Volker Mauersberger

 4 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Kalte Wut, Hitler in Weimar und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Volker Mauersberger

Volker MauersbergerKalte Wut
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Kalte Wut
Kalte Wut
 (6)
Erschienen am 20.01.2014
Volker MauersbergerHitler in Weimar
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Hitler in Weimar
Volker MauersbergerHenning Scherf
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Henning Scherf
Henning Scherf
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Erschienen am 01.10.2007
Volker MauersbergerRudolf Pechel und die Deutsche Rundschau
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Rudolf Pechel und die Deutsche Rundschau
Rudolf Pechel und die Deutsche Rundschau
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Erschienen am 01.11.1982
Volker MauersbergerSpanien. Wandel nach Europa
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Spanien. Wandel nach Europa
Spanien. Wandel nach Europa
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Erschienen am 01.02.1994
Volker MauersbergerWie links dürfen Jusos sein?
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Wie links dürfen Jusos sein?
Wie links dürfen Jusos sein?
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Erschienen am 01.11.1982

Neue Rezensionen zu Volker Mauersberger

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engineerwifes avatar

Rezension zu "Kalte Wut" von Volker Mauersberger

Geschichten, die das Leben schreibt ...
engineerwifevor 7 Monaten

Auf dieses kleine Buch wurde ich in einem Lesekreis aufmerksam. Eine der Teilnehmerinnen hatte einige Zeit genau in dem Haus gewohnt, in dem auch die junge Familie Rinsche wohnte. Diese doch ein wenig gruselige Tatsache machte mich neugierig und ich wurde nicht enttäuscht. Dem Journalisten und Autor Volker Mauersberger ist es tatsächlich gelungen ein recht nüchternes Buch zu schreiben und dennoch die Aufmerksamkeit des Lesers für sich zu beanspruchen. Der biografische Roman ist durchsetzt mit Originaltexten der damaligen Ermittlungen und schafft es dadurch, die Nachkriegsatmosphäre in Gevelsberg perfekt wieder zu geben. Beim Lesen ertappte ich mich immer wieder, mit der Mörderin zu sympathisieren. Nichts entschuldigt einen Mord, aber diese Frau hatte ein wirklich trauriges Leben und niemand hörte ihr zu. Niemand nahm sich Zeit für sie und ihre Problemen an. Wie verzweifelt muss sie gewesen sein um diese Gräueltat zu vollbringen. Wie viele Tage und Nächte verbrachte sie schlaflos und voller Angst? Dieses Buch beinhaltet eine „Geschichte, die das Leben schreibt“ … dieses traurige Leben wünsche ich aber keinem Zweiten. Mich hat das Buch beeindruckt. 

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angi_stumpfs avatar

Rezension zu "Kalte Wut" von Volker Mauersberger

Spannend und authentisch ...
angi_stumpfvor einem Jahr

Wer – wie ich – gerne True Crime-Geschichten liest, ist hier genau richtig. Der Autor entführt uns in die deutsche Nachkriegszeit ins Jahr 1949 und erzählt uns unter Einstreuung vieler authentischer Zeitzeugenberichte aus den Ermittlungsakten die Lebensgeschichte von Ellen Rinsche.
Alles beginnt mit dem Fund einer Leiche, oder besser gesagt nur dem Torso eines Mannes. Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln, doch nach einer Woche meldet Ellen Rinsche ihren Mann Josef als vermisst. Diese verspätete Anzeige erscheint den Polizisten schon sehr verdächtig und die Beweise gegen die Ehefrau stellen sich als erdrückend heraus.
Doch was steckt hinter dem ganzen Verbrechen?
Volker Mauersberger lässt uns teilhaben am Leben von Ellen, erzählt in Rückblicken, wie aus der Tochter aus gutem Hause eine verzweifelte, verarmte Hausfrau wurde. Das Buch ist eher in einem nüchternen Berichtsstil verfasst und doch kann man sich hineinversetzen, mitfühlen, Anteil nehmen. Aussagen von Nachbarn, Kollegen, Familienangehörigen, Polizeiprotokolle und Zeitungsberichte werden zitiert und zeichnen so ein dichtes Bild der Umstände.
Ellen war zwar keine Heilige und hatte auch ihre Fehler, aber ihr Martyrium wünscht man niemandem. Die Wahrheit wird nie mehr ans Licht kommen, wenn sie wirklich gelogen haben sollte.
Bis hin zum Prozess und Urteilsspruch dürfen wir ausführlich den Fall „Ellen Rinsche“ mitverfolgen. Perfekt hätte ich noch einige erwähnte Originalfotos gefunden, das hätte das Buch prima abgerundet. Aber ich würde es Krimifans auch so empfehlen: spannend, authentisch, tragisch, kontrovers.

