Hier sind Kreativität und Kombinationsgeschick gefragt!
Tauche ein in das Berlin der 20er-Jahre und rätsele dich mithilfe eines zeittypischen Berliner Stadtplans, eines Erpresserbriefs sowie diversen Beweisstücken, einem Booklet und 53 spannenden Karten durch die Geschichte!
Für Abenteurer, Spiele-Fans, Rätselprofis und Superhirne.

194 BeiträgeVerlosung beendet
E
Letzter Beitrag von  eleisouvor 10 Monaten

Vielen Dank für das tolle Spiel, hier nun meine Rezension:

https://www.lovelybooks.de/autor/Volker-Kutscher/Der-nasse-Fisch-8153308513-w/rezension/9643024050/

Werde diese noch auf thalia, hugendubel, heyn, weltbild , lesejury u.v.a. posten.


Im letzten Jahr war es bereits in der Hardcover-Ausgabe auf der Shortlist für den Leserpreis dabei und jetzt ist endlich auch die Taschenbuchausgabe erschienen. Klar, dass es dazu eine Leserunde geben muss, oder? Es geht um den spannenden dritten Fall um Gereon Rath von Volker Kutscher. Wer "Goldstein" von Volker Kutscher aus dem KiWi Verlag in einer Leserunde lesen möchte, der sollte jetzt weiterlesen. Hier aber erstmal mehr zum Inhalt: "Ein jüdischer Gangster aus Brooklyn mischt Berlin auf Berlin 1931: Wirtschaftskrise, gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen SA und Rotfront, Machtkampf unter den Ringvereinen. Gereon Rath bekommt den Auftrag, den US-Gangster Abraham »Abe« Goldstein zu beschatten. Aus einer Gefälligkeit für das Bureau of Investigation wird ein tödlicher Wettlauf. Rath langweilt sich auf seinem Beobachtungsposten im Hotel Excelsior und ahnt nicht, dass Goldstein sich längst frei und bewaffnet in der Stadt bewegt. Als der Unterweltboss Marlow Rath zu einer privaten Ermittlung zwingt, gerät er zwischen die Fronten des Bandenkriegs. Charly Ritter, seine Nochimmernicht-Verlobte, hat den Vorbereitungsdienst angetreten, und als sie eine junge Obdachlose, die ohne Fahrschein in der S-Bahn erwischt wurde, bei der Vernehmung entwischen lässt, berühren sich ihre Ermittlungen mit denen Gereons – und sie bekommen richtig Krach." ***** Bewerbung ***** Wir suchen jetzt 25 Testleser für das Buch "Goldstein", über das Leserin Kiara sagt: "Ein unglaublich guter Krimi vor einer zugleich interessanten wie auch erschreckenden historischen Kulisse, die diesen Krimi zu etwas ganz besonderem macht!" Wenn ihr das Buch gemeinsam mit anderen lesen, euch hier darüber austauschen und abschließend eine Rezension schreiben möchtet, dann bewerbt euch jetzt. Verratet uns dafür einfach bis einschließlich 30.11. unter "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner" wieso ihr gern bei der Leserunde dabei sein möchtet und was euch besonders am Buch interessiert.
223 Beiträge
Buchsuchts avatar
Letzter Beitrag von  Buchsuchtvor 12 Jahren
So endlich geschafft mal die Rezension zu schreiben. findet ihr auf meiner Profilseite und auf meinem Blog: www.buchsucht.twoday.net

Zusätzliche Informationen

Volker Kutscher wurde am 26. Dezember 1962 in Lindlar (Deutschland) geboren.

Volker Kutscher im Netz:

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auf 138 Merkzettel

von 61 Leser*innen aktuell gelesen

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