Volker Kutscher , Kat Menschik Moabit

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Inhaltsangabe zu „Moabit“ von Volker Kutscher

Spannend, ungewöhnlich und überraschend: Ein neues Puzzlestück im Gereon-Rath-Universum und die perfekte Einstiegsdroge für all jene, die die Kutscher-Krimis noch vor sich haben – in Kat Menschiks Buchreihe!
Wen fasziniert sie nicht? Charly Ritter, die große Liebe von Kriminalkommissar Gereon Rath, die ihren eigenen Kopf hat, so charmant wie neugierig ist und ein Geheimnis in sich zu tragen scheint.
In Moabit lernen wir Charly kennen, als sie noch Lotte heißt und bei ihren Eltern wohnt, in einer Beamtenwohnung am Zellengefängnis Moabit. Gerade hat sie das Abitur im Kleistlyzeum geschafft, und dies, obwohl sie aus einfachen Verhältnissen stammt. Ihre frisch errungene Freiheit genießt Lotte vor allem nachts, bei heimlichen Eskapaden mit ihrer Freundin Greta durch die Tanzlokale Berlins. Tagsüber lernt sie Schreibmaschine und Stenografie, denn eins ist klar: Ihr Studium wird sie sich selbst finanzieren müssen.
Charlottes Vater ist Gefängniswärter – ein einfacher, ehrlicher Mann. Doch seine Ansprüche an seinen Augenstern Lotte in puncto Bildung, Ehre und Anstand sind hoch. Und Lotte ist ein Vaterkind. Kein Wunder, dass es nicht spurlos an ihr vorübergeht, als ihr Vater eines Tages in ein brutales Attentat im Moabiter Gefängnis verwickelt wird. Ein Vorfall, der Charlottes weiteres Leben prägt und der aus Lotte letzten Endes Charly macht.
Kat Menschik entwirft dazu so kongenial das verruchte Berlin der 20er-Jahre in seiner düster-rauen Schönheit, dass man selbst noch den Geruch und die Geräusche von damals wahrzunehmen meint.

einfach grandios

— zbaubf

Wunderschöne Aufmachung, tolle Gestaltung. Aber für die Geschichte würde ich nur 3 Sterne geben, vor allem wegen dem Ende.

— TanyBee

Ein sehr interessantes und toll gestaltetes Buch!

— Daniel_Allertseder

Prequel zum Hintergrund von Charly Ritter. Toll ausgestatteter Einband. Leider nur 85 Seiten, die Hälfte davon bebildert.

— Ulf_Borkowski

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  • Sehr schönes BUCH

    Moabit

    Felice

    11. January 2018 um 20:41

    Schon allein das Blättern und Lesen ist ein Genuss, die Aufmachung dieses Kurzkrimis ist außergewöhnlich, aber gelungen.So sieht man auf jeder Seite passend zur entsprechenden Stelle des Textes eine Zeichnung, oft in Form von Werbung, angepasst an den Stil der 20er Jahre. Obwohl die Geschichte nur 88 Seiten umfasst (incl. der Zeichnungen!), war ich doch relativ lange damit beschäftigt. Interessant fand ich, dass die Geschichte dreier Protagonisten erzählt wird und jede in einem anderen Stil. Außerdem erscheint erstmals Charlotte -Charly- Ritter, Tochter des Gefängnisaufsehers und spätere Sekretärin im Kriminalkommissariat.Fazit: Kurzkrimi, der allein durch die Gestaltung Spaß macht, das Ende jedoch lässt zu Wünschen übrig. Und für 18,- muss man sich schon überlegen, ob einem das wert ist. Wer ein ungewöhnliches, in Leinen gebundenes Buch mit dreifarbigen Zeichnungen und ganz viel 20er Jahre-Atmosphäre besitzen möchte, sollte es kaufen!

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  • Ein sehr interessantes und toll gestaltetes Buch!

