Moabit

von Volker Kutscher und Kat Menschik
4,3 Sterne bei4 Bewertungen
Moabit
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hasirasi2s avatar

Konnte mich nicht so überzeugen wie die anderen Hörbücher.

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Inhaltsangabe zu "Moabit"

Berlin 1927: Charlotte Ritter genießt nach dem Abitur ihre frisch errungene Freiheit, gemeinsam mit ihrer Freundin Greta zieht sie nachts durch die Tanzlokale Berlins. Tagsüber lernt sie Schreibmaschine und Stenografie, denn ihr Studium wird sie sich selbst finanzieren müssen. Lottes Vater ist Gefängniswärter – ein einfacher, ehrlicher Mann, der seine Tochter unterstützt, wo er kann. Kein Wunder, dass es nicht spurlos an Lotte vorübergeht, als ihr Vater eines Tages in ein brutales Attentat im Moabiter Gefängnis verwickelt wird. Ein Vorfall, der ihr weiteres Leben prägt und der aus Lotte letzten Endes Charly macht.

Karoline Herfurth, Marc Hosemann und David Nathan lassen in ihrer Lesung von "Moabit" das vibrierende und schillernde Berlin der 20er Jahre authentisch und stimmstark auferstehen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839815960
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Argon
Erscheinungsdatum:05.10.2017
Das aktuelle Buch ist am 05.10.2017 bei Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    monerls avatar
    monerlvor 7 Monaten
    Ein gelungenes Hörbuch

    Volker Kutscher schafft es, eine einmalige Atmosphäre zu gestalten. Von Beginn an fühlte ich mich regelrecht in die Geschichte hineinkatapultiert. Man begleitet im ersten Teil den berühmt berüchtigten "Schränker Berlins", Adolf Winkler, dem Vorsitzenden des Ringvereins Berolina. Bald darf er "Moabit", das Berliner Gefängnis, verlassen und zurück in die Freiheit. Doch es gibt jemanden, der das nicht will - so sieht es aus. Denn Winkler überlebt haarscharf einen Mordanschlag.

    Dieser wird von Christian Ritter vereitelt, dem Gefängniswärter, der zufällig zur Tatzeit vor Ort war. Er ist "Der Wärter", der im zweiten Teil zu Wort kommt. Die ganze seltsame Geschichte um den "beinahe-Mord", bekommen wir aus Sicht von Ritter. Einige Wissenslücken werden gefüllt und werfen wiederum neue Fragen auf.

    Diese werden im dritten und letzten Teil aufgegriffen, in dem die ganze Situation durch Charlotte Ritter, "Die Tochter" des Gefängniswärters Christian Ritter, von ihren Eltern liebevoll Lotte genannt, vervollständigt wird. Das Leben ist hart und das Ende dieser Geschichte ist so einschneidend, dass Lotte nicht mehr ihr leichtes Leben fortführen kann und zur gestärkten Figur Charly wird.

    Obwohl ich kurze Geschichten und Kurzgeschichten gar nicht mag, ist dem Autor hier auf diesen wenigen Seiten eine fantastische Story gelungen. Prägnant und spannend erzählt, weswegen ich jede Seite genossen habe.
      
    Zum Hörbuch:
    Das Hörbuch, dem die wunderschönen Zeichnungen fehlen, zeichnet sich jedoch durch die drei Sprecher aus, die die Geschichte aus ihren drei unterschiedlichen Blickwinkeln ganz fantastisch interpretieren! Ihre Stimmen sind passend gewählt und machen das Hörbuch zu einem Genuß.