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Rezension zu "Kalte Wut" von Volker Mauersberger

Analyse eines Lebens.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Wäre es am 7. September 1949 nicht der Hilfsarbeiter Adolf Schmitz gewesen, so hätte irgendwann jemand anders den grausigen Fund auf dem Trümmergrundstück in Wuppertal-Barmen gemacht. So aber war er es, der auf dem Weg zum Kino "Odin" , in dem man den Film "Große Freiheit Nr.7" mit Hans Albers in der Hauptrolle spielte, noch einmal kurz in den baufälligen Keller verschwand, um ein dringendes Bedürfnis zu erledigen. Das längliche, mit Lederriemen und  Bindfaden verschnürte Paket, auf das er im Dunkel stieß, enthielt einen Körper, da war er sich sicher, es musste ein Toter sein, der dort abgelegt worden war. Nachdem er die Kinovorstellung hinter sich gebracht hatte und draußen einen Schutzmann fand, den er informieren konnte, setzte sich der Polizeiapparat in Gang.

Kriminaloberinspektor Heinz Gassmann beorderte ein halbes Dutzend seiner erfahrenen Leute und bildete die erste Mordkommission. Der Fund, der sich als übel riechender, männlicher Torso entpuppte, dem man große Stücke der Extremitäten und den Kopf  abgeschlagen hatte, war kräftig gebaut, etwa 30-50 Jahre alt und ca. 1,80 m groß, ohne besondere Merkmale, was nicht verwundert bei einer derartig verstümmelten Leiche. Dass äußere Gewalt angewendet wurde, stand außer Frage. Es begannen Ermittlungen in alle Richtungen, polizeiliche Statements vor Journalisten und Aufrufe an die Bürger, sowie die Sichtung der minimalen, vorhandenen Beweisstücke und Vergleiche mit vergangenen Mordfällen. Sie sollten Licht ins Dunkel bringen.   

Urplötzlich schien ein Hinweis auf die Spur zur "Ruinen-Leiche" zu führen, als sich Kriminalinspektor Heinrich Faust aus Gevelsberg meldete. Er gab an, dass eine Frau Ellen Rinsche ihren Ehemann Josef als vermisst gemeldet hatte. Außerdem entdeckte man auf Grund eines Hinweises mehrere abgetrennte Körperteile, die verpackt und durch die Wupper angeschwemmt, in die Hände der Ermittler gerieten. So begann in dieser Nachkriegszeit, in den ersten Monaten, nachdem wieder Recht und Ordnung in dem vom Nationalsozialismus verstörten und zu Boden geworfenen Deutschland eingekehrt waren, die Auflösung eines Verbrechens, das Schlagzeilen machte und über Jahre in den Köpfen der Menschen blieb.

In realistischer, klarer Analyse wird hier das Protokoll eines Verbrechens erstellt, werden Fakten zusammengetragen, Aussagen von Zeugen und Betroffenen miteinander in Bezug gebracht, Charaktere entschlüsselt, Lebensumstände beleuchtet, Erklärungen gesucht und verworfen und Gefühle angesprochen, die Wärme, Zuneigung und Mitleid aber auch Brutalität, Berechnung und Kälte offenbaren.

Um die Ursachen dieser Tat zu entschlüsseln, legt der Autor ein ganzes Leben in die Waagschale und überlässt es dem Leser zu entscheiden, ob es als Entschuldigung ausreicht.

 Flüssig geschrieben, mit stark ansteigendem Spannungsbogen, ungeheuer intensiv mit fortlaufender Lektüre, absolut glaubwürdig und ungeschönt geschildert, ein Blick in ungeschminkte Gesichter als Überbleibsel aus einer kriegsversehrten Zeit.

 Absolute Leseempfehlung für ein kleines Buch mit großem Inhalt.

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