    Moabit

    Daniel_Allertseder

    28. November 2017 um 10:04

    Meine Meinung ​ »Moabit« ist ein Buch der besonderen Art! Selten habe ich ein so perfekt gestaltetes Buch gelesen – illustriert, mit hochwertigem Material, glänzend, und einem Umschlag, welcher sich sehr gut anfühlt. Volker Kutschners »Moabit« ist unterhaltend, kurzweilig und abwechslungsreich – ein perfekter Ausflug in die Zwanziger in Berlin.   Gleich zu Beginn musste ich lächeln, denn schon auf der ersten Seite durfte ich eine fein ausgearbeitete und optisch anspruchsvolle Illustration bewundern. Es gibt im Roman insgesamt drei Kapitel. Die Story von »Moabit« wird aus drei Perspektiven geschildert. Und jedes neue Kapitel wird mit einer Illustration der Figur begonnen, was ich bisher noch nie hatte und was ich auch toll fand! Das erste Kapitel, welches wiederrum in Unterkapitel unterteilt wurde, erzählt die Geschichte aus der Sicht des Häftlings im »Moabit« - dem Gefängnis von Berlin. Bereits in diesem Kapitel ist mir der leichte und verständliche Schreibstil aufgefallen, der sich flüssig durch das komplette Buch zieht. Auch eine Besonderheit, die mir Freude bereitete: Jedes der drei Kapitel wurde nicht nur aus einer anderen Perspektive, sondern auch durch einen anderen Erzähler erzählt. Bei »Der Schränker« wird uns gesagt, was wir tun. Wir sind praktisch Adolf Winkler. Der Erzähler erklärt uns, was wir gerade für Handgriffe machen, was wir beobachten, was wir sagen. Bei »Der Wärter« erleben wir die Geschichte durch den simplen Ich-Erzähler. Wir erzählen. Wir erleben die Geschichte und erzählen sie. Bei »Die Tochter« ist es der auktoriale Erzähler, der uns durch das letzte Kapitel der Story führt. Diese drei verschiedenen Arten des Erzählens sind bemerkenswert und sehr abwechslungsreich – toll! Besonders erwähnen möchte ich noch einmal die Illustrationen, die im Buch ja reichlich vorhanden sind. Die Illustratorin, Kat Menschik, hat Zeichnungen und Bilder zum Buch kreiert, die auch perfekt in die Zeit passen, in der der Roman spielt. Die goldenen Jahre in Berlin – Tabak, Ballabende, Tanzschuhe, kurze Frisuren, edle Männer und spaßbegierige Frauen. Jede Zeichnung wurde in ebendiesem Stil erschaffen, und diese Tatsache gefiel mir sehr!    Die Story an sich war keine Weltklasse – ein einfacher, ich würde sogar sagen, Kriminalroman, der mich sehr unterhalten hat. Drei verschiedene Sichten, drei verschiedene Figuren – ein Konflikt, aber drei verschiedene Handlungsstränge. Die Prämisse im Roman ist, wie schon angedeutet, keine Meisterleistung. »Moabit« ist kurzweilig, aber für nur achtzig Seiten ein toller Roman mit wunderbarem Innenleben! ​ Fazit ​ Grandiose und stimmungsvolle Illustrationen, ein großartig gestaltetes Buch, ein guter Schreibstil und eine Story, die unterhaltsam, aber nicht weltbewegend war. Sehr empfehlenswert für Stunden vor dem Kamin, ein perfekter Schmöker mit kriminalistischem Touch!