    Fazit:
    Dieses Hörbuch hat mir große Lust auf die nachfolgende Gereon-Rath-Reihe gemacht. Ich hoffe, dass sich auch in ihnen dieses faszinierende Berlin wiederfindet, das Volker Kutscher in "Moabit" dargestellt hat. Da das Ende leider offen ist, fehlt mir so ein bisschen der richtige Abschluss. Ich habe noch Fragen, die ich gerne beantwortete bekommen hätte. Nichtsdestotrotz, ein hervorragendes Hör-Büchlein, für das ich eine absolute Hörempfehlung aussprechen kann.
    ___________________
    http://bit.ly/2GiMOQo

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor einem Jahr
    ‚Wer den Schränker angreift, der greift die Berolina an.‘

    Berlin, 1927: Adolf Winkler, Vorsitzender des Ringvereins Berolina und bekannt als ‚der Schränker‘, sitzt in Moabit ein und steht kurz vor der Haftentlassung.

    Eines Abends wird er von einem Wärter kurz in der Wachstube allein gelassen und dabei von dem neuen Häftling Bruck mit einem Messer angegriffen und gewürgt.

    Der Oberaufseher Christian Ritter, der zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter gleich neben dem Gefängnis wohnt und der nach Feierabend zurück ins Gefängnis gekommen ist, um die Schreibmaschine zu holen, die er zuvor vergessen hat und auf der seine Tochter Charlotte jeden Abend übt, schlägt den Häftling Bruck nieder und rettet so Winklers Leben. Doch dieser Vorfall verändert Ritters Leben und das Leben seiner Tochter nachhaltig und sorgt dafür, dass aus der noch jugendlichen Lotte die erwachsene Charly wird.

    Volker Kutschers Geschichte entblättert sich durch die drei Erzählstränge (‚der Schränker‘, ‚der Wärter‘, ‚die Tochter‘) langsam und auf sehr fesselnde Weise und wird aus drei ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und weitererzählt.

    Ich habe das Hörbuch zwei Mal nacheinander gehört und war versucht, es sogar ein drittes Mal in drei Tagen zu hören, weil ich so begeistert von der Geschichte und den Stimmen war.

    Interessanterweise empfand ich gerade die Stimme Winklers ganz am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig. Vor allem beim zweiten Hören war ich aber schlichtweg begeistert von der Auswahl dieses Sprechers, denn Marc Hosemann überzeugt wirklich auf ganzer Linie: Hier spricht ein Mitglied des Ringvereins Berolina, ein gefährlicher und zielstrebiger Mann, der sich nichts vormachen lässt und der schon viel erlebt hat.

    Die Stimme des Wärters Ritter, gelesen von David Nathan, hat etwas Weiches und passt zu dem Mann, der loyal und fair ist, der als einer der wenigen Wärter nicht auf der Schmiergeldliste der Berolina steht.

    Die Tochter, großartig gelesen von Karoline Herfurth, spricht wie ein junges Mädchen, das gerade erwachsen wird.

    Alle drei Sprecher wurden in der Tat perfekt ausgewählt. Zusammen mit Kutschers Geschichte, die ich beim ersten Hören schon spannend fand, beim zweiten Hören jedoch als noch packender erlebt habe, weil ich den Ausgang der Geschichte schon kannte und mich so auf Details und Zusammenhänge konzentrieren konnte, sorgt die passende und sorgfältige Auswahl der Sprecher dafür, dass ‚Moabit‘ ein wahrer Hörbuchschatz und mein Lieblingshörbuch 2017 ist.

    Wer die Gereon Rath-Reihe von Kutscher noch nicht kennt, dem lege ich ‚Moabit‘ sehr ans Herz, da man hier einen guten Einblick in Kutschers stimmungsvolle Berlin-Krimis erhält und neugierig auf die sechs bisher erschienenen Bände der Reihe gemacht wird.

    Auch diejenigen, die die Gereon Rath-Bücher bereits kennen, sollten ‚Moabit‘ meiner Meinung nach lesen oder (noch besser!) hören, da die Geschichte die anderen Bände inhaltlich ergänzt und sehr atmosphärisch ist. Ich selbst habe nach dem Hören von ‚Moabit‘ große Lust, die Gereon Rath-Reihe erneut zu lesen bzw. zu hören.

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    hasirasi2s avatar
    hasirasi2vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Konnte mich nicht so überzeugen wie die anderen Hörbücher.
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    mareikevor 9 Monaten

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