Volker Leppin

 4.2 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Die christliche Mystik, Martin Luther und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Franziskus von Assisi

Neu erschienen am 01.09.2018 als Hardcover bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG).

Alle Bücher von Volker Leppin

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Die christliche Mystik

Die christliche Mystik

 (2)
Erschienen am 15.02.2007
Geschichte der christlichen Kirchen

Geschichte der christlichen Kirchen

 (1)
Erschienen am 24.08.2010
Die fremde Reformation

Die fremde Reformation

 (1)
Erschienen am 19.01.2017
Martin Luther

Martin Luther

 (1)
Erschienen am 01.02.2017
Reformation 1517–2017

Reformation 1517–2017

 (0)
Erschienen am 10.12.2014
Heil für alle?

Heil für alle?

 (0)
Erschienen am 01.11.2012

Neue Rezensionen zu Volker Leppin

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SiegfridCarolas avatar

Rezension zu "Martin Luther" von Volker Leppin

Luther mag ich nicht, Buch gut
SiegfridCarolavor 2 Jahren

Luther mag ich nicht, Buch gut. Martin Luther ist für die Abspaltung der Evangelischen von der einen wahren Kirche verantwortlich. Das Buch ist aber gut und zeigt das Leben des Ketzers. Wenn auch zu geschönt!

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Rezension zu "Die fremde Reformation" von Volker Leppin

Ein verständliches Plädoyer für ein tieferes Verständnis für Luther und seine Zeit
WinfriedStanzickvor 3 Jahren


Volker Leppin ist Professor für Kirchengeschichte in Tübingen, Mitglied der Sächsischen und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Er wurde mit dem Ruprecht-Karls-Preis der Universität Heidelberg geehrt.

Sein Buch ist ein verständliches Plädoyer für ein tieferes Verständnis für Luther und seine Zeit. Eine Zeit des Umbruchs, vor der wir, so scheint es in den letzten Jahren dem kritischen Zeitgenossen, erneut stehen. Wendepunkte allenthalben. So könnte in den Monaten vor den großen Feierlichkeiten zum 500- jährigen Jubiläum der Reformation 2017 zu so etwas wie einen Spiegel werden. Obwohl er uns, nicht nur den Theologen, heute fremder scheint denn je.

Volker Leppin beschreibt das in seinem Buch so:  "Luther ist uns Heutigen fremd. Er ist nicht nur fremd in jenen Zügen, von denen man sich ohnehin gerne lösen will und die man gerne auf das Konto seines mittelalterlichen Erbes schreibt: in seinem unerträglichen Judenhass, seinen Ausfällen gegen Türken oder den Papst. Auch die Wurzeln seines Anliegens, der Botschaft von der Rechtfertigung des Sünders, liegen für die Menschen des 21. Jahrhunderts fern. Sie entstammen der religiösen Bewegung der Mystik des Mittelalters."

Leppins Hauptthese in seinem Buch ist, dass die meisten Gedanken Luther nicht wirklich neu waren. Luther und sein ganzes Denken waren tief m mittelalterlichen Denken verwurzelt, der Mystik einer tiefen Frömmigkeit. Die Mystik suchte Antworten auf die Angst vor dem Tod. Wird die Seele aufgrund ihrer Sünden zu ewiger Qual verdammt sein? Ein Mittel gegen diese Angst waren die Ablassbriefe. Sie versprachen gegen Geld einen Nachlass der Sündenstrafen. Doch Luther genügte ein Ablassbrief nicht. Einen Ausweg fand er in der individuellen Erfahrung der Liebe von und zu Gott. Leppin zitiert Luther: " … dass wahre Buße allein mit der Liebe zur Gerechtigkeit und zu Gott beginne … Denn dann werden die Gebote Gottes süß, wenn wir erkennen, dass sie nicht bloß in Büchern, sondern in den Wunden des allersüßesten Heilands gelesen werden müssen."

Auch durch die neuen Drucktechniken erfuhren immer mehr Menschen von Luthers Gedanken,  von den Unterschieden im Denken und Fühlen. Und da es um das Heil der Seele ging, gab es kein Pardon. Die gelehrte und akademische Diskussion gewann eine Eigendynamik - die mystischen Ideen wurden in Machtansprüche verwandelt, sie verloren ihren tiefen Zauber und wurden manchmal zu Argumenten für Mord und Totschlag. Parallelen zur heutigen Zeit sind nicht übersehbar.

Es ist zu hoffen, dass Leppins Hinweise auf Luthers mystische Wurzeln nicht nur bei den Theologen im Vorfeld der Feierlichkeiten, Reden und Predigten zum Reformationsgedenken auf kritischen Boden fallen.







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