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  • Schmuckstück

    Moabit

    Buecherschmaus

    13. November 2017 um 12:01

    Volker Kutschers Romane aus dem Berlin der Zwanziger und Dreißiger Jahre rund um den Kriminalkommissar Gereon Rath und Charly Ritter sind mittlerweile fast ein wenig Kult. Seit diesem Frühjahr gibt es zusätzlich zu den mittlerweile erschienenen sechs Bänden eine von Arne Jysch illustrierte Graphic Novel von „Der nasse Fisch“ und die gerade angelaufenen Fernsehserie „Babylon Berlin“, die auf den Büchern beruht, zeichnet als die bislang teuerste Fernsehproduktion und erlangte gewaltige Medienaufmerksamkeit obwohl sie bislang nur auf dem Bezahlsender Sky läuft.Vor Kurzem erschien nun noch ein besonderes Schmankerl, das sich besonders für Neueinsteiger wie mich lohnt, ist es doch so etwas wie ein Prequel zu den schon veröffentlichten Bänden. Zudem ist es ein besonderes Schmuckstück, Teil der von Kat Menschik illustrierten Reihe, die bisher persönliche Lieblingswerke wie Romeo und Julia von William Shakespeare und andere bekannte Klassiker umfasst, und das eigens für diesen Zweck geschriebene „Moabit“. Es ist ein wahres Schmuckstück, dem man die Liebe der Illustratorin zu Kutschers Werk und die enge Zusammenarbeit mit der Verlagsherstellung bei Schrifttypen, Papierqualitäten, Einband und Layout anmerkt. Während der diesjährigen Litblogconvention in Köln durfte ich in einem Workshop einiges darüber erfahren und in den zur Auswahl stehenden Materialien „blättern“.Nun liegt das Ergebnis vor und es ist wunderschön geworden. Ganz in Blau-, Orange- und Brauntönen gehalten, kleinformatig mit dreiseitigem Farbschnitt, edlem Leineneinband und den genialen Illustrationen von Kat Menschik, die ein wenig an Linolschnitte erinnern und nicht nur Szenen aus dem Buch visualisieren und die Protagonisten vorstellen, sondern auch ein wenig wie in einem zeitgenössischen Magazin für allerlei Produkte der damaligen Berliner Welt werben.Das Büchlein ist so hübsch geworden, dass man über der Begeisterung für seine Optik und Haptik fast ein wenig den Inhalt vergessen könnte. Was absolut ungerecht wäre. Denn auch wenn es nur ein kurzer Text ist, ist er doch, gerade für den Einstieg, sehr gut gelungen. Gereon Rath spielt darin allerdings keine Rolle. Vielmehr wird eine Episode aus Charly Ritters Vergangenheit erzählt, und zwar von drei verschiedenen Personen. Drei Perspektiven, die sich einander annähern, sich überschneiden und das Geschehen zu seinem dramatischen Höhepunkt treiben. Einem Ereignis, das Charlys Leben für immer prägen wird und das sie nicht zuletzt zur Berliner Polizei stoßen lässt, zunächst als Schreibkraft.Zu Beginn ist Charly aber noch Lotte, die brave, gerade jüngst mit Abitur ausgestattete Tochter von Oberaufseher Ritter im Gefängnis Moabit. Dort wartet der Berufsverbrecher und Chef des in allerlei unsaubere Geschäfte verstrickten Ringvereins Berolina Adolf Winkler, „der Schränker“, auf seine bald anstehende Entlassung. Eines Abends verhindert Ritter nur durch Zufall einen Mordanschlag auf Winkler. Wer will diesen beseitigen lassen? Was erfahren die beiden voneinander bei einem Treffen in der Kneipe „Bei Matilde“? Und was hat Charly beobachtet? Es ist nicht unbedingt spektakulär, was auf den 85 bebilderten Seiten erzählt wird, auch ein wenig vorhersehbar. Aber es ist gut und spannend geschrieben und gekonnt konstruiert.Mir macht es auf jeden Fall Lust, mir endlich mal die Graphic Novel „Der nasse Fisch“ vorzunehmen. Und dann vielleicht noch den Rest der Gereon Rath-Reihe. Seine Funktion, neugierig zu machen, hat „Moabit“ auf jeden Fall erfüllt. Und wunderschön ist es ja eh.

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  • Wer hat Adolf Winkler angegriffen?

