Durchmarsch

von Volker Kutscher 
4,9 Sterne bei8 Bewertungen
Durchmarsch
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Bellis-Perenniss avatar

Eine kurze Episode mit Komm. Gereon Rath. Subtil der doppeldeutige Titel

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Kurzkrimi in der Zeit des dritten Reiches - sehr gut geschrieben!

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Inhaltsangabe zu "Durchmarsch"

Exklusiv als E-Book und zeitlich begrenzt lieferbar: Die Gereon-Rath-Story »Durchmarsch« erzählt von einem außerordentlichen Todesfall, der sich im Hochsommer 1933 auf dem Pariser Platz ereignet. Gereon Rath gerät in die Dreharbeiten eines Films über Horst Wessel, als gerade der Fackelzug nachgestellt wird, der am 30. Januar 1933 nach der Wahl Adolf Hitlers zum Reichskanzler stattfand. Hunderte SA-Männer in schweren Mänteln marschieren mit Fackeln und Marschmusik vor den Augen zahlloser Passanten, die bereitwillig den Hitlergruß entbieten, Richtung Wilhelmstraße. Als ein SA-Scharführer kollabiert, ist Gereon Rath zur Stelle, kann aber nur noch dessen Tod feststellen. An der naheliegenden Diagnose eines Exitus durch Hitzschlag hat er seine Zweifel und beginnt bei der SA-Feldpolizei nachzuforschen, was dort überhaupt nicht gern gesehen wird. Sturmführer Sperling, der Raths Ermittlungen zunächst widerwillig unterstützt, hat in Volker Kutschers Anfang November erscheinenden Roman »Lunapark« einen größeren Auftritt. Und die Frage, wie sich die Aktivitäten der SA mit der Arbeit der Polizei vertragen, erfährt darin eine weitere Zuspitzung.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462316551
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:27 Seiten
Verlag:eBook by Kiepenheuer&Witsch
Erscheinungsdatum:27.09.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 2 Jahren
    Durchmarsch

    Mitten im Hochsommer wird auf dem Pariser Platz ein Film gedreht, der den Fackelzug nachgestellt, der am 30. Januar 1933 nach der Wahl Adolf Hitlers zum Reichskanzler stattfand. Zufällig ist Gereon Rath in der Nähe, als ein SA-Scharführer zusammenbricht. Er ist tot. Während alle vermuten, dass er an Hitzschlag gestorben ist, kommen Rath Zweifel. Doch seinen Nachforschungen bei der SA-Feldpolizei wird schnell ein Ende bereitet. Aber Rath lässt der Fall nicht los.  

    Dieser Kurzkrimi ist auch sehr spannend.

    Gereon reagiert mal wieder wie so oft, wenn es Konflikte mit Charly gibt: Er geht weiteren Konfrontationen aus dem Weg. Nur deshalb ist er bei diesem Aufmarsch zur Stelle. Er weiß, wie man Menschen nimmt und kommt so an seine Informationen. Doch seine Dienstauffassung ist eine andere als die der SA. Daher macht er weiter, auch nachdem er zurückgepfiffen wurde.

    Seine Unterhaltung mit seinem Vorgesetzen ist wieder sehr interessant. Warum bekommt der nicht mit, dass Gereons Zustimmung wie ein „Nein“ klingt.

    Das Ende ist einerseits überraschend, andererseits aber nicht, wenn man Gereon Rath kennt.

    Die Kurzgeschichte hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine kurze Episode mit Komm. Gereon Rath. Subtil der doppeldeutige Titel
    ein meisterhafter Kurzkrimi

    In dieser knapp 30 seitigen Szene zeigt Volker Kutscher, dass er auch auf wenigen Seiten Wortgewaltiges zu Papier bringt. Subtil der zweideutige Titel.

    Er lässt seinen Kommissar Gedeon Rath in einen SA-Aufmarsch geraten und einen toten SA-Mann finden. Als ordentlicher Kriminalist will er der Todesursache auf den Grund gehen und wird prompt rüde zurück gepfiffen.

    Seine Amtsauffassung bedingt, dass er trotzdem heimliche Ermittlungen anstellt.
    Was er dabei zu Tage fördert und wie er mit diesen Erkenntnissen umgeht, ist ausschließlich seinem Gewissen geschuldet.

    Meisterhaft erzählt, verkürzt dieser Kurzkrimi die Wartezeit auf „Lunapark“.

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    PMelittaMs avatar
    PMelittaMvor 2 Jahren
    Lesenswert

    Gereon Rath gerät in einen Aufmarsch der SA und erlebt mit, wie ein Teilnehmer tot zusammenbricht. Da es sich möglicherweise um einen von Dritten herbeigeführten Tod handelt, ermittelt Rath, was gar nicht so einfach ist, viele Steine werden ihm in den Weg gelegt, zumal als herauskommt, wie und warum der Tote sterben musste.

    Die Kurzgeschichte spielt zeitlich nach den bisher erschienenen Romanen und führt einen Charakter ein, der in „Lunapark“, dem demnächst erscheinenden sechsten Bandes der Gereon-Rath-Reihe eine wichtige Rolle spielen wird. Wie schon in seinen Romanen gibt es auch hier wieder kritische Töne und einen Gereon Rath, der sich nicht unbedingt anpassen will.

    Mir hat der Kurzkrimi sehr gut gefallen, vor allem durch den Humor, der schon im Titel zu sehen ist, dessen Zweideutigkeit man erst erkennt, wenn man den Roman liest. Wer die Reihe um Gereon Rath mag, sollte hier zugreifen, wer sie noch nicht kennt, wird sicher dennoch gut unterhalten werden.  

    Kommentare: 1
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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Kurzkrimi in der Zeit des dritten Reiches - sehr gut geschrieben!
    Eine Folge der Hitze?

    „...Immer wieder hat Rath festgestellt, dass die Preußen erstaunlich gut spurten, … wenn man sie erst im Kasernenton anschnauzte...“

    Es ist Sommer und heiß. Kommissar Rath ist unterwegs. Am Brandenburger Tor finden gerade Dreharbeiten statt. Der Fackelzug vom Januar wird nachgestellt. Plötzlich bricht kurz vor Rath ein SA-Scharführer zusammen.

    Die Kurzgeschichte lässt sich gut lesen. Das liegt zum eine an der interessanten Handlung, zum anderen am ausgefeilten Schriftstil. Kommissar Rath hat Humor. Den braucht er auch im Spannungsfeld zwischen seinen Ermittlungen und den politischen Befindlichkeiten. Gut gefällt mir der eingestreute Berliner Dialekt. Ernst und bedrückend sind die kurzen Ausführungen über die Vernehmungen unter der Regie der SA. Zu den Höhepunkten der sprachlichen Gestaltung gehört das Gespräch zwischen Rath und seinem unmittelbaren Vorgesetzten. Raths Aussagen zu lesen, ist ein Genuss. Jedes Ja ist eher ein stilles Nein.

    Die Erzählung hat mir ausgezeichnet gefallen. Der Autor spielt gekonnt mit Worten. Mein Interesse an seinen Büchern ist geweckt.

    Kommentare: 5
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    Anna_Schmitzs avatar
    Anna_Schmitzvor 4 Monaten
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    Winterdreamsvor einem Jahr
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    heberschvor 2 Jahren
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    SusanDvor 2 Jahren

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