    Moabit

    Nabura

    09. October 2017 um 21:20

    Adolf Winkler, Vereinsorsitzender des berüchtigten Ringvereins Berolina und meist nur „Der Schänker“ genannt, steht kurz vor der Entlassung aus dem Berliner Gefängnis Moabit. Doch dann versucht ein kürzlich Inhaftierter, ihn zu ermorden. In letzter Sekunde kann Oberaufseher Ritter mit seinem Schlagstock dazwischen gehen. Doch der Angreifer verliert dabei das Bewusstsein. Was ist sein Motiv für den Angriff? Und was hat Ritters Tochter Charlotte in dieser Angelegenheit mitbekommen?Auf das Buch bin ich bei einem Workshop des Verlags zum Thema Herstellung aufmerksam geworden. Der Bericht über die sorgfältige ausgewählte Buchausstattung und die in Sonderfarben gedruckten Illustrationen von Kat Menschik haben mich neugierig gemacht. Und vom Autor Volker Kutscher wollte ich schon lange etwas lesen. Dieses Buch ist ein Prequel zu seiner Gereon-Rath-Reihe.Schon von außen ist das Buch mit seinem hochwertigen Leineneinband, dem in orange eingestanztem Titel und dem ebenfalls orangen Schnitt ein echter Hingucker. Wer das Mädchen auf dem Cover ist, wird im Laufe der Geschichte aufgeklärt – Leser der Gereon-Rath-Reihe kennen sie schon als große Liebe des Kommissars. Im Buchinnern kann man von der ersten Seite an die großartigen Illustrationen von Kat Menschik bewundern, die durch die ausgewählten Sonderfarben – jeweils ein Organe-, Blau- und Braunton – zu beeindrucken wissen. Volker Kutschers Geschichte umfasst drei Teile, die jeweils aus einer anderen Perspektive geschildert sind. Zuerst kommt der Berufsverbrecher Adolf Winkler zu Wort, dann Oberaufseher Ritter und schließlich seine Tochter Charlotte. Allen Abschnitten ist eine Illustration des Charakters vorangestellt, durch welche ich mir die Handelnden sehr gut bildlich vorstellen konnte. Auch innerhalb der Abschnitte gibt es kaum eine Seite ohne Illustration. Mal klein, mal seitenfüllend hält Kat Menschik einzelne Momente der Geschichte fest und illustriert auch Alltagsgegenstände aus der Zeit der 20er Jahre in Berlin, die zur jeweiligen Situation passen.Der Kern der Geschichte ist in allen drei Abschnitten der Angriff des Unbekannten auf Adolf Winkler. Bei allen drei Charakteren löst dieser etwas aus. Winkler kommt gerade so mit  dem Leben davon und fragt sich, wer ihn tot sehen will, während er seine Rückkehr ins Geschäft vorbereitet. Oberaufseher Ritter hadert derweil mit dem Gedanken, den Angreifer vielleicht tödlich verletzt zu haben. Seine bedrückte Stimmung bemerkt auch seine Tochter Charlotte, die ihm etwas verheimlicht. Doch eine Beobachtung, die sie gemacht hat, könnte ihr Geständnis nötig machen.Während die ersten beiden Abschnitte mit einem Cliffhanger im selben Moment enden erfährt man erst ganz am Schluss, was danach passiert ist. Mit dieser Entwicklung hätte ich nicht gerechnet. Schade fand ich aber, dass dieses Buch keine Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den geschilderten Fall liefert. Ich kenne die Gereon-Rath-Reihe nicht, zu der die Geschichte das Prequel ist, weshalb ich nicht sagen kann, ob die Antworten hier warten. Meine Neugier ist geweckt, ich hätte mir aber für dieses Buch einen Fall mit Auflösung gewünscht.In „Moabit“ kommt es im titelgebenden Gefängnis zu einem beinahe tödlichen Angriff auf einen einflussreichen Berufsverbrecher, was Einfluss auf verschiedene Personen hat. Wegen der fehlenden Auflösung denke ich, dass die Geschichte für Fans der Gereon-Rath-Reihe noch interessanter ist als für Neueinsteiger. Ich zähle zur letzten Kategorie und bin nun neugierig, ob die Reihe die Antworten liefert. Das Buch ist auf jeden Fall ein echtes Schmuckstück aufgrund der tollen Ausstattung und der atmosphärischen Illustrationen von Kat Menschik. Auch nach dem Lesen blättert man als Buchliebhaber immer wieder gern darin